NordafrikaMilitäreinsatz in Mali beunruhigt Bundeswehr

Der Bundeswehrverband befürchtet einen unüberlegten Einsatz deutscher Soldaten in Mali. Auch der Afghanistan-Krieg habe schließlich als Ausbildungsmission begonnen.

Soldaten des Kommando Spezialkräfte (KSK) beim Einsatztraining

Soldaten des Kommando Spezialkräfte (KSK) beim Einsatztraining

Die Planungen der Bundesregierung für einen internationalen Militäreinsatz in Mali stoßen beim Deutschen Bundeswehrverband auf Widerstand. "Uns treibt die Sorge um, dass die Bundeswehr wieder einmal unüberlegt und verantwortungslos in einen Einsatz entsendet wird, der Teil einer nur lückenhaften politischen Konzeption ist", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende André Wüstner der Zeitung Die Welt.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maiziére hatten ihre Bereitschaft für eine Beteiligung Deutschlands an einem Militäreinsatz in Mali erklärt. Allerdings soll die Bundeswehr nicht Kampftruppen entsenden, sondern die afrikanischen Interventionstruppen nur mit der Ausbildung von Soldaten unterstützen.

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Nach Ansicht des Bundeswehrverbands könnten deutsche Soldaten trotzdem in Kämpfe verwickelt werden. Der Begriff Ausbildung "verschleiert das, was auf die Bundeswehr auch in Mali zukommen kann, nämlich eine direkte Verwicklung in kriegerische Auseinandersetzungen", sagte Wüstner der Zeitung. Der Major gab zu bedenken, dass der Begriff "Ausbildung" auch in Afghanistan am Anfang stand. "Soldaten fragen sich berechtigt, ob die Regierung sie mal wieder aus allgemein bündnispolitischen Gründen in die Wüste schickt."

Der Norden Malis ist seit einem Militärputsch im März in der Hand von Rebellen und radikalen Islamisten geraten. Das Land steht vor der Spaltung – deshalb befürchtet der Westen die Entstehung eines neuen Rückzugsgebiets für Terroristen. Eine Militärintervention afrikanischer Staaten unter UN-Mandat wird immer wahrscheinlicher. Die Afrikanische Union (AU) arbeitet bereits an Plänen für einen solchen Einsatz. Die EU will die Mission mit einem Ausbildungseinsatz für das reguläre malische Militär unterstützen.

Bundestag muss wohl zustimmen

Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey (CDU), warb um Geduld. "Im Moment steht noch gar nichts zur Entscheidung", sagte er der Welt. Erst wenn die EU-Außenbeauftragte Cathrine Ashton bis zum 19. November ein Einsatzkonzept vorgelegt habe, könnten sich die EU-Länder überlegen, wie und womit sie sich an einem Mali-Einsatz beteiligten. "Unser erstes Ziel ist eine politische Übereinkunft, keine militärische Intervention", sagte Kossendey. "Sobald wir damit rechnen müssen, dass unsere Soldaten dort Waffen einsetzen müssen, ist ein Bundestagsmandat nötig."

Die Bild-Zeitung berichtete, Kämpfer der islamistischen Rebellenbewegung Ansar Dine legten in Mali bereits Minenfelder gegen mögliche westliche Truppen an. Die Minen stammten aus libyschen Waffenlagern. Von dort hätten sich die Islamisten auch Kalaschnikows, Panzerfäuste und Granaten besorgt.

Im vergangenen Winter war nach der Rückkehr von Tuareg-Söldnern aus Libyen im Norden Malis ein Aufstand gegen die Zentralregierung ausgebrochen. Unzufrieden Soldaten stürzten Ende März die Regierung in Bamako, woraufhin die Tuareg-Rebellen Binnen weniger Tage gemeinsam mit Islamisten den gesamten Norden unter ihre Kontrolle brachten. Seitdem vertrieben die Islamisten die Tuareg aus den größten Städten und riefen das islamische Recht der Scharia aus.

 
Leserkommentare
  1. Angenommen der Begriff "Ausbildung" sei ernste Absicht, so benötigen die kommenden Ausbilder interessierte, motivierte und ganz wichtig vertrauenswürdige Auszubildenden.

    Aus dem Artikel geht leider nicht hervor, ob dieses Potential grundsätzlich zur Verfügung steht, in welchem Umfang und wo sie sich zwecks Ausbildung sammeln sollten. Dazu kommt die Frage nach dem Rückhalt in der Bevölkerung. Sowohl derer, die man ausbilden will noch bei denen, die die Gegener darstellen. Unabhängig davon, wird man immer damit rechnen müssen, vom Gegner angegriffen zu werden. Der wird ja nicht tatenlos zusehen, wie sich u.U. einen schlagkräftige Gegenarmee aus Landsleuten entwickelt. So gehört gute Selbstverteidigungsausrüstung von Beginn an ins Gepäck der Bundeswehr.

    Aufklärung tut not.

    Nicht nur weil der Bundestag zustimmen muss (anders ist unwahrscheinlich), sondern auch weil man Bundeswehr wie Volk ü berzeugen wollen sollte.

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    Sowohl derer, die man ausbilden will UND bei denen, die die Gegener darstellen.

    Für die deutsche Öffentlichkeit liegt der Konflikt weitgehend im Dunkeln. Bekanntermaßen sind "Ausbildungsmissionen" häufig der Beginn einer langen militärischen Verstrickung, auch mit Kampftruppen. Vietnam war anno 1963 ein prominentes Beispiel - die ersten Ausbilder wurden noch von Kennedy geschickt.

    Ich hätte unseren Soldaten nach dem absehbaren Ende des Afghanistaneinsatzes (jedenfalls der Kampfmission) ein bisschen Ruhe gewünscht.

    Sowohl derer, die man ausbilden will UND bei denen, die die Gegener darstellen.

    Für die deutsche Öffentlichkeit liegt der Konflikt weitgehend im Dunkeln. Bekanntermaßen sind "Ausbildungsmissionen" häufig der Beginn einer langen militärischen Verstrickung, auch mit Kampftruppen. Vietnam war anno 1963 ein prominentes Beispiel - die ersten Ausbilder wurden noch von Kennedy geschickt.

    Ich hätte unseren Soldaten nach dem absehbaren Ende des Afghanistaneinsatzes (jedenfalls der Kampfmission) ein bisschen Ruhe gewünscht.

  2. Sowohl derer, die man ausbilden will UND bei denen, die die Gegener darstellen.

  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke, die Redaktion/ls

    2 Leserempfehlungen
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    Krieg und Einmischung ist immer eine Sache mit vielen Seiten, Einschätzungen und Ansichten.

    Nur gut sein verhindert auch keine Diktaturen oder andere, kriminelle Herrschaftssysteme abseits der allgemeinen Menschenrechte.

    Von daher ist Einmischung der - einigen wir uns vielleicht auch eher - Guten, wie wir in unserer Gesellschaft leben und zum Beispiel hier frei schreiben und meinen dürfen an sich eine Pflichtveranstaltung.

    Allerdings nur dann, wenn es dort, wo man sich eimischen wollte auch in Mehrheit gewollt ist. Sicher immer schwer von außerhalb einzuschätzen. Sicher unschwer einzuschätzen, dass eine Rechtsnorm in der Dikatur einer Relgion wohl kaum mit den allgemeinen Menschenrechten kompatibel ist und also Menschen leiden.

    Die Konsequenz ist immer - wie verhält man sich dazu im Einzelfall. Immer eine Gradwanderung und immer auch moralisch gut begründbar wertlos, schaut man auf andere Nationen mit gleicher Unrechtsauffassung, mit denen wir - als Volkswirtschaft - Handel treiben, sogar Waffen liefern.

    Der eigene Selbstbetrug fördert leider zu oft Herrschaftssysteme abseits der allgemeinen Menschenrechte. Hier wäre im Einklang mit seinem gute sein wollen manchmal mehr Konsequenz keine schlechte Eigenschaft. Zur Vollständigkeit; es würde das Leben hier bei uns deutlich verändern.

    Wann immer sich eine solche Frage stellt und nach Antworten ruft, sind Minimum zwei Seelen am Werke und eine durch und duch verkorkste Moral.

    Bei jedem von uns.

    Krieg und Einmischung ist immer eine Sache mit vielen Seiten, Einschätzungen und Ansichten.

    Nur gut sein verhindert auch keine Diktaturen oder andere, kriminelle Herrschaftssysteme abseits der allgemeinen Menschenrechte.

    Von daher ist Einmischung der - einigen wir uns vielleicht auch eher - Guten, wie wir in unserer Gesellschaft leben und zum Beispiel hier frei schreiben und meinen dürfen an sich eine Pflichtveranstaltung.

    Allerdings nur dann, wenn es dort, wo man sich eimischen wollte auch in Mehrheit gewollt ist. Sicher immer schwer von außerhalb einzuschätzen. Sicher unschwer einzuschätzen, dass eine Rechtsnorm in der Dikatur einer Relgion wohl kaum mit den allgemeinen Menschenrechten kompatibel ist und also Menschen leiden.

    Die Konsequenz ist immer - wie verhält man sich dazu im Einzelfall. Immer eine Gradwanderung und immer auch moralisch gut begründbar wertlos, schaut man auf andere Nationen mit gleicher Unrechtsauffassung, mit denen wir - als Volkswirtschaft - Handel treiben, sogar Waffen liefern.

    Der eigene Selbstbetrug fördert leider zu oft Herrschaftssysteme abseits der allgemeinen Menschenrechte. Hier wäre im Einklang mit seinem gute sein wollen manchmal mehr Konsequenz keine schlechte Eigenschaft. Zur Vollständigkeit; es würde das Leben hier bei uns deutlich verändern.

    Wann immer sich eine solche Frage stellt und nach Antworten ruft, sind Minimum zwei Seelen am Werke und eine durch und duch verkorkste Moral.

    Bei jedem von uns.

  4. Den Job von Bundeswehrsoldaten, die kein arabisch sprechen und Freund von Feind in Mali eigentlich ueberhaupt nicht unterscheiden koennen, koennten dort andere eigentlich besser erledigen.

    Am besten wuerde man das Land allerdings teilen, und den Toureg ihren Frieden lassen. Alte Kolonialgrenzen zu schuetzen sollte die Aufgabe der deutschen Bundeswehr nicht sein.

    12 Leserempfehlungen
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    Es wäre schön wenn sie sich mit der Situation befassen würden,denn ihr Kommentar zeugt von Unwissenheit.
    Es sind nicht die Tuareg, um die geht es auch nicht ,auch steht das nicht im Artikel.
    Es geht um Islamisten die sich bewaffnet vom Lybien arsenal in Mali ausgebreitet haben und mit Gewalt gegen Bevölkerung und Staat vorgehen.
    Bitte erst lesen,dann denken,dann kommentieren-obwohl das im Internet Zeitalter anscheinend zunehmend aus der Mode kommt.

    Lieber dalesmith,

    es wird Ihnen doch nicht entgangen sein, dass die Islamisten einen Teil des Touareg-Landes ueberrannt haben, der sich sowieson nicht mehr unter Kontrolle der malischen Zentralregierung befand.

    Was die afrikanische Union plant, ist die gewaltsame Rueckeroberung dieser Gebiete fuer die Zentralregierung, wobei dann nicht nur Islamisten, sondern auch die Touareg bekaempft werden muessten. Und bei solch einer Aktion soll die Bundeswehr behilflich sein???

    Deutsche Steuergelder auszugeben, damit einem ganzen Volk die selbsterlangte Freiheit wieder entzogen werden kann, das ist fuer mich ein entsetzlicher Gedanke.

    Es wäre schön wenn sie sich mit der Situation befassen würden,denn ihr Kommentar zeugt von Unwissenheit.
    Es sind nicht die Tuareg, um die geht es auch nicht ,auch steht das nicht im Artikel.
    Es geht um Islamisten die sich bewaffnet vom Lybien arsenal in Mali ausgebreitet haben und mit Gewalt gegen Bevölkerung und Staat vorgehen.
    Bitte erst lesen,dann denken,dann kommentieren-obwohl das im Internet Zeitalter anscheinend zunehmend aus der Mode kommt.

    Lieber dalesmith,

    es wird Ihnen doch nicht entgangen sein, dass die Islamisten einen Teil des Touareg-Landes ueberrannt haben, der sich sowieson nicht mehr unter Kontrolle der malischen Zentralregierung befand.

    Was die afrikanische Union plant, ist die gewaltsame Rueckeroberung dieser Gebiete fuer die Zentralregierung, wobei dann nicht nur Islamisten, sondern auch die Touareg bekaempft werden muessten. Und bei solch einer Aktion soll die Bundeswehr behilflich sein???

    Deutsche Steuergelder auszugeben, damit einem ganzen Volk die selbsterlangte Freiheit wieder entzogen werden kann, das ist fuer mich ein entsetzlicher Gedanke.

    • tinnef
    • 26.10.2012 um 8:36 Uhr
    5. [...]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls

    Eine Leserempfehlung
  5. sind, in den Krieg zu ziehen. Für das werden sie ausgebildet und auch eingesetzt.

    Es steht den Führungsoffizieren natürlich frei, auf ungeahnte Risiken hinzuweisen, aber letztenendes haben sie Gewehr bei Fuß zu stehen und dort hinzugehen und ihre Pflicht zu erfüllen.
    Natürlich nicht im Sinne von Kanonenfutter sondern als Einsatz der Politik mit militärischen Mitteln.

    Wenn Die Bundeswehr meint, ihre Soldaten seien dafür nicht ausreichend ausgebildet ist das v.A. Fehler der Bundeswehr, die auf aktuelle Einsatzszenarien nicht angemessen und schnell genug vorbereitet hat.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Wenn Die Bundeswehr meint, ihre Soldaten seien dafür nicht ausreichend ausgebildet ist das v.A. Fehler der Bundeswehr, die auf aktuelle Einsatzszenarien nicht angemessen und schnell genug vorbereitet hat."

    Wenn man die unzähligen fehlgeschlagenen Reformen der Reformen der Reformen der Bundeswehr in den letzten 20 Jahren beobachtet hat, kann man kaum zu dem Schlkuss kommen, dass die Bundeswehr selbst die alleinige Schuld an der unzureichenden Ausstattung und Ausbildung der Truppe hat. Das hat zum größten Teil die Politik verbockt, die immer nur reagiert, statt zu agieren! Und dabei kommen dann solche militärischen Provisorien raus, wie wir sie derzeit sehen.

    Vor diesem Hintergrund ist es vollkommen richtig, dass der Bw-Verband Befürchtungen äußert. Es geht nicht an, dass Soldaten wieder mal als Kanonenfutter in ein Land geschickt werden, in dem wir noch weniger Interessen haben, als in Afghanistan.

    Auch wenn einige hier voller Sarkasmus die Ansicht vertreten, Soldaten müssten alles mit sich machen lassen, wenn sie sich schon freiwillig melden, darf ich doch daran erinnern, dass wir eine Parlamentsarmee haben und keine Söldnertruppe. Das Mindeste, was ein Bundeswehrsoldat von den Politikern erwarten kann - und zwar zu allen Zeiten! - ist eine angemessene Ausbildung und Ausrüstung und vor allem ein politisches Konzept, eine Strategie, die einem Einsatz zugrunde liegt. Dies alles scheint mir aber von der Politik zunehmend sträflich vernachlässigt zu werden.

    • dubie
    • 26.10.2012 um 11:03 Uhr

    M.E. ist ein guter Mitarbeiter der, der seinem Chef sagen kann "beim letzten Mal lief's nicht so gut, ich hätte die und die Verbesserungsvorschläge".
    Und nicht viel anderes tut doch Herr Wüstner, wenn er -aus Erfahrung- dafür plädiert erst zu denken, dann zu handeln.

    p.s.: Wären Risiken ungeahnt, könnte man nicht vorher auf sie hinweisen.
    Und "freistehen" auf Risiken hinzuweisen, die evtl. Menschenleben fordern können, ist wohl etwas zu wenig. Ich denke, dass sollte eine Pflicht und Selbstverständlichkeit sein.

    "Wenn Die Bundeswehr meint, ihre Soldaten seien dafür nicht ausreichend ausgebildet ist das v.A. Fehler der Bundeswehr, die auf aktuelle Einsatzszenarien nicht angemessen und schnell genug vorbereitet hat."

    Wenn man die unzähligen fehlgeschlagenen Reformen der Reformen der Reformen der Bundeswehr in den letzten 20 Jahren beobachtet hat, kann man kaum zu dem Schlkuss kommen, dass die Bundeswehr selbst die alleinige Schuld an der unzureichenden Ausstattung und Ausbildung der Truppe hat. Das hat zum größten Teil die Politik verbockt, die immer nur reagiert, statt zu agieren! Und dabei kommen dann solche militärischen Provisorien raus, wie wir sie derzeit sehen.

    Vor diesem Hintergrund ist es vollkommen richtig, dass der Bw-Verband Befürchtungen äußert. Es geht nicht an, dass Soldaten wieder mal als Kanonenfutter in ein Land geschickt werden, in dem wir noch weniger Interessen haben, als in Afghanistan.

    Auch wenn einige hier voller Sarkasmus die Ansicht vertreten, Soldaten müssten alles mit sich machen lassen, wenn sie sich schon freiwillig melden, darf ich doch daran erinnern, dass wir eine Parlamentsarmee haben und keine Söldnertruppe. Das Mindeste, was ein Bundeswehrsoldat von den Politikern erwarten kann - und zwar zu allen Zeiten! - ist eine angemessene Ausbildung und Ausrüstung und vor allem ein politisches Konzept, eine Strategie, die einem Einsatz zugrunde liegt. Dies alles scheint mir aber von der Politik zunehmend sträflich vernachlässigt zu werden.

    • dubie
    • 26.10.2012 um 11:03 Uhr

    M.E. ist ein guter Mitarbeiter der, der seinem Chef sagen kann "beim letzten Mal lief's nicht so gut, ich hätte die und die Verbesserungsvorschläge".
    Und nicht viel anderes tut doch Herr Wüstner, wenn er -aus Erfahrung- dafür plädiert erst zu denken, dann zu handeln.

    p.s.: Wären Risiken ungeahnt, könnte man nicht vorher auf sie hinweisen.
    Und "freistehen" auf Risiken hinzuweisen, die evtl. Menschenleben fordern können, ist wohl etwas zu wenig. Ich denke, dass sollte eine Pflicht und Selbstverständlichkeit sein.

  6. Krieg und Einmischung ist immer eine Sache mit vielen Seiten, Einschätzungen und Ansichten.

    Nur gut sein verhindert auch keine Diktaturen oder andere, kriminelle Herrschaftssysteme abseits der allgemeinen Menschenrechte.

    Von daher ist Einmischung der - einigen wir uns vielleicht auch eher - Guten, wie wir in unserer Gesellschaft leben und zum Beispiel hier frei schreiben und meinen dürfen an sich eine Pflichtveranstaltung.

    Allerdings nur dann, wenn es dort, wo man sich eimischen wollte auch in Mehrheit gewollt ist. Sicher immer schwer von außerhalb einzuschätzen. Sicher unschwer einzuschätzen, dass eine Rechtsnorm in der Dikatur einer Relgion wohl kaum mit den allgemeinen Menschenrechten kompatibel ist und also Menschen leiden.

    Die Konsequenz ist immer - wie verhält man sich dazu im Einzelfall. Immer eine Gradwanderung und immer auch moralisch gut begründbar wertlos, schaut man auf andere Nationen mit gleicher Unrechtsauffassung, mit denen wir - als Volkswirtschaft - Handel treiben, sogar Waffen liefern.

    Der eigene Selbstbetrug fördert leider zu oft Herrschaftssysteme abseits der allgemeinen Menschenrechte. Hier wäre im Einklang mit seinem gute sein wollen manchmal mehr Konsequenz keine schlechte Eigenschaft. Zur Vollständigkeit; es würde das Leben hier bei uns deutlich verändern.

    Wann immer sich eine solche Frage stellt und nach Antworten ruft, sind Minimum zwei Seelen am Werke und eine durch und duch verkorkste Moral.

    Bei jedem von uns.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
  7. Auch wenn ich immer gegen einen einsatz der Heeres bin und war. Nun da wir ein Berufsheer haben und somit berufssoldaten ist es wohl das Risiko das sie eingegangen sind als sie sich den Job ausgesucht haben.

    Ein Gerüstbauer schaut auch bei welchen Meister er anfängt um nicht bei einen zu landen der alle Sicherhertsregeln verletzt. So hätten sich die Berufssoldaten fragen sollen ob es wirklich eine so gute Karriere Walh ist bei einen Diestherren anzufangen der einen nur als politsche Schachfigur betrachtet die man überall hinschiken kann und dasnn in 2-3 Jahren mal vorbeischauen und tolle PR bilder machen. Und villeicht sich als "Held" aufspielen eil man dann den Ausbildungseinsatz schon einen Kampfeinsat nennt, so das man in weiteren 2-3 Jahren mal von einen Krieg sprechen kann.

    Das war der grosse Vorteil eine Wehrpflichtigen Armee, das Wehrpflichtige nicht von Politikern als Schachfiguren benutz werden konnten. Aber man wollte je ein Tolles neues Berufsheer weil es so viel besser und billiger ist.

    Also soll die Bundeswehr nun mal zeigen was in ihr steckt und in Mehr Ländern mit mehr Soldaten und mehr Ausrüstug agiren und bitte gleichzeitig massiv sparen.

    Wenn wir denn da ausbilden brauchen wir dort ja auch keine Schweren Waffen, wie am anfang in Afganistan. Gewehre reichen ja da wir ja nicht zum Kämpfen kommen, wie in Afganistan am Anfang.

    Ich bin zwar zum Bund gegangen und hab nicht verweigert. Aber ich würde nicht unter einen solchen Diestherren dienen.

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