Vom Trubel zum Jahrestag überrollt
Deshalb ziehen sie an diesem Wochenende mit Mikrofonen und Kameras durch Lichtenhagen, interviewen Demonstranten, Polizisten und Anwohner. Am Sonntag haben sie ein rotes Sofa und ihre Kamera ganz in der Nähe der Bühne aufgebaut, auch den Bundespräsidenten hätten sie dort gern befragt. Doch auf ihren Brief nach Berlin haben sie nie eine Antwort bekommen.
"An der Graswurzel, bei vielen Anwohnern, wird das schon verdrängt", hat Ulbrich bei seiner Arbeit in Lichtenhagen beobachtet. Vom großen Trubel zum Jahrestag fühlten sich viele "überrollt". Das ist der beherrschende Eindruck an diesem Wochenende: So richtig mitmachen beim Jubiläums-Auflauf wollen die meisten Lichtenhagener nicht.
Das ist einerseits verständlich, sind sie doch ein wenig zwischen die Stühle geraten: auf der einen Seite die Linken aus ganz Deutschland, die am Samstag mit anklagenden Plakaten durch ihr Stadtviertel zogen, und von denen die Präsidentin der Rostocker Bürgerschaft, Karina Jens, nur sagt: "ich halte nichts von zugereister Pädagogik"; auf der anderen Seite die von der Stadtpolitik mit angetriebene Initiative Lichtenhagen bewegt sich, die den Bundespräsidenten einlud und die hoch offizielle Feier am Sonntag auf die Beine stellte.
Sicher, es gab auch eine Fahrrad-Sternfahrt zum Sonnenblumenhaus, Filmabende und Theater-Workshops, und es gab am Samstag in der Hochschule in der Innenstadt eine große Veranstaltung mit vielen Reden und Diskussionen. Die meisten Lichtenhagener aber, die doch von allen das deutlichste Zeichen setzen könnten, blieben zu Hause.
Nicht gerade ein Zeichen der Völkerverständigung
Nur rund ein Drittel der Bevölkerung von heute lebte schon 1992 hier, viele sind die Stigmatisierung als vermeintliche Nazi-Hochburg leid, sind froh, wenn sie bald wieder ihre Ruhe haben. "Wenn von unten eben wenig kommt", sagt Ulbrich, "dann dominieren eben die Dinge, die die Politik und die Leute von außerhalb machen."
Dass sie sich in Rostock auch nach 20 Jahren immer noch schwer damit tun, den richtigen Ton zu treffen, zeigt die Sache mit der deutschen Eiche. Einen Baum wollten sie pflanzen, in Gedenken an 1992, die Initiatoren von Lichtenhagen bewegt sich. Weil er schon nach ein wenig was aussehen und auch schon im Herbst wachsen sollte, empfahl das Grünbauamt der Stadt eine Eiche.
Und so stehen Sonntagmittag um zwölf Uhr der Oberbürgermeister und die Frontleute des Bündnisses am Sonnenblumenhaus und begießen eine deutsche Eiche, diesen symbolisch so aufgeladenen Baum. Einst stand sie mit ihrem starken, geraden Wuchs für Zeus, den König der Götter. Es gab aber eben auch: die Hitlereiche. Ein Zeichen der Völkerverständigung ist dieser Baum nicht gerade, eher eines des Patriotismus. Bürgerschaftspräsidentin Jens aber verteidigt die "Friedenseiche", wie sie nun heißt: "Wir können uns doch nicht auch noch unsere Flora und Fauna nehmen lassen."








Bislang dachte ich, es sei nur eines gewesen. Oder wird da differenziert zwischen den rumänischen Asylbewerbern (die ja zum Zeitpunkt der Molotowcocktail-Attacken bereits evakuiert waren) und den vietnamesischen Hilfsarbeitern?
Es gab auch Brandanschläge in Mölln und Solingen.
Es gab auch Brandanschläge in Mölln und Solingen.
"Ein Zeichen der Völkerverständigung ist dieser Baum nicht gerade, eher eines des Patriotismus."
Und ein Zeichen für etwas Nachaltiges mit Qualität, wenn die Eiche denn typisch ist für die Region. Ein schattenspenderder südlicher Baum unter dem man sich zusammensetzen kann wäre natürlich auch schön gewesen. Aber man ist eben nicht im Süden.
die am Samstag mit anklagenden Plakaten durch ihr Stadtviertel zogen, und von denen die Präsidentin der Rostocker Bürgerschaft, Karina Jens, nur sagt: „ich halte nichts von zugereister Pädagogik“; Kann ich gut verstehen.
"Die meisten Lichtenhagener aber, die doch von allen das deutlichste Zeichen setzen könnten, blieben zu Hause." Kann ich gut verstehen. Tribunale kennen die vermutlich und Entschuldigungen auf Kommndo mag niemand.
Der Regisseur macht Hoffnung. Überlässt er die Jugend nicht den Neonazis.
Und das sagen uns heute ausgerechnet die Leute, die vor 22 Jahren skandierten „Kommt die D-Mark nicht zu uns, gehen wir zu ihr.“
ja Glück, dass die nicht gekommen sind und es keine zwei dt. Staaten mehr gibt. Überlegen sie mal wo die Industrie nach dem Sturz wieder hingewandert wäre (da war übrigens der WW2 das Glück des Ruhrgebietes), wenn sich die Ossis nicht hätten von Merkel und Co verkaufen lassen.
Richtig nach Mitteldeutschland, billige gutgebildete Arbeitskräfte, die auch noch fließend Deutsch gesprochen hätten.
Sie sind keinen Deut besser als die Leute die sie gerade beleidigen.
@Thema
Welchen Baum hätte man den Pflanzen sollen eine Zeder?
Und Herr Gauck der die Rostocker für einen VW Bus und die permanente Ausreise und freie wieder Einreise (Besuche) seiner Kinder an das DDR Regime verkauft hat, sollte solchen Veranstaltungen fernbleiben.
Ernsthaft? Über 20 Jahre nach der Wiedervereinigung solch ein Kommentar? Schön, dass sie die Zeit genutzt haben sich weiterzuentwickeln und das Wir/Die Schema ablegen konnten.
beschaeftigt den westdeutschen Konsum nachzuholen das sie das wichtigste vergessen haben.
Echte Demokratie und Mitbestimmung zu fordern anstatt den Anschluss an den Rheinischen -Kapitalismus.
Dumm gelaufen fuer uns alle.
Karina Jens kommt aus Bremervörde. Sie hatte die D-Mark also schon längst.
ja Glück, dass die nicht gekommen sind und es keine zwei dt. Staaten mehr gibt. Überlegen sie mal wo die Industrie nach dem Sturz wieder hingewandert wäre (da war übrigens der WW2 das Glück des Ruhrgebietes), wenn sich die Ossis nicht hätten von Merkel und Co verkaufen lassen.
Richtig nach Mitteldeutschland, billige gutgebildete Arbeitskräfte, die auch noch fließend Deutsch gesprochen hätten.
Sie sind keinen Deut besser als die Leute die sie gerade beleidigen.
@Thema
Welchen Baum hätte man den Pflanzen sollen eine Zeder?
Und Herr Gauck der die Rostocker für einen VW Bus und die permanente Ausreise und freie wieder Einreise (Besuche) seiner Kinder an das DDR Regime verkauft hat, sollte solchen Veranstaltungen fernbleiben.
Ernsthaft? Über 20 Jahre nach der Wiedervereinigung solch ein Kommentar? Schön, dass sie die Zeit genutzt haben sich weiterzuentwickeln und das Wir/Die Schema ablegen konnten.
beschaeftigt den westdeutschen Konsum nachzuholen das sie das wichtigste vergessen haben.
Echte Demokratie und Mitbestimmung zu fordern anstatt den Anschluss an den Rheinischen -Kapitalismus.
Dumm gelaufen fuer uns alle.
Karina Jens kommt aus Bremervörde. Sie hatte die D-Mark also schon längst.
Der zweite Tag des Autors in Lichtenhagen ist dem Artikel anzumerken, vielen Dank dafür. Nur sind die Anwohner nun wirklich nicht "vom Trubel überrollt". Die Initiative "Lichtenhagen bewegt sich" hat genau vor einem Jahr die erste Veranstaltung und seither Dutzende auf die Beine gestellt, die mit den Ausschreitungen konfrontierten und erinnerten.
macht immer noch Probleme, gleich mehrfach
Der Auftritt des obersten Repräsentanten des Staates ist der feierliche Höhepunkt eines Gedenkwochenendes, DASS Lichtenhagen und das Sonnenblumenhaus noch einmal zurück in den Fokus der Öffentlichkeit geholt hat. Und DASS diesen Stadtteil noch einmal aufgewühlt hat. Nach der von zugereisten Linken geprägten Demo am Samstag ist einen Tag später die große Politik nach Lichtenhagen gekommen.
Allerdings hat auch der spellchecker nur das erste DASS als falsch erkannt
In beiden Fällen muss "das" statt "das" geschrieben werden, weil es sich um einen Artikel/Pronomen und eben nicht um eine Konjunktion handelt. Es gibt keine Regel, die besagt, dass nach einem Komma immer "dass" steht! Einfache Faustregel: Lässt sich der Begriff nicht durch "dieses", "jenes" oder "welches" ersetzen, schreibt man "dass"!
schade, DASS sie hier altklug auf einem scheinbaren versehen herumreiten, DAS Sie selbst nicht durchdringen. beide von Ihnen genannten 'das' sind korrekt.
Dass isst dass erste Mal, das mir im Forum jemand begegnet, der sich ebenso wie ich über dass falsche Benutzen von dass und das aufregt.
In beiden Fällen muss "das" statt "das" geschrieben werden, weil es sich um einen Artikel/Pronomen und eben nicht um eine Konjunktion handelt. Es gibt keine Regel, die besagt, dass nach einem Komma immer "dass" steht! Einfache Faustregel: Lässt sich der Begriff nicht durch "dieses", "jenes" oder "welches" ersetzen, schreibt man "dass"!
schade, DASS sie hier altklug auf einem scheinbaren versehen herumreiten, DAS Sie selbst nicht durchdringen. beide von Ihnen genannten 'das' sind korrekt.
Dass isst dass erste Mal, das mir im Forum jemand begegnet, der sich ebenso wie ich über dass falsche Benutzen von dass und das aufregt.
"An der Graswurzel, bei vielen Anwohnern, wird das schon verdrängt."
Vielleicht ist ihnen das auch ziemlich egal, ja es war schlimm, ja, es war der Abgrund menschlicher Seele.
Aber schreckliche Taten passieren jeden Tag, wieviele Leute starben in Rostock 1992? Keiner.
Wieviele Leute starben hingegen in Solingen 93, in Mölln 92 oder 1980 auf dem Oktoberfest? 5, 3 und 13, aber das war eben nicht Rostock, wer gedenkt den 21 Toten? Ein Plattenbau und Brandschaden kann man wieder aufbauen.
Vielleicht sollten die ganzen Ermahner erstmal richtige Fälle rechtsextremer Gewalt bearbeiten.
Na Sie sind ja echt der Held.
Zumindest die angegriffenen und vor den Flanmmen flüchtenden Menschen haben wohl dauerhaft einen Schaden erlitten - so würde es mir zumindest bei so einer Attacke gehen.
Aber da können Sie sich wohl nicht reinversetzen.
Ist ja keiner gestorben, verstehe, Sie Humanist.
Gegen jede rechte Gewalt muss vorgegangen werden, auch wenn es zum Glück in Rostock keinen Toten gab, war es auf jeden Fall nicht hinzunehmende rechte Gewalt.
Wie sarkastisch muss man sein, um einen solchen Kommentar zu schreiben und das unter dem Namen "Humanist"? Bitte ziehen Sie den Humanismus nicht in den Dreck!
Na Sie sind ja echt der Held.
Zumindest die angegriffenen und vor den Flanmmen flüchtenden Menschen haben wohl dauerhaft einen Schaden erlitten - so würde es mir zumindest bei so einer Attacke gehen.
Aber da können Sie sich wohl nicht reinversetzen.
Ist ja keiner gestorben, verstehe, Sie Humanist.
Gegen jede rechte Gewalt muss vorgegangen werden, auch wenn es zum Glück in Rostock keinen Toten gab, war es auf jeden Fall nicht hinzunehmende rechte Gewalt.
Wie sarkastisch muss man sein, um einen solchen Kommentar zu schreiben und das unter dem Namen "Humanist"? Bitte ziehen Sie den Humanismus nicht in den Dreck!
>>.. Aber man ist eben nicht im Süden.<<
schön, dass man das an einem solchen tag mit dem pflanzen einer teutschen eiche noch einmal unmissverständlich klargestellt hat.
>>.. Entschuldigungen auf Kommndo mag niemand.<<
klemmiges schweigen angesichts einer solchen lokalgeschichte irgendwie auch nicht, oder?
unter Verdacht. Man könnte meinen, es gäbe nichts Wichtigeres als "lupenreine" und gesäuberte Symbolik.
Viel wichtiger als überladene Jubiläen dürfte wohl sein, wie sich die Menschen heute fühlen und miteinander umgehen.
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