Landtagswahl : CSU kann auf absolute Mehrheit hoffen

Bei der Landtagswahl im nächsten Jahr könnte Bayerns Ministerpräsident Seehofer seine Macht ausbauen: Nach einer Umfrage würde die CSU die absolute Mehrheit erreichen.
Horst Seehofer bei einer CSU-Vorstandssitzung (Archiv) ©Frank Leonhardt/dpa

Knapp ein Jahr vor der Landtagswahl in Bayern hat die CSU einer Umfrage zufolge gute Aussichten, das Land wieder alleine zu regieren. Nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Focus kommt die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer derzeit auf 48 Prozent. Damit hätte die CSU deutlich mehr Stimmen als ein mögliches Bündnis aus SPD , Grünen und Freien Wählern mit derzeit zusammen 39 Prozent.

Der derzeitige CSU-Koalitionspartner FDP würde mit vier Prozent ebenso wenig im neuen Landtag vertreten sein wie die Piratenpartei , die ebenfalls bei vier Prozent liegt. Die SPD könnte der Umfrage zufolge mit 21 Prozent der Stimmen rechnen. Die Grünen liegen bei zehn, die Freien Wähler bei acht Prozent.

Seehofer deutlich vor Ude

Bei der Landtagswahl 2008 hatte die CSU 43,4 Prozent der Stimmen erhalten, die FDP acht Prozent. Die SPD hatte mit 18,6 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer bayerischen Landtagswahl erzielt, Grüne und Freie Wähler ihre besten Ergebnisse mit 9,4 beziehungsweise 10,2 Prozent.

Wie die Partei liegt auch Ministerpräsident Seehofer im Vergleich mit seinem SPD-Herausforderer Christian Ude klar vorn. Könnte der Regierungschef direkt gewählt werden, würden sich 51 Prozent der Bayern für Seehofer entscheiden. Dem Münchner Oberbürgermeister Ude würden 35 Prozent ihre Stimme geben.

Für die Umfrage interviewte TNS Emnid 1001 Wahlberechtigte in Bayern zwischen dem 26. September und 10. Oktober.

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Kommentare

57 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Ja da haben sie recht....

Bayern- und Bundestagswahl an einem Tag.

Erstmal würde ich keiner Umfrage trauern. Vom Gefühl her kann man der Tendenz jeh nach Standpunkt zustimmen.

Ude hatte über ein Jahrzehnt Zeit gehabt die Bayern SPD zu steuern und auch früher anzutreten, kurz vor der Rente will er Ministerpräsident werden oder in Rente gehen! Das kommt nicht bei allen gut an.

Das Wähler Potenzial der Freien Wähler würde ich höher einschätzen auf zw. 8-15% (enttäusche CSU, FDP, Grüne und SPD Mitglieder können dort sicherlich mit einigen Punkten sympathisieren).

Ansonsten muss man gucken was in der Zwischenzeit passiert.

Bayern

Nachvollziehbar. Würde ich in Bayern leben, bekäme die CSU auch meine Stimme.

Die politische Bilanz ist weitesgehend makellos. Wirtschaft, Finanzen, Bildung, Sicherheit...

Sorgen würden mir ausschließlich Verfilzungen und Amigo-Wirtschaft machen, die nach gefühlten 100 Jahren Regierungszeit eben nicht ausbleiben. Die abschreckenden Beispiele SPD-geführter Länder wiegen da aber schwerer.

Stadt München als Vorbild? Geht's noch?

Die Brille, mir der Sie München betrachten scheint mir zwar nicht rot-grün, aber doch rosa-rot.

Fangen wir mal bei den Städtischen Kliniken an, die von rot-grüner Parteifreunderlwirtschaft an den Rand der Insolvenz gewirtschaftet wurden.

Nehmen wir die zahllosen Fälle in der Stadtverwaltung dazu, wo die Korruption so fröhliche Urständ feiert, wie sie von Drehbuchautoren der Staatsverwaltung immer angedichtet werden (dazu passend der Umstand, daß die städt. Antikorruptionsbeautragte die Ehefrau eines der städt. Referenten ist - der Balkan läßt grüßen).

Reihenweise Versuche, Parteispezln ohne die erforderliche Qualifikation auf hochdotierte Posten zu hieven, nur gelegentlich verhindert durch Rechtsaufsicht der Regierung von Oberbayern.

Ein marodes U-Bahn-Netz, das Rot-Grün jahrzehntelang lang vergammeln ließ, so daß jetzt in Notaktionen saniert werden muß, um die die Schließung durch den TÜV zu vermeiden - Pfusch wegen der Hektik vorprogrammiert.

Gleiches gilt für das Straßennetz, wo die Stadt anstatt von Erhaltungsmaßnahmen lieber die Verkehrsschildermafia (s.o.) fördert, indem sie eine Wald von "Achtung Staßenschäden"-Schildern aufstellt.

Wie es anders geht, zeigen wenige Kilometer weiter die meist ohne rot-grüne Mitwirkung regierten Umlandgemeinden, wo in jedem Kaff nicht nur der Winterdienst besser funktionert akls in der großen Stadt. In München ist die Zahl der auf Eis gestürzten Alten egal. Man braucht ja Patienten für die Städt. Kliniken. Zurück zum Anfang.

Wenn die CSU die absolute Mehrheit bekommt,

dann könnte der Freistaat endlich aus der BRD austreten.
Dann müssen wir uns nicht mehr von Seehofer, Söder und Dobrindt nerven lassen, die auch bei jeder Landtagswahl noch ihren Senf dazugeben.
Abgeblich hat Bayern das Grundgesetz nie unterschrieben, sondern nur angekündigt mitzumachen, wenn auch die anderen Bundesländer eine Bundsrepublik Deutschland bilden wollen.

Scharnagel hat mit seiner Forderung noch der Unabhängigkeit Bayerns recht. Wenn dann Horst Seehofer zu "Horst dem Ersten" gekrönt wird, haben sie einen neuen Ludwig. Dessen Schlösser stehn ja noch.

Wen Bayern als Botschafter nach Berlin endsendet ist ihre Sache.

(Das ist eine ernstgemeinte Realsatire)

Vorteil

Ein eigenständiger bayrischer Staat hätte sogar ironischerweise Vorteile für alle konservativ denkenden Bürger in anderen Bundesländern, da es den linken sozialpolitischen Spinnereien und wirtschaftsfeindlichen Experimenten in Rest-Deutschland Fesseln anlegen würde.

Würde man es dann in Sachen Steuern und Sozialstaat übertreiben, wäre die Abwanderung von betroffenen Unternehmen und hochqualifizierten Arbeitnehmern in das vernünftiger regierte Bayern ein leichtes.

Im übrigen denke ich, dass bei einem Ausscheiden Bayerns auch Baden-Württemberg langfristig nicht zu halten sein wird.

Spätestens dann wird man sich auch im Norden mal mehr Gedanken machen müssen, wie man Wohlstand eigentlich erwirtschaftet und nicht nur umverteilt.

Ich bin davon überzeugt...

...daß es keine Abwanderung geben würde !
Welcher Unternehmer, der klaren Geistes ist, wandert denn nach Süddeutschland aus ?
Keine Mitarbeiter vor Ort, keine vergleichbare industrielle Infrastruktur zum Ruhrgebiet oder dem Rheinland ! Dafür horrend hohe Preise bei den Lebenshaltungskosten, geradezu aberwitzige Gehälter und Löhne, da Bayern kaum bewohnt ist !

Kaum bewohnt...

Gut München ist jetzt nicht Bayern, aber fangen wir einmal da an:
München, die statistisch am dichtesten besiedelte Großstadt in Deutschland mit 4.440 Einwohnern je km².

Bayern gesamt:
12.538.696 Einwohner, das sind etwas über 15% der Gesamtbevölkerung Deutschlands. 180 Einwohner je km² liegt auch im mittleren Feld, wenn man sich z.B. die geologischen Gegebenheiten vor Augen führt...

Ich habe keine Einwendungen gegen einen Nordstaat

Hamburg hat den stärksten Wirtschaftsfaktor im Norden und gehört zu den Geberländern. Der Stadtstaat ist außerdem ein Anziehungspunkt für Touristen. Bei den Bayern besonders beliebt ist der Hafen. Für Touristen aus dem Freistaat stellen wir Dolmetscher und zur materiellen Versorgung Bayerns mit Gütern aus aller Welt gibts die Schiene.

Wenn Bayern aus der BRD auscheidet, bilden wir zusammmen mit Bremen und Schleswig-Holstein den Nordstaat.
Wir könnten eine Volksabstimmung durchführen mit dem Ziel, uns Dänemark anzuschließen. Traditionell regiert in Kopenhagen eine Minderheitsergierung. Je nach Sachstand wird im Folketink eine Mehrheit gesucht. Eine nette volksverbundene Königin hätten wir auch.

Altona war schon einmal die zweitgrößte Stadt Dänemarks nach Kopenhagen, bis die kriegslüsternen Preußen den Norden (außer Hamburg) für sich eroberten.
Nichts ist unmöglich, man muss es nur wollen.

Mane tak/moin

Was nicht zu vergessen ist...

bei dieser Gelegenheit, wo wären die Bayern ohne die jahrzehntelangen Transfairs vom "Norden"? Sie würden heute noch hinter dem Mistwagen herlaufen. Ganz zu schweigen, wo sie wären, hätten sie nicht einen so dermassen korrupten Ministerpräsidenten wie Franz-Josef Strauss gehabt hätten, der viele Firmen, unter dubiosen Versprechungen angelockt hat. Diese Firmen würden unter den heutigen Umständen, wie beschrieben bestimmt nicht mehr in Bayern ansiedeln. Deshalb, bitte die Kirche im Dorf lassen!!!

Zitter!

Oh, vielen Dank, liebe Bayern, dass ihr so selbstlos den undankbaren Norden (und den Osten erst!) mit durchfüttert. Ich sehe sie schon kommen, nach der Unabhängigkeitserklärung, die täglichen Raufereien der Hungrigen an der bayerischen Staatsgrenze, wenn ihr die Mülltonnen rausstellt.

Und gehört dann der strukturschwache Nordosten Bayerns auch zum neuen unabhängigen Bayern? Oder überlässt man den ebenfalls gleich dem Rest Deutschlands, wenn man schon mal dabei ist, sich von schlecht performenden Landstrichen zu trennen?

Aber im Ernst. Irgendwann werden auch die Bayern merken, dass sie nicht allein auf der Welt leben und mit ihrer Exportwirtschaft nichts davon haben, wenn sie selbst hochwettbewerbsfähig und reich sind und alle anderen niederkonkurriert und arm.

Und die "linken sozialpolitischen Spinnereien und wirtschaftsfeindlichen Experimente", die im Norden angeblich laufen, würden mich mal genauer interessieren.

Wohlstand

"Spätestens dann wird man sich auch im Norden mal mehr Gedanken machen müssen, wie man Wohlstand eigentlich erwirtschaftet und nicht nur umverteilt."

Wie macht man das denn? Indem man Umwelt- und Sozialkosten auf schwächere Bevölkerungsschichten und künftige Generationen abwälzt?

Und was das Bildungssytem angeht: wenn man die schwächeren Schüler erst aussortiert, kann man jeden Vergleich gewinnen. Außerdem misst sich der Bildungsstand nicht alleine an Techniken wie Rechnen, Schreiben und dem Nachbeten auswendiggelernter Sachverhalte, sondern v.a. an der Kompetenz eigene kritische Gedanken zu entwickeln - für letzteres wird man an deutschen Schulen mit schlechten Noten "belohnt".

Übrigens ist die Selbstmordrate in Bayern von allen Bundesländern am höchsten. Sollte man auch mal genauer nachforschen, woran das - trotz der angeblich so paradiesischen Lebensverhältnisse - liegt.

Quatsch

Ich komme aus dem Ruhrgebiet und das gillt inzwischen als eines der ärmsten Regionen Deutschlands.NRW ist hauptsächlich durch das Ruhrgebiet mit seinen vielen bildungsfernen Schichten und Millionen von Migranten auf den letzten Plätzen der Bildungsskala angekommen und hoch verschuldet.Städte wie Gelsenkirchen,Duisburg und viele andere verarmen immer mehr und ein Ende ist nicht absehbar.Ein Teil der industrie würde mit Sicherheit abwandern, wenn die voraussetzungen in Bayern günstiger wären als in NRW.
Ich denke, dass ein selbstständiges Bayern eine Art zweite Schweiz werden würde, die als Zuflucht vieler Bürger dienen würde, die die Nase voll haben von Euro Rettungsschirmen und ungehinderten Migrantenströmen für die der Steuerzahler aufkommen muss.

Ja, was machen sie damit? Bestimmt spielen sie Roulette!

Oder verzocken alles beim Pokern. Weil gerade in der wirtschaftsstarken Stadt Bremen ja keine Menschen wohnen, die sich mit Geld auskennen, nicht wahr?

Wahrscheinlicher ist allerdings, dass Bremen unter spezifischen Problemen leidet, z.B. dass viele Arbeitnehmer in Bremen ihr Einkommen in Niedersachsen versteuern.

Von den ausufernden Bremer Luxus-Sozialleistungen, in denen die Bürger geradezu schwimmen, ist mir nichts bekannt.

Oh Mann....

...."Bayern hat sicher eine bessere Infrastruktur als das verarmte Ruhrgebiet und durch das überlegene Bildungssystem auch höher qualifizierte Arbeitskräfte."
Ja, nee is klar ! Das Rhein/Ruhrgebiet hat mehr Schienenstränge, mehr Autobahnen und zufälligerweise den grössten Binnenhafen Europas.In ganz Bayern leben soviele Menschen wie im Ruhrgebiet, deren Ausbildung anscheinend gut genug für Bayern ist, sonst würden nicht andauernd Versuche gestartet, Fachkräfte nach Bayern abzuwerben.
Versuchen sie mal in München einen Eingeborenen zu treffen, viel Glück !