Atommüll Opposition lässt Spitzengespräch über Endlagersuche platzen
Ein Treffen von Umweltminister Altmaier mit SPD und Grünen zum Thema Endlagersuche kommt nicht zustande. Regierung und Opposition geben sich dafür gegenseitig die Schuld.
© Nigel Treblin/dapd

Bislang einziger möglicher Standort für ein Endlager: Der Salzstock in Gorleben
Die Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition über ein Gesetz zur Suche eines Endlagers für Atommüll stehen vor dem Aus. Spitzenpolitiker von SPD und Grünen sowie Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) warfen sich gegenseitig vor, aus parteitaktischen Gründen die Verhandlungen platzen lassen zu wollen.
Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin und SPD-Chef Sigmar Gabriel hatten eine Einladung Altmaiers für ein entscheidendes Spitzengespräch am kommenden Donnerstag ausgeschlagen. Sie warfen Altmaier vor, er habe keine konstruktiven Vorschläge für das Gesetz gemacht. Die Runde sei daher nicht sinnvoll.
Der Umweltminister warf daraufhin Trittin vor, der Grünen-Politiker wolle die Gespräche in den Landtagswahlkampf in Niedersachsen ziehen. "Ich halte das für einen schweren Fehler." Trittin gefährde damit eine Lösung, die zusammen mit SPD und den Ministerpräsidenten der Länder angestrebt wurde. "Ich glaube, dass er damit dem Interesse des Landes Niedersachsen, des Landes insgesamt zur einvernehmlichen Lösung der Endlagerfrage, keinen Gefallen tut", sagte Altmaier. In Niedersachsen ist die Endlagerdebatte von besonders großer Bedeutung, weil der dortige Salzstock Gorleben bislang als einziger Standort erkundet wird.
Das Endlager sollte man aus dem Wahlkampf heraushalten. Ich habe in 4 Monaten kein böses Wort über SPD/Grüne gesagt, aber intern vermittelt!
— Peter Altmaier (@peteraltmaier) Oktober 5, 2012
Altmaier kritisierte bei Twitter zudem, dass Trittin das Treffen abgesagt habe, obwohl es auf Wunsch des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) angesetzt gewesen sei. Trittin diskreditiere damit auch den Einigungswillen seines Parteifreundes. Der Umweltminister forderte die Opposition auf, die Endlagersuche nicht zu einem Wahlkampfthema zu machen.
Gabriel wirft Altmaier Versäumnisse vor
SPD-Chef Gabriel warf dagegen Altmaier parteitaktisches Verhalten vor. Der Umweltminister sowie Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) verhinderten durch "Wahlkampfspielchen" den Endlagerkonsens, sagte Gabriel der Braunschweiger Zeitung. Er forderte den Umweltminister auf, zu einem "geordneten Gesprächsverfahren" über ein Endlagergesetz zurückzukehren.
Altmaier habe drei Monate verstreichen lassen und nun ohne jede Terminabsprache und ohne jede Beratungsunterlage zu einem abschließenden Gespräch eingeladen, sagte Gabriel. Der Umgang des Ministers mit der Endlagerfrage sei "irritierend und befremdlich".
Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr mit den Bundesländern Gespräche über ein neues Endlagergesetz begonnen. Es soll ein gänzlich neues Suchverfahren starten. Erstmals würde dann bundesweit nach Alternativen zum niedersächsischen Salzstock in Gorleben gesucht.
- Datum 05.10.2012 - 16:58 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dapd, AFP
- Kommentare 19
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als würden sich SPD und Grüne hier ihr Thema für den Wahlkampf 2013 wegnehmen lassen.
Gabriel tönt ja schon rum, unser Ex Umweltminister von dem man nicht weiss was er in der Großen Koalition überhaupt gemacht hat.
...der Umweltminister, der die entscheidenden Fehler gemacht hat, war ja bekanntlich jemand anders...
Mit der "ergebnisoffenen" bundesweiten Suche steht doch alles wieder am Anfang. Wir sind nach Jahrzehnten der Nutzung der Kernenergie wieder bei null angekommen in der Frage der Endlagerung.
Aber 2022 soll die Nutzung der Kernenergie und somit die Produktion von atmaren Müll beendet werden. Da stellt sich die Frage, ob dies nicht auch die Endlagerung beeinflusst.
In Gorleben wäre zweifellos mehr als genug Platz für alle Castoren. Die könnten dorthin verbracht werden und das Lager anschließend für immer verschlossen werden.
Auch die Lagerung an anderen Standorten wäre möglich ebenso wie die Aufteilung des Mülls auf verschiedene Standorte. Schließlich könnte der Müll auch in die Wiederaufbereitung nach Frankreich oder Endland verbracht werden und dann in franzöischen oder englischen AKW genutzt werden.
Aber vielleicht sollte erst einaml das letzte AKW stillgelegt werden.
...der Umweltminister, der die entscheidenden Fehler gemacht hat, war ja bekanntlich jemand anders...
Mit der "ergebnisoffenen" bundesweiten Suche steht doch alles wieder am Anfang. Wir sind nach Jahrzehnten der Nutzung der Kernenergie wieder bei null angekommen in der Frage der Endlagerung.
Aber 2022 soll die Nutzung der Kernenergie und somit die Produktion von atmaren Müll beendet werden. Da stellt sich die Frage, ob dies nicht auch die Endlagerung beeinflusst.
In Gorleben wäre zweifellos mehr als genug Platz für alle Castoren. Die könnten dorthin verbracht werden und das Lager anschließend für immer verschlossen werden.
Auch die Lagerung an anderen Standorten wäre möglich ebenso wie die Aufteilung des Mülls auf verschiedene Standorte. Schließlich könnte der Müll auch in die Wiederaufbereitung nach Frankreich oder Endland verbracht werden und dann in franzöischen oder englischen AKW genutzt werden.
Aber vielleicht sollte erst einaml das letzte AKW stillgelegt werden.
...der Umweltminister, der die entscheidenden Fehler gemacht hat, war ja bekanntlich jemand anders...
wer nichts macht, kann auch nicht viel falsch machen.
wer nichts macht, kann auch nicht viel falsch machen.
Unabhängig von der Sturheit des Gegeners, aber Aufstehen und gehen ist keine Alternative Problemlösung!
Nur wer bereit ist Hart in der Sache zu verhandeln trägt zur Lösung des Problems bei, wer aufsteht dem ist das Thema GelichgültiK und hat in der politk nichts verloren!
Damit haben die Spitzenpolitiker Altmaier/Röttgen, Trittin und Gabriel ihre Unfähikeit bewiesen. Sie waren nicht fähig, Politik und wissenschaftliches Vorgehen zu trennen. Sie haben ohne Fachkenntnis versucht, das Endlagerproblem zu lösen. Diese Überheblichkeit musste scheitern.
Und dabei wäre es so einfach gewesen. Man hätte nur die Entscheidung für Gorleben der Regierungschefs von Bund und Ländern vom 28. September 1979 korrigieren müssen. Ein Vorschlag steht in
http://endlagerdialog.de/...
Aber mit der Fehleinschätzung der Lage sind sie in trauter Gemeinschaft mit der Kanzlerin Merkel, die doch wirklich vor dem Untersuchungsausschuss die Weitererkundung von Gorleben bis zur Feststellung der Eignung oder Nichteignung favorisiert hat. Siehe auch http://endlagerdialog.de/...
Das müsste sie als Wissenschaftlerin und erst recht als Naturwissenschaftlerin wissen: Dies ist nicht möglich. Das sind die Allmachtsfantasien der Naturwissenschaften, die spätestens in den 1970er Jahren von der Realität eingeholt wurden.
...hatte ich nichts anderes erwartet. politiker, die sich treu bleiben...
Merkel hat doch vorgegeben, dass Gorleben "fertig erkundet" werden soll und Altmeier möchte nun offenbar in einem spntanen Treffen beschließen, dass es Gorleben werden soll.
Dass Gorleben damals gegen jeden wissenschaftlichen Rat von Herrn Albrecht (CDU) auf die Liste möglicher Standorte manipuliert wurde interessiert nicht.
Die Ignoranten dürfte dabei kaum interessieren, dass Gorleben ein ähnliches Schicksal bestimmt sein könnte, wie die Asse - nur dass dann dort hoch-radioaktiver Atomkraftwerks-Müll liegt und möglicherweise ins Grundwasser gespült werden wird ..
Wenn es keine neuen (fundierten und nachvollziehbaren) Fakten oder Ziele gibt, über die man sprechen kann, dann haben die Roten und Grünen doch vollkommen recht, Altmeierund Merkel einen Korb zu geben!
Al
Und die Tochter von Herrn Albrecht ist auch nicht besser. Falls jemand es noch nicht weiß: Ich rede hier von Frau v. d. Leyen.
Und die Tochter von Herrn Albrecht ist auch nicht besser. Falls jemand es noch nicht weiß: Ich rede hier von Frau v. d. Leyen.
Wir werden allen Lobbyisten, Bürgern, Naturschutzverbänden und Parteien Rechnung tragen: das beste Endlager ist das bewährte Dezentrale.
Wenn heute schon hunderte Castoren in Wellblechhallen akzeptiert sind, warum bleibt man nicht dabei?
Aus der Diskussion über ein Endlager entnehme ich, dass das ideale Endlager nicht in Deutschland liegen kann und eh ungeeignet ist.
Wetten, dass meine Enkel auch noch über das geeignete Endlager diskutieren?
fuer mich ist das Verhalten von GRÜNE und SPD irritierend...ihr seid eingeladen einen Konsens zu finden...dannn geht bitte hin und legt eure Vorschlaege auf den Tisch und diskutiert...
diese Verzögerungen nehme ich euch übel...und muss mir ueberlegen ob ich doch lieber CDU wähle...es schadet Euren Parteien!
Sie glauben doch wohl nicht das sich im runden Gesprächakreis mit Altmaier irgend etwas geändert hätte.
Das Ding ist beschlossen Sache.
Wir werden doch bloß noch verar...t, mehr nicht.
Ausgerechnet Altmaier, der bis zur letzten Patrone als einziger CDUler den Guttenberg noch öffentlich verteidigte, will an Gorleben etwas ändern ?
Also bitte !
Sie glauben doch wohl nicht das sich im runden Gesprächakreis mit Altmaier irgend etwas geändert hätte.
Das Ding ist beschlossen Sache.
Wir werden doch bloß noch verar...t, mehr nicht.
Ausgerechnet Altmaier, der bis zur letzten Patrone als einziger CDUler den Guttenberg noch öffentlich verteidigte, will an Gorleben etwas ändern ?
Also bitte !
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