Mohammed-FilmIslamisten drohen mit Anschlägen in Deutschland

Radikale Islamisten behaupten, der Mohammed-Darsteller in dem Schmähvideo sei ein Deutscher und rufen zu Anschlägen auf. Konkrete Pläne gibt es laut BKA aber nicht. von afp und dpa

Ein Screenshot des islamfeindlichen Films "Innocence of Muslims" aus den USA

Ein Screenshot des islamfeindlichen Films "Innocence of Muslims" aus den USA  |  © youtube/screenhot ZEIT ONLINE

Radikale Islamisten haben einem Zeitungsbericht zufolge wegen des islamfeindlichen Mohammed-Films aus den USA zu Anschlägen in Deutschland aufgerufen. Nach Angaben der Zeitung Die Welt fordert ein deutscher Islamist namens Abu Assad seine Glaubensbrüder auf, als Rache für das Video Attentate in Deutschland zu begehen. In einem achtseitigen Propagandaschreiben werde zudem behauptet, der Mohammed-Schauspieler in dem Schmähvideo sei ein Deutscher.

Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden bestätigte die Existenz eines Drohschreibens im Internet. Die aktuelle Gefährdungslage in Deutschland werde dadurch aber nicht geändert. Eine BKA-Sprecherin sagte: "Bislang liegen uns keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen vor." Es gebe aber nach wie vor eine hohe "abstrakte Gefährdung".

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In der Drohschrift wird dem Bericht zufolge unter anderem dazu aufgerufen, Rache am "deutschen Schauspieler dieses Filmes" zu üben, "der die Rolle unseres edlen Gesandten spielte". Muslime sollten die Feinde des Islam enthaupten und die Ermordung filmen und veröffentlichen, "sodass ganz Deutschland, ja sogar ganz Europa weiß, dass ihre verbrecherischen Spielchen (...) durchkreuzt werden". Die Drohschrift sei in der Internet-Plattform der militanten Globalen Islamischen Medienfront (GIMF) veröffentlicht worden, auf der in der Vergangenheit auch Propaganda-Material des Terrornetzes Al-Kaida verbreitet wurde.

Zugleich werden in dem Schreiben dem Bericht zufolge Racheakte an Mitgliedern der rechten Pro-Deutschland-Organisation gefordert. Ihre Anhänger hatten bei mehreren anti-islamischen Kundgebungen Mohammed-Karikaturen gezeigt. Zudem wollte Pro Deutschland den Mohammed-Film in voller Länge öffentlich zeigen .
 

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Leserkommentare
    • Xdenker
    • 25. September 2012 13:03 Uhr

    "Nach Angaben der Zeitung Die Welt fordert ein deutscher Islamist namens Abu Assad seine Glaubensbrüder auf, als Rache für das Video Attentate in Deutschland zu begehen."

    Wenn das stimmt, muss der Mann aufgegriffen und für immer des Landes verwiesen werden. Ein steuerfinanziertes Knastleben für diesen Herrn lehne ich ab.

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    • sharia
    • 25. September 2012 13:30 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls

    • Afa81
    • 25. September 2012 13:40 Uhr

    Ich würde ihn dann lieber erstmal reinschmeißen - ins Gefängnis. Wenn er da dann raus ist, dann rausschmeißen.

    • Paul79
    • 25. September 2012 16:51 Uhr

    "Wenn das stimmt, muss der Mann aufgegriffen und für immer des Landes verwiesen werden."

    Man kann einen deutschen Staatsbürger - in diesem Fall vielleicht etwas bedauerlich, aber im allgemeinem aus gutem Grund - nicht einfach des Landes verweisen. Und man kann ihm auch nicht die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen, wenn er dadurch staatenlos würde.

    er ist deutscher Staatsbürger. Dann dürfte sich Ihr Vorschlag schwer realisieren lassen.

    • okmijn
    • 25. September 2012 17:29 Uhr

    da steht DEUTSCHER. Wenn er in der Tat die Staatsangehörigkeit hat dann hat sich der deutsche Staat auch mit ihm zu beschäftigen voll umfänglich und kann ihn sich nicht aus dem Sinn schaffen.

    Ich würde die Ausweisung solcher Menschen als zu gefährlich ansehen. Sie würden noch mehr Wut anstauen, die sie ja offensichtlich nicht unter Kontrolle haben, da sie auf unsere Grundwerte nichts geben.
    Eine Inhaftierung zur Sicherung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sollte kein ernstes Problem für Exekutive und Justiz darstellen. Dann müssen wir halt für die Sicherung unserer Grundrechte und der Sicherheit zahlen, deshalb sollte man gefährdete Bundesbürger im Ausland ausweisen, wenn sie es denn wünschen.

    • jongman
    • 26. September 2012 18:42 Uhr

    diese Leute die so eine Hetzkampagne über das Internet verbreiten und somit gefährliche Anschläge auf das Eigentum und das Leben anderer Menschen befehlen gehören weggesperrt und zwar für immer.
    Dies sind strafbare Handlungen!
    (1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26) bestraft.(2) Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 ist anzuwenden.

  1. Sie drohen uns wieder! Versuchen wir also, so Halal wie nur möglich zu leben um keinen Unmut auf uns zu ziehen.

    Im Ernst: hoffen wir, dass die ständigen Drohungen seitens einiger Steinzeit-affiner Gruppen nicht in noch schärfere Überwachungs(gesetze) mündet.

    • dopey
    • 25. September 2012 13:18 Uhr

    Es scheint, ein einzelner, geistig verwirrter Mann ruft zu Anschlägen auf. So wie ich die Überschrift gelesen habe dachte ich zuerst El Kaida oder so hätte eine Drohung geschickt. Bitte hört auf mit dieser Panikmache. Es scheint, als würden die Medien die westlichen Bürger im Unterbewusstsein gegen den Islam aufhetzen.

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    ... ein einziger, geistig vielleicht verwirrter Mann hat vor kurzem in Norwegen ja auch ein gutes Massaker hinbekommen. ;-)

    Da sprang Euroa im Fünfeck.

    • sharia
    • 25. September 2012 13:30 Uhr
    4. [..]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls

  2. [...]

    Die GIMF taucht seit 2007 in jedem Verfassungsschutzbericht auf. Verhaftungen und Prozesse gab es seit der Gründung,
    angefangen bei den 'Initiatoren' 2007 in Österreich, bis zu den Prozessen 2011 in Deutschland.

    Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass wir auf diese Seite nicht verlinken möchten. Danke, die Redaktion/ls

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    • Afa81
    • 25. September 2012 13:45 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls

    "Die Pro-NRW, die unseren geliebten Propheten (Allāhs Friede und Segen auf ihn) in Karikaturen belustigten."

    Dann ist doch alles gut, wenn es der Pro-NRW gelungen ist den Propheten zu belustigen ;-)

  3. Ach ja, hatte ich vergessen, sorry:

    Verbindungen zwischen GIMF und al-Quaida wurden mehrfach dokumentiert und in den Verfahren nachgewiesen.

    • Afa81
    • 25. September 2012 13:40 Uhr

    Ich würde ihn dann lieber erstmal reinschmeißen - ins Gefängnis. Wenn er da dann raus ist, dann rausschmeißen.

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    • sharia
    • 25. September 2012 13:52 Uhr

    Entfernt. Kein konstruktiver Kommentar. Die Redaktion/Kvk

    • Afa81
    • 25. September 2012 13:45 Uhr
    8. [...]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Schlagworte Film | Anschlag | Attentat | Bundeskriminalamt | Bundeskriminalamt | Internet
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