Bundestagswahl 2013Trittin möchte Spitzenkandidat der Grünen sein

Seit Monaten ringen die Grünen um ihre Spitzenkandidaten für 2013. Nun verkündet Trittin, dass er antritt. Er kann sich aber auch zwei Frauen an der Spitze vorstellen. von dpa

Jürgen Trittin

Der Bundesfraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Jürgen Trittin  |  © Tobias Schwarz / Reuters

Als zweiter Grünen-Politiker nach Parteichefin Claudia Roth hat sich der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2013 beworben. "Ich trete an und möchte einer der beiden Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen sein", sagte er dem Spiegel . Trittin wollte sich nicht festlegen, welche Grünen-Politikerin er als zweite Spitzenkandidatin favorisiert. "Mit allen Frauen, über deren Kandidatur bisher spekuliert wird, kann ich gut zusammenarbeiten."

Jede Kandidatin müsse sich aber wie er "einem demokratischen Votum der Partei stellen", etwa durch eine Urwahl, sagte Trittin. Für diesen Fall schloss er auch sein eigenes Scheitern nicht aus: "Vielleicht will die Partei auch zwei Frauen an der Spitze. Ich bin als Mann nicht gesetzt."

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Roth hatte schon im März angekündigt, dass sie Spitzenkandidatin werden wolle. Im Gespräch sind auch Fraktionschefin Renate Künast und Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt .

Die baden-württembergische Landtagsfraktionschefin der Grünen , Edith Sitzmann, wünscht sich Trittin und Göring-Eckardt als Spitzenkandidaten. "Das ist ein Spitzenteam, das unsere Positionen in der Breite vertritt und mit dem wir für die Wähler personell ein gutes Angebot haben", sagte sie. Die endgültige Entscheidung werde auf dem Bundesparteitag Anfang Dezember fallen.

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Leserkommentare
  1. Wo? Wieviele?

    Quelle?

  2. Ich glaube hier Ironie entdeckt zu haben. Aber wenn ich mir viele andere Kommentatoren hier anschaue, bin ich mir nicht ganz sicher...

  3. In der Politik wird kein Fachpersonal gewählt sondern es werden Bürger gewählt. Jeder kann Politiker werden, wenn er oder sie gewählt wird. Das ist ja wohl richtig und normal in einer Demokratie. Und warum Sie diesem Mann einfach mal die Befähigung absprechen ist Ihr Geheimnis.

  4. "Sie stehen nur für die, die sie gewählt haben."

    Das ist natürlich nicht wahr. Das gilt für die CDU, CSU, FDP und in teilen SPD, aber gerade liberale PArteien wie die Grünen schaffen durch ihre Grundgesinnung, Grundüberzeugungen Freiheit für viel mehr als die Gruppen von denen sie gewählt werden. Schließlich würde ein Bundesweites Gesetzt zu Bürgerentscheiden jedem nutzen. Die Grünen haben Gerade im Bereich der Bürgerbeteiligung gezeigt, dass es ihnen um die Sache geht und nicht um irgendwelche Posten. Denn sie halten immernoch an der Forderrung für mehr demokratie fest und setzten das auch weiter durch wo sie können, obwohl sie schon zwei mal prominent damit auf die nase gefallen sind.

    "was zu Zeiten der sozialen Marktwirtschaft "Common Sense war" nämlich: Politik auch für die die einen nicht gewählt haben, fehlt vielen der Grünen."

    Auch das stimmt nicht. Belegen Sie das mal. Gerade die Grünen schaffen doch immer wieder den Spagat zwischen Mittelstand und Unterschicht. Sie werden sowohl vom Rübenbauern auf dem Land als auch von der AKademikerin aus der Gro´stadt gewählt Sie setzten sich für den Erhalt der Natur ein UND für den Ausbau des Öffentlichen verkehrs. Die Industrien, die sie fördenr um der Umwelt zu genügen, sind Motoren für den Mittelstand.

    Das Konzept Grün geht auf, und es nützt jedem, der tolerant, tierfreundlich, umweltorientiert und sozial denkt.

    Antwort auf "@ 78 Herr Wirtler"
    • TDU
    • 15. August 2012 9:18 Uhr

    "Das Konzept Grün geht auf, und es nützt jedem, der tolerant, tierfreundlich, umweltorientiert und sozial denkt."

    Eben nicht denen, die die ständigen Abagbenerhöhungen nicht zahlen können. Diese Naturfreunde finden sich ganz schnell in Mietshäusern mit Minigrün wieder und zahlen eine Menge für einen Besuch in der Natur.

    Und ihr oben zitierter Satz ist der Knackpunkt. Er erlaubt den Schluss: Wer nicht grün gut heisst, denkt nicht tolerant, umweltorientiert und sozial. Und genau das ist das Polarisierende, was ich ablehne.

  5. beziehen sich nicht ausschließlich auf das Internet, genau wie bei den Grünen. Im Vergleich zu dem Großteil der Grünen wissen die Piraten ein ganzes Stück weit mehr, was sie bzgl. des Netzes tun. Das "Engagement" der Grünen für das Internet und entsprechende Themen ist lediglich ein Resultat aus den davon schwimmenden Fellen der Partei und nicht einer ernsthaften Überzeugung zuzuschreiben.

    Wie haben sich die Grünen denn bspw. hinsichtlich des "Internetstoppschildes" verhalten? Gar nicht! Sie haben sich im Bundestag enthalten! Ist das Ihre hochgelobte grüne Positionierung?

    Wo ich in den letzten 10 Jahren gelebt habe? Sicher mit einem Auge bei den Grünen, aber vor allem auch mit dem anderen auf der Suche nach einer Partei, die zu ihren Themen steht und diese nicht für eine Regierungsbeteiligung verkauft oder hochproblematische Entscheidungen "mitträgt", weil man im Grunde ja doch nicht so viel Ahnung hat (siehe Internetsperren), denn hätten die Grünen eine Position gehabt, dann hätten sie sich auch positionieren können, d.h. nicht enthalten müssen. Wobei man natürlich sagen muss, dass eine Enthaltung auch eine Art Positionsbekundung ist, keine Frage. Ob diese allerdings im Sinne der Bürger, oder im Sinne der betroffenen Kinder (um beim Beispiel zu bleiben) ist, steht dann wieder auf einem ganz anderen Blatt...

    Antwort auf "Die Piraten-Themen"

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