Griechenland-Interview : Schröder zeigt, wie man zu Europa spricht

Griechenland feiert den Altkanzler: Im Staatsfernsehen hat er vorgemacht, dass eine andere Rhetorik als die der Kanzlerin möglich ist.
Altkanzler Gerhard Schröder © Hakon Mosvold Larsen/Reuters/Scanpix

Auf den Titelseiten der meisten griechischen Zeitungen war am Donnerstag das Gesicht des deutschen Altkanzlers zu sehen. Millionen Griechen verfolgten tags zuvor im Staatsfernsehen , wie Gerhard Schröder braun gebrannt und gut gelaunt in einem Café auf der Urlaubsinsel Kos saß und forderte, dass doch bitte die Beschimpfungen endlich aufhören müssen: " Europa ist Griechenland vieles schuldig."

Nichts anderes als Symbolik war das, wenn nicht gar übertriebene Schmeichelei. Konkrete Gestaltungsmacht hat Schröder nicht viel, er ist längst aus seinen politischen Ämtern ausgeschieden. Doch aus der Euphorie in den griechischen Medien lässt sich eines ableiten: Wie sehr haben sich viele Griechen nach solchen Worten gesehnt – und zwar eigentlich nicht aus dem Munde des Altkanzlers, sondern der jetzigen Kanzlerin Angela Merkel .

Schröder macht vor, dass eine andere Rhetorik in der Euro-Krise möglich ist. Umso ersichtlicher wird dies, da er in den Sachfragen mit Merkels Linie in etwa übereinstimmt. Mehrmals hat er dies in Interviews gesagt, auch im griechischen Staatsfernsehen verschwieg es Schröder keinesfalls: Die Reformen seien unbedingt Voraussetzung für Hilfen, das Land müsse sich sehr anstrengen. Reiche Griechen sollten ihre Steuern zahlen, anstatt "den internationalen Jet-Set zu finanzieren".

Merkels Europa-Bekenntnis ist unglaubwürdig

Nur versteht es Schröder gleichzeitig, mit seinen Streicheleinheiten die Menschen in dem Krisenland für sich zu gewinnen und einzubinden, statt wie Merkel mit Beschimpfungen abzuschrecken. "Hier gibt es fleißige Menschen, die mit ihrer Arbeit ihre Familien durchbringen, und die können nicht gleichgesetzt werden mit den Fehlentwicklungen, die es ohne Zweifel gegeben hat", sagte er. Dagegen hat Merkel mit ihren Phrasen von den faulen Südländern , die weniger arbeiteten und mehr Urlaub machten als die Deutschen, den Groll Südeuropas selbst provoziert.

 

Auch wenn sich die CDU-Politikerin inzwischen in vielen Bundestagsreden zur europäischen Idee bekannt haben mag, wirkt sie dabei durch ihr früheres Verhalten in den betroffenen Ländern unglaubwürdig. Sie hat wenig dafür getan, in den Südländern selbst für die europäische Idee einzustehen, weil sie sich damit eben nicht identifizieren kann, vielleicht weil ihr daran nicht viel liegt. Bislang hat sie es versäumt, nach Spanien , Portugal , Italien und eben Griechenland zu reisen und dort nicht nur mit den Staatschefs zu beraten, sondern öffentlichkeitswirksam zu den Menschen zu sprechen , in den Parlamenten, im Fernsehen, auf den Straßen.

Zacharias Zacharakis

Zacharias Zacharakis ist Redakteur von ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Natürlich wäre solch ein Auftritt vor der Akropolis wieder nichts anderes als reine Symbolpolitik, aber sie ist dringend notwendig, denn auch Symbolik kann reale Folgen haben. Ein klares Europa-Bekenntnis würde zumindest im Süden etwas mehr Zustimmung zu den jetzigen Reformen auslösen, überdies könnte es sich auch positiv auf das Verhalten der Spekulanten auf dem internationalen Finanzmarkt auswirken.

Hang zur großen Geste deutlich ausgeprägt

Europa wäre weniger verwundbar, wenn kein Zweifel darin bestünde, dass Deutschland sich mit aller Macht dieser politischen Idee hingibt. Und natürlich hat Deutschland etwas davon, wenn es dem Süden besser geht. Wenn die Wirtschaft dort in eine längere Rezession geht, verkauft die deutsche Industrie weniger Waren in diese Länder. Diese Entwicklung macht sich allmählich hier bemerkbar – und wird auch Arbeitsplätze kosten.

Nun kann man Schröder vorwerfen, dass er in seiner Rolle als Politik-Pensionär bequem erzählen kann, wozu er Lust hat, schließlich muss er sich nicht den Sachzwängen der Krise unterwerfen. Es ist aber anzunehmen, dass er auch als Kanzler ähnlich gesprochen hätte. Der Hang zur großen Geste war bei ihm schon immer deutlich ausgeprägt. Die Sympathie vieler Griechen ist ihm jedenfalls sicher, die guten Schlagzeilen auch. Die Zeitung To Ethnos kommentierte, Schröder sei "die andere Stimme Deutschlands".

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

183 Kommentare Seite 1 von 23 Kommentieren

.....

"Natürlich wäre solch ein Auftritt vor der Akropolis wieder nichts anderes als reine Symbolpolitik, aber sie ist dringend notwendig, denn auch Symbolik kann reale Folgen haben. "

Kann reale Folgen haben?

Das was gegenwärtig auf den Märkten geschieht ist dermaßen irrational und fremdgesteuert, daß es doch ins Auge springen muß, wie wenig rational und realitätsnah die Entwicklungen überhaupt noch sind.
Symbolik hat mittlerweile doch einen ungleich höheren Stellenwert als tatsächlich funktionierende Hilfsaktionen.

Die "Märkte" sind also irrational, sonst alles in Butter ?...

eine solche Meinung ist an Ignoranz nicht mehr zu übertreffen. Sollte dies zur Mehrheitsmeinung werden, wird sich der aus dieser Prämisse entstandene Schuldenstaat Euro-Land ähnlich der DDR mittelfristig wirtschaftlich selbst ad absurdum führen. Seine Politktrickser an der Spitze Merkel und Schäuble, mit deren vollem Einverständnis EZB und ESM im Zusammenspiel die Drecksarbeit und finanzpolitischen Schweinereien durchführen um immer wieder das marode System kurzfristig vor dem Abstruz zu bewahren. Immer wieder werden dann weitere potemkinsche Fassaden aufgebaut wie „Griechenland ist auf einem guten Weg“. Den Bürgern wird der folgende wirtschaftliche Niedergang als alternativloses Schicksal und Folge „irrationaler Märkte“ oder auch -ich würde mich nicht wundern wenn auch dies versucht würde „irrationaler Außerirdischer“ dargestellt.

Schröder ein Blender????

Der Blender hat aber mit seiner Agenda 2010 ganz schön was geschafft und dafür auch die Prügel seiner (und meiner) eigenen Parteifreunde riskiert. Wer ihn nur als Blender und Lobbyist beschimpft, ist in meinen Augen kleingeistig. An seiner Art kann man sich reiben, aber als Kanzler hat er wohl einiges mehr bewegt als Kohl oder Merkel. Der hatte eben "Eier" gepaart mit Verstand. Kohl hatte nur "Eier" :)

Gut gesagt.

In den letzten dreißig Jahren hatte Deutschland nur sieben Jahre lang einen Kanzler, der Umfragewerte zur Not auch mal links oder rechts liegenließ. Was immer man an seiner Agenda beanstandet (und da die Verantwortung zuzurechnen ist schwierig, wenn man bedenkt, dass damals schon eine informelle "große Koalition" regierte: er hat reformiert, und er hat immerhin versucht zu erklären, was er tat.

In diesem Video zeigt er nochmal, wie man es machen muss.

Ja, ein Blender!

Er hat der SPD den Stoß in's Verderben gegeben. Er ist ein egozentrischer Machtmensch, der nur seine Meinung toleriert. Wer dies als "Eier in der Hose" interpretiert der tut mir leid. Der Herr, der wegen getönter/gefärbter vor Gericht zieht. Der Totengräber sozialer Gerechtigkeit & beste Freund des Kapitals! Egal wer, von wem er sich Vorteile erwartet (hat) ist lupenrein...

Feine Leistung

Die Sklaverei zu legalisieren in Form von sogenannten Zeitarbeitsverträgen mit christlichen Gewerkschaften und sogenannten Werksverträgen. Man kann wohl kaum bestreiten, dass übelste Ausbeutung vieler Arbeitnehmer direkt auf die Segnungen der Agenda zurückzuführen sind. Selbst da, wo die Sittenwidrigkeit solcher Verhältnisse und die Unrechtmäßigkeit gerichtlich festgestellt wurden, gibt es keine Strafen, jedenfalls keine verhängten. Natürlich gibt es Leute, die davon profitieren. Das ist so, weil auch Sklaverei ein Stück Freiheit ist: Die Freiheit der Sklavenhalter. Und sagen Sie bloß nicht, Schröder hätte das nicht gewollt. Er hat sich seine Berater entsprechend ausgesucht. Schröder war und ist Lakai der Reichen im übelsten Sinn.

Systemkrise und Täuscher

@ Monaco Franze 16.08.12 16:39

2. Die andere Stimme Deutschlands
„Er ist allerdings auch nur ein Blender ...“

Nicht nur das, Herr Schröder täuscht bewusst!

Aus dem Video:

1) „Griechenland mit einem BIP von 3% des BIP der EU, das dürfte doch mit Solidarität und Gemeinsamkeit zu schaffen sein“

Dürfte oder ist?

NEIN!
Herr Schröder, es geht um eine Systemkrise,
und da hilft keine Spendenbüchse,
und das wissen Sie genau.

Zur Erinnerung – Deutschland mit 2 Bio Schulden gegenüber 12 Bio Schulden allein der Südländer. Also vergessen Sie Ihre Verharmlosungstour!

2) „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss man Wachstum finanzieren wollen“

Auch nicht besser, Herr Schröder.

Was soll das Lügenmärchen vom Wachstum!
Es ist eine Systemkrise, die Schulden wachsen bereits exponentiell!
Keine Wirtschaft der Welt kann exponentiell wachsen!

Herr Schröder, eins steht zu 100% fest: Ihren „Wortschleim“ braucht niemand!

Was Deutschland und Griechenland brauchen:
1) Demokratie!

2) ein humanes Geld- und Wirtschaftssystem!

3) unabhängige Medien!

@176 Harald Münzhardt: Täuscher und Schwätzer

Sie zitieren Schröder und schreiben: "„Griechenland mit einem BIP von 3% des BIP der EU, das dürfte doch mit Solidarität und Gemeinsamkeit zu schaffen sein“ Dürfte oder ist?"

Das unterscheidet Schröder von ihnen: Schröder weiß, dass er nicht alle Informationen hat, die für eine "Ist-Aussage" nötig wären und er keine Gestaltungsmöglichkeiten mehr hat. Deshalb äußert er sich zurückhaltend:"dürfte", d. h. 'vermutlich'

Sie allerdings wissen selbstverständlich 100%ig Bescheid.

Sie schreiben; "Was Deutschland und Griechenland brauchen:
1) Demokratie!"

WOW! Sie sind aber mutig! Hat der BND schon geläutet?

"2) ein humanes Geld- und Wirtschaftssystem!"

Ungefähr so wie im ehemaligen Ostblock?

"3) unabhängige Medien!"

Und sie unterstützen durch ihre Beiträge auch diese nicht unabhängigen Medien! Sollten sie sich das nicht doch nochmals überlegen?

Kommentare sind eine gute Möglichkeit, Ursachen aufzuzeigen

@ Lonetal 19.08.2012
177 -179

Sie beginnen regelmäßig mit „Sie zitieren..., Sie schreiben...“

Lonetal, haben Sie zu Artikeln selbst auch eine Meinung?

Zunächst zu Ihren Bemerkungen.

177)
a) „Schröder weiß, dass er nicht alle Informationen hat“

Sind Sie Herr Schröder?

Lonetal, sind Sie wirklich so naiv?

12 Bio Schulden der Südländer sind ja wohl kein Geheimnis mehr, oder?

b) „Hat der BND schon geläutet“

Wat denn, wegen Demokratiemangel?

transform-network.net/de/home/article/griechische-medien-manipulation-korruption-demokratiedefizit.html

mehr-demokratie.de/

c) „humanes Geld- und Wirtschaftssystem“

Z.B. Bandbreitenmodell Jörg Gastmann

d) „unterstützen durch ihre Beiträge auch diese nicht unabhängigen Medien“

Kritische Kommentare sind eine gute Möglichkeit,
Ursachen aufzuzeigen.

178, 179)
„Herr Schröder täuscht bewusst"

Die 12 Bio Schulden sind belegt!

Lonetal,
stellen Sie Herrn Schröder nicht als Naivling hin.

Lonetal,
Sie als Verfechter der Gerichtsbarkeit,

wie ist Ihre persönliche Meinung zu den Strafanzeigen gegen die Mitglieder von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat, die dem ESM-Vertrag zugestimmt haben?
eurodemostuttgart.wordpress.com/2012/07/29/statusbericht-strafanzeigen-gegen-die-esm-verantwortlichen/

Bitte betrachten Sie dazu das Grundgesetz Artikel 20!

VG Harald Münzhardt

@180 Harald Münzhardt: Diskussionsstil

Sie schreiben: "Sie beginnen regelmäßig mit „Sie zitieren..., Sie schreiben...“

... warum wohl?

- weil ich den Diskussionspartner ernst nehme,

- weil ich ihm mitteilen will, zu welchen seiner Äußerungen ich etwas sagen werde,

- weil ich dem Diskussionpartner nicht irgendetwas hinzu Gedeutetes oder hinzu Phantasiertes um die Ohren haue, sondern nur dazu Stellung nehme, was er wirklich geschrieben hat,

- weil ich ihn darauf aufmerksam mache, dass er etwas geschrieben und nicht nur gesagt>/ hat. Im Gegensatz zu Gesprochenem lässt sich Geschriebenes nicht einfach leugnen oder aus der Welt schaffen. Es steht dann da Schwarz auf Weiß, es sei denn, man bittet die Redaktion, den ganzen Beitrag zu löschen. Ich habe den Eindruck, vielen ist das gar nicht bewusst.

- weil ich dann konkret belegen kann, worauf sich meine Ausführungen stützen ...

... weil ich alles ganz anders mache als sie, der den Leuten übelste Dinge unterstellt, ohne den Hauch eines Belegs.

Ich meine, verleumderische Unterstellungen wie ihre gegenüber Schröder, gehören vor Gericht, auch wenn es gegen Politiker geht, auch wenn es anonym geschieht. Sie tragen dazu bei, das Diskussionsklima und anschließend das politische Klima im Land zu vergiften.

Viele andere dürfen sich, was Hetze gegen Politiker anbelangt, ebenso angesprochen angesprochen fühlen.

PS: Vermutlich wird die Redaktion das als nicht zum Thema gehörig löschen.

Antwort Lonetal: "weil ich den Diskussionspartner ernst nehme"

@ lonetal 19.08.2012 um 20:11 Uhr

181. @180 Harald Münzhardt: Diskussionsstil

So, so, Lonetal, weil Sie "den Diskussionspartner ernst" nehmen,
haben Sie also keine Meinung zu Artikeln,
sondern nur zu Kommentatoren.

OK.
Dann lassen Sie uns ernsthaft diskutieren!

1) Ich wiederhole die Frage:
Wie stehen Sie zu den Strafanzeigen gegen die genannten Politiker?

2) Bitte begründen Sie, warum "Herr Schröder täuscht bewusst!"
vor Gericht gehört!
Bitte erklären Sie, warum ausgerechnet Herrn Schröder unbekannt sein
sollen

a) die Schulden von mindestens 2 Bio für Deutschland und die Schulden von mindestens 12 Bio allein der Südstaaten

b) das exponentielle Wachstum der Schulden und die Unmöglichkeit des exponentiellen Wachstums der Wirtschaft.

c) Beachten Sie seine Kompetenz in Wirtschaft und Finanzen, die sich in Beratertätigkeit von Banken, Firmen, im Aufsichtsrat etc. ausdrückt!

Wenn Kommentatoren hier unter Kenntnis dieser Fakten das Recht der Meinungsfreiheit nach Artikel 5 des GG wahrnehmen,
sollten Sie nun stichhaltige Argumente Ihrerseits vorweisen können!

Bitte gehen Sie auch ganz speziell darauf ein, wie
"das Diskussionsklima und anschließend das politische Klima im Land"
vergiftet werden, wenn man Täuschungen von Menschen,
die sich zu einem brennenden Thema äußern,
offen legt?

Ich freue mich auf eine tiefgehende Diskussion.

VG Harald Münzhardt

@182 Harald Münzhardt: Verwechslung

Sie schreiben: "So, so, Lonetal, weil Sie "den Diskussionspartner ernst" nehmen,haben Sie also keine Meinung zu Artikeln,
sondern nur zu Kommentatoren.
OK.
Dann lassen Sie uns ernsthaft diskutieren!"

Sie verwechseln da was. Sie verwechseln wie so viele "diskutieren" mit "kommandieren".

Jemanden ernst nehmen heißt nicht, dass ich mir von ihm vorschreiben lasse, wann ich mich wozu und wie äußere.

Das bestimme ich immer noch selbst. Sie haben offensichtlich Schwierigkeiten, so etwas zu akzeptieren, d. h. sie nehmen ihren Diskussionspartner nicht ernst.

Diskussionen bringen weiter!

Lonetal, lassen Sie es sich gesagt sein,
Sie waren und sind ein merkwürdiger Kauz!

Jemand, der dermaßen auffällt, dass er sich nicht mit Inhalten von Artikeln auseinandersetzt, und dazu wurde die Kommentarfunktion eingerichtet,
sondern die Kommentatoren beobachtet, um sich dann jemanden heraus zu picken, und mit dem Standardsatz beginnt
„Sie schreiben, Sie zitieren...“,
hat die auffällige Eigenart eines isolierten schrulligen Beobachters.

Ihr betroffenes, eingeschnapptes, ja bockiges Verhalten auf mein Angebot,
Ihre wirkliche Einstellung zu politischen Ereignissen offen zu legen,
bestätigt meine Einschätzung.
Bitte nehmen Sie das jetzt nicht persönlich, aber irgendwie ähnlich schrulliges Verhalten legt die schillernde Episoden-Figur Mr. Bean an den Tag.

Die Fragen Sind immer noch unbeantwortet.
Beweisen Sie, dass Sie selbst auch eine Meinung zu Inhalten haben,
nach ernsthaften Diskussionen erhalten Sie die Chance,
von mir ernst genommen zu werden.

Arbeiten Sie an sich, schreiben Sie als Kommentator zu den Artikeln,
kein Mensch kann sich auf Dauer in der Rolle eines merkwürdigen Kauzes wohl fühlen, es sei denn er will es sein, auch wenn man ihm den Ausweg gezeigt hat.

Lonetal, gehen Sie auf Menschen zu, schenken Sie Ihnen ein Lächeln,
und Ihr Verhalten wird sich ändern.

VG Harald Münzhardt

Größter Gummistiefel aller Zeiten

ZEIT-Online hat heute offensichtlich den großen Schröder-Rehabilitierungstag eingeschaltet. In Erinnerung an das Oderhochwasser wird er als der größte Gummistiefel aller Zeiten gefeiert, seine Agenda 2010 wird gepriesen, als hätte der ehmalige Juso die Arbeiterklasse endgültig emanzipiert. Eines jedoch darf man annehmen: Wäre der Altkanzler den stolzen Griechen mit einer Agenda 2010 gekommen, sie hätten ihn aus dem Land geprügelt - und das zu Recht. Der gute Mann sollte langsam schweigen und mit seinem Männerfreund Putin zusammen die Demokratie in Russland weiter perfektionieren.