Plagiatsverdacht Hinter Schavan bauen sich zwei Fronten auf
Die Bildungsministerin bangt um Titel und Karriere. Die Opposition will ihren Rücktritt, sollten die Vorwürfe wahr sein. Wissenschaftler indes nehmen sie in Schutz.
© Adam Berry/Getty Images

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU)
In der Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan gibt es Forderungen nach einem Rücktritt der CDU-Politikerin – wenn sich der Verdacht der Täuschung erhärtet. "Sollten sich die Vorwürfe als zutreffend erweisen, frage ich mich, wie ausgerechnet die für Wissenschaft und Forschung zuständige Ministerin ihr Amt noch glaubwürdig ausüben will", sagte Grünen-Chefin Claudia Roth dem Kölner Stadt-Anzeiger. Allein der Verdacht einer wissentlichen Täuschung wiege angesichts der Vorbildfunktion schwer. Schavan müsse "die von ihr selbst gesteckten Maßstäbe und die Kriterien seriöser Forschung besonders penibel erfüllen". Vielen sei Schavans "Fremdschämen" im Fall Guttenberg noch in Erinnerung.
Auch SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann erinnerte die Ministerin an ihre damaligen Aussagen: Schavan müsse sich an ihren eigen Maßstäben messen lassen. Mahnende Worte kamen auch von Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. Sie warf Schavan in der Rheinischen Post vor, die Sache "aussitzen" zu wollen. Eine Wissenschaftsministerin müsse die Regeln ehrlichen wissenschaftlichen Arbeitens hochhalten.
Anlass für den Unmut ist Schavans Doktorarbeit zum Thema "Person und Gewissen" von 1980. Plagiatsjäger hatten der Ministerin vorgeworfen, weite Passagen nicht korrekt mit Quellenangaben versehen zu haben. Die Philosophische Fakultät der Universität Düsseldorf leitete daraufhin – auch auf Bitte der Politikerin – eine Prüfung ein. Inzwischen wurde bekannt, dass das entsprechende Gutachten des Vorsitzenden des zuständigen Promotionsausschusses der Universität Düsseldorf "eine leitende Täuschungsabsicht" feststellt. In Schavans Arbeit sei das "charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise" erkennbar.
Schavan selbst wies den Täuschungsvorwurf empört zurück und besteht auf einer Anhörung. Unterstützung erhält sie nicht nur von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kabinettskollegen wie Verteidigungsminister Thomas de Maizière, sondern auch von ihrem Doktorvater und führenden deutschen Wissenschaftlern. "Die Arbeit entsprach absolut dem wissenschaftlichen Standard", sagte Schavans Doktorvater, der Pädagogikprofessor Gerhard Wehle der Rheinischen Post. Er habe Schavan als "ehrlichen Menschen" kennengelernt. "Wie kann man eine Arbeit über das Gewissen schreiben und dabei täuschen?", fragte der 88-Jährige. Im Übrigen dürfte eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1980 nicht ausschließlich nach heutigen Maßstäben bewertet werden.
Auch mehrere Forscher kritisierten den Verlauf des Plagiatsverfahrens und das Gutachten. Der Präsident der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz, sagte der Süddeutschen Zeitung, es sei "skandalös", dass die Öffentlichkeit vor der Betroffenen von den schwerwiegenden Vorwürfen erfahren habe. "Es gab schwere Fehler in dem Verfahren – die Universität sollte nun eine zweite Person bitten, die Vorwürfe sachlich zu prüfen", forderte er. Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner, zeigte sich darüber "irritiert", der Chef der Helmholtz-Gemeinschaft, Jürgen Mlynek, "verwundert".
Für den Plagiatsjäger Martin Heidingsfelder ist die Sache dagegen eindeutig: Schavan könne in der akademischen Welt so nicht mehr als Vorbild dienen und hält ihren Rücktritt deshalb für zwingend notwendig. "Die Union muss Druck machen, damit sie tatsächlich ihr Amt verlässt", sagte der Gründer des Recherchenetzwerkes VroniPlag. "Eine Bundesbildungsministerin muss in ihrer akademischen Laufbahn blütensauber sein." Wenn Schavan im Amt bleibe, schade das dem Ansehen der Politiker insgesamt.
- Datum 16.10.2012 - 07:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, dapd, Reuters, AFP, kg
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was die Universitaet Duesseldorf dazu sagt.
Wenn der Ausschuss allerdings zu dem Schluss kommt, dass Frau Schavan in ihrer Arbeit betrogen hat, sollte Sie als Ministerin fuer Bildung und Forschung zuruecktreten.
wie soll denn der Täuschungsvorwurf weiter untersucht, der 'Verdacht erhärtet' werden?
das ist doch inzwischen eine irrationale Richtung, zu der einfach Uni/ Gutachter ja oder nein sagen, und dann ist das die Marschrichtung für alle?
unsinnig,
durch Fakten kann man allein feststellen, dass Plagiate vorliegen, fertig, mehr braucht nicht analysiert werden, maximal kann die Prozentzahl, die Verteilung auf wichtige Stellen angeschaut werden,
die Plagiate führen zur Aberkennung des Titels ja oder nein,
ergo Rücktritt ja oder nein
auch.
und Schon stehen die Oberhetzer oppermann und Künast bereit
Mit Ihrem neunen Slogen ( Mit aller Macht an die Macht )
wie soll denn der Täuschungsvorwurf weiter untersucht, der 'Verdacht erhärtet' werden?
das ist doch inzwischen eine irrationale Richtung, zu der einfach Uni/ Gutachter ja oder nein sagen, und dann ist das die Marschrichtung für alle?
unsinnig,
durch Fakten kann man allein feststellen, dass Plagiate vorliegen, fertig, mehr braucht nicht analysiert werden, maximal kann die Prozentzahl, die Verteilung auf wichtige Stellen angeschaut werden,
die Plagiate führen zur Aberkennung des Titels ja oder nein,
ergo Rücktritt ja oder nein
auch.
und Schon stehen die Oberhetzer oppermann und Künast bereit
Mit Ihrem neunen Slogen ( Mit aller Macht an die Macht )
Die "Kritiker" selbst überprüfen zu lassen ob sie nicht auch in irgendeiner Form in ihren Doktorarbeiten getäuscht haben...
"Im Übrigen dürfte eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1980 nicht ausschließlich nach heutigen Maßstäben bewertet werden."
Soso, früher war alles besser oder wie?
Es gelten die selben Standards, früher wie heute! Und diese Standards gelten nicht seit der Erfindung des Computers sondern schon davor.
Leider nur lässt sich ein Plagiat heute weitaus leichter nachweisen als früher und ich glaube, dass bestimmte Leute damit wohl ein Problem haben werden...
Es kann wirklich sein, dass Annette Schavan nicht selbst eine Quelle nicht angegeben hat, sondern diejenigen die sie gelesen hat, haben nicht richtig belegt. Das passiert häufig. Aus diesem Grund ist nochmals zu überprüfen wie korrekt diejenigen gearbeitet haben, die Annette Schavan rezipiert hat. Hier kann es sich allerdings um ein Fass ohne Boden handeln: 2/3 aller Professuren in der Republik könnten wieder frei werden.
die wohl als eine der Ersten seinerzeit Herrn zu Guttenberg
scharf kritisiert hat.
Im Vorwort zur ersten Auflage zu Adalbert Duschek, Höhere Mathematik, Band 1, Springer Verlag (Wien), 1965, steht:
"Aus einem Buch abschreiben, gibt: ein Plagiat.
Aus zwei Büchern abschreiben, gibt: einen Essay.
Aus drei Büchern abschreiben, gibt: eine Doktordissertation.
Aus vier Büchern abschreiben: ein fünftes gelehrtes Buch"
Es kann wirklich sein, dass Annette Schavan nicht selbst eine Quelle nicht angegeben hat, sondern diejenigen die sie gelesen hat, haben nicht richtig belegt. Das passiert häufig. Aus diesem Grund ist nochmals zu überprüfen wie korrekt diejenigen gearbeitet haben, die Annette Schavan rezipiert hat. Hier kann es sich allerdings um ein Fass ohne Boden handeln: 2/3 aller Professuren in der Republik könnten wieder frei werden.
die wohl als eine der Ersten seinerzeit Herrn zu Guttenberg
scharf kritisiert hat.
Im Vorwort zur ersten Auflage zu Adalbert Duschek, Höhere Mathematik, Band 1, Springer Verlag (Wien), 1965, steht:
"Aus einem Buch abschreiben, gibt: ein Plagiat.
Aus zwei Büchern abschreiben, gibt: einen Essay.
Aus drei Büchern abschreiben, gibt: eine Doktordissertation.
Aus vier Büchern abschreiben: ein fünftes gelehrtes Buch"
Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls
Würde mich wirklich mal interessieren. Zur heutigen Zeit bedeutet abschreiben, sprich ein Plagiatsversuch, dass man exmatrikuliert werden kann. Und Frau Schavan ist mitverantwortlich für diese Praxis. Ich frag nur, weil ich wirklich nicht verstehe, was die Leute sagen wenn sie sagen, man solle nicht nach den Maßstäben von vor 30 Jahren gehen.
Sorgfältiges Arbeien und Quellentreue dürfte ja wohl keine Erfindung des neuen Jahrtausends sein.
[...]
@Thema
Das sich die Geldempfänger von Helmholtz und DFG hinter Frau Schavan stellen ist doch zu erwarten· da hängen Millionen an Förderung dran und man will sich doch seine lukrativen Posten nicht versauen.
Und was bringt denn die Jagd auf Frau Schavan, die Frau wird ihr lebenlang vom dt. Steuerzahler alimentiert werden, ob sie nun betrogn hat oder nicht. Das sie unfähig ist hat sie doch in ihrer gesamten Laufbahn bewiesen.
Nebenbei würden die Doktorarbeiten von allen in D berufenen Prof. kontrolliert werden, dürfte sich mMn ein erschütterndes Bild der Qualität der dt.Forschungslandschaft ergeben.
Gekürzt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls
Auch wenn das ein wenig vom eigentlichen Thema abschweift (wie leider auch die Hälfte Ihres Kommentars):
Was hatte Maria Magdalena mit der Geburt Jesu zu tun? (
Und diese widerum mit Promotion/Plagiat/dem Artikelthema?)
demnach darf man auch keine alten Kriminalfälle mit den heutigen Methoden des DNA-Abgleichs lösen?
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit inhaltichen Beiträgen. Danke, die Redaktion/jz
Würde mich wirklich mal interessieren. Zur heutigen Zeit bedeutet abschreiben, sprich ein Plagiatsversuch, dass man exmatrikuliert werden kann. Und Frau Schavan ist mitverantwortlich für diese Praxis. Ich frag nur, weil ich wirklich nicht verstehe, was die Leute sagen wenn sie sagen, man solle nicht nach den Maßstäben von vor 30 Jahren gehen.
Sorgfältiges Arbeien und Quellentreue dürfte ja wohl keine Erfindung des neuen Jahrtausends sein.
[...]
@Thema
Das sich die Geldempfänger von Helmholtz und DFG hinter Frau Schavan stellen ist doch zu erwarten· da hängen Millionen an Förderung dran und man will sich doch seine lukrativen Posten nicht versauen.
Und was bringt denn die Jagd auf Frau Schavan, die Frau wird ihr lebenlang vom dt. Steuerzahler alimentiert werden, ob sie nun betrogn hat oder nicht. Das sie unfähig ist hat sie doch in ihrer gesamten Laufbahn bewiesen.
Nebenbei würden die Doktorarbeiten von allen in D berufenen Prof. kontrolliert werden, dürfte sich mMn ein erschütterndes Bild der Qualität der dt.Forschungslandschaft ergeben.
Gekürzt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls
Auch wenn das ein wenig vom eigentlichen Thema abschweift (wie leider auch die Hälfte Ihres Kommentars):
Was hatte Maria Magdalena mit der Geburt Jesu zu tun? (
Und diese widerum mit Promotion/Plagiat/dem Artikelthema?)
demnach darf man auch keine alten Kriminalfälle mit den heutigen Methoden des DNA-Abgleichs lösen?
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit inhaltichen Beiträgen. Danke, die Redaktion/jz
Die eigentlich Verantwortlichen sind der oder die Betreuer, die Gutachter und natuerlich die Fakultaet, die zeitnah alle jetzt erhobenen Vorwuerfe haetten ueberpruefen muessen und offenbar klaeglich versagt haben. Frau Schavan war damals keine Beruehmtheit mit Einfluss, sondern eine junge unerfahrene Frau mit gewissen Ambitionen, denen man foerdernd und fordernd haette begegnen muessen. Betreuung von Doktoranden sieht anders aus.
32 Jahre alte Geschichten aufzuruehren, die niemanden mehr interessieren (wer hat die Arbeit schon gelesen), hat schon ein Geschmaeckle. Der weitere Lebensweg von Frau Schavan war offenbar makellos. Hat sich die damalige offenbar schludrige Arbeitsweise wiederholt? Also, was soll das?
"32 Jahre alte Geschichten aufzuruehren, die niemanden mehr interessieren (wer hat die Arbeit schon gelesen), hat schon ein Geschmaeckle. Der weitere Lebensweg von Frau Schavan war offenbar makellos. Hat sich die damalige offenbar schludrige Arbeitsweise wiederholt? Also, was soll das?"
wäre das die Situation bei einem Verteidigungsminister oder so,
weitab vom Fach 30 Jahre durchgearbeitet, Merkel vielleicht selber interessant obwohl es da schon noch einschlagen würde wie eine Bombe, dann könnte man in der Richtung denken,
aber es handelt sich um die Bildungsministerin selber, die weitere Diplomarbeiten begleitet hat, die für sämtliche Bildung die oberste Verantwortung hat, die direkt Guttenberg kritisiert hat und sich dabei einmal mehr als 'ich, selber respektable Doktorandin' gelobt hat,
die kann nicht nicht mit einem falschen Doktor-Titel weitermachen, unmöglich
----
und andererseits:
wen interessieren heute eigentlich noch Bürgermeister-Wahlen von vor 30 Jahren, parteiinterne Vorstandswahlen, und dergleichen?
was ist wenn dabei betrogen wurde?
wenn man unrechtmäßig eine Stufe aufsteigt und von da aus jede weitere Stufe der Karriere, dann ist auch der Anfang letzlich wichtig,
wer kann schon beurteilen was Fr. Schavan wirklich leistet, abgesehen von den zählbaren Ergebnissen im Land, nach nach politischer Richtung Fiasko oder 'tolle Arbeit',
vielleicht wären andere Leute genauso geeignet, hatten aber nicht so einen Titel
Wahrheit u. Gewissen waren damals nicht anders zu bewerten als heute. Bzgl. der Zeit ist das Beispiel G. Grass nicht abwegig, er hat sich nicht einmal wahrheitswidrig verhalten.
Stehen die damals Beteiligten, Doktorvater u. Prüfungskommission, nicht ebenso mindestens in einer fragwürdigen Position, wenn sie nach neuen Gutachtern rufen, statt selbst zu widerlegen, was zu widerlegen ist?
Nach Ihrer Logik müssten wir auch ex-Dr zu Guttenberg und die anderen Gesellen wieder in's Amt hieven.
Nee danke, von Hochstaplern möchte ich nicht regiert werden.
@4.
Was will uns Ihr Satz suggerieren?
Sie war 25 und brauchte das Geld den Titel?
Oder: Mit 25 darf man noch täuschen?
Es ist schon erstaunlich, wie bei Eliten mit zweierlei Maß gemessen wird ...
"Die eigentlich Verantwortlichen sind der oder die "Betreuer, die Gutachter und natuerlich die Fakultaet, die zeitnah alle jetzt erhobenen Vorwuerfe haetten ueberpruefen muessen und offenbar klaeglich versagt haben."
Das wage ich mal zu bezweifeln. Geschicktes, leichtes umformulieren oder leichte Abwandlungen von anderem Gedankengut wird mit den Möglichkeiten von 1980 wohl nicht so leicht erkennbar gewesen sein. Die Professoren sollten im Zeitalter des Internets und ständig ausgefeilterer Software zur Plagiatssuche einfach erlernen auch diese Arbeitserleichterung zu nutzen.
"Frau Schavan war damals keine Beruehmtheit mit Einfluss, sondern eine junge unerfahrene Frau mit gewissen Ambitionen, denen man foerdernd und fordernd haette begegnen müssen..."
Weshalb schreibt jemand eine Doktorarbeit? Bestimmt doch nicht, weil es soviel Spass macht, sondern eher um sich mit dem Titel einen Vorteil für seine Zukunft zu erarbeiten.
"32 Jahre alte Geschichten aufzuruehren, die niemanden mehr interessieren (wer hat die Arbeit schon gelesen), hat schon ein Geschmaeckle."
Wie alt die Geschichte ist bleibt völlig uninteressant für den kritischen Betrachter. Wenn Schavan sich mit Ihren Äusserungen zu Guttenberg (Sie schämt sich) nicht so aus dem Fenster gelehnt hätte, wäre wahrscheinlich keiner auf die Idee gekommen mal bei ihr selbst nachzuschauen.
"32 Jahre alte Geschichten aufzuruehren, die niemanden mehr interessieren (wer hat die Arbeit schon gelesen), hat schon ein Geschmaeckle. Der weitere Lebensweg von Frau Schavan war offenbar makellos. Hat sich die damalige offenbar schludrige Arbeitsweise wiederholt? Also, was soll das?"
wäre das die Situation bei einem Verteidigungsminister oder so,
weitab vom Fach 30 Jahre durchgearbeitet, Merkel vielleicht selber interessant obwohl es da schon noch einschlagen würde wie eine Bombe, dann könnte man in der Richtung denken,
aber es handelt sich um die Bildungsministerin selber, die weitere Diplomarbeiten begleitet hat, die für sämtliche Bildung die oberste Verantwortung hat, die direkt Guttenberg kritisiert hat und sich dabei einmal mehr als 'ich, selber respektable Doktorandin' gelobt hat,
die kann nicht nicht mit einem falschen Doktor-Titel weitermachen, unmöglich
----
und andererseits:
wen interessieren heute eigentlich noch Bürgermeister-Wahlen von vor 30 Jahren, parteiinterne Vorstandswahlen, und dergleichen?
was ist wenn dabei betrogen wurde?
wenn man unrechtmäßig eine Stufe aufsteigt und von da aus jede weitere Stufe der Karriere, dann ist auch der Anfang letzlich wichtig,
wer kann schon beurteilen was Fr. Schavan wirklich leistet, abgesehen von den zählbaren Ergebnissen im Land, nach nach politischer Richtung Fiasko oder 'tolle Arbeit',
vielleicht wären andere Leute genauso geeignet, hatten aber nicht so einen Titel
Wahrheit u. Gewissen waren damals nicht anders zu bewerten als heute. Bzgl. der Zeit ist das Beispiel G. Grass nicht abwegig, er hat sich nicht einmal wahrheitswidrig verhalten.
Stehen die damals Beteiligten, Doktorvater u. Prüfungskommission, nicht ebenso mindestens in einer fragwürdigen Position, wenn sie nach neuen Gutachtern rufen, statt selbst zu widerlegen, was zu widerlegen ist?
Nach Ihrer Logik müssten wir auch ex-Dr zu Guttenberg und die anderen Gesellen wieder in's Amt hieven.
Nee danke, von Hochstaplern möchte ich nicht regiert werden.
@4.
Was will uns Ihr Satz suggerieren?
Sie war 25 und brauchte das Geld den Titel?
Oder: Mit 25 darf man noch täuschen?
Es ist schon erstaunlich, wie bei Eliten mit zweierlei Maß gemessen wird ...
"Die eigentlich Verantwortlichen sind der oder die "Betreuer, die Gutachter und natuerlich die Fakultaet, die zeitnah alle jetzt erhobenen Vorwuerfe haetten ueberpruefen muessen und offenbar klaeglich versagt haben."
Das wage ich mal zu bezweifeln. Geschicktes, leichtes umformulieren oder leichte Abwandlungen von anderem Gedankengut wird mit den Möglichkeiten von 1980 wohl nicht so leicht erkennbar gewesen sein. Die Professoren sollten im Zeitalter des Internets und ständig ausgefeilterer Software zur Plagiatssuche einfach erlernen auch diese Arbeitserleichterung zu nutzen.
"Frau Schavan war damals keine Beruehmtheit mit Einfluss, sondern eine junge unerfahrene Frau mit gewissen Ambitionen, denen man foerdernd und fordernd haette begegnen müssen..."
Weshalb schreibt jemand eine Doktorarbeit? Bestimmt doch nicht, weil es soviel Spass macht, sondern eher um sich mit dem Titel einen Vorteil für seine Zukunft zu erarbeiten.
"32 Jahre alte Geschichten aufzuruehren, die niemanden mehr interessieren (wer hat die Arbeit schon gelesen), hat schon ein Geschmaeckle."
Wie alt die Geschichte ist bleibt völlig uninteressant für den kritischen Betrachter. Wenn Schavan sich mit Ihren Äusserungen zu Guttenberg (Sie schämt sich) nicht so aus dem Fenster gelehnt hätte, wäre wahrscheinlich keiner auf die Idee gekommen mal bei ihr selbst nachzuschauen.
Würde mich wirklich mal interessieren. Zur heutigen Zeit bedeutet abschreiben, sprich ein Plagiatsversuch, dass man exmatrikuliert werden kann. Und Frau Schavan ist mitverantwortlich für diese Praxis. Ich frag nur, weil ich wirklich nicht verstehe, was die Leute sagen wenn sie sagen, man solle nicht nach den Maßstäben von vor 30 Jahren gehen.
Sorgfältiges Arbeien und Quellentreue dürfte ja wohl keine Erfindung des neuen Jahrtausends sein.
.....aber anscheinend übliche praxis - aus dem einfachen grund, weil es zu kontrollieren heute um vieles einfacher ist als damals. ich denke, dass man noch viel, viel mehr plagiate finden würde, wenn man sich sämtliche arbeiten aus jener zeit vornähme. und ja, ich denke auch, dass die fakultät und speziell der betreuer mit schuld sind - zumindest der betreuuer solle in etwa wissen, was in der relevanten fachliteratur steht und beurteilen können, ob inhaltlich kopiert wurde, ohne quellen anzugeben.
wenn ich mir die studenten anseh - und das wird damals nicht viel anders gewesen sein - kaum einer von denen weiss, wie man richtig wissenschaftlich arbeitet. ich habe bisher auch noch an keiner uni gesehen, dass es spezielle (verpflichtende) kurse betreffend dieser problematik gibt. ergo müssen die betreuer dahinter sein - was sie aber i.d.r nicht sind.
.....aber anscheinend übliche praxis - aus dem einfachen grund, weil es zu kontrollieren heute um vieles einfacher ist als damals. ich denke, dass man noch viel, viel mehr plagiate finden würde, wenn man sich sämtliche arbeiten aus jener zeit vornähme. und ja, ich denke auch, dass die fakultät und speziell der betreuer mit schuld sind - zumindest der betreuuer solle in etwa wissen, was in der relevanten fachliteratur steht und beurteilen können, ob inhaltlich kopiert wurde, ohne quellen anzugeben.
wenn ich mir die studenten anseh - und das wird damals nicht viel anders gewesen sein - kaum einer von denen weiss, wie man richtig wissenschaftlich arbeitet. ich habe bisher auch noch an keiner uni gesehen, dass es spezielle (verpflichtende) kurse betreffend dieser problematik gibt. ergo müssen die betreuer dahinter sein - was sie aber i.d.r nicht sind.
"Wie kann man eine Arbeit über das Gewissen schreiben und dabei täuschen?"
Eben.
Eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1980 darf nicht ausschließlich nach heutigen Maßstäben bewertet werden ?
Ordnungsgemäßes Zitieren war in den Achtzigern nicht üblich ?
"Ordnungsgemäßes Zitieren war in den Achtzigern nicht üblich ?"
Ich glaube, ordnungsgemäßes Zitieren ist hier gar nicht das Hauptproblem. So wie ich die infantile Tagesschau-Grafik (eine Raupe, die sich quer durch ein paar Bücher frisst) verstanden habe, geht es vielmehr darum, dass Frau Schavan nicht immer mit den Primärtexten gearbeitet, sondern sich auf die Zusammenfassungen in der Sekundärliteratur verlassen und diese dann an verschiedenen Stellen ihrer Arbeit paraphrasiert hat. Das ist aber m.E. und übrigens auch für viele andere Wissenschaftler/innen noch kein Plagiat, denn nicht immer ist es in einer wissenschaftlichen Arbeit notwendig, jedes noch so kleine Rad neu zu erfinden. Zumal dann nicht, wenn es für die Formulierung eigener Ergebnisse zweitrangig ist. Die Vorarbeiten anderer Wissenschaftlicher/innen sind schließlich das notwendige Scharnier, an dem eine neue Forschungsleistung anschließen kann. Wie sollte man sonst das Neue an einer neuen Erkenntnis benennen, wenn nicht im Abgleich mit dem bereits Vorhandenen? Eine wissenschaftliche Arbeit ohne paraphrasierende Zusammenfassungen kann es nicht geben, es sei denn, ich zitiere meine Prämissen zu einhundert Prozent - dann könnte man aber auch einfach tausend Seiten kopieren und qua Zitat in die eigene Arbeit einbinden lassen.
Meine Güte!!!! Die harten Fakten sind noch nicht auf dem Tisch und schon plustert sich die Gesellschaft auf - als gebe es NICHTS Wichtigeres in der Welt!!
Ich habe einen einfachen Vorschlag: Warten Sie doch mal ab, was die Untersuchungen ergeben und DANN verschwenden Sie gerne Ihre Zeit um sich aufzuregen und aufzuplustern! Ja, Plagiatsversuche sind ein Drama - keine Frage! Und sie müssen aufgedeckt werden.
Doch anstatt Menschen - ohne die Wahrheit zu wissen - über die Öffentlichkeit zu erniedrigen und zu Grunde zu richten, sollte hier eine Diskussion darüber entfacht werden, wie man das System verbessern und Plagiate verhindern kann.
Es ist geradezu tragisch: Plagiatsversuche sind in der Politik ein genialer Grund geworden um Mitstreiter in die Wüste schicken zu lassen - von der Gesellschaft und den Medien. Da kommt doch die Frage auf, warum nicht auch in anderen Reihen auch mal aufwendiger nach schwarzen Schafen gesucht wird.
Ach ja, liebe Leser der Gerechtigkeit: ich hoffe Ihr habt Eure eigenen, kleinen Leichen gut im Keller oder zur Verwesung im Garten versteckt. Aber der Trost: Ihr seid einfach nicht wichtig genug um sich die Mühe zu machen Euch in der Öffentlichkeit an den Pranger zu stellen.
"Ordnungsgemäßes Zitieren war in den Achtzigern nicht üblich?" (aus Kommentar 6)
Natürlich war "ordungsgemäßes Zitieren" damals üblich, das war es immer. Aber was das im Detail genau ist: so etwas kann sich durchaus ändern im Laufe der Zeit.
Warum sich so etwas ändern kann, wäre eine interessante Frage (für eine Doktorarbeit?) - aber ändern tun sich solche Standards. Sie verrücken sich minimal jedes Jahr, so dass man es nicht merkt, aber 30 Jahre später ist man ganz woanders. (Ob das nun genau bei Frau Schavans Arbeit der Fall ist, weiß ich allerdings nicht.)
"Ordnungsgemäßes Zitieren war in den Achtzigern nicht üblich ?"
Ich glaube, ordnungsgemäßes Zitieren ist hier gar nicht das Hauptproblem. So wie ich die infantile Tagesschau-Grafik (eine Raupe, die sich quer durch ein paar Bücher frisst) verstanden habe, geht es vielmehr darum, dass Frau Schavan nicht immer mit den Primärtexten gearbeitet, sondern sich auf die Zusammenfassungen in der Sekundärliteratur verlassen und diese dann an verschiedenen Stellen ihrer Arbeit paraphrasiert hat. Das ist aber m.E. und übrigens auch für viele andere Wissenschaftler/innen noch kein Plagiat, denn nicht immer ist es in einer wissenschaftlichen Arbeit notwendig, jedes noch so kleine Rad neu zu erfinden. Zumal dann nicht, wenn es für die Formulierung eigener Ergebnisse zweitrangig ist. Die Vorarbeiten anderer Wissenschaftlicher/innen sind schließlich das notwendige Scharnier, an dem eine neue Forschungsleistung anschließen kann. Wie sollte man sonst das Neue an einer neuen Erkenntnis benennen, wenn nicht im Abgleich mit dem bereits Vorhandenen? Eine wissenschaftliche Arbeit ohne paraphrasierende Zusammenfassungen kann es nicht geben, es sei denn, ich zitiere meine Prämissen zu einhundert Prozent - dann könnte man aber auch einfach tausend Seiten kopieren und qua Zitat in die eigene Arbeit einbinden lassen.
Meine Güte!!!! Die harten Fakten sind noch nicht auf dem Tisch und schon plustert sich die Gesellschaft auf - als gebe es NICHTS Wichtigeres in der Welt!!
Ich habe einen einfachen Vorschlag: Warten Sie doch mal ab, was die Untersuchungen ergeben und DANN verschwenden Sie gerne Ihre Zeit um sich aufzuregen und aufzuplustern! Ja, Plagiatsversuche sind ein Drama - keine Frage! Und sie müssen aufgedeckt werden.
Doch anstatt Menschen - ohne die Wahrheit zu wissen - über die Öffentlichkeit zu erniedrigen und zu Grunde zu richten, sollte hier eine Diskussion darüber entfacht werden, wie man das System verbessern und Plagiate verhindern kann.
Es ist geradezu tragisch: Plagiatsversuche sind in der Politik ein genialer Grund geworden um Mitstreiter in die Wüste schicken zu lassen - von der Gesellschaft und den Medien. Da kommt doch die Frage auf, warum nicht auch in anderen Reihen auch mal aufwendiger nach schwarzen Schafen gesucht wird.
Ach ja, liebe Leser der Gerechtigkeit: ich hoffe Ihr habt Eure eigenen, kleinen Leichen gut im Keller oder zur Verwesung im Garten versteckt. Aber der Trost: Ihr seid einfach nicht wichtig genug um sich die Mühe zu machen Euch in der Öffentlichkeit an den Pranger zu stellen.
"Ordnungsgemäßes Zitieren war in den Achtzigern nicht üblich?" (aus Kommentar 6)
Natürlich war "ordungsgemäßes Zitieren" damals üblich, das war es immer. Aber was das im Detail genau ist: so etwas kann sich durchaus ändern im Laufe der Zeit.
Warum sich so etwas ändern kann, wäre eine interessante Frage (für eine Doktorarbeit?) - aber ändern tun sich solche Standards. Sie verrücken sich minimal jedes Jahr, so dass man es nicht merkt, aber 30 Jahre später ist man ganz woanders. (Ob das nun genau bei Frau Schavans Arbeit der Fall ist, weiß ich allerdings nicht.)
Erstens: Abschreiben im großem Stil ist kein Kavaliersdelikt und muss geahndet werden. Punkt. Zweitens: Gutenberg *hat* im großen Stil kopiert. Er musste gehen. Gut. (Das Theater um seinen Abgang war nicht gut und wirft ein schlechtes Licht auf CSU/CDU/FDP).
Drittens: Schavan hat nicht abgeschrieben. Punkt. Wer das Gegenteil behauptet, soll es mir bitte belegen. Ich habe Sonntag mehrere Stunden damit verbracht, die Vorwürfe bei Vroniplag und Schavanplag zu finden: Fehlanzeige. Die Vorwürfe bestehen aus lauter Ungenauigkeiten die Schavan beim zitieren gemacht hat (Vorname falsch, 2 Buchstaben verdreht, etc ) Beispiel aus schavanplag als "Plagiatsbeweis": "Statt “emotionale Symbiose” heißt es in der Zeitschrift Psyche a.a.O. “emotionelle Symbiose”. (WAS SOLL DAS??)
Nein SPD und Grüne sind hier diesmal nicht im Recht, Vroniplag ist seit einem Jahr an diesem "Fall" dran und hat sich entschieden, das NICHT als Plagiatsanschuldigung zu veröffentlichten, nun kommt ein sachfremder "Gutachter" daher und bewertet die nicht beweiskräftigen Vorwürfe aus " Vroniplag" und gibt dieses vertrauliche Gutachten, voll professionell, erst einmal an die Presse. SPD und Grüne starten eine politische Kampagne und nehme die Wissenschaft als Geisel für ihre niederen, aber politisch verständlichen Beweggründe.
Nein, Merkel und Schavan sind nicht das Problem, SPD und Grüne zeigen gerade, was sie von der Wisschenschaft, die sie angeblich verteidigen halten: nämlich gar nichts.
"Ich habe Sonntag mehrere Stunden damit verbracht, die Vorwürfe bei Vroniplag und Schavanplag zu finden: Fehlanzeige. ... nun kommt ein sachfremder "Gutachter" daher und bewertet die nicht beweiskräftigen Vorwürfe aus "Vroniplag" ..."
Sind Sie eigentlich "vom Fach" oder kommen Sie auch nur "daher"?
"Beispiel aus schavanplag als "Plagiatsbeweis": "Statt “emotionale Symbiose” heißt es in der Zeitschrift Psyche a.a.O. “emotionelle Symbiose”. (WAS SOLL DAS??)"
Obwohl Sie sich so viele Stunden mit den Plagiatsvorwürfen auseinandergesetzt haben, haben Sie offenbar das Wesentliche nicht verstanden.
An ihrem eigenen Beispiel:
Natürlich wäre es wurscht, wenn Frau Schavan "emotionale" statt "emotionelle" Symbiose geschrieben hätte - kann jedem mal passieren. Kein Thema.
Das Problem: Die von Ihnen genannte Stelle zeigt, dass Frau Schavan den Originaltitel, den sie zitiert, nie selbst gelesen hat, sondern sekundär zitiert, ohne dies anzugeben. Sie hat einfach - ohne es zu wissen - den Fehler aus der Schrift, aus der sie zitiert hat, übernommen und ist dadurch "aufgeflogen".
Allein auf der Seite, von der Sie sprechen, sind ihr mehrere ähnliche "Fehler" unterlaufen, die belegen, dass sie Quellen, die sie zitiert, nie selbst in der Hand gehabt hat.
Das zieht sich durch die Arbeit und ist hochgradig unseriös.
Ja, so wie zu Guttenberg seitenweise abschreiben ist noch schlimmer. Es ändert aber nichts daran, dass die Arbeit von Frau Schavan wissenschaftlichen Standards nicht genügt.
Auf der einen Seite finde ich die Reaktion gegenüber Schavan auch zu hart, zu vorschnell und zu drastisch -- eine Betrügerin im Stile Guttenbergs ist sie sicher nicht.
Auf der anderen Seite haben sie auf Schavanplag die Fundstellen nicht verstanden, denn in dem Beispiel das sie anführen (siehe http://schavanplag.wordpr... ) ist der Unterschied zwischen "emotional" und "emotionell" ein Beleg dafür, dass Schavan aus der Sekundärliteratur ein fehlerhaftes Zitat übernommen hat ("emotionell"). Im angegebenen Originaltext steht etwas anderes ("emotional"). Es geht also nicht um den Fehler an sich, sondern darum was er belegt.
Die einzige Art, dem Thema gerecht zu werden, ist es, sich intensiv und sorgfältig mit der Arbeit und den Plagiatsbefunden auseinanderzusetzen. Dann kann man allerdings durchaus zum Ergebnis kommen, dass diese keine Täuschungsabsicht nachweisen können.
Sie reden hier von "Abschreiben". Darum geht es nicht: es ist bei wissenschafltichen Arbeit (heute) sogar VORGESCHRIEBEN, dass man "abschreibt".
Schavan wird lediglich vorgeworfen, dass sie dort, wo sie pflichtgemäß "abgeschrieben" hat, das nciht kenntlich gemacht hat.
Nochmal: es geht gar NICHT ums Abschreiben, sondern um Gänsefüßchen.
Beid er Euphorie, die sich bei diesem Thema breit macht, denke ich, dass das den meisten überhaupt ncith bewußt ist.
Wer heute z.B. eine BA schreibt, MUSS eine bestimmte Anzahl von Quellen verwenden - das ist der vornehme Ausdruck fürs Abschreiben.
"Nur zur Einordnung"
Glauben sie mir, ich kann gewisse philosophische Sachverhalte schon ganz gut einordnen.
Aber viel interessanter an Ihrer Aufforderung finde ich, dass Sie anscheinend keinerlei Interesse an meinen Argumenten haben, kein Interesse am Gehalt der Anschuldigungen, sich nicht die Mühe machen und selber mal nachschauen und sei es nur, um meine Argumente zu wiederlegen.
Statt dessen betrachten Sie Beweise und Argumente als Nebensächlichkeiten und wollen mich überprüfen. Noch mal zur Verhältnismäßigkeit: nicht ICH behaupte gerade, dass jemand ein Betrüger ist, nicht ICH zerstöre mit, nicht belegten, Behauptungen gerade eine Karriere (auch wenn es eine CDU Ministerin ist) und eine Glaubwürdigkeit, sondern ein "Gutachter" der noch nicht einmal so wenig Anstand und Professionalität aufweist, dass er das korrekte Verfahren einhält. Noch nicht einmal so viel Selbstdisziplin.
Ihr Anliegen zeigt, auf welchem moralischen und, vor allen Dingen, Intellektuellem Niveau wir inzwischen angekommen sind.
...wer geht denn noch 'in' die politik, wenn solch ein politikstil gelebt wird?
anschwaerzen, verlaeumden, uebel nachtreten bevor etwas zweifelsfrei feststeht etc. -> ist das die neue politik in deutschland?
was 'interessiert' frau roth die diss. der frau schavan? wissenschaftliches interesse wird es wohl nicht sein...(aber um das sollte es einzig und allein gehen!)
und wer wundert sich, dass bei solch' einem verhalten nur noch in die politik geht, wer so 'zuegig' studiert wie nahles?
was qualifiziert denn die diss. des herrn roesler inhaltlich fuer sein jetziges amt? auch ruecktritt?
cheers
p.s. spitzen'kraefte' tun sich 'diesen' betrieb sicher nicht an... was bleibt also? antwort: der bodensatz! jedes land hat die politiker, die es verdient!
nun, die belege sind ja da, sie müssen sie sehen wollen und nicht mit oberflächlichem blick beiseite lassen....
aber gut, vermutlich macht es ihnen spaß die kritiker zu kritisieren. freuen sie sich aber nicht zu früh, es gibt auch kritiker von kritikern von kritikern....
https://hogymag.wordpress...
Leider scheinen Sie zu vermuten, dass nur woertliches Uebernehmen von Saetzen ein Plagiat sei. Dies ist grundfalsch: plagiarism is the "use or close imitation of the language and thoughts of another author and the representation of them as one's own original work" (Random House, zitiert aus aus einer Uni-Regel ueber gutes Verhalten.). Und genau das hat Frau Schavan gemacht, bspw. mit dem Werk von Hannah Arendt und die wird nirgends in der Diss. erwaehnt. Die Saetze von Arendt wurden umformuliert, die Wortwahl blieb aber erhalten und das war es. Das ist schon boese uebel. Und solche Zufaelle gibt es nicht, dass dies mehrmals unbewusst geschieht. Also keine Gnade, man nehme ihr den Titel umgehend ab.
...wahrscheinlich hat sie ähnliche Schreibfehler gemacht wie Sie...............
Mich würden nur zwei Fragen interessieren:
1. Wieso gibt es beim neuen "Modesport" "Leute anonym von hinten anpissen" eigentlich nur "rechte" Opfer? Sind die Linken "allesamt wahre keusche Engel" oder zahlen die einfach besser, Herr Fischer Lescano?
2. Wieso gibt es eigentlich keine nuturwissenschaftlichen "Angriffe von hinten"? Dazu seid ihr Plagiatjäger wohl zu doof - oder?
"Ich habe Sonntag mehrere Stunden damit verbracht, die Vorwürfe bei Vroniplag und Schavanplag zu finden: Fehlanzeige. ... nun kommt ein sachfremder "Gutachter" daher und bewertet die nicht beweiskräftigen Vorwürfe aus "Vroniplag" ..."
Sind Sie eigentlich "vom Fach" oder kommen Sie auch nur "daher"?
"Beispiel aus schavanplag als "Plagiatsbeweis": "Statt “emotionale Symbiose” heißt es in der Zeitschrift Psyche a.a.O. “emotionelle Symbiose”. (WAS SOLL DAS??)"
Obwohl Sie sich so viele Stunden mit den Plagiatsvorwürfen auseinandergesetzt haben, haben Sie offenbar das Wesentliche nicht verstanden.
An ihrem eigenen Beispiel:
Natürlich wäre es wurscht, wenn Frau Schavan "emotionale" statt "emotionelle" Symbiose geschrieben hätte - kann jedem mal passieren. Kein Thema.
Das Problem: Die von Ihnen genannte Stelle zeigt, dass Frau Schavan den Originaltitel, den sie zitiert, nie selbst gelesen hat, sondern sekundär zitiert, ohne dies anzugeben. Sie hat einfach - ohne es zu wissen - den Fehler aus der Schrift, aus der sie zitiert hat, übernommen und ist dadurch "aufgeflogen".
Allein auf der Seite, von der Sie sprechen, sind ihr mehrere ähnliche "Fehler" unterlaufen, die belegen, dass sie Quellen, die sie zitiert, nie selbst in der Hand gehabt hat.
Das zieht sich durch die Arbeit und ist hochgradig unseriös.
Ja, so wie zu Guttenberg seitenweise abschreiben ist noch schlimmer. Es ändert aber nichts daran, dass die Arbeit von Frau Schavan wissenschaftlichen Standards nicht genügt.
Auf der einen Seite finde ich die Reaktion gegenüber Schavan auch zu hart, zu vorschnell und zu drastisch -- eine Betrügerin im Stile Guttenbergs ist sie sicher nicht.
Auf der anderen Seite haben sie auf Schavanplag die Fundstellen nicht verstanden, denn in dem Beispiel das sie anführen (siehe http://schavanplag.wordpr... ) ist der Unterschied zwischen "emotional" und "emotionell" ein Beleg dafür, dass Schavan aus der Sekundärliteratur ein fehlerhaftes Zitat übernommen hat ("emotionell"). Im angegebenen Originaltext steht etwas anderes ("emotional"). Es geht also nicht um den Fehler an sich, sondern darum was er belegt.
Die einzige Art, dem Thema gerecht zu werden, ist es, sich intensiv und sorgfältig mit der Arbeit und den Plagiatsbefunden auseinanderzusetzen. Dann kann man allerdings durchaus zum Ergebnis kommen, dass diese keine Täuschungsabsicht nachweisen können.
Sie reden hier von "Abschreiben". Darum geht es nicht: es ist bei wissenschafltichen Arbeit (heute) sogar VORGESCHRIEBEN, dass man "abschreibt".
Schavan wird lediglich vorgeworfen, dass sie dort, wo sie pflichtgemäß "abgeschrieben" hat, das nciht kenntlich gemacht hat.
Nochmal: es geht gar NICHT ums Abschreiben, sondern um Gänsefüßchen.
Beid er Euphorie, die sich bei diesem Thema breit macht, denke ich, dass das den meisten überhaupt ncith bewußt ist.
Wer heute z.B. eine BA schreibt, MUSS eine bestimmte Anzahl von Quellen verwenden - das ist der vornehme Ausdruck fürs Abschreiben.
"Nur zur Einordnung"
Glauben sie mir, ich kann gewisse philosophische Sachverhalte schon ganz gut einordnen.
Aber viel interessanter an Ihrer Aufforderung finde ich, dass Sie anscheinend keinerlei Interesse an meinen Argumenten haben, kein Interesse am Gehalt der Anschuldigungen, sich nicht die Mühe machen und selber mal nachschauen und sei es nur, um meine Argumente zu wiederlegen.
Statt dessen betrachten Sie Beweise und Argumente als Nebensächlichkeiten und wollen mich überprüfen. Noch mal zur Verhältnismäßigkeit: nicht ICH behaupte gerade, dass jemand ein Betrüger ist, nicht ICH zerstöre mit, nicht belegten, Behauptungen gerade eine Karriere (auch wenn es eine CDU Ministerin ist) und eine Glaubwürdigkeit, sondern ein "Gutachter" der noch nicht einmal so wenig Anstand und Professionalität aufweist, dass er das korrekte Verfahren einhält. Noch nicht einmal so viel Selbstdisziplin.
Ihr Anliegen zeigt, auf welchem moralischen und, vor allen Dingen, Intellektuellem Niveau wir inzwischen angekommen sind.
...wer geht denn noch 'in' die politik, wenn solch ein politikstil gelebt wird?
anschwaerzen, verlaeumden, uebel nachtreten bevor etwas zweifelsfrei feststeht etc. -> ist das die neue politik in deutschland?
was 'interessiert' frau roth die diss. der frau schavan? wissenschaftliches interesse wird es wohl nicht sein...(aber um das sollte es einzig und allein gehen!)
und wer wundert sich, dass bei solch' einem verhalten nur noch in die politik geht, wer so 'zuegig' studiert wie nahles?
was qualifiziert denn die diss. des herrn roesler inhaltlich fuer sein jetziges amt? auch ruecktritt?
cheers
p.s. spitzen'kraefte' tun sich 'diesen' betrieb sicher nicht an... was bleibt also? antwort: der bodensatz! jedes land hat die politiker, die es verdient!
nun, die belege sind ja da, sie müssen sie sehen wollen und nicht mit oberflächlichem blick beiseite lassen....
aber gut, vermutlich macht es ihnen spaß die kritiker zu kritisieren. freuen sie sich aber nicht zu früh, es gibt auch kritiker von kritikern von kritikern....
https://hogymag.wordpress...
Leider scheinen Sie zu vermuten, dass nur woertliches Uebernehmen von Saetzen ein Plagiat sei. Dies ist grundfalsch: plagiarism is the "use or close imitation of the language and thoughts of another author and the representation of them as one's own original work" (Random House, zitiert aus aus einer Uni-Regel ueber gutes Verhalten.). Und genau das hat Frau Schavan gemacht, bspw. mit dem Werk von Hannah Arendt und die wird nirgends in der Diss. erwaehnt. Die Saetze von Arendt wurden umformuliert, die Wortwahl blieb aber erhalten und das war es. Das ist schon boese uebel. Und solche Zufaelle gibt es nicht, dass dies mehrmals unbewusst geschieht. Also keine Gnade, man nehme ihr den Titel umgehend ab.
...wahrscheinlich hat sie ähnliche Schreibfehler gemacht wie Sie...............
Mich würden nur zwei Fragen interessieren:
1. Wieso gibt es beim neuen "Modesport" "Leute anonym von hinten anpissen" eigentlich nur "rechte" Opfer? Sind die Linken "allesamt wahre keusche Engel" oder zahlen die einfach besser, Herr Fischer Lescano?
2. Wieso gibt es eigentlich keine nuturwissenschaftlichen "Angriffe von hinten"? Dazu seid ihr Plagiatjäger wohl zu doof - oder?
[...]
@Thema
Das sich die Geldempfänger von Helmholtz und DFG hinter Frau Schavan stellen ist doch zu erwarten· da hängen Millionen an Förderung dran und man will sich doch seine lukrativen Posten nicht versauen.
Und was bringt denn die Jagd auf Frau Schavan, die Frau wird ihr lebenlang vom dt. Steuerzahler alimentiert werden, ob sie nun betrogn hat oder nicht. Das sie unfähig ist hat sie doch in ihrer gesamten Laufbahn bewiesen.
Nebenbei würden die Doktorarbeiten von allen in D berufenen Prof. kontrolliert werden, dürfte sich mMn ein erschütterndes Bild der Qualität der dt.Forschungslandschaft ergeben.
Gekürzt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls
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