Umfrage : Mehrheit der Deutschen unterstützt Euro-Hilfen

Soll Deutschland die Hilfen für kriselnde Euro-Länder einstellen? Nein, sagen die meisten Wähler einer Umfrage zufolge. Die Deutschen wollen den Euro retten.

Die Deutschen sind einer Forsa-Umfrage zufolge mit großer Mehrheit für weitere Euro-Hilfen . Auf die Frage, ob Deutschland die Hilfe für überschuldete Staaten einstellen sollte, selbst wenn der Euro scheitere, antworteten nur 38 Prozent mit Ja, wie n-tv.de berichtete . 53 Prozent der Befragten lehnten demnach ein Ende der Hilfen ab und sprachen sich damit für die gemeinsame Währung aus.

Besonders hoch ist der Anteil von Gegnern weiterer Euro-Hilfen dem Bericht zufolge unter Ostdeutschen, jüngeren Menschen sowie Anhängern von FDP und Linkspartei .

In der Umfrage wurde zudem nach der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands gefragt. Da sind die Deutschen deutlich skeptischer: 57 Prozent erwarten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse. 29 Prozent meinen, dass es keine Veränderungen geben wird.

Piraten verlieren an Zustimmung

In der politischen Stimmung verlieren die Piraten weiter an möglichen Wählern. Sie verloren im Wahltrend von Stern und RTL im Vergleich zur Woche einen weiteren Punkt und kommen nur noch auf 6 Prozent.

Stärkste Kraft bleibt die Union mit 39 Prozent. Den Sozialdemokraten würden nur 26 Prozent der Wähler ihre Stimme geben. Die FDP würde wie in der Vorwoche mit 4 Prozent nicht wieder in den Bundestag einziehen, die Grünen kommen auf 13 Prozent, die Linke auf 8 Prozent.

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Kommentare

23 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Es geht nicht darum ob, sonder wie

Und eine große Mehrheit scheint sehr wohl gegen eingeschlagenen Weg gebildet zu haben.

Übrigens es handelt sich vordergründig im Vorfeld der Entscheidung welche Rechte des Parlaments bezüglich Entscheidungsfreiheit des ESM Rates unantastbar bleiben sollen oder müssen.

Es geht auch darum ob eine uneingeschränkte Immunität der Entscheidungsträger des ESM-Rates verfassungsmäßig sei oder nicht.

Diese und viele andere Fragen betreffen nicht die Frage ob die Deutschen € behalten und unterstützen wollen, sondern vor allem um die Frage der Bewahrung der demokratischen Grundlagen einer rechtsstaatlichen Grundordnung, weiter betrifft die Entscheidung wie die Kontrollmeachnismen in der €- gruppe weiter gestaltet werden müssen.

Und grundsätzliche Frage dahinten.

Man braucht ESM um sich von Spekulationen gegen € zu schützen. Also ESM sollte pokern mit anderen Haien der Finanzmärkte und spielen gegen die Hedgefonds die den € angreifen.

Stichwort, notwendige Regulierung die solche Entwicklung und Praxis, die die ganze Krise ermöglicht hatte, sollte allgemein geltendes Regelwerk bekommen. Keine Abzocke über die Spielfreiheit mir fremden Gelder und auf Kosten der Steuerzahler der €-Gruppe.

Nur alle diese Fragen blieben bei der Befragung aus. Leider!

Wie war die Fragestellung?

Darauf kommt es an.

Mit der Frage "Wollen Sie das der Euro mit unabsehbaren Folgen zusammenbricht oder soll man die anderen Staaten weiter unterstützen, damit die Krise überwunden wird?" wird man sicherlich hohe Zustimmungsquoten erreichen.

"Sind Sie dafür, dass Deutschland unbegrenzt für Schulden anderer Länder aufkommt, damit sie weiter wirtschaften können wie bisher, mit der Gefahr, dass uns bald so eht wie Griechenland, alle unsere Sparvermögen weginflationiert, unsere Renten zusammengekürzt werden und auch unser Sozial- und Gesundheitssystem nicht mehr finanziert werden kann?" würde sicherlich zu 80% Ablehnung führen.

Was nicht passt wird passend gemacht

Schon lustig wie die ganzen Zeit Kommentatoren nun schon anfangen Umfragen zu bezweifeln wenn sie nicht in ihr Weltbild passen. Mag ja sein das die meisten Kommentatoren hier übereinstimmen, aber Menschen die um 10 Uhr an einem Wochentag Zeit Kommentare posten sind wohl kaum repräsentativ.

Und auch die Fragestellung steht mehr oder weniger im Artikel. Das die von sovielen hier ignoriert wird und lieber mit Vermutungen um sich geschlagen wird, zeigt doch schon einiges auf:

"Soll Deutschland die Hilfe für überschuldete Staaten einstellen, selbst, wenn dann der Euro scheitert?"

Menschen, die um diese Zeit posten,

sind vielleicht schlichtweg selbständig, haben Urlaub, oder arbeiten in der Universität.

Die aktuelle Umfragen widerspricht schlichtweg allen vorherigen, und mit der gezielten Auswahl der befragen Personen erhält man das gewünschte Ergebnis. Dazu reicht es z.B. nur Menschen anzurufen, die in Regionen wohnen, in denen weit überdurchschnittlich viele Wähler der Grünen leben.

Verschwörungstheorie

Und wer sagt Ihnen das die vorherigen Umfragen nicht falsch waren? Denken sie die Forsa ist nicht in der Lage solche Effekte zu berücksichtigen mit Jahrzentelanger Erfahrung, während Sie - weil sie mal in einer Statistikvorlesung waren - die Weißheit mit Löffeln gefressen haben? Es ist die einfachste Methode überhaupt immer zu behaupten "Umfragen haben keine Aussagekraft". In die Richtung kann man gerne diskutieren, aber dann bitte konsequent. Dann hatten die Umfragen zuvor auch keine Aussagekraft. Den welches Interesse hat die Forsa den hier an einer Manipulation? Immer zu sagen "Die Umfrage war falsch" ist in etwa so hilfreich wie andere Leute in einer Diskussion als Nazi zu bezeichnen. Es zerstört die Diskussion.

Übrigens scheinen sie selber sehr gerne zu schnelle Schlüsse zu ziehen. Meine Aussage:
"Menschen die um 10 Uhr an einem Wochentag Zeit Kommentare posten sind wohl kaum repräsentativ."

Steht in keinem Widerspruch zu Ihrer Aussage:
" Menschen, die um diese Zeit posten, sind vielleicht schlichtweg selbständig, haben Urlaub, oder arbeiten in der Universität."

Aber vorschnelle Schlüsse ziehen die ins Weltbild passen (Uhh der hat was gegen meine Meinung gesagt, der meinte den Satz sicher super negativ) scheint hier ja weit verbreitet zu sein.

38% sind dagegen, die andere Hälfte dafür

Meine Aussage:
"Menschen die um 10 Uhr an einem Wochentag Zeit Kommentare posten sind wohl kaum repräsentativ."

Steht in keinem Widerspruch zu Ihrer Aussage:
" Menschen, die um diese Zeit posten, sind vielleicht schlichtweg selbständig, haben Urlaub, oder arbeiten in der Universität."

Dann muss man davon ausgehen, dass weder D0n Pelay0, Selbstständige, Urlauber, Freischichtler, Halbtagsbeschäftige, so manche Kommentatoren vor ihnen, ich und auch und besonders sie, ihrer Meinung nach nicht repräsentativ sind oder sein können. Also sind wir und die mit rechts arbeitenden Linkshänder jetzt mal grob gerechnet 36,88%. Ich finde, wir sind zusammen durchaus repräsentativ. Oder haben sie vielleicht andere Zahlen?

Sie verstehen es einfach nicht...

Haben sie schon einmal eine Bundestagswahl oder Landtagswahl verfolgt? Auch dort gibt es Hochrechnungen um Punkt 18 Uhr. Diese sind oft dicht am schlussendlichen Wahlergebniss dran. Und wie geht das obwohl nichtmal 1% der Bevölkerung befragt wurde? Richtig, mit Hochrechnungen. Wenn sie die Menschen in nur klein genuge Gruppen aufteilen, dann werden sie feststellen das diese Gruppen zu einer überwältigenden Mehrheit in einer bestimmten Sache einer Meinung sind. Wenn sie nun wissen wie diese Gruppe in der Gesamtbevölkerung vertreten ist, können sie das also hochrechnen.
Und wie gesagt. Man kann die Methodik natürlich kritisieren, aber dann
1. Sollte man sich mit der Methodik erst einmal auseinander setzen und sie verstehen
2. Sie dann immer kritisieren und nicht nur bei Ergebnissen die einen selber nicht in den Kram passen.

Nicht, dass ich das für repräsentativer halten würde...

... aber ich würde um die Zeit in meinem Büro. Mit Internetanschluss. Zum Beispiel auch während der Frühstückspause. Um 10 Uhr. Und wie heisst doch gleich dieses Gerät, dass die Menschen um mich herum in mit gesenktem Kopf herumstehende Zombies verwandelt, die auf einen winzigen Bildschirm starren, zum Beispiel, um die Online-Ausgabe der Zeit zu lesen? Ei-fon? Ok, ich könnte nicht mal mit Bestimmtheit sagen, ob man damit Kommentare posten kann, aber wenn man es nicht könnte, weiss ich wirklich endgültig nicht mehr, was die Hysterie soll. Damit bin ich jetzt wohl auch weit genug vom Thema entfernt, um diesen Kommentar abzuschließen;)