Ermittlungsverfahren: Kopien von Mappus' gelöschtem E-Mail-Account entdeckt
Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat Kopien des E-Mail-Accounts von Ex-Regierungschef Mappus sichergestellt. Dieser ließ bei seiner Abwahl 2011 alle Daten vernichten.
Bei den Ermittlungen zum umstrittenen EnBW-Geschäft stehen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft Sicherungskopien des E-Mail-Accounts von Ex-Regierungschef Stefan Mappus (CDU) zur Verfügung. Die Ermittler hätten die Kopien bereits am 30. August sichergestellt, als unter anderem der Computer von Mappus im Staatsministerium beschlagnahmt wurde. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.
Die Kopien des E-Mail-Accounts seien im Herbst 2010 von einer externen Firma erstellt worden, weil es Probleme mit dem elektronischen Kalender des Computers gegeben habe, bestätigte die Sprecherin.
Mappus ließ Festplatte vernichten
Mappus hatte nach seiner Abwahl im März 2011 die Festplatte seines Bürocomputers in der Staatskanzlei zerstören lassen. Der Datenspeicher sei "im Auftrag unseres Mandanten" ausgebaut und vernichtet worden, und zwar "unter Beteiligung der EDV-Abteilung des Staatsministeriums sowie eines Mitarbeiters", hatten Mappus Anwälte damals gesagt.
Auf der Platte seien zahlreiche CDU-Dateien und private Dateien gespeichert gewesen, hieß es. Die Juristen nannten dies eine "völlig übliche Verfahrensweise", die Löschaktion sei zudem "kein Geheimnis" gewesen.
Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue
Gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue. 2010 hatte das Land dem französischen EdF-Konzern für 4,7 Milliarden Euro dessen Anteile am Energieversorger EnBW abgekauft. Wegen des ohne Parlamentsbeschluss getätigten Geschäfts hatten Fahnder Wohnungen und Geschäftsräume in Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt und fünf weiteren Städten durchsucht.
Zudem wurden E-Mails öffentlich, in denen der Deutschland-Chef der Investmentbank Morgan Stanley, Dirk Notheis, Mappus dezidierte Handlungsanweisungen gab. Morgan Stanley hatte das Land bei dem Geschäft beraten, Notheis ist ein Freund von Mappus. Notheis hatte ihm unter anderem aufgetragen, keine andere Bank bei dem Geschäft mit einzubinden.
Mappus hat den Vorwurf der Untreue im Zusammenhang mit dem Milliarden-Deal zurückgewiesen. Er habe zum Wohl des Landes gehandelt.








Und? Was steht drinn?
Ich hoffe doch das wird genauso veröffentlicht wie die Notheiß Mails. (Privates außen vor)
Kaum jemand glaubt eigentlich noch, dass Stefan Mappus die passive Beobachterrolle bei dem Polizeieinsatz am 20.9.10, dem Schwarzen Donnerstag, eingenommen hatte, die er selber gerne beschreibt. Ministerpräsidenten in schweigender Beobachtung bei Polizeibesprechungen sprengen die Vorstellungskraft. Dass die Emails vom Herbst 2010 hier Neues bringen, ist fraglich, doch auf die Bestätigung von bisher Bekanntem sind sie Stuttgarter sicher gespannt.
Das ist eigentlich völlig egal. Mappus wird in die Geschichte eingehen, als der Ministerpräsident, dem man zutraut, seine eigenen Bürger verprügeln zu lassen.
Das ist eigentlich völlig egal. Mappus wird in die Geschichte eingehen, als der Ministerpräsident, dem man zutraut, seine eigenen Bürger verprügeln zu lassen.
sagt man in der P(f)alz in so einem Fall.
Herr Mappus wird nun ein vorbildlicher gläserner Bürger. Das ist gut so.
Ach, wie ich solche Sätze liebe:
"Er habe zum Wohl des Landes gehandelt."
Er ist ja Teil dieses Landes. Seine Brieftasche gehört ja auch dazu und wird es ihm sicherlich danken. :D
"Seine Brieftasche gehört ja auch dazu"
Mappus war in dieser Hinsicht ohne Erfolg. Wer zu Amtszeiten dem Richtigen Einnahmemöglichkeiten verschafft, kann hinterher reich ernten durch Beraterverträge, Aufsichtsratsmandate und hoch dotierte Honorarvorträge. Morgan Stanley verdiente an dem Deal zwar 12.8 Mio. €, verlor aber inzwischen durch Imageverlust aus dem Geschäft das mehrfache. Die Rechnung wäre aufgegangen, wenn Stefan Mappus im März 2010 die Wahl gewonnen und die weitere Behandlung des Themas EnBW-Aktienkauf, von Landesrechnungshof bis Parlament, unter Kontrolle hätte halten können.
"Seine Brieftasche gehört ja auch dazu"
Mappus war in dieser Hinsicht ohne Erfolg. Wer zu Amtszeiten dem Richtigen Einnahmemöglichkeiten verschafft, kann hinterher reich ernten durch Beraterverträge, Aufsichtsratsmandate und hoch dotierte Honorarvorträge. Morgan Stanley verdiente an dem Deal zwar 12.8 Mio. €, verlor aber inzwischen durch Imageverlust aus dem Geschäft das mehrfache. Die Rechnung wäre aufgegangen, wenn Stefan Mappus im März 2010 die Wahl gewonnen und die weitere Behandlung des Themas EnBW-Aktienkauf, von Landesrechnungshof bis Parlament, unter Kontrolle hätte halten können.
Das ist eigentlich völlig egal. Mappus wird in die Geschichte eingehen, als der Ministerpräsident, dem man zutraut, seine eigenen Bürger verprügeln zu lassen.
Nicht nur das. Stefan Mappus lieferte auch die Antwort auf die Frage, Bundeswehreinsatz im Inneren, ja oder nein? Er hat bewiesen, dass es Ministerpräsidenten geben kann, denen man nicht mal die Macht über Wasserwerfer überlassen darf.
Nicht nur das. Stefan Mappus lieferte auch die Antwort auf die Frage, Bundeswehreinsatz im Inneren, ja oder nein? Er hat bewiesen, dass es Ministerpräsidenten geben kann, denen man nicht mal die Macht über Wasserwerfer überlassen darf.
über serverseitige Backups ;)
"Seine Brieftasche gehört ja auch dazu"
Mappus war in dieser Hinsicht ohne Erfolg. Wer zu Amtszeiten dem Richtigen Einnahmemöglichkeiten verschafft, kann hinterher reich ernten durch Beraterverträge, Aufsichtsratsmandate und hoch dotierte Honorarvorträge. Morgan Stanley verdiente an dem Deal zwar 12.8 Mio. €, verlor aber inzwischen durch Imageverlust aus dem Geschäft das mehrfache. Die Rechnung wäre aufgegangen, wenn Stefan Mappus im März 2010 die Wahl gewonnen und die weitere Behandlung des Themas EnBW-Aktienkauf, von Landesrechnungshof bis Parlament, unter Kontrolle hätte halten können.
Jeder, der zu seinem eigenen Wohl handelt, handelt aus seiner Sicht zum Wohl des Landes.
Mich erstaunt nur, dass dies die Staatsanwaltschaft anscheinend auch so sieht.
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