Leserartikel

PolitikergehälterBezahlt die Politiker besser!

Wir sparen an unseren Politikern, meint Leser Günter Mayer. Wir sollten sie endlich entsprechend ihrer Bedeutung und Verantwortung entlohnen.

Der Beruf des Politikers beinhaltet zwei Aspekte. Zum einen ist er Ausdruck einer individuellen Lebensplanung, also einer Karriere. Zum anderen ist er eine Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft. In einem Parlament oder gar einer Regierung zu sitzen erfordert eine große fachliche Begabung und soziale Kompetenzen. Eine Gesellschaft sollte daher versuchen, die Besten für diese Aufgabe zu gewinnen.

Bis in die Siebziger Jahre schien dies problemlos möglich zu sein. Doch seither gab es zwei Entwicklungen, die die Besetzung politischer Ämter mit qualifiziertem Personal erschweren.

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Erstens: Die Schere zwischen den Verdienstmöglichkeiten eines Politikers und denen einer Führungskraft in der Wirtschaft öffnete sich gewaltig. Die Gehälter von Vorständen wuchsen wesentlich stärker als die der Spitzenpolitiker. In absoluten Zahlen verdienen die Vorstandsvorsitzenden der DAX-Konzerne im Durchschnitt über 5 Mio Euro pro Jahr. Dies entspricht ungefähr dem 20-fachen des Jahreseinkommens der Bundeskanzlerin von circa 250.000 Euro.

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Natürlich sind die Verdienstmöglichkeiten nur ein Grund von vielen, warum ein junger Mensch Politiker werden will. Aber die Steuerungswirkung des Geldes ist dennoch beachtlich.

Zweitens: Mit den Grünen kam eine Gruppierung ins Parlament, die dem Bild des Berufspolitikers skeptisch gegenüberstand. Ihr Rotationsprinzip und die Trennung von Amt und Mandat trugen dazu bei, dass eher Idealisten in die Parlamente einzogen. Momentan greifen die Piraten diesen Ansatz auf: Sie lehnen eine angemessene Bezahlung ihrer Spitzenkräfte ab. So bezaubernd diese Idee auch sein mag – sie führt dazu, dass der Beruf des Politikers an Attraktivität verliert.

Wer sich heute in jungem Alter für die Politik entscheidet, der durchläuft meist die Jugendorganisation seiner Partei. Er durchquert dann mehr oder weniger schnell die unteren parlamentarischen Ebenen, bis er die Landes- oder Bundesspitze erreicht. Viele hochtalentierte junge Menschen sehen darin keinen erstrebenswerten Berufsweg. Und das liegt unter anderem an der vergleichsweise schlechten Bezahlung.

Dieser Zustand führt dazu, dass in Verhandlungen zwischen Politik, Banken und Wirtschaftsvertretern die fähigsten Köpfe selten auf Seiten der Politik sitzen. Das Fazit kann daher nur lauten: Gönnen wir uns hoch bezahlte Fachkräfte in der Politik. Frauen und Männer, die den Blick für das Gemeinwesen mit Fachkompetenz vereinen.

 
Leserkommentare
  1. bezahlen wir sie eigentlich noch viel zu gut. Da hängt sich ja jeder Leiharbeiter mehr rein.

    35 Leserempfehlungen
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    Leiharbeiter hängen sich btw oft noch mehr rein als festangestellte weil sie auf ebendiese festanstellung hoffen. Liest sich so negativ, dein Bild von Leiharbeitern.

    ...wir brauchen :
    a.) nicht soo viele,
    - denn wieso werden die Menschen in Mecklenburg Vorpommern von einem Landtag regiert, wenn für die gleiche Anzahl der Menschen ein Stadtrat reicht?
    b.) unsere Beamten müssen mehr in Haftung genommen werden können!
    c.) strickte Trennung vom ursprünglichen Beruf!
    - es kann nicht angehen, dass Rechtsanwälte (Judikative) in die Politik (Legislative) gehen und so Gesetze für ihr Klientel beschließen!
    (z.B. Kubicki) - so wird die Gewaltentrennung unterlaufen
    d.) Wer Geld vom Staat bekommt, muss dies auch offen darlegen und auch wie viel, mit Nebeneinkünfte (es sollte dabei keinen Unterschied geben, zwischen Hartz IV Empfängern und Politikern)
    e.) Nebenjob (in Aufsichtsgremien) gehören verboten
    f.) Lobbyarbeit gehört ebenfalls verboten

    ...aber wir sind seit mehr als zwei Jahrhunderten ein Beamtenstaat und der lässt sich nicht mehr abschaffen - nicht durch Beamte (Politiker)

    • jkluge
    • 27.08.2012 um 18:38 Uhr
    • jkluge
    • 27.08.2012 um 18:42 Uhr

    Wer mal einige Zeit als Mitarbeiter oder Assistent eines Politikers verbringt, wird feststellen, dass es nicht nur ein Vollzeitjob ist. Es ist einer der härtesten Jobs, die es gibt. Die Belastungen für Familie und Freunde, die eigene psychische Belastung, die finanzielle Unsicherheit - all das sieht man nicht von außen. Deshalb halte ich die Pauschalkritik an Politikern für unangemessen.

    Entfernt. Verzichten Sie auf diffamierende Äußerungen. Die Redaktion/mak

    Verstehe ich nicht. "Bedeutung und Verantwortung" ist ein völlig anderes Kriterium als "Fleiß und Engagement".

    Leiharbeiter hängen sich btw oft noch mehr rein als festangestellte weil sie auf ebendiese festanstellung hoffen. Liest sich so negativ, dein Bild von Leiharbeitern.

    ...wir brauchen :
    a.) nicht soo viele,
    - denn wieso werden die Menschen in Mecklenburg Vorpommern von einem Landtag regiert, wenn für die gleiche Anzahl der Menschen ein Stadtrat reicht?
    b.) unsere Beamten müssen mehr in Haftung genommen werden können!
    c.) strickte Trennung vom ursprünglichen Beruf!
    - es kann nicht angehen, dass Rechtsanwälte (Judikative) in die Politik (Legislative) gehen und so Gesetze für ihr Klientel beschließen!
    (z.B. Kubicki) - so wird die Gewaltentrennung unterlaufen
    d.) Wer Geld vom Staat bekommt, muss dies auch offen darlegen und auch wie viel, mit Nebeneinkünfte (es sollte dabei keinen Unterschied geben, zwischen Hartz IV Empfängern und Politikern)
    e.) Nebenjob (in Aufsichtsgremien) gehören verboten
    f.) Lobbyarbeit gehört ebenfalls verboten

    ...aber wir sind seit mehr als zwei Jahrhunderten ein Beamtenstaat und der lässt sich nicht mehr abschaffen - nicht durch Beamte (Politiker)

    • jkluge
    • 27.08.2012 um 18:38 Uhr
    • jkluge
    • 27.08.2012 um 18:42 Uhr

    Wer mal einige Zeit als Mitarbeiter oder Assistent eines Politikers verbringt, wird feststellen, dass es nicht nur ein Vollzeitjob ist. Es ist einer der härtesten Jobs, die es gibt. Die Belastungen für Familie und Freunde, die eigene psychische Belastung, die finanzielle Unsicherheit - all das sieht man nicht von außen. Deshalb halte ich die Pauschalkritik an Politikern für unangemessen.

    Entfernt. Verzichten Sie auf diffamierende Äußerungen. Die Redaktion/mak

    Verstehe ich nicht. "Bedeutung und Verantwortung" ist ein völlig anderes Kriterium als "Fleiß und Engagement".

  2. Leiharbeiter hängen sich btw oft noch mehr rein als festangestellte weil sie auf ebendiese festanstellung hoffen. Liest sich so negativ, dein Bild von Leiharbeitern.

    4 Leserempfehlungen
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    bin ganz ihrer Meinung. Bei einem Vergleich mit Leiharbeitern kommen Politikern eigentlich noch zu gut weg. Bin ja selbst Leiharbeiter und würde so einiges um Längen besser machen als unsere sogenannten Volksvertreter.

    • Chilly
    • 27.08.2012 um 18:41 Uhr

    eigentlich eine Art Leiharbeiter sind? Sie leihen sich ihren jeweiligen Job für 4 bis 5 Jahre von den Wählerinnen und Wählern. Danach wird "alles auf Los" gesetzt.

    Richtig ist, dass über "sichere Listenplätze" bei Union und SPD und mit Einschränkung bei den LINKEN ein gewisses Quantum an Politikern dieser Existenzsorge weitgehend enthoben ist. Die große Masse der MdB (oder MdL) hingegen hat dieses Privileg nicht. Dies gilt auch für Minister/Senatoren etc. Der Kampf um den "Folgeauftrag" ist da fast so wichtig, wie bei einem Leiharbeitnehmer.

    CHILLY

    bin ganz ihrer Meinung. Bei einem Vergleich mit Leiharbeitern kommen Politikern eigentlich noch zu gut weg. Bin ja selbst Leiharbeiter und würde so einiges um Längen besser machen als unsere sogenannten Volksvertreter.

    • Chilly
    • 27.08.2012 um 18:41 Uhr

    eigentlich eine Art Leiharbeiter sind? Sie leihen sich ihren jeweiligen Job für 4 bis 5 Jahre von den Wählerinnen und Wählern. Danach wird "alles auf Los" gesetzt.

    Richtig ist, dass über "sichere Listenplätze" bei Union und SPD und mit Einschränkung bei den LINKEN ein gewisses Quantum an Politikern dieser Existenzsorge weitgehend enthoben ist. Die große Masse der MdB (oder MdL) hingegen hat dieses Privileg nicht. Dies gilt auch für Minister/Senatoren etc. Der Kampf um den "Folgeauftrag" ist da fast so wichtig, wie bei einem Leiharbeitnehmer.

    CHILLY

  3. sollten wir angesichts der Faktenlage doch eher über Regressfähigkeit und Schadensersatz reden?

    Selbst wenn ich nur auf die Bereiche "Sicherheit" & "Umwelt" schaue, so erschließt sich mir nicht, warum ich an evidente Minderleister mehr zahlen sollte!

    Gerade Mensch, welche "Lösungen" anbieten die bei neutraler Beurteilung bestenfalls noch dem Broterwerb von Kabarettisten dienen?

    MfG KM

    10 Leserempfehlungen
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    Ihrer Charakterisierung der derzeitigen Politprominenz als "Minderleister" kann ich mich nur anschließen. Warum die Leute, die uns in die Krise geführt haben, noch mehr Geld bekommen sollen, ist mir so unverständlich wie Millionenboni für Bänker, die ihr Haus dorthin gebracht haben, dass es Staatshilfen beantragen muss.

    Leistung muss sich wieder lohnen! Machen wir doch einmal Ernst damit!

    Ihrer Charakterisierung der derzeitigen Politprominenz als "Minderleister" kann ich mich nur anschließen. Warum die Leute, die uns in die Krise geführt haben, noch mehr Geld bekommen sollen, ist mir so unverständlich wie Millionenboni für Bänker, die ihr Haus dorthin gebracht haben, dass es Staatshilfen beantragen muss.

    Leistung muss sich wieder lohnen! Machen wir doch einmal Ernst damit!

  4. 1. Wenn Geld das einzige Motiv für eine Person ist, in die Politik zu gehen, so gehört er nicht in die Politik.

    2. Hochrangige Politiker erhalten jede Menge Kompensation durch Zweit-, Neben- und "Beratertätigkeiten" (bösen Zungen könnten von Korruption sprechen). Monetäre Anreize sind also zur Genüge vorhanden, mit bekanntem Ergebnis.

    34 Leserempfehlungen
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    zu 1.) Sie laufen genau in die Falle, die der Artikel beschreibt:
    a) dass Geld EIN Anreiz ist, heißt ja nicht, dass es der EINZIGE Anreiz ist. In der Berufswahl, die Menschen außerhalb der Politik treffen ist das genauso.
    b) Von einem Politiker verlange ich, dass er richtig Entscheidet und erklärt. Und natürlich Ehrlichkeit - wie von jedem Anderen auch. Aus welchen Motiven er diese Tätigkeit wählt und wie idealistisch seine Motive sind, ist mir egal, so lange die Ergebnisse stimmen.

    zu 2.) Beratertätigkeiten kann prinzipiell Jeder ausüben, der die fachliche Eignung mitbringt. Vorstände usw. dürften da nicht viel weniger Umsatz machen als Abgeordnete. Warum gemeldete Beratertätigkeiten Korruption sein sollen, erschließt sich mir nicht. Einleuchtend wäre dagegen: Je besser jmd. bezahlt wird, desto weniger Anreize hat er, sich bestechen zu lassen.

    • Nest
    • 27.08.2012 um 17:59 Uhr

    ...aber ich denke, dass das im Artikel besprochene Problem dennoch relevant ist.
    Weil sich aus den Gehaltsunterschieden zwischen Politikern und Führungskräften der Wirtschaft auch ein Statusunterschied ergibt.
    Welcher wiederum (solange der Mensch nicht ganz von seinen evolutionären Reflexen abgekoppelt ist)dazu führt, dass der Politiker zur Führungskraft aufsieht, sowie die Führungskraft auf den Politiker herab.
    Im Ergebnis ist der Politiker laufend damit beschäftigt, sich das Wohlwollen der Führungskräfte zu erarbeiten.

    • cudkvj
    • 28.08.2012 um 1:47 Uhr

    Natürlich sollte Geld nicht die einzige Motivation sein, aber es geht hier darum, dass sich in der Bezahlung auch eine Anerkennung durch die Gesellschaft sowie eine Bewertung der Höhe der übertragenen Verantwortung widerspiegelt. Wenn da die Politiker den Wirtschaftsvorständen um eine vielfaches hinterherhinken drückt das (teils indirekt) aus, dass a) Politiker weniger verdienen, b) weniger Anerkennung verdienen und c) weniger Verantwortung tragen.
    Dazu kommen noch die schwierigen Rahmenbedingungen: In der Bundespolitik kommt wohl kaum jemand unter eine 60 Stunden-Woche und die Auseinandersetzung mit vielen anderen Akteuren (eigene Partei, anderen Parteien, Presse, ausländische Amtsträger, Lobbyisten, etc.) ist knallhart. Darum ist es leider eine ganze Palette an Gründen, die Leute davon abschrecken in die Politik zu gehen. Durch die bessere Bezahlung, so die Argumentation des Artikels, können wir einen Teil dieser Gründe aufheben. Ich halte das für eine sehr gute und wichtige Sache.
    Übrigens arbeiteten Politiker früher z.T. ehrenamtlich, was katastrophale Auswirkungen hatte, da sich nur noch sehr reiche Leute politisch engagieren konnten und somit deren Interessen stets im Mittelpunkt standen.
    Für eine bessere Bezahlung spricht auch, dass Nebenjobs damit unattraktiver werden. Wird man gut bezahlt, braucht man nichts nebenbei zu machen und bleibt unabhängiger. Bezahlte Nebentätigkeiten sollten für Politiker IMHO wg. pot. Interessenskonflikten ohnehin ganz verboten werden.

    • hairy
    • 28.08.2012 um 14:23 Uhr

    konnen saemtliche Politiker nach Ausscheiden aus der Politik dicke bei hochbazahlten Posten in der Wirtschaft unter.

    zu 1.) Sie laufen genau in die Falle, die der Artikel beschreibt:
    a) dass Geld EIN Anreiz ist, heißt ja nicht, dass es der EINZIGE Anreiz ist. In der Berufswahl, die Menschen außerhalb der Politik treffen ist das genauso.
    b) Von einem Politiker verlange ich, dass er richtig Entscheidet und erklärt. Und natürlich Ehrlichkeit - wie von jedem Anderen auch. Aus welchen Motiven er diese Tätigkeit wählt und wie idealistisch seine Motive sind, ist mir egal, so lange die Ergebnisse stimmen.

    zu 2.) Beratertätigkeiten kann prinzipiell Jeder ausüben, der die fachliche Eignung mitbringt. Vorstände usw. dürften da nicht viel weniger Umsatz machen als Abgeordnete. Warum gemeldete Beratertätigkeiten Korruption sein sollen, erschließt sich mir nicht. Einleuchtend wäre dagegen: Je besser jmd. bezahlt wird, desto weniger Anreize hat er, sich bestechen zu lassen.

    • Nest
    • 27.08.2012 um 17:59 Uhr

    ...aber ich denke, dass das im Artikel besprochene Problem dennoch relevant ist.
    Weil sich aus den Gehaltsunterschieden zwischen Politikern und Führungskräften der Wirtschaft auch ein Statusunterschied ergibt.
    Welcher wiederum (solange der Mensch nicht ganz von seinen evolutionären Reflexen abgekoppelt ist)dazu führt, dass der Politiker zur Führungskraft aufsieht, sowie die Führungskraft auf den Politiker herab.
    Im Ergebnis ist der Politiker laufend damit beschäftigt, sich das Wohlwollen der Führungskräfte zu erarbeiten.

    • cudkvj
    • 28.08.2012 um 1:47 Uhr

    Natürlich sollte Geld nicht die einzige Motivation sein, aber es geht hier darum, dass sich in der Bezahlung auch eine Anerkennung durch die Gesellschaft sowie eine Bewertung der Höhe der übertragenen Verantwortung widerspiegelt. Wenn da die Politiker den Wirtschaftsvorständen um eine vielfaches hinterherhinken drückt das (teils indirekt) aus, dass a) Politiker weniger verdienen, b) weniger Anerkennung verdienen und c) weniger Verantwortung tragen.
    Dazu kommen noch die schwierigen Rahmenbedingungen: In der Bundespolitik kommt wohl kaum jemand unter eine 60 Stunden-Woche und die Auseinandersetzung mit vielen anderen Akteuren (eigene Partei, anderen Parteien, Presse, ausländische Amtsträger, Lobbyisten, etc.) ist knallhart. Darum ist es leider eine ganze Palette an Gründen, die Leute davon abschrecken in die Politik zu gehen. Durch die bessere Bezahlung, so die Argumentation des Artikels, können wir einen Teil dieser Gründe aufheben. Ich halte das für eine sehr gute und wichtige Sache.
    Übrigens arbeiteten Politiker früher z.T. ehrenamtlich, was katastrophale Auswirkungen hatte, da sich nur noch sehr reiche Leute politisch engagieren konnten und somit deren Interessen stets im Mittelpunkt standen.
    Für eine bessere Bezahlung spricht auch, dass Nebenjobs damit unattraktiver werden. Wird man gut bezahlt, braucht man nichts nebenbei zu machen und bleibt unabhängiger. Bezahlte Nebentätigkeiten sollten für Politiker IMHO wg. pot. Interessenskonflikten ohnehin ganz verboten werden.

    • hairy
    • 28.08.2012 um 14:23 Uhr

    konnen saemtliche Politiker nach Ausscheiden aus der Politik dicke bei hochbazahlten Posten in der Wirtschaft unter.

  5. Sie haben mir überzeugt, jedoch sollte man dann nicht noch mehr in die Politiker stecken, sonder vielleicht das Ganze andersherum, nämlich die gesetzliche Verkleinerung von Gehältern.
    Sollten Gehälter nicht irgendwann aufhören zu wachsen und der Rest an andere Stellen fliessen?

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Gut, meinetwegen soll das Spitzenpersonal besser bezahlt werden aber im gleichen Atemzug müssten die Bezüge der Bundestagsabgeordneten deutlich gekürzt bzw. an die Parlamentzugehörigkeit gekoppelt werden. Es ist absolut lächerlich, was einige Frischlinge mit max. 4 Jahre Parlamentszugeörigkeit, vorwiegend bei den Grünen und in der roten Fraktion, so einstreichen. Sie werden bezahlt wie die obersten Bundesrichter und haben bestenfalls die Qualifikation von schlechten Rechtsanwälten oder Lehrern.

    Gut, meinetwegen soll das Spitzenpersonal besser bezahlt werden aber im gleichen Atemzug müssten die Bezüge der Bundestagsabgeordneten deutlich gekürzt bzw. an die Parlamentzugehörigkeit gekoppelt werden. Es ist absolut lächerlich, was einige Frischlinge mit max. 4 Jahre Parlamentszugeörigkeit, vorwiegend bei den Grünen und in der roten Fraktion, so einstreichen. Sie werden bezahlt wie die obersten Bundesrichter und haben bestenfalls die Qualifikation von schlechten Rechtsanwälten oder Lehrern.

  6. Stimme im Grunde mit der Meinung ueberein, (Spitzen-)Politiker sind sicherlich im Vergleich zu Fachkraeften in den freien Wirtschaft unterbezahlt, allerdings waere es sicherlich unmoeglich, die Gehaelter auf ein vergleichbares Level zu bringen.

    Ich glaube, dass Problem liegt vor allem in den Parteien und etwas viel wichtigers, was getan werden sollte, ist den oben beschriebenen Berufsweg eines Politikers zu veraendern. Das Problem ist doch, dass man an die Positionen, in denen man wirklich etwas veraendern kann (also die Positionen, die fuer kompetente Fachkraefte am interessantesten sind), nur herankommt, wenn man schon jahrelang Parteisoldat war. Ich glaube, wenn das System flexiblerer waere und es mehr nach Koennen/Kompetenz anstatt nach Jahren der Parteizugehoerigkeit gehen wuerde, haetten wir sehr viel mehr und sehr viel faehigere Politiker in unseren Parlamenten.
    Was nicht heissen sollte, das alle Politiker, die wir haben, fachlich nicht kompetent sind, es gibt auch viele, dich auch fachlich richtig etwas drauf haben, z.B. Leutheusser-Schnarrenberger oder Steinmeier.

    Die USA ist sicherlich das Gegenteil, wo es sehr viele Quereinsteiger gibt, aber leider vor allem auch das Geld miteintscheidet. Ein Mittelding waere irgendwo dawischen, mit mehr Quereinsteigern, aber ohne das ganze Geld, waere meines Erachtens erstrebenswert.

    2 Leserempfehlungen
  7. Gegen die vergleichsweise unglaubliche Bezahlung von Mitarbeitern in der Wirtschaft, mitunter ja auch von Mitarbeitern in den Medien, ist ja kaum beizukommen. Wie hoch soll die Bezahlung von Politikern sein? Mal abgesehen davon, dass deren Löhne gerade gestiegen sind. Es geht niemals um eine Diskussion, dass ja generell Politiker zuviel bekämen. Davon kann ja nicht die Rede sein. Interessant sind höchstens übliche Privilegien, die Poltiker oder Beamte angesichts ihrer Sicherheiten haben, die anderen Berufssparten völlig fehlen.
    Mir gefällt nicht, dass wenigstens ein Vergleich mit anderen Berufsgruppen gezogen wird, was die Höhe ihres Gehaltes oder ihrer ganz anderen Bedingungen, die sich ebenso unter körperlichen wie seelischen Einsatz maßgeblich für gesellschaftrelevante Dinge einsetzen. Man blicke auf die Löhne und Bedingungen von Krankenpflegern, Altenpflegern, Erziehern im Vergleich zum Politiker. Ich finde den Artikel über höhere Entlohnung von Politikern unangebracht. Niemand kann für seine Unabhängigkeit bezahlt werden. Der Preis ist die eigene Moral, die gezahlt wird. Das ist die maßgebliche Instanz. Verführungen wenn man es so nennen will gibt es immer und überall. Aber eine Gesellschaft, die ihre Politiker exhorbitant bezahlt, dagegen aber ihre sozial tätige arbeitende Bevölkerung nicht, erscheint mir vordemokratisch.

    11 Leserempfehlungen
    • ludna
    • 27.08.2012 um 15:53 Uhr
    8. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich sachlich und konstruktiv. Danke, die Redaktion/lv

    2 Leserempfehlungen

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