WahltrendFDP in Umfrage nur noch bei drei Prozent

Es ist das niedrigste Ergebnis seit vier Monaten: Die Liberalen können ihren Wachstumskurs der jüngsten Zeit nicht halten und fallen auf ihre schlechtesten Werte zurück. von dpa und dapd

Die FDP ist in der Wählergunst auf den niedrigsten Stand seit vier Monaten gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche verloren die Liberalen einen Prozentpunkt und rutschten auf drei Prozent ab, ergab eine Forsa-Umfrage für den Wahltrend von RTL und Stern .

Angesichts der schlechten Zahlen kritisierte der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kubicki das Erscheinungsbild der Partei: "Offensichtlich haben wir es versäumt, unsere Politik glaubhaft zu vermitteln", sagte er dem Stern . Die Liberalen würden mit diesem Ergebnis den Wiedereinzug in den Bundestag klar verfehlen.

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Auch die SPD sackte nach ihrem Sechsjahreshoch in einer Umfrage vor zwei Wochen weiter ab. Sie verlor 2 Prozentpunkte und fiel auf 27 Prozent. Direkt nach der Nominierung Peer Steinbrücks zum Kanzlerkandidaten war die Partei noch auf 30 Prozent Zustimmung gekommen, ihren besten Wert seit sechs Jahren.

Große Koalition oder Schwarz-Grün

Union, Grüne und Linke gewannen je einen Prozentpunkt dazu und kommen auf 38, 12 und neun Prozent Zustimmung. Die Piraten bleiben unverändert bei fünf Prozent. Klare Mehrheitsverhältnisse im Bundestag zeichnen sich damit weiterhin nicht ab.

Rechnerisch möglich wäre neben einer großen Koalition auch ein schwarz-grünes Bündnis. Für den Wahltrend befragte Forsa vom 15. bis 19. Oktober 2.503 repräsentativ ausgesuchte Bürger.

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Leserkommentare
  1. mit Lindner gewinnen. Das ist schade, denn diese Partei verdient überhaupt keine Chance mehr. Aber Lindner weiß sehr gut, wie man die Menschen manipuliert.

    Ich habe ohnehin meinen Glauben an das Wahlvolk verloren. Schließlich will es nach Umfragen die Groko und wählen die Union regelmäßig zur stärksten Kraft. Konservative scheinen über jedes Argument erhaben. Erinnert mich schon stark an den Wahlkampf in Amerika und den kleinen Mitt.

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    • spacko
    • 24. Oktober 2012 15:54 Uhr

    Soso. Das Wahlvolk ist für die Demokratie zu dumm.
    Was wollen Sie? Diktatur des Proletariats?

    Ich bin auch kein großer Fan der FDP, aber ihr muss man auch die Blockadehaltung zur Voratsdatenspeicherung zugute halten. Auch wenn es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.

    Das Problem ist das aktuelle Personal. Klar ist die FDP wirtschaftsfreundlich, aber früher gab es auch andere Themengebiete ide durch das aktuelle Personal einfach nur verwaist sind. Traurig aber wahr! Rösler, Döhring und Co. sollten abdanken - spätestens nach den Wahlen.

    • TDU
    • 24. Oktober 2012 17:06 Uhr

    Manchmal ärgert man sich. Die Malerin, deren Namen Sie hier entlehnt haben, hat zwar nahezu nur sich selbst gemalt aber nicht mit der Arroganz und Einseitgkeit, die Sie hier äussern. Sollte ersteres nicht zutreffen, das Zweite gilt trotzdem.

  2. verbreitet durch ihre "Spitzenpolitiker" in den letzten Jahren immer wieder unterschiedliche Positionen die vor den Wahlkämpfen immer wieder für eine unterschiedliche Sicht auf diese Partei gesorgt haben, allerdings kennen wir das auch von anderen Parteien, wie zum Beispiel der SPD.

    Eine chancenvolle linientreue Partei die sich zur nächsten Bundestagswahl stellen wird gibt es nicht, leider.

  3. da ist noch Luft nach unten!

  4. <em>"Offensichtlich haben wir es versäumt, unsere Politik glaubhaft zu vermitteln"</em>

    Ich würde eher sagen...

    <em>"Offensichtlich haben wir es versäumt, unsere Politik glaubhaft zu <strong>vertuschen</strong>"</em>

    Achja...Linke fast wieder bei 10%. Weiter so!

    • edgar
    • 24. Oktober 2012 15:20 Uhr

    Partei mit den anderen extremen Parteien subsummieren.

  5. 6. ......

    Immer noch drei Prozent?

    Nun ja, vielleicht ändert sich das ja nach dem aktuellen und gefühlten 1000. Umfaller, diesmal ist Sachen Betreuungsgeld.....

  6. Die FDP gehört zur feigen Allparteien-Truppe ohne eigenes Profil bei der Europa-Politik. All das Gelobe um Lindner, Kubicki und das dumme Geschwätz über eine Ampel zeugt nur von der Abgewandtheit dieser Partei vom Bürger. Derweil liegt ein Großteil der Wähler rechts von der Mitte brach, weil sich niemand von den etablierten Parteien darum bemühen will. Der Jubel der Grünen, man sei nunmehr auf konservativem Boden vorgedrungen ist reiner Selbstbetrug, in Wahrheit wildern sie wie die anderen Parteien auf dem selben Territorium links von der Mitte herum. Erst eine echte liberal-konservative Alternative kann hier etwas ändern. Dass dies die netz-kommunistischen Piraten nicht sind, dürfte mittlerweile klar sein.

  7. Man muss es fast schon als Spielart der Demokratie in Verbindung mit koalitionärer Regierungsbildung sehen, dass eine Partei, die gerade noch 3 Prozent der Wähler eines 82-Millionen-Volkes wählen würden, Regierungspolitik machen darf und somit einen ungedeckten aber enormen Einfluss hat. Eigentlich ist das unglaublich und alles andere als legitim, aber so sind nun einmal die Spielregeln.

    Die FDP hat sich in ihrer zunehmenden Schwachbrüstigkeit über diese Legislatur gerettet und wird ab Oktober 2013 mit absoluter Sicherheit keine Regierungspartei mehr sein. Zwar traue ich ihr zu, dass sie die 5-Prozent-Hürde bei der nächsten Bundestagswahl mit Ach und Krach nehmen wird, doch mehr als eine kleine FDP Oppositionsfraktion wird es dann nicht mehr geben. Fast möchte man sagen und das ist gut so.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, dapd, zz
  • Schlagworte FDP | Grüne | SPD | RTL | Bundestag | Forsa
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