Bundestagswahl: SPD-Spitze verteidigt Kandidaten-Zeitplan
Generalsekretärin Nahles hat Gerüchte zurückgewiesen, wonach die SPD noch in diesem Jahr einen Kanzlerkandidaten bestimmt. Auch an der Kandidaten-Zahl ändere sich nichts.
Generalsekretärin Andrea Nahles hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach noch auf einem Parteitag im Dezember der SPD-Kanzlerkandidat 2013 bestimmt werden soll. "Es wird keinen Parteitag der SPD im Dezember geben", sagte Nahles. Zu dem Zeitplan gebe es nichts neues zu vermelden. "Der Zeitplan ist weiterhin: Ende 2012, Anfang 2013", sagte Nahles. Auch an der Zahl der Kanzlerkandidaten habe sich nichts geändert.
Zuvor hatte die Leipziger Volkszeitung berichtet, noch in diesem Jahr werde bei der SPD eine Entscheidung über den Kanzler-Kandidaten 2013 fallen. In der SPD-Spitze gebe es Pläne, den Kandidaten für die Bundestagswahl auf dem Bundesparteitag im Dezember zu bestimmen, berichtete die Zeitung.
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hätten sich gegenseitig versprochen, die Kandidatenfrage "frühzeitig und in voller Sympathie und Freundschaft füreinander" zu klären, schrieb das Blatt. Zudem berichtete die Zeitung unter Berufung auf Parteikreise, dass sich SPD-Chef Sigmar Gabriel freiwillig aus dem Trio der möglichen Kandidaten zurückgezogen habe. Steinbrück und Steinmeier wollten nun den jeweils anderen zusammen mit Parteichef Gabriel voll und ganz unterstützen, wurde demnach aus Kandidatenkreisen bestätigt.
Keine große Koalition unter Merkel
Nahles erteilte zudem einer großen Koalition unter Führung Merkels eine Absage. "Wir wollen gewinnen. Das schließt schon aus, dass einer von uns in ein Kabinett Merkel will", sagte Nahles.
Sowohl Steinmeier als auch Steinbrück hatten auf dem Zukunftskongress der SPD bereits klargestellt, dass sie bei einer Wahlniederlage nicht Minister in einer unionsgeführten Regierung werden wollen. Mit ihm werde die Partei nach der Bundestagswahl nicht als Juniorpartner in eine Koalition mit der Union einsteigen, hatte Steinbrück gesagt.







"SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hätten sich gegenseitig versprochen, die Kandidatenfrage "frühzeitig und in voller Sympathie und Freundschaft füreinander" zu klären,..."
Das ist die wahre DEMOKRATIE!
wohl nicht die Zeit und die Nerven für einen monatelangen zunächst internen und dann als Kandidat Kanzler-Wahlkampf.
Ausserdem ist ziemlich klar, mit den beiden Wahlverlierern Steinbrück und Steimmeier ohnehin, dass die SPD maximal in eine Grosse Koalition kommt. Dann ist Gabriel nicht beschädigt und kann sich als Parteivorsitzender aussuchen, ober er Minster oder Oppositionsführer wird.
Männer?!?
Na, wenn das Männer sein sollen, dann warte ich lieber noch 4 Jahre, bis Frau Kraft bereitsteht, und dann überlege ich wieder.
Frausein ist keine Qualifikation. Sowenig wie Mannsein.
Und sowohl Steinbrück als auch Steinmeier haben mit Merkel in der großen Koalition vieles richtig gemacht. Ob Frau Kraft auch genügend Kraft als Bundespolitikerin hat, müsste sich hingegen erst noch zeigen.
Wie kommt es nur, dass ich hinter solchen Bemerkungen wie der Ihren eine gehörige Portion Sexismus wittere?
Muss daran liegen, dass ich 1 Mann bin, oder ? ;-)
Frausein ist keine Qualifikation. Sowenig wie Mannsein.
Und sowohl Steinbrück als auch Steinmeier haben mit Merkel in der großen Koalition vieles richtig gemacht. Ob Frau Kraft auch genügend Kraft als Bundespolitikerin hat, müsste sich hingegen erst noch zeigen.
Wie kommt es nur, dass ich hinter solchen Bemerkungen wie der Ihren eine gehörige Portion Sexismus wittere?
Muss daran liegen, dass ich 1 Mann bin, oder ? ;-)
Die Spitzenkandidaten müssen sich vom Wähler fragen lassen: Warum soll ich SPD wählen? Darauf haben sie keine Antwort, weil sie sich so aufstellen, dass sie nicht unterscheidbar sind von der CDU von Frau Merkel. Nur wegen der kernig-norddeutsche Sprüche von Peer wählt die SPD niemand.
Die SPD hat keinen Mut. Sie müsste ganz klar sagen: Ja wir wollen Frau Merkel ablösen. Nein, wir haben keine Angst vor den Linken, natürlich werden wir Rot-Rot-Grün machen, wenn alle beteiligten Parteien mit diesem Wählerauftrag verantwortungsvoll umgehen. Aber so wie die Spitzen reden, ist das reine Realitätsverweigerung. Und Realitätsverweigerer sind nicht regierungsfähig.
Der einzige der die Karre vielleicht noch aus dem Dreck ziehen könnte, wäre Olaf Scholz.
"Nur wegen der kernig-norddeutsche Sprüche von Peer wählt die SPD niemand"
Da irren sie sich aber gewaltig. Nicht wenige Unionsnahänger sind große Sympathisanten von Peer Steinbrück und seiner direkten Art. Besonders jene, die mit Merkels Salamitaktik (welche uns Milliarden gekostet hat) unzufrieden sind, finden gefallen an dem Mann.
Ich persönlich würde die SPD sogar in Erwägung ziehen, wenn Steinbrück es machen würde und ich bin eigentlich ein liberaler. Ich kenne viele andere die ähnlich denken.
>> Der einzige der die Karre vielleicht noch aus dem Dreck ziehen könnte, wäre Olaf Scholz. >>
Wieso?
Scholz ist ideologisch doch auf der gleichen neoliberalen-"Alternativlos"-Trip wie die vorhandenen Stones-Apparatschiks.
Der Unterschied ist nur, das er ein wenig jünger ist.
Das einzige was Scholz m.E. für eine spätere bundespolitische Karriere prädestiniert, ist eine Teilnahme an einer Bilderberg-Konferenz und seine Vernetzung zu allerlei "Eliten" aus Wirtschaft und Medien...
"Nur wegen der kernig-norddeutsche Sprüche von Peer wählt die SPD niemand"
Da irren sie sich aber gewaltig. Nicht wenige Unionsnahänger sind große Sympathisanten von Peer Steinbrück und seiner direkten Art. Besonders jene, die mit Merkels Salamitaktik (welche uns Milliarden gekostet hat) unzufrieden sind, finden gefallen an dem Mann.
Ich persönlich würde die SPD sogar in Erwägung ziehen, wenn Steinbrück es machen würde und ich bin eigentlich ein liberaler. Ich kenne viele andere die ähnlich denken.
>> Der einzige der die Karre vielleicht noch aus dem Dreck ziehen könnte, wäre Olaf Scholz. >>
Wieso?
Scholz ist ideologisch doch auf der gleichen neoliberalen-"Alternativlos"-Trip wie die vorhandenen Stones-Apparatschiks.
Der Unterschied ist nur, das er ein wenig jünger ist.
Das einzige was Scholz m.E. für eine spätere bundespolitische Karriere prädestiniert, ist eine Teilnahme an einer Bilderberg-Konferenz und seine Vernetzung zu allerlei "Eliten" aus Wirtschaft und Medien...
„Unsere Geschichte ist geprägt von der Idee des demokratischen Sozialismus, einer Gesellschaft der Freien und Gleichen, in der unsere Grundwerte verwirklicht sind. Sie verlangt eine Ordnung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, in der die bürgerlichen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Grundrechte für alle Menschen garantiert sind, alle Menschen ein Leben ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt, also in sozialer und menschlicher Sicherheit führen können. Das Ende des Staatssozialismus sowjetischer Prägung hat die Idee des demokratischen Sozialismus nicht widerlegt, sondern die Orientierung der Sozialdemokratie an Grundwerten eindrucksvoll bestätigt. Der demokratische Sozialismus bleibt für uns die Vision einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft, deren Verwirklichung für uns eine dauernde Aufgabe ist. Das Prinzip unseres Handelns ist die soziale Demokratie.“
Vielleicht kann ja mal ein Medienvertreter den Herrn Steinmeier oder den Herrn Steinbrück fragen ob sie auch den demokratischen Sozialismus anstreben und sich somit an das eigene Grundsatzprogramm halten ?
Der "Gesicht" des Kandidaten ist wichtig für die Plakate.
Meine Wahlentscheidung richtet sich nach den Inhalten.
Daher: Butter zu den Fischen!
Sagt, für was ihr steht, wenn's überzeugt, werdet ihr gewählt.
Ihr habt eure Chance, denn diese jetztige Regierung konnte dem Wähler "nicht deuttlich genug kommunizieren" für welche Inhalte "prä-spätrömischer Dekadenz" sie verlässlich einsteht.
gibts da keine Kandidatinnen, frisches Gesicht, frische Orientierung? Die sollten wirklich die Basis entscheiden
lassen, wer es werden soll und andere Kandidatinnen und
Kandidaten zulassen. Ich fühle mich von beiden nicht
vertreten.
Es wird doch so viel Geld rausgeschustert für irgendwelche
Untersuchungen. Soll doch mal untersucht werden, wie
diese beiden Kandidaten auf die Wähler wirken.
durch Steinmeier und Steinbrück. Es ist nicht mehr lächerlich oder traurig, sondern wird langsam zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem. Durch das Ausbleiben einer Deneoliberalisierung der sich sozialdemokratisch nennenden Partei werden die vernünftigen, zivilisierten Sozialdemokraten marginalisiert, wird die Lebenssituation der immer ärmeren Bevölkerung geleugnet und schon gar nicht der Versuch unternommen diese zu verbessern.
Aber so lange die Medien die SPD für heilig erklären, solange die ZEIT die Kampagne für Peer Steinbrück führt, solange den Menschen in diesem land auch gar nicht begreiflich gemacht wird, wie die SPD unter Steinmeier und Steinbrück Gemeinwohlorientierung durch Ausleben ihres ewigen, kleinbürgerlichen Karrierismus abhanden gekommen ist, solange wird es keine Renaissance des Sozialen geben in Deutschland.
Das einzig Gute ist und bleibt: weder Steinmeier, noch -brück werden Kanzler werden. Lieber noch 4 Jahre CDU, als eine neoliberale SPD der Nichtskönner an der Regierung. Es ist bitter sich das als linker Sozialdemokrat eingestehen zu müssen.
gebrüllt, Löwe.
gebrüllt, Löwe.
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