A-100-Ring Bundesverwaltungsgericht genehmigt Berliner Autobahn-Erweiterung
Der Berliner Senat darf den umstrittenen Ausbau der Hauptstadt-Autobahn weiterführen. Viele Bürger lehnen das 400 Millionen Euro teure Projekt aber weiterhin ab.
Die umstrittene Berliner Stadtautobahn 100 von Neukölln nach Treptow kann gebaut werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies mehrere Klagen gegen das umstrittene Vorhaben ab.
Allerdings gaben die Bundesrichter dem Berliner Senat kleinere Nachbesserungen am Lärmschutz auf. Bereits in der mündlichen Verhandlung vor rund zwei Wochen hatten die Kläger einen Teilerfolg errungen. Nach Kritik des Gerichts am geplanten Abriss zweier Häuser hatte der Berliner Senat eingelenkt. Die Häuser im Stadtteil Treptow bleiben jetzt stehen.
Gegen den Bau der A100 hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, eine Wohnungsbaugesellschaft sowie Anwohner und Gewerbetreibende geklagt. An den beiden Verhandlungstagen im September deutete sich bereits an, dass die Richter den Bau wohl zulassen würden.
Breiter Widerstand in der Bevölkerung
Der 3,2 Kilometer lange Abschnitt soll bis zu 475 Millionen Euro kosten. Das Geld würde vom Bund kommen. Kritiker sprechen von dem teuersten Autobahnabschnitt Deutschlands.
Gegen das Bauvorhaben regt sich in Berlin auch breiter Widerstand in der Bevölkerung, besonders in den betroffenen Stadtteilen. Die Gegner befürchten einen Dauerstau rings um das Ende der Autobahn. Die A 100 soll zwar ein Teilabschnitt des Berliner Autobahnrings werden, dieser wird aber auch durch den Ausbau nicht vollständig geschlossen.
Auch die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011 scheiterten an diesem Punkt. Die Grünen lehnen das Vorhaben ab.
- Datum 10.10.2012 - 12:23 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 7
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Im Hauptstadtklima scheinen besonders gut Großprojekte zu gedeihen, die neben einem zweifelhaften Nutzen viel Schaden und immense Kosten mit sich bringen. Die Lobby der Bauunternehmen wächst zunehmend über sich hinaus.
Dürfte ich als Steuerzahler vorschlagen, den alten Schlager "Ich hab' noch einen Koffer in Berlin" umzubenennen in "Ich hab' noch eine Milliarde in Berlin"?
Zitat aus dem Artikel:
"Gegen das Bauvorhaben regt sich in Berlin auch breiter Widerstand in der Bevölkerung,..."
Das ist m.M.n. durch keine repräsentativen Umfragen gestützter Unsinn, sorry liebe Zeit. Die breite Masse der Bevölkerung _will_ eben genau diese Autobahn, denn sie ist notwendig, um die "betroffenen Wohngebiete" vom Verkehr zu entlasten und um den zunehmenden Verkehr von Berlin-Südost / -Ost nach Berlin-Südwest / -West / zur Avus aufzunehmen. Der Verkehr kommt nun mal in Ost-West-Richtung zustande, ob die Gegner das wollen oder nicht. Die entscheidende Frage ist, ob die Gegner einen zunehmenden Dauerstau vor ihrer Haustür lieber sehen als eine Kanalisierung und Abführung des Auto-Verkehrs, um die Wohnstraßen für den Fußgänger- und Fahrradverkehr attraktiver zu machen.
... denn sie ist notwendig, um die "betroffenen Wohngebiete" vom Verkehr zu entlasten ...
Das ist sicherlich der übliche Grund um eine Autobahn in einer Stadt zu bauen, allerdings haben alle innerstädtischen Bauten dieser Art gezeigt, dass dadurch der Verkehr zunimmt. Die Entlastung wird damit wieder negiert, bzw. die Belastung nur in andere Viertel verlagert.
Frag mich warum man das Geld nicht in sinnvolle Projekte zur Mobilität einer Großstadt steckt.... Zum Beispiel effizientere "Öffi"-Verbindungen vom Ostteil Richtung Westen. Autoverkehr in der Innenstadt ist sowieso immer eine schlechte Idee.
"...allerdings haben alle innerstädtischen Bauten dieser Art gezeigt, dass dadurch der Verkehr zunimmt."
Ja, sicherlich, aber wo? Auf der dann neuen Autobahn - sicherlich, denn dafür ist sie gebaut worden. In den Wohngebietsstraßen abseits der Anschlussstellen - sicherlich nicht, und genau darum geht es: möglichst viele Wohngebietsstraßen vom Verkehr zu entlasten. Und das schafft man kaum, wenn man sich die Autos weiterhin durch Treptow, Plänterwald, Baumschulenweg und Neukölln stauen lässt, sondern nur durch leistungsfähige Stadtstraßen. Dass diese in diesem Fall eben eine Autobahn ist - sei's drum, das ist der schieren Größe Berlins und dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen geschuldet.
"Zum Beispiel effizientere "Öffi"-Verbindungen vom Ostteil Richtung Westen."
Da bin ich ganz bei Ihnen. Sind Sie schonmal mit den Öffis von einer beliebigen Adresse in Friedrichsfelde zu einer beliebigen nach Steglitz gefahren? Wenn alles passt: 3x umsteigen, nicht unter einer Stunde zu schaffen. Mit dem Auto schaffe ich das locker inner guten halben Stunde. Auch deswegen befürworte ich die Autobahn, weil auf dieser Tangente die Öffentlichen eben kaum vorhanden sind.
"Autoverkehr in der Innenstadt ist sowieso immer eine schlechte Idee."
Stimmt, aber wer redet hier über die Innenstadt? Die Autobahn befindet sich am Rand der Innenstadt und um sie herum, nicht aber _in_ der Innenstadt. In die Innenstadt fahre ich - schon aus Parkplatzmangel - selbst auch nur noch selten.
... denn sie ist notwendig, um die "betroffenen Wohngebiete" vom Verkehr zu entlasten ...
Das ist sicherlich der übliche Grund um eine Autobahn in einer Stadt zu bauen, allerdings haben alle innerstädtischen Bauten dieser Art gezeigt, dass dadurch der Verkehr zunimmt. Die Entlastung wird damit wieder negiert, bzw. die Belastung nur in andere Viertel verlagert.
Frag mich warum man das Geld nicht in sinnvolle Projekte zur Mobilität einer Großstadt steckt.... Zum Beispiel effizientere "Öffi"-Verbindungen vom Ostteil Richtung Westen. Autoverkehr in der Innenstadt ist sowieso immer eine schlechte Idee.
"...allerdings haben alle innerstädtischen Bauten dieser Art gezeigt, dass dadurch der Verkehr zunimmt."
Ja, sicherlich, aber wo? Auf der dann neuen Autobahn - sicherlich, denn dafür ist sie gebaut worden. In den Wohngebietsstraßen abseits der Anschlussstellen - sicherlich nicht, und genau darum geht es: möglichst viele Wohngebietsstraßen vom Verkehr zu entlasten. Und das schafft man kaum, wenn man sich die Autos weiterhin durch Treptow, Plänterwald, Baumschulenweg und Neukölln stauen lässt, sondern nur durch leistungsfähige Stadtstraßen. Dass diese in diesem Fall eben eine Autobahn ist - sei's drum, das ist der schieren Größe Berlins und dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen geschuldet.
"Zum Beispiel effizientere "Öffi"-Verbindungen vom Ostteil Richtung Westen."
Da bin ich ganz bei Ihnen. Sind Sie schonmal mit den Öffis von einer beliebigen Adresse in Friedrichsfelde zu einer beliebigen nach Steglitz gefahren? Wenn alles passt: 3x umsteigen, nicht unter einer Stunde zu schaffen. Mit dem Auto schaffe ich das locker inner guten halben Stunde. Auch deswegen befürworte ich die Autobahn, weil auf dieser Tangente die Öffentlichen eben kaum vorhanden sind.
"Autoverkehr in der Innenstadt ist sowieso immer eine schlechte Idee."
Stimmt, aber wer redet hier über die Innenstadt? Die Autobahn befindet sich am Rand der Innenstadt und um sie herum, nicht aber _in_ der Innenstadt. In die Innenstadt fahre ich - schon aus Parkplatzmangel - selbst auch nur noch selten.
immer diese geklage wegen ein paar Metern Autobahn.
Wenn ein paar Meter Autobahn direkt neben ihrer Wohnung gebaut werden könnte das Ihren Zynismus stark verändern.
Wenn ein paar Meter Autobahn direkt neben ihrer Wohnung gebaut werden könnte das Ihren Zynismus stark verändern.
Wenn ein paar Meter Autobahn direkt neben ihrer Wohnung gebaut werden könnte das Ihren Zynismus stark verändern.
... denn sie ist notwendig, um die "betroffenen Wohngebiete" vom Verkehr zu entlasten ...
Das ist sicherlich der übliche Grund um eine Autobahn in einer Stadt zu bauen, allerdings haben alle innerstädtischen Bauten dieser Art gezeigt, dass dadurch der Verkehr zunimmt. Die Entlastung wird damit wieder negiert, bzw. die Belastung nur in andere Viertel verlagert.
Frag mich warum man das Geld nicht in sinnvolle Projekte zur Mobilität einer Großstadt steckt.... Zum Beispiel effizientere "Öffi"-Verbindungen vom Ostteil Richtung Westen. Autoverkehr in der Innenstadt ist sowieso immer eine schlechte Idee.
"...allerdings haben alle innerstädtischen Bauten dieser Art gezeigt, dass dadurch der Verkehr zunimmt."
Ja, sicherlich, aber wo? Auf der dann neuen Autobahn - sicherlich, denn dafür ist sie gebaut worden. In den Wohngebietsstraßen abseits der Anschlussstellen - sicherlich nicht, und genau darum geht es: möglichst viele Wohngebietsstraßen vom Verkehr zu entlasten. Und das schafft man kaum, wenn man sich die Autos weiterhin durch Treptow, Plänterwald, Baumschulenweg und Neukölln stauen lässt, sondern nur durch leistungsfähige Stadtstraßen. Dass diese in diesem Fall eben eine Autobahn ist - sei's drum, das ist der schieren Größe Berlins und dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen geschuldet.
"Zum Beispiel effizientere "Öffi"-Verbindungen vom Ostteil Richtung Westen."
Da bin ich ganz bei Ihnen. Sind Sie schonmal mit den Öffis von einer beliebigen Adresse in Friedrichsfelde zu einer beliebigen nach Steglitz gefahren? Wenn alles passt: 3x umsteigen, nicht unter einer Stunde zu schaffen. Mit dem Auto schaffe ich das locker inner guten halben Stunde. Auch deswegen befürworte ich die Autobahn, weil auf dieser Tangente die Öffentlichen eben kaum vorhanden sind.
"Autoverkehr in der Innenstadt ist sowieso immer eine schlechte Idee."
Stimmt, aber wer redet hier über die Innenstadt? Die Autobahn befindet sich am Rand der Innenstadt und um sie herum, nicht aber _in_ der Innenstadt. In die Innenstadt fahre ich - schon aus Parkplatzmangel - selbst auch nur noch selten.
"genau darum geht es: möglichst viele Wohngebietsstraßen vom Verkehr zu entlasten."
Ja, die Idee ist ja klar, nur funktioniert das anscheinend in der Realität nicht. Einfach weil durch Autobahnen/Schnellstraßen an neuen Punkten (halt Autobahnzubringerviertel) neuer Verkehr entsteht, weil der Autoverkehr gegenüber dem ÖPNV attraktiver wird. Die Kanalisierung welcher zu einem ersten Vorteil wird, bekommt durch die Zunahme des Verkehrs dann aber wieder die gleichen Verkehrseffekte. Sprich es entsteht ein Vorteil dadurch das mehr Verkehr durch das Netz fliesst, allerdings ist die Auslastung des Verkehrsnetzes nach einer bestimmten Zeit die gleiche. Sie haben natürlich recht, das an einzelnen Punkten der Verkehr entlastet werden kann, allerdings viel weniger als erwünscht.
"schonmal mit den Öffis Adresse in Friedrichsfelde zu einer beliebigen nach Steglitz gefahren?"
Jupe, das dauert eine Stunde :-) (Wenn der Ring keine Macken macht). Hier sieht man ja, das der Autoverkehr zeitlich immer noch attraktiver als der ÖPNV ist.
"Stimmt, aber wer redet hier über die Innenstadt?"
Ja, für mich ist die Innenstadt von Berlin auch Steglitz und Friedrichsfelde ;-) Autoverkehr aus diesem Gebieten heraus ist ja auch in Ordnung, aber wenn ich hier sehe, was sich hier alles durch Steglitz jeden Tag in Richtung A103 wälzt, sehe ich als Anwohner nicht den Vorteil der Autobahn. (Abgesehen davon das die nähere Umgebung der A103 das ungemütlichste in dieser Gegend ist, was existiert)
"genau darum geht es: möglichst viele Wohngebietsstraßen vom Verkehr zu entlasten."
Ja, die Idee ist ja klar, nur funktioniert das anscheinend in der Realität nicht. Einfach weil durch Autobahnen/Schnellstraßen an neuen Punkten (halt Autobahnzubringerviertel) neuer Verkehr entsteht, weil der Autoverkehr gegenüber dem ÖPNV attraktiver wird. Die Kanalisierung welcher zu einem ersten Vorteil wird, bekommt durch die Zunahme des Verkehrs dann aber wieder die gleichen Verkehrseffekte. Sprich es entsteht ein Vorteil dadurch das mehr Verkehr durch das Netz fliesst, allerdings ist die Auslastung des Verkehrsnetzes nach einer bestimmten Zeit die gleiche. Sie haben natürlich recht, das an einzelnen Punkten der Verkehr entlastet werden kann, allerdings viel weniger als erwünscht.
"schonmal mit den Öffis Adresse in Friedrichsfelde zu einer beliebigen nach Steglitz gefahren?"
Jupe, das dauert eine Stunde :-) (Wenn der Ring keine Macken macht). Hier sieht man ja, das der Autoverkehr zeitlich immer noch attraktiver als der ÖPNV ist.
"Stimmt, aber wer redet hier über die Innenstadt?"
Ja, für mich ist die Innenstadt von Berlin auch Steglitz und Friedrichsfelde ;-) Autoverkehr aus diesem Gebieten heraus ist ja auch in Ordnung, aber wenn ich hier sehe, was sich hier alles durch Steglitz jeden Tag in Richtung A103 wälzt, sehe ich als Anwohner nicht den Vorteil der Autobahn. (Abgesehen davon das die nähere Umgebung der A103 das ungemütlichste in dieser Gegend ist, was existiert)
"genau darum geht es: möglichst viele Wohngebietsstraßen vom Verkehr zu entlasten."
Ja, die Idee ist ja klar, nur funktioniert das anscheinend in der Realität nicht. Einfach weil durch Autobahnen/Schnellstraßen an neuen Punkten (halt Autobahnzubringerviertel) neuer Verkehr entsteht, weil der Autoverkehr gegenüber dem ÖPNV attraktiver wird. Die Kanalisierung welcher zu einem ersten Vorteil wird, bekommt durch die Zunahme des Verkehrs dann aber wieder die gleichen Verkehrseffekte. Sprich es entsteht ein Vorteil dadurch das mehr Verkehr durch das Netz fliesst, allerdings ist die Auslastung des Verkehrsnetzes nach einer bestimmten Zeit die gleiche. Sie haben natürlich recht, das an einzelnen Punkten der Verkehr entlastet werden kann, allerdings viel weniger als erwünscht.
"schonmal mit den Öffis Adresse in Friedrichsfelde zu einer beliebigen nach Steglitz gefahren?"
Jupe, das dauert eine Stunde :-) (Wenn der Ring keine Macken macht). Hier sieht man ja, das der Autoverkehr zeitlich immer noch attraktiver als der ÖPNV ist.
"Stimmt, aber wer redet hier über die Innenstadt?"
Ja, für mich ist die Innenstadt von Berlin auch Steglitz und Friedrichsfelde ;-) Autoverkehr aus diesem Gebieten heraus ist ja auch in Ordnung, aber wenn ich hier sehe, was sich hier alles durch Steglitz jeden Tag in Richtung A103 wälzt, sehe ich als Anwohner nicht den Vorteil der Autobahn. (Abgesehen davon das die nähere Umgebung der A103 das ungemütlichste in dieser Gegend ist, was existiert)
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