CSU-Ministerin : Ilse Aigner will in Bayern an die Spitze

Ein Jahr noch will die Verbraucherministerin in Merkels Kabinett dienen und dann in die Landespolitik wechseln. Ihr Fernziel ist angeblich, Horst Seehofer nachzufolgen.
Ilse Aigner (CSU), Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ©Soeren Stache/dpa

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ( CSU ) will im Herbst 2013 aus der Bundesregierung ausscheiden und in die bayerische Landespolitik wechseln. Sie werde sich bei der Landtagswahl im September 2013 um ein Direktmandat in Bayern bewerben, kündigte Aigner an. Sie wolle aber ihre beiden derzeitigen Ämter bis zum Ende der Legislaturperiode fortführen, also zunächst Abgeordnete und Ministerin in Berlin bleiben – "mit großer Freude und vollem Einsatz".

Am Rande einer Konferenz von CSU-Kreisvorsitzenden und dem Parteivorsitzenden Horst Seehofer erklärte die Ministerin, sie wolle sich ab 2013 "mit ganzer Kraft für Bayern einbringen". Dies sei noch besser möglich, "wenn ich hier in meiner politischen Heimat noch stärker verankert bin". Als Vorsitzende des größten CSU-Bezirksverbands Oberbayern wolle sie ihren Beitrag leisten, die CSU bei der Landtagswahl 2013 so stark wie möglich zu machen. Seehofer begrüßte Aigners "wichtige Entscheidung".

Weitere Details ihrer Karriereplanung in der Landespolitik ließ Aigner offen. Es wird aber seit Längerem spekuliert, dass die gelernte Radio- und Fernsehtechnikerin aus Gmund am Tegernsee sich für Seehofers Nachfolge im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten in Stellung bringen will. Sie rivalisiert dabei mit Finanzminister Markus Söder , der sich das Amt ebenfalls zutraut.

Die Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt , soll Spitzenkandidatin ihrer Partei bei der Bundestagswahl werden. Das kündigte CSU-Chef Horst Seehofer an. Es sei sein Wunsch, dass Hasselfeldt die CSU in die Bundestagswahl führt, und er habe bereits mit der Politikerin darüber gesprochen.

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Kommentare

6 Kommentare Kommentieren

Verbraucherschutz...

müsste eigentlich eine Unterabteilung des Wirtschaftsministeriums sein und von einem Staatssekretär/in geleitet werden.

Die Ilse ist auch nicht das was die CSUler vermissen! Man vermisst einen Strauß! Jemand der auch klare Kante zeigt und seine Meinung durchhält.

Alle diese Funktionäre heute sind so langweilig. Allein die Opposition deren reden schrecklich! Hubertus Heil, Gabriel, Trittin, Roth, Künast langweilig.

Wehner und Strauß das waren noch Redner, die hätten das Oktoberfest unter sich aufteilen können. Schade wie die Zeit vergeht.

Und wo bleibt Udes Crescendo?

Vor einem Jahr kündigte der SPD-Herausforderer seinen Wahlkampf als "zweijähriges stetiges Cescendo" an, mit dem er die CSU aus der Regierung zu fegen gedenke.

Mittlerweile verharrt er immer noch beim "piano pianissinmo", während das Crescendo aus dem Seehofer-Orchester kommt. Da denkt Ude offensichtlich "lentando" in den zeitlichen Dimensionen von John Cage, also eher in Uranus-Jahren. Was bedeutet, die SPD rechnet mit einer Regierungsübernahme in ca. 168 Jahren.

Während der über die lokale Ebene hinaus erfahrene Wahlkämpfer Seehofer einen Paukenschlag nach dem anderen setzt und aus dem reich gefüllten Staatssäckel nächstes Jahr eine Wohltat nach der anderen über das Land verteilen wird, punktet Ude mit, ja, mit was?

Seinem potentielle Koaltionspartner Freie Wähler, bricht gerade die fränkische Gefolgschaft weg und weder die SPD noch die Grünen haben derzeit überregional bekannte Franken im Führungsteam. Die CSU hat zwar angeblich ein Frauenproblem, aber wo sind die Ude-Frauen in Spitzenpositionen? Als prominente Ude-"Unterstützerin" ist bisher nur einen alternede Filmdiva aufgefallen.

Die "Experten", die Ude für sein Team bisher festgestellt hat, sind meistens von außerhalb eingeflogene Nordlichter, wie zuletzt ein gewisser Herr Widuckel aus Salzgitter. Schon mal gehört? Kommt in Bayern super an. Arme Bayern-SPD.

Udo, so wird des nix.