"Grüne Diktatur"Meinungsforscher verbreitet bizarre Thesen

Meinungsforscher Manfred Güllner warnt vor einem übergroßen Einfluss der Grünen. Doch das wahre Problem liegt ganz woanders, kommentiert Karsten Polke-Majewski.

Jürgen Trittin und Cem Özdemir machen Politik

Jürgen Trittin und Cem Özdemir machen Politik

Manchmal hilft es der Auseinandersetzung, wenn man die Lautstärke herunterdreht. Also keine schäumende Empörung über "Gutmenschen", über "Ich will die Grünen um Gottes willen nicht mit den Nazis vergleichen", oder über eine "grüne Diktatur", die den zweiten Versuch gefährde, "die Demokratie in Deutschland dauerhaft zu etablieren". Denn all diese von Manfred Güllner im Spiegel-Interview geäußerten Knallthesen Sarrazinscher Qualität sind so spannend wie ein vernutztes Sockenbündchen.

Trotzdem muss man sich mit Güllner befassen. Deshalb der Versuch, die Argumentation des Chefs des Meinungsforschungsinstituts Forsa zu verstehen, die er seinem neuen Buch offenbar zugrunde legt: Die Grünen entstammen einem antimodernen Segment der Gesellschaft. Trotzdem ist es ihnen gelungen, sich ein Milieu zu erschließen, das starke Aufmerksamkeit auf die Parteiinteressen lenken kann, vor allem Wissenschaftler und Medienmacher. Kombiniert mit Themen wie Frieden, Umweltschutz und Frauenrechten, gegen die niemand etwas haben kann, entfalten die Grünen so eine angesichts der Größe ihrer Anhängerschaft unangemessene Wirkung. Das verprellt die unteren Schichten der Gesellschaft, lässt die Wahlbeteiligung sinken und gefährdet am Ende die Demokratie.

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Tatsächlich ist eine Grundlinie der Grünen eine gewisse Fortschritts- und Technikskepsis. Allerdings haben sie damit oft genug Recht behalten, etwa in der Frage der Atomkraft. Es stimmt auch, dass die Partei zunächst linksideologisch geprägt war. Nur ist das inzwischen eine ganze Weile her. Sowohl die Wiedervereinigung wie auch die Regierungsbeteiligung im Kabinett Schröder hat die Grünen stark verändert und verbürgerlicht. Und ja: Viele Wissenschaftler und Medienmacher finden die Grünen und ihre Positionen interessant. Denn was Güllner leichthin Gutmenschenthemen nennt – Frieden, Umweltschutz, Frauenrechte – sind natürlich wichtige Zukunftsfragen unserer Gesellschaft.

Vielleicht sind grüne Wähler besonders gute Demokraten

Was aber ist von Güllners Argument zu halten, die Grünen entwickelten gemessen an ihrer Größe zu viel Einfluss? Wir wissen schon lange, dass eine in der Mitte des politischen Spektrums stehende und nach verschiedenen Seiten regierungsfähige Partei Wirkung über den eigenen Kreis hinaus entfalten kann. Die FDP hat das jahrzehntelang vorgeführt. Nun nehmen die Grünen eine ähnliche Position ein. Wer den Einfluss solcher Klientelparteien als zu hoch erachtet, der darf seine Argumentation nicht gegen eine einzelne von ihnen richten, sondern muss sich mit dem Wahlsystem auseinandersetzen.

Karsten Polke-Majewski
Karsten Polke-Majewski

Karsten Polke-Majewski ist stellvertretender Chefredakteur von ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Richtig bizarr wird es, wenn Güllner feststellt, dass überall dort, wo der Stimmanteil der Grünen hoch ist, die Wahlbeteiligung umso niedriger ist. Denn dieses Argument lässt sich leicht umdrehen: Vielleicht sind grüne Wähler auch einfach besonders gute Demokraten, die selbst dann noch zur Wahl gehen, wenn andere es nicht mehr tun. Das deutete dann eher auf ein Mobilisierungsproblem der anderen Parteien hin als auf ein Demokratiedefizit der Grünen. In Ostdeutschland, wo die Wahlbeteiligung besonders niedrig ist, sind die Grünen übrigens besonders schwach.

Bleibt die Frage, ob man mit Friedens-, Umwelt- und Minderheitenpolitik die unteren Schichten der Gesellschaft verprellt. Oder vielleicht doch eher mit Hartz-Gesetzen. Die haben die Grünen der Unterschicht aufgebürdet, als sie im Bund regierten. Zudem war da noch eine weitere Partei beteiligt. Bis heute leidet die SPD unter den Folgen der (richtigen) Agendapolitik.

Die Gefahr für die Demokratie hierzulande sind nicht die Grünen. Die Gefahr ist, dass immer weniger Menschen gewählten Politikern zutrauen, sie gut zu vertreten. Wenn sich Verfechter der Demokratie lauthals die Fähigkeit zu derselben absprechen, dann untergraben sie das eigene Fundament und bestätigen die Skeptiker. Verdrossene gewinnt man so nicht zurück.

 
Leserkommentare
  1. überhaupt haben sich die "Gutmenschen" selbst unter Artenschutz gestellt, sonst hätten sie den "Rechtspopulisten" auch in Schutz genommen den es gibt ja keinen "Linkspopulisten".

    Zu den Grünen: Ja sie gefährden die Demokratie den sie Unterscheiden sich in keinster weise mehr von den anderen Parteien.

    Sie laufen jetzt rum und sagen: "Wir sind die Soziale Gerechtigkeit" und vergessen dabei das sie Hartz4 mit entschieden haben.

    Sie sagen wir waren für den "Atomausstieg" und vergessen das sie ja das Hintertürchen offen gelassen haben und kein Konzept hatten den jetzt werden Kohlekraftwerke gebaut und Windenergie ist auch nicht gerade "Umweltfreundlich".

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk

    38 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Es ist sehr gut das viele Medienmachende für die Grünen sind. Die Journalisten sind sehr gebildet und gebildete Menschen können die Themen die der Autor angesprochen hat besser überblicken. Es muss daher auch ein mediales Gegengewicht zur Bevölkerung gewahrt bleiben, die eher eine neoliberale Ideologie folgen, da sie einfache Menschen sind und die Probleme anders als die Grünen-Anhänger nicht überblicken können.

    • S0T86
    • 24.09.2012 um 18:29 Uhr

    Leider sagt die Sprache, die sie verwenden, mehr über Sie aus, als über die Grünen.

    Was auch immer "Gutmenschen" und "Verbotspartei" sein sollen, offenkundig haben sie große Angst davor. Meist hilft gegen diffuse Angst Aufklärung.

    Vielleicht sollte man sich mal damit beschäftigen, was Angela Merkel und ihre Partei so alles verbrochen hat. Oder was sie unfähig war zu leisten. Schlimmer als jetzt kann es definitiv nicht mehr kommen.

    dass Ihre Meinung "etwas verworren" dargestellt wird und Sie Ihren Kommentar vor der Veröffentlichung selbst noch einmal durchlesen und auf mögliche Fehler überprüfen sollten, stellt Ihre Behauptung "Zu den Grünen: Ja sie gefährden die Demokratie den sie Unterscheiden sich in keinster weise mehr von den anderen Parteien." ein Paradoxon dar. Wenn die Grünen nur deshalb der Demokratie schadeten, dann würde das bedeuten, dass ALLE Parteien der Demokratie schaden, weil sie sich ja nicht mehr von den Grünen unterscheiden - so Ihre Darstellung.

    Hoffentlich zensiert die Redaktion meinen Ratschlag an Sie nicht weg: "Erst lesen, dann gründlich nachdenken und erst dann schreiben. Und nicht vergessen nach dem Schreiben zu überprüfen, was Sie da eigentlich geschrieben haben. Erst wenn alles in Ordnung ist, würde ich auf "Abschicken" klicken. Das hebt das Niveau der Kommentare enorm!

    • 15thMD
    • 24.09.2012 um 20:23 Uhr

    "Sie sagen wir waren für den "Atomausstieg" und vergessen das sie ja das Hintertürchen offen gelassen haben und kein Konzept hatten den jetzt werden Kohlekraftwerke gebaut und Windenergie ist auch nicht gerade "Umweltfreundlich"."

    Ihren ersten Punkt hat Frau Merkel zu verschulden, den zweiten halte ich für falsch. Windenergie ist absolut umweltfreundlich (bzw. umweltfreundlicher als die meisten Alternativen).

    19 Empfehlungen? DU bist Deutschland -.-* Und dem Think_Pad würde ich schnellstens das neueste Update für Grammatik und Rechtschreibung aufspielen.

    Herr Güllner wollte wohl allen Menschen noch einmal aufzeigen, dass Forsa gegen Bezahlung und im Interesse des Auftraggebers Ergebnisse erarbeitet. Vielleicht als eine merkwürdige Form der Werbung/PR?

    • xpeten
    • 25.09.2012 um 20:29 Uhr

    haben dazu geführt, dass heute den Grünen (und der SPD) die damals verschleppten, überfälligen und notwendigen Reformen incl. Hartz IV angelastet werden können. Würde auch nicht verwundern, wenn der das genau so geplant hätte.

    Die Ignoranz ist immer dort am größten, wo man sich ohne Begriffe wie "Gutmensch" nicht auszudrücken weiß.

    Es ist sehr gut das viele Medienmachende für die Grünen sind. Die Journalisten sind sehr gebildet und gebildete Menschen können die Themen die der Autor angesprochen hat besser überblicken. Es muss daher auch ein mediales Gegengewicht zur Bevölkerung gewahrt bleiben, die eher eine neoliberale Ideologie folgen, da sie einfache Menschen sind und die Probleme anders als die Grünen-Anhänger nicht überblicken können.

    • S0T86
    • 24.09.2012 um 18:29 Uhr

    Leider sagt die Sprache, die sie verwenden, mehr über Sie aus, als über die Grünen.

    Was auch immer "Gutmenschen" und "Verbotspartei" sein sollen, offenkundig haben sie große Angst davor. Meist hilft gegen diffuse Angst Aufklärung.

    Vielleicht sollte man sich mal damit beschäftigen, was Angela Merkel und ihre Partei so alles verbrochen hat. Oder was sie unfähig war zu leisten. Schlimmer als jetzt kann es definitiv nicht mehr kommen.

    dass Ihre Meinung "etwas verworren" dargestellt wird und Sie Ihren Kommentar vor der Veröffentlichung selbst noch einmal durchlesen und auf mögliche Fehler überprüfen sollten, stellt Ihre Behauptung "Zu den Grünen: Ja sie gefährden die Demokratie den sie Unterscheiden sich in keinster weise mehr von den anderen Parteien." ein Paradoxon dar. Wenn die Grünen nur deshalb der Demokratie schadeten, dann würde das bedeuten, dass ALLE Parteien der Demokratie schaden, weil sie sich ja nicht mehr von den Grünen unterscheiden - so Ihre Darstellung.

    Hoffentlich zensiert die Redaktion meinen Ratschlag an Sie nicht weg: "Erst lesen, dann gründlich nachdenken und erst dann schreiben. Und nicht vergessen nach dem Schreiben zu überprüfen, was Sie da eigentlich geschrieben haben. Erst wenn alles in Ordnung ist, würde ich auf "Abschicken" klicken. Das hebt das Niveau der Kommentare enorm!

    • 15thMD
    • 24.09.2012 um 20:23 Uhr

    "Sie sagen wir waren für den "Atomausstieg" und vergessen das sie ja das Hintertürchen offen gelassen haben und kein Konzept hatten den jetzt werden Kohlekraftwerke gebaut und Windenergie ist auch nicht gerade "Umweltfreundlich"."

    Ihren ersten Punkt hat Frau Merkel zu verschulden, den zweiten halte ich für falsch. Windenergie ist absolut umweltfreundlich (bzw. umweltfreundlicher als die meisten Alternativen).

    19 Empfehlungen? DU bist Deutschland -.-* Und dem Think_Pad würde ich schnellstens das neueste Update für Grammatik und Rechtschreibung aufspielen.

    Herr Güllner wollte wohl allen Menschen noch einmal aufzeigen, dass Forsa gegen Bezahlung und im Interesse des Auftraggebers Ergebnisse erarbeitet. Vielleicht als eine merkwürdige Form der Werbung/PR?

    • xpeten
    • 25.09.2012 um 20:29 Uhr

    haben dazu geführt, dass heute den Grünen (und der SPD) die damals verschleppten, überfälligen und notwendigen Reformen incl. Hartz IV angelastet werden können. Würde auch nicht verwundern, wenn der das genau so geplant hätte.

    Die Ignoranz ist immer dort am größten, wo man sich ohne Begriffe wie "Gutmensch" nicht auszudrücken weiß.

  2. bürgerliche Lager;
    nun jedoch nicht mehr?????

    2 Leserempfehlungen
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    • Pangea
    • 24.09.2012 um 20:24 Uhr

    Forsa ist nur dilettantisch (und) reißerisch :-)

    Der Ausgang einer repräsentativen Umfrage hängt stark vom jeweiligen Auftraggeber ab.

    Forsa-Chef Güllner ist SPD Mitglied.

    Das wird wohl auch Motiv für seine Thesen sein. Dessen ungeachtet hat er in vielen Beobachtungen schlichtweg recht.

    Dass der Journalisten-Mainstream seine Meinung anfechtet, ist verständlich vor dem Hintergrund, dass sich bereits 2005 die Mehrheit der Journalisten dem Grünen Lager zurechnete (s. Weischenberg et al. 2006: Journalismus in Deutschland. In: Media Perspektiven, S. 354. http://www.media-perspekt...).

    • Pangea
    • 24.09.2012 um 20:24 Uhr

    Forsa ist nur dilettantisch (und) reißerisch :-)

    Der Ausgang einer repräsentativen Umfrage hängt stark vom jeweiligen Auftraggeber ab.

    Forsa-Chef Güllner ist SPD Mitglied.

    Das wird wohl auch Motiv für seine Thesen sein. Dessen ungeachtet hat er in vielen Beobachtungen schlichtweg recht.

    Dass der Journalisten-Mainstream seine Meinung anfechtet, ist verständlich vor dem Hintergrund, dass sich bereits 2005 die Mehrheit der Journalisten dem Grünen Lager zurechnete (s. Weischenberg et al. 2006: Journalismus in Deutschland. In: Media Perspektiven, S. 354. http://www.media-perspekt...).

  3. In einem wichtigen Punkt scheint mir der Kommentar die Thesen des Meinungsforschers falsch zu interpretieren: Der Einfluss der Grünen kommt nicht unbedingt aus der Mitwirkung an Regierungen wie der jahrelange Einfluss der Liberalen, sondern aus dem Einfluss ihres Diskurses und Programms auf die anderen Parteien und die Politik überhaupt. Da ist dieser Einfluss offensichtlich stark, ganz anders als der Einfluss der Liberalen auf dieser Ebene, der sehr schmal oder sogar nicht-existent ist.
    Im Übrigen finde ich den verächtlichen, polemischen Ton im ersten Abschnitt, in den dann auch noch die willkürliche Assoziation mit Herrn Sarrazin geworfen wird, fragewürdig. Diese Polemik fand ich unangemessen auch angesichts des recht nüchternen Tons im kommentierten Interview. Fühlt sich der Autor vielleicht stark getroffen von der Kritik auch an den Medien durch Herrn Güllner?

    27 Leserempfehlungen
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    Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich und verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/lv

    Redaktion

    Sehr geehrter gregorschoner,

    Interessant, dass Sie auf den ersten Absatz hinweisen, der weitgehend aus Zitaten aus dem von Ihnen erwähnten Interview besteht. Diese Zitate prägen den Ton dort und ich schreibe ja ausdrücklich, dass es wenig hilft, ihn aufzunehmen.

    Freundliche Grüße
    Karsten Polke-Majewski

    Warum die Grünen in Deutschland so ein Einfluss bekamen ist hier sehr gut dokumentiert:
    http://www.zeit.de/2012/3...

    Man kann es auch wie Folgt zusammenfassen:
    Sellafield, Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima, Wackersdorf, Brockdorf, Gorleben, Asse II

    Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich und verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/lv

    Redaktion

    Sehr geehrter gregorschoner,

    Interessant, dass Sie auf den ersten Absatz hinweisen, der weitgehend aus Zitaten aus dem von Ihnen erwähnten Interview besteht. Diese Zitate prägen den Ton dort und ich schreibe ja ausdrücklich, dass es wenig hilft, ihn aufzunehmen.

    Freundliche Grüße
    Karsten Polke-Majewski

    Warum die Grünen in Deutschland so ein Einfluss bekamen ist hier sehr gut dokumentiert:
    http://www.zeit.de/2012/3...

    Man kann es auch wie Folgt zusammenfassen:
    Sellafield, Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima, Wackersdorf, Brockdorf, Gorleben, Asse II

  4. 4. [...]

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/mk

    4 Leserempfehlungen
    • ribera
    • 24.09.2012 um 18:05 Uhr

    Das war mein erster Gedanke beim Lesen des Artikels.
    Anders kann ich mir einige polemische, schon an Diffamierung grenzende Formulierungen nicht erklären.
    "Knallthesen Sarrazinscher Qualität" mag als Beispiel dienen.

    59 Leserempfehlungen
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    "5. Getroffene Hunde bellen Das war mein erster Gedanke beim Lesen des Artikels."

    Meiner auch - beim Lesen Ihres Kommentars.

    "Anders kann ich mir einige polemische, schon an Diffamierung grenzende Formulierungen nicht erklären. "Knallthesen Sarrazinscher Qualität" mag als Beispiel dienen."

    Sich am bräunelnden 'Gutmensch' nicht stören, aber das für 'an Diffamierung grenzend' halten, spricht für sich.

    "5. Getroffene Hunde bellen Das war mein erster Gedanke beim Lesen des Artikels."

    Meiner auch - beim Lesen Ihres Kommentars.

    "Anders kann ich mir einige polemische, schon an Diffamierung grenzende Formulierungen nicht erklären. "Knallthesen Sarrazinscher Qualität" mag als Beispiel dienen."

    Sich am bräunelnden 'Gutmensch' nicht stören, aber das für 'an Diffamierung grenzend' halten, spricht für sich.

  5. ...die Wissenschaft ist damit seit Jahrhunderten gut gefahren und Hand aufs Herz es gibt einfach viel zu viel Unsinn auf der Welt den kein Mensch braucht und ohne den es den Menschen auch bestimmt besser ginge, sie wissen es nur nicht oder sie wissen es, machen/kaufen es aber trotzdem.
    Den Grünen kann man mMn vorwerfen den Besserwisser raushängen zu lassen aber sonst nichts.
    Eine Idee ist eine Idee wurscht wo sie herkommt und die anderen Parteien haben "ihr Grün" entdeckt als sie Ende der 80er feststellten das die Menschen sehr wohl an grünen Ideen interessiert sind und das es in der Bevölkerung auch CDU/SPD/CSU/FDP Wähler gibt die sich für die Umwelt einsetzen.
    Warum sollen sie den Grünen das Feld überlassen?
    Vielleicht gäbe es wesentlich mehr Grünewähler wenn sich die anderen Parteien nicht ein wenig Grün zugelegt hätten.

    23 Leserempfehlungen
  6. 7. [...]

    Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich und verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/lv

    14 Leserempfehlungen
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    • linx
    • 24.09.2012 um 20:36 Uhr

    Sie haben wohl nicht gesehen, um was für einen Artikel es sich handelt? Ein objektiver Kommentar würde keinen Sinn machen.

    • linx
    • 24.09.2012 um 20:36 Uhr

    Sie haben wohl nicht gesehen, um was für einen Artikel es sich handelt? Ein objektiver Kommentar würde keinen Sinn machen.

  7. Wenn überhaupt, dann gefährden meiner Meinung nach Parteien allgemein die Demokratie, da sie nie eine Politik betrieben, von der alle profitieren, auch wenn sie das immer wieder gerne behaupten, sondern nur ein bestimmtes Klientel bedienen.
    In dieser Hinsicht leisten die Grünen gute Arbeit, man kann von den Grünen halten was man will, aber ich finde die machen ihren Job verdammt gut! Sie setzen sich für ihre Leute ein, wenn z.B. ihre Wähler gegen irgendein Bauprojekt sind, unterstützen sie sie auch und dafür werden sie belohnt. Und da die SPD systematisch ihre Wähler verraten hat, laufen die eben in Scharen zu den Grünen über.

    18 Leserempfehlungen
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    • ribera
    • 24.09.2012 um 18:28 Uhr

    Anstatt des im Artikel genannten Begriffes "Gutmenschenthemen" kann man auch Rosinenpicken sagen.

    Sehr geehrter Herr Polke-Majewski,
    vielen Dank für Ihre offenherzige Wortwahl. Mit "bizarre" Thesen, "Knallthesen", "Sarrazinsche[r] Qualität" und dem "vernutzten [?] Sockenbündchen" bedienen Sie die Affekte derjenigen Leute, die nichts dabei finden, die Grünen verharmlosend "zunächst linksideologisch geprägt" zu bezeichnen. Die Wahrheit ist, dass Herr Trittin Mitglied des KBW (Kommunistischer Bund West[!]deutschland" war und jahrelang als MdB die Bezeichnung "Mitglied des Bundestages" auf seinen Briefbogen führte. Das "d" in MdB bedeutet "deutsch". Herr Fischer bezeichnet sich selbst als "militant". Sein Verhalten (Herumtrampeln auf einem zu Boden gegangenen Polizeibeamten, Steinewerfen in einer Gruppe Gleichgesinnter) ist juristisch als Körperverletzung und Landfriedensbruch zu werten. So hat sich Herr Sarrazin nie verhalten. Herr Sarrazin hat auch, im Gegensatz zu Herrn Fischer, eine akademische Ausbildung (Diplom-Volkswirt) und eine reguläre berufliche Laufbahn absolviert. Die in diesem Artikel benutzte Wortwahl ist hämisch und niederträchtig; und das ist kein Zufall: Das Betreungsgeld wird als "Herdprämie" diffamiert.

    • ribera
    • 24.09.2012 um 18:28 Uhr

    Anstatt des im Artikel genannten Begriffes "Gutmenschenthemen" kann man auch Rosinenpicken sagen.

    Sehr geehrter Herr Polke-Majewski,
    vielen Dank für Ihre offenherzige Wortwahl. Mit "bizarre" Thesen, "Knallthesen", "Sarrazinsche[r] Qualität" und dem "vernutzten [?] Sockenbündchen" bedienen Sie die Affekte derjenigen Leute, die nichts dabei finden, die Grünen verharmlosend "zunächst linksideologisch geprägt" zu bezeichnen. Die Wahrheit ist, dass Herr Trittin Mitglied des KBW (Kommunistischer Bund West[!]deutschland" war und jahrelang als MdB die Bezeichnung "Mitglied des Bundestages" auf seinen Briefbogen führte. Das "d" in MdB bedeutet "deutsch". Herr Fischer bezeichnet sich selbst als "militant". Sein Verhalten (Herumtrampeln auf einem zu Boden gegangenen Polizeibeamten, Steinewerfen in einer Gruppe Gleichgesinnter) ist juristisch als Körperverletzung und Landfriedensbruch zu werten. So hat sich Herr Sarrazin nie verhalten. Herr Sarrazin hat auch, im Gegensatz zu Herrn Fischer, eine akademische Ausbildung (Diplom-Volkswirt) und eine reguläre berufliche Laufbahn absolviert. Die in diesem Artikel benutzte Wortwahl ist hämisch und niederträchtig; und das ist kein Zufall: Das Betreungsgeld wird als "Herdprämie" diffamiert.

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