Besuch bei Samaras Merkel reist erstmals in der Krise nach Griechenland
Seit Ausbruch der Euro-Krise war die Kanzlerin nicht in Griechenland. Am Dienstag reist sie zu Ministerpräsident Samaras – um dessen "Reformeifer" zu unterstützen.
© Tobias Schwarz/Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reist am kommenden Dienstag zu Beratungen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras nach Athen. Sie nehme die von Samaras bei seinem Deutschlandbesuch ausgesprochene Einladung an, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.
Themen sollten die Situation in Griechenland und in der Euro-Zone, internationale Fragen und bilaterale Themen sein. Der Besuch stehe unter dem Eindruck der massiven Anpassungs- und Reformmaßnahmen, die Griechenland in den vergangenen Jahren geprägt hätten, sagte Seibert. "Wir wollen Griechenland helfen, sich in der Euro-Zone zu stabilisieren." Die Bundesregierung nehme zur Kenntnis, dass es unter Samaras einen verstärkten Reformeifer gebe. "Wir wollen das unterstützen." Nach dem Gespräch sei eine Pressekonferenz geplant.
Zuvor hatte Samaras im Handelsblatt in einem dramatischen Appell um Solidarität mit seinem Land geworben und betont, ein Besuch Merkels wäre für das Verhältnis beider Länder sehr wichtig.
Im August war Samaras zu Besuch in Berlin. Damals war das Verhältnis zwischen Merkel und dem griechischen Ministerpräsidenten angespannt. Es gehe darum, "verlorengegangenes Vertrauen wiederzugewinnen", hatte die Kanzlerin gesagt und damit nicht nur auf die Reformen angespielt, sondern auch auf die politische und gesellschaftliche Instabilität des Landes. Die neue Regierung müsse ein verlässlicher Partner werden, damit das Land im Euro-Raum gehalten werden könne.
Zuletzt hatte auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier der Kanzlerin einen Besuch in Griechenland empfohlen. "Weder ist die deutsche Bundeskanzlerin in Athen gewesen noch haben andere europäische Regierungschefs die Notwendigkeit gesehen, Griechenland zu besuchen", sagte Steinmeier. Dies sei "bei allen selbst verschuldeten Schwierigkeiten der Griechen – eine beschämende Entwicklung". Vor einigen Jahren hätte er sich noch nicht vorstellen können, "dass ein Land in der Krise komplett isoliert wird", sagte Steinmeier.
- Datum 05.10.2012 - 13:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE,
- Kommentare 22
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







dass man Frau Merkel ein one-way ticket gibt. Wieso diese Frau so in Dt. beliebt ist, kann ich nicht begreifen. Alles was Sie getan hat, waren große Reden zu schwingen (die sie zu oft selbst gebrochen hat), aber nichts wirkliches raus kam (man erinnere an die unsäglichen Gipfel).
Und wenn haben wir nächstes Jahr zur Wahl?
Die Frau, die nichts zu stande bringt - außer Ackermann zu seinem Geburtstag ins Kanzleramt einzuladen und einen unseriösen Staubsaugervertreter genannt Steinbrück.
Alles was Sie getan hat, waren große Reden zu schwingen ... Was sie getan hat = was sie weiterhin tut ...
Aktuell : Neben der Globalisierung sei dies «die größte Veränderung unseres gesellschaftlichen Lebens», sagte Merkel beim Demografiegipfel der Bundesregierung. Merkel betonte, die Regierung könne die beachtliche Aufgabe nicht alleine angehen, sondern wolle dies gemeinsam mit vielen Akteuren tun. Bla Bla Bla ...
Alles was Sie getan hat, waren große Reden zu schwingen ... Was sie getan hat = was sie weiterhin tut ...
Aktuell : Neben der Globalisierung sei dies «die größte Veränderung unseres gesellschaftlichen Lebens», sagte Merkel beim Demografiegipfel der Bundesregierung. Merkel betonte, die Regierung könne die beachtliche Aufgabe nicht alleine angehen, sondern wolle dies gemeinsam mit vielen Akteuren tun. Bla Bla Bla ...
Daran kann man nun wahrlich erkennen, dass sie Kohls "Mädchen" ist. Schließlich hat sich der Riese aus Oggersheim auch dorthin getraut, wo man ihn verabscheut hat.
Ich hoffe nur inständig, dass es bei Eierwürfen bleibt.
--
Griechenland darf nicht Pleitegehen, denn sonst würden die schäublegläubigen Deutschen verstehen, dass Target2-Salden doch keine statistischen Posten sind.
vielleicht wird sie auch von den Rentnern, um Hilfe vor der Troika gebitten, auf dass sie auch weiterhin über 1000€ Rente bekommen.
Liebe Landsleute die entscheidung ist gefallen Frau Dr. Merkel hat sich Alternativlos für Inflation entschieden. Stellen sie all ihre Ersparnisse auch die Versicherungen in reales Gold und Silber um und kaufen sie sich, das Haus in dem sie leben, wenn sie können.
Zur weiteren Lektüre, zum Einleben in einen Inflationsstaat empfehle ich:
"Der schwarze Obelisk" von Erich Maria Remarque!
Für Griechenland hat man schon alles über Bord geworfen, was eine verlässliche Währungsunion ausmachen würde (Bail-out-Klausel, Staatsfinanzierungsverbot durch EZB, Mastricht Kriterien uvm.)
Leider besteht keine Hoffnung, dass Merkel ihre Meinung ändert selbst wenn ihr der Undank der protestierenden Griechen entgegenschlägt. Nach dem voraussichtlich desaströsen Troika Bericht und dem zu vermutenden Ausstieg der IMF wird sie gegen alle Vernunft weiteren Hilfszahlungen zustimmen.
Es ist traurig, anzusehen, wie hier das Geld der deutschen Steuerzahler veruntreut wird.
Teflon-Merkel sollte massenhaft alte Wahlplakate von Helmut Kohl mitbringen oder sie nachdrucken
Dann kann sie auf die Ehrung Helmut Kohls in der letzten Woche hinweisen, und vielleicht ihre Lobgesänge nochmals ablassen. Wenn die Griechen dann wütend merken, wer ihnen den Eurobeitritt schmackhaft gemacht hat, ohen die Folgen zu kennen, sollte Merkel schnell ihre Wahlplakate verteilen. Weil die Ursache in einem unglaublichen Politikversagen liegt, [...] könnte es sein dass die Griechen die Kohlplakate dann verbrennen. Damit könnte sich Merkel aus dem Feuer nehmen. Auf jeden Fall kommmt sie in diesem Fall politisch wie temperaturmäßig wieder unbeschadet nach Deutschland zurück
Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass das Profil zur Verlinkung auf Ihr privates Blog vorgesehen ist. Danke, die Redaktion/jk
Das ist ziemlich mutig und zeigt, wie sehr man das Auseinanderbrechen der Eurozone fürchtet. Dabei ist ziemlich unklar, warum es so wichtig sein soll, dass Merkel Griechenland besucht (abgesehen von den Wahlkampfsprüchen Steinmeiers, die wohl mit Griechenland nicht viel zu tun haben). Erstens muss man mit Ausschreitungen rechnen und zweitens kann sie in Griechenland auch nichts anderes sagen als in Berlin, Brüssel oder Paris.
Das schlechte Verhältnis zwischen Griechen und Deutschen wird es wohl auch kaum bessern. Die symbolische Anteilnahme wird man ihr in der aufgeheizten Stimmung ohnehin nicht abnehmen. Das hat man bereits an den Reaktionen gemerkt, als ihre Bemerkung "mir blutet das Herz" angesichts der griechischen Rentenkürzungen mit Hohn und Spott aufgenommen wurde.
In Deutschland wird das nur dazu führen, dass die Bereitschaft der Deutschen, Griechenland zu helfen, weiter sinken wird.
Hätte man sich sparen können.
"In Deutschland wird das nur dazu führen, dass die Bereitschaft der Deutschen, Griechenland zu helfen, weiter sinken wird."
Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Warum will ich Griechenland plötzlich weniger helfen, weil Mutti Merkel da ist? Die hätte vor drei Jahren mal dahin fliegen müssen, nicht erst jetzt. Aber das ändern nichts an meiner Einstellung zu Griechenland.
Um ehrlich zu sein: ich WILL Griechenland helfen. Aber nicht auf merkelsche Art (Geld in schwarze Löcher pumpen).
"In Deutschland wird das nur dazu führen, dass die Bereitschaft der Deutschen, Griechenland zu helfen, weiter sinken wird."
Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Warum will ich Griechenland plötzlich weniger helfen, weil Mutti Merkel da ist? Die hätte vor drei Jahren mal dahin fliegen müssen, nicht erst jetzt. Aber das ändern nichts an meiner Einstellung zu Griechenland.
Um ehrlich zu sein: ich WILL Griechenland helfen. Aber nicht auf merkelsche Art (Geld in schwarze Löcher pumpen).
"Die Bunderepublik nehme zur Kenntnis, dass es unter Samaras einen verstärkten Reformeifer gebe."
Solche Aussagen von Regierungsseite lassen tief blicken. Die Kanzlerin reist offenbar als Oberlehrerin nach Griechenland, um den Eifer der griechischen Schüler (Sonderschüler?) zu zensieren. Mal sehen, ob sie die Rabauken versetzen wird ober ob schon ein paar Tatzen ausreichen. Vielleicht gibt's auch Fleißkärtchen.
Steinmeier hat recht mit seiner Beobachtung, dass noch nie ein Land der EU in den Karzer gesperrt wurde.
So lange eine solche Denkweise vorherrscht, darf man sich nicht wundern, wenn der Gesamtschule Europa das Scheitern droht.
Ach ja, gestern war zu lesen, dass Portugal kein "Musterschüler" mehr sei. Die Oberlehrerin sollte dort einmal mit dem Rohstock vorbeischauen.
will die EU um aussenpolitisch 'Gewicht' zu haben und nicht mit Ideen und echten Werten, sonern mit popanz und Macht zu trumpfen. Dafür lässt man sich dan vorab auch mal zu den hungernden Grieche herab. Vielleicht hat sie Sprüche dabei, dass Griechen, die hungern, weil sie kein Brot haben, doch einfach Oliven essen können.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren