Nach einer tödlichen Prügelattacke am Berliner Alexanderplatz will Innenminister Hans-Peter Friedrich die Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen ausweiten. "Ich halte es für richtig, dass an Plätzen oder Straßen, an denen es auffällig viel Kriminalität gibt, mehr Kameras installiert werden", sagte er der Welt am Sonntag .

Vorige Woche hatte eine Gruppe junger Männer in Berlin einen 20-Jährigen so schwer misshandelt, dass er starb. Die Polizei fahndet bislang vergeblich nach den Tätern. Friedrich sagte, bei dem Verbrechen habe ihn "entsetzt, dass das Opfer offenbar ohne jede menschliche Regung kaltblütig ermordet wurde".

Videokameras seien ein sehr effizientes Mittel, das oft abschreckend und präventiv wirke. Der CSU-Politiker machte sich außerdem für eine größere Polizeipräsenz stark. "Mehr Polizeistreifen und mehr Präsenz im öffentlichen Raum tragen ganz wesentlich zum Sicherheitsgefühl der Bevölkerung bei."

Er sehe die wachsende Brutalität der Täter mit Sorge, sagte der Minister. "Stadtviertel, in denen sich die Bürger nicht mehr sicher bewegen können, darf es nicht geben." Alles andere sei eine Kapitulation des Staates.