UmfrageSPD verliert Steinbrück-Bonus

Nur zwei Wochen nach ihrem Sechsjahreshoch ist die SPD wieder unter 30 Prozent gerutscht. Merkel profitiert in den Umfragen von ihrem Athen-Besuch. von dapd

Trotz Gummi-Enten: Die SPD sinkt wieder in den Umfragen

Trotz Gummi-Enten: Die SPD sinkt wieder in den Umfragen  |  © Ina Fassbender/Reuters

Der Höhenflug der SPD ist zwei Wochen nach Peer Steinbrücks Nominierung zum Kanzlerkandidaten schon wieder vorbei. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hat die SPD in der Wählergunst einen Punkt verloren und kommt nur noch auf 29 Prozent. Auch ihr potenzieller Koalitionspartner, die Grünen , verlieren einen Punkt und fallen auf ihr Jahrestief von elf Prozent.

Die Union konnte hingegen Stimmen gewinnen. Sie verbessert sich um einen Punkt auf 37 Prozent, der liberale Koalitionspartner FDP stagniert weiter bei vier Prozent.

Anzeige

Die Zustimmung für die Linken steigt um einen Punkt und erreicht laut dem Wahltrend acht Prozent. Der Abwärtstrend der Piratenpartei setzt sich dagegen fort: Sie geben einen Punkt ab und erreichen nur noch fünf Prozent.

Angela Merkel ist in der Gunst der Wähler gestiegen: 48 Prozent der Deutschen würden sie direkt zur Kanzlerin wählen, das ist ein Plus von zwei Punkten im Vergleich zur Vorwoche. Nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner hat sie von ihrem Besuch in Athen profitiert: "Die Deutschen honorieren Merkels Engagement."

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. "Nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner hat sie von ihrem Besuch in Athen profitiert: "Die Deutschen honorieren Merkels Engagement."

    Dann hält er die Deutschen aber für ziemliche Simpel. Nur weil Merkel nach Athen gereist ist, würden wir sie direkt zur Kanzlerin wählen??? Is klar.

    Wäre sie schon vor vier Jahren nach Athen geflogen hätten wir sie wohl als Präsidentin haben wollen, oder wie?

    6 Leserempfehlungen
  2. Die Zahl der Umfragen, die als Aufhänger für Berichterstattung und Kommentierung zum Einsatz kommen, nimmt zu. Ja , die Medien sind immer häufiger selber Auftraggeber solcher Wasserstandsmeldungen. Das hier zitierte Beispiel ist vor diesem Hintergrund ehe typisch.
    Die Menge der Veröffentlichungen über Steinbrücks Kandidatur steht in direkter Relation zu der zitierten Umfrage.
    Warten wir auf die nächste Umfrage, die Karawane zieht weiter.

    3 Leserempfehlungen
    • Chali
    • 17. Oktober 2012 12:54 Uhr

    Die Deutschen nicht, vielleicht, aber die Wähler schon.

    Wen oder was möchte die Redaktion denn mit den roten Quietsche-Entchen symboisieren?

    Ungemein trffend. Unbedingt beigehalten!

    • Chali
    • 17. Oktober 2012 13:00 Uhr

    Wenn die LINKE bensolche Werbegeschenke ins Volk (und unter Wasser) drückt - JungeJunge ...

    Bei der SPD weiss man nun wenigstens, wofür sie steht.

  3. Steinbrück-Bonus.

    Der durch Medienengagement künstlich erzeugte.

    Es ist doch nur eine Blase geplatzt. Wenn die Medien wollten, wäre auch die Merkel-Blase schnell Schnee von gestern.

    7 Leserempfehlungen
  4. Oder ist der Bevölkerungsanteil an Angestellten des öffentlichen Dienstes, Gewerkschaftlern und Rentnern schon so groß?
    Für die Partei gegen den Arbeitnehmer sind 10% noch zu viel!

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • lxththf
    • 17. Oktober 2012 14:18 Uhr

    war es nicht mal angedacht, dass man seine Meinung vielleicht auch noch begründet? Ja die Agenda 2010 war ein massiver Sozialstaatsabbau. Ja unter Rot Grün und Rot Schwarz wurde der Niedriglohnsektor und vor allem die Rechte des Arbeitgebers gestärkt. Das alles hat den positiven Effekt, dass Dtl in der Krise sehr stabil war und den Nachteil, dass die Renten massiv gefährdet sind. Vielleicht muss man das Handeln der SPD jedoch auch unter Gesichtspunkten der Krisen, des demographischen Wandels und vor allem des gesellschaftlichen Wandels hin zu einer Dienstleistungs/Wissensgesellschaft betrachten. Wissen hat leider eher nur einen ideellen Wert und keinen handfesten und das wird ein Problem werden.
    Also, was genau ist Ihre Kritik an der SPD und bitte nicht nur leere Phrasen.

    • lxththf
    • 17. Oktober 2012 14:19 Uhr

    erwarte ich, dass sie das Notwendige und nicht das Populistische für die Republik macht.

    • rugero
    • 17. Oktober 2012 14:11 Uhr

    Müssen wir uns nun in der Presse jede Woche anschauen wer gerade was gesagt hat und darum in diesem Augenblick die Nase vorn hat ? Interessant wird das doch erst im Sommer.

    In 11 Monaten kann die Regierung jede Menge Fehler und Skandale vom Stapel lassen und Herr Steinbrück und die seinen ebenfalls. Beide könnten auch Gutes leisten, was aber wohl nicht zu erwarten steht.

    Überhaupt wählen ja die Deutschen eher Parteien als Politiker. Ein Grund mehr nicht ständig Einzelpersonen zu messen.

    Wahrscheinlich gibt es nach 2013 eh eine Einheitssoße namens Große Koalition.

    Eine Leserempfehlung
    • lxththf
    • 17. Oktober 2012 14:18 Uhr

    war es nicht mal angedacht, dass man seine Meinung vielleicht auch noch begründet? Ja die Agenda 2010 war ein massiver Sozialstaatsabbau. Ja unter Rot Grün und Rot Schwarz wurde der Niedriglohnsektor und vor allem die Rechte des Arbeitgebers gestärkt. Das alles hat den positiven Effekt, dass Dtl in der Krise sehr stabil war und den Nachteil, dass die Renten massiv gefährdet sind. Vielleicht muss man das Handeln der SPD jedoch auch unter Gesichtspunkten der Krisen, des demographischen Wandels und vor allem des gesellschaftlichen Wandels hin zu einer Dienstleistungs/Wissensgesellschaft betrachten. Wissen hat leider eher nur einen ideellen Wert und keinen handfesten und das wird ein Problem werden.
    Also, was genau ist Ihre Kritik an der SPD und bitte nicht nur leere Phrasen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Also, was genau ist Ihre Kritik an der SPD und bitte nicht nur leere Phrasen."
    --------------------
    Leere Phrasen? Die braucht es bei der SPD nicht, diese Partei liefert mehr als nur ausreichend Stoff zur Kritik.

    Nehmen wir mal nur die Zeit der großen Koalition (Ökosteuer, Dosenpfand, Hedgefonszulassung und Hart IV der Rot-grünen Phase erwähne ich deshalb nur am Rande).

    ELENA Gesetz
    Bundestrojaner
    Vorratsdatenspeicherung
    Gesundheitsfonds
    MwSt-Erhöhung
    Kauf der Hypo Real Estate mit Steuergeldern
    Abschaffung der Pendlerpauschale
    Stoppseite bei Kinderpornografie im Web als Anfang zur Zensur
    Rente mit 67
    Streichung der Eigenheimzulage
    Aushöhlung des Versammlungsgesetzes
    lebenslange “Steuer”-ID

    Die Liste lässt sich endlos fortschreiben.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, dapd
  • Schlagworte Angela Merkel | SPD | FDP | Grüne | Manfred Güllner | Piratenpartei
Service