Urwahl15 Grüne bewerben sich um Spitzenkandidatur

Die Urwahl der Grünen um die beiden Spitzenkandidaten-Posten war eigentlich als Vierkampf der Partei-Oberen angelegt. Doch nun bewerben sich elf weitere Parteimitglieder. von afp und reuters

Der kleine Parteitag der Grünen Anfang September

Der kleine Parteitag der Grünen Anfang September  |  © Sebastian Kahnert/dpa

Bei den Grünen bewerben sich 15 Parteimitglieder um die Doppelspitze im Bundestagswahlkampf . Die Partei veröffentlichte am Montagabend die Liste der Kandidaten, die bis Bewerbungsende am Sonntag ihre schriftlichen Unterlagen eingereicht hatten.

Prominente Kandidaten für die Wahlkampfspitze sind erwartungsgemäß die beiden Fraktionsvorsitzenden Jürgen Trittin und Renate Künast , Parteichefin Claudia Roth und Bundestagsvizepräsidenten Katrin Göring-Eckardt . Diese vier gelten als aussichtsreichste Bewerber, wobei mit Trittins Wahl parteiintern fest gerechnet wird.

Anzeige

Außerdem bewerben sich die relativ unbekannten Parteimitglieder Franz Spitzenberger, Werner Winkler, Markus Meister, Thomas Austermann, Patrick Held, Nico Hybbeneth, Roger Jörg Kuchenreuther, Alfred Mayer, Hans-Jörg Schaller, Friedrich Wilhelm Merck und Peter Zimmer.

Die Grünen hatten bei einem kleinen Parteitag Anfang September beschlossen , erstmals ihre beiden Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl per Urwahl zu bestimmen. Die rund 60.000 Parteimitglieder haben bis zum 30. Oktober Zeit, ihren Wahlzettel einzureichen. Ab dem 8. Oktober werden die Wahlunterlagen an die Basis versandt.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • henry06
    • 18. September 2012 8:16 Uhr
    1. WWW :)

    Wählt Werner Winkler!

    Der Mann verändert die Republik.

    (Auch wenn ich keine Ahnung hab, wer er ist ;) )

    [Ironie Off]

    Ich finds nichtsdestrotz gut, dass die Grünen, anders als die Anderen, die Basis mitbestimmen lassen.

    mfg henry

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    vorauf sich der erste Kommentar bezieht:
    http://www.youtube.com/wa...

  1. Nur zusätzliche Männer, haben denn die Grünen-Basis-Frauen keinen Mut oder sind sie gar mit den Spitzen-Damen zufrieden?

    • TDU
    • 18. September 2012 9:24 Uhr

    Diese Bürgerbeteiligung ist doch, was die Grünen wollen. Wenn das schon im eigenen Haus auf Unmut stossen würde, darf man davon ausgehen, dass im Fall einer der allgemeinen Bürgerbeteiligng an Sachententscheidungen auch nur die Genehmen zum Zuge kommen dürften.

  2. vorauf sich der erste Kommentar bezieht:
    http://www.youtube.com/wa...

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "WWW :)"
  3. Ich vermute, die Piraten-Partei wird bald wieder in der Versenkung verschwinden und sich als politische Kuriosität erweisen.

    Aber wenigstens hat ihr Konkurrenzdruck auf die Etablierten, zu denen die Grünen längst gehören, bewirkt, daß wenigstens diese sich auf ihre Wurzeln besinnen und wieder mehr Basisdemokratie zulassen. - hoffentlich.

    Etwas mehr Unterscheidbarkeit täte der Parteienlandschaft nur gut.

    • Voce
    • 18. September 2012 11:44 Uhr

    selbsternannte aber desolate Dreigestirn Künast,Trittin und Roth zwar freuen, denn keiner dieser Nobodies wird wohl an ihnen vorbeikommen.

    Für die kommenden Wahlen ist das allerdings kein gutes Vorzeichen, denn so mancher bisherige, aber mit Sicherheit viele potentielle Grünen-Wähler werden sich bei den nächsten Wahlen dann mit Schauder von dieser Partei abwenden.

  4. Nach der von den Grünen/Gal initierten und gescheiterten Schulreform in der schwarz/grünen Koalition in Hamburg, wurde das Führungspersonal ausgetauscht. Vor den Wahlen zur Bürgerschaft erklärten diese öffentlich und wiederholt, dass sie keine Koalition mit einer Partei eingehen würden, die eine Elbvertiefung befürworte. Zunächst müßten Ausgleichsbiotope für seltene Fisch- und Vogelarten geschaffen werden. Dafür hat jedoch der Stadtstaat nur einen relativ kleinen Teil an der Elbe und Schleswig-Holstein und Niedersachsen machen nicht mit. Hamburg steht aber in Konkurrenz zum Tiefwasserhafen Rotterdam. Die großen Containerschiffe können den Hamburger Hafen nur bei Flut oder mit geringerer Fracht anlaufen.
    Viele ehemalige Wähler der Grünen wählten daraufhin die SPD.
    Der Hafen sichert direkt und indirekt hunderttausende von Arbeitsplätzen. Bei allem Verständnis für den Umweltschutz, Arbeitsplätze sind auch mir wichtiger als seltene Fische und Vögel.
    Jetzt hat die SPD in Hamburg die absolute Mehrheit und die Grünen sind in der Opposition. Das nur als Beispiel.

    Eine Mitgliederbefragung ist keine schlechte Idee,
    aber die Grünen müssen dann auch endlich mal sagen, was sie konkrekt wollen. Die jetzige Dreierspitze Trittin, Künast und Roth ist in die Jahre gekommen. Die Partei braucht neue frische Kräfte mit einem klaren Programm. Sonst stirbt sie aus wie seltene Fisch- und Vogelarten.

  5. Lasst endlich mal andere Parteimitglieder an die Spitze.

    Ich würde es für ein gutes Zeichen sehen,wenn Trittin,Roth und Künast sich freiwillig nicht mehr zur Wahl stellen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters
  • Schlagworte Grüne | Jürgen Trittin | Claudia Roth | Renate Künast | Bundestagswahl | Bundestagswahlkampf
Service