IslamismusVerfassungsschutz warnt vor neuer Salafisten-Offensive

Laut Verfassungsschutzpräsident Maaßen suchen Salafisten aus dem Nahen Osten gezielt Kontakt zu Islamisten in Deutschland. Es drohe neue islamistische Propaganda. von afp

Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat vor einer neuen Propagandaoffensive von Salafisten gegen Deutschland gewarnt. Der Inlandsgeheimdienst müsse erkennen, dass nach dem Verbot der salafistischen Organisation Millatu Ibrahim im Juni "eine der Schlüsselfiguren aus Deutschland jetzt ganz offensichtlich damit beschäftigt ist, im Nahen Osten eine Art deutschsprachiges Medienzentrum aufzubauen", sagte Maaßen der Rheinischen Post . Ziel sei es, "Einfluss auf Islamisten in Deutschland zu nehmen". Darauf deute auch ein Drohschreiben hin, in dem zum Mord an deutschen Politikern aufgerufen werde.

Der Salafismus gilt nach Angaben von Sicherheitsbehörden als die derzeit dynamischste islamistische Bewegung in Deutschland und in anderen Ländern. Die Vereinigungen werden seit Längerem aufmerksam beobachtet, weil sie zum Kampf gegen andere Religionen aufrufen, demokratische und rechtsstaatliche Ordnungen ablehnen und teils bei der Radikalisierung von Attentätern eine Rolle spielen sollen.

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Salafisten waren zuletzt auch durch gewaltsame Ausschreitungen bei Demonstrationen aufgefallen. Im Mai dieses Jahres kam es etwa in Bonn zum Zusammenstoß mit Pro-NRW-Demonstranten , nachdem diese islamfeindliche Karikaturen gezeigt hatten. Im April warnte der Verfassungsschutz vor radikal-islamischen Salafisten , die mit der Gratis-Verteilung von Koran-Exemplaren Anhänger rekrutierten.

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Leserkommentare
  1. Lesetipp: Norman Solomon "Angriffsziel Irak, Wie Medien uns den Krieg verkaufen".

    Alternativ kann man sich auch den Film dazu anschauen auf Youtube:

    http://www.youtube.com/wa...

    6 Leserempfehlungen
  2. Entfernt, bitte bleiben Sie beim Thema. Danke, die Redaktion/se

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Besuch einer Synagoge am höchsten jüdischen Feiertag in Begleitung der Töchter fällt bei Ihnen unter 'durch Berlin patroulliert'? Ach. Ach was.

    • eras
    • 08. Oktober 2012 11:09 Uhr

    "In der Presse habe ich aber neulich von einem bewaffneten Juden gelesen, der an Yom Kippur durch Berlin patrouillierte."

    Wenn die Zeitung Ihrer Wahl das tatsächlich so berichtet hat, dann sollten Sie vielleicht mal ihre Lesegewohnheiten überdenken ;-)

    • Chali
    • 08. Oktober 2012 10:07 Uhr
    3. Nanu?

    Schon wieder Budget-Verhandlungen?

    8 Leserempfehlungen
  3. mit Hans-Peter Friedrich - nichts besseres zu tun, als nebulöse Warnungen in den Raum zu stellen? - Wir stecken mitten in Wahlkampfzeiten; muß man sich da aufblasen? -

    7 Leserempfehlungen
    • pellz
    • 08. Oktober 2012 10:15 Uhr

    Dtl hat vor allem ein Problem mit rassistischen Mörderbanden und deren Taten verschleiernden Möchtegern-Geheimdiensten.

    9 Leserempfehlungen
  4. Man verweist auf einer neuen "Propagandaoffensive" der Salafisten. ALARM!ISLAMISMUS! GEFAHR! GEFAHR! ALAAAARMSTUFE ROOT!
    Währenddessen ist man damit beschäftigt seelenruhig und klammheimlich die Akten zu den NSU-Mördern zu vernichten.

    Herr Maßen, wollen Sie uns Sand in den Augen streuen?
    Wo bleiben Ihre Ergebnisse zu den NSU-Mördern?

    Soll hierüber Gras wachsen, weil man nicht eingestehen will, dass die Übergänge zwischen Polizei, Verfassungsschutz und NSU-Mörder fließend sind bzw. eine Personalunion vorliegt?

    11 Leserempfehlungen
    • Nimzo
    • 08. Oktober 2012 10:24 Uhr

    [..eine der Schlüsselfiguren aus Deutschland jetzt ganz offensichtlich damit beschäftigt ist, im Nahen Osten eine Art deutschsprachiges Medienzentrum aufzubauen", sagte Maaßen der Rheinischen Post. Ziel sei es, "Einfluss auf Islamisten in Deutschland zu nehmen"..]

    Ein "deutschsprachiges Medienzentrum"??!! Das klingt ausserordentlich gefährlich!!! Gut, dass Herr Maaßen (und Friedrich von der CSU) dagegen warnt!!!

    Die Bevölkerung sollte nun jedenfalls aufmerksam sein und die Augen offen halten!! Verdächtiges sollte gemeldet werden. Gemäß der vergangenen Plakataktion sollten auch Menschen geäugt werden, die, ohne sich bei ihnen oder mir abmelden, einfach eine zeitlang "abmelden".

    6 Leserempfehlungen
    • Nimzo
    • 08. Oktober 2012 10:27 Uhr

    Gemäß der vergangenen Plakataktion sollten auch Menschen beäugt werden, die, ohne sich bei ihnen oder mir abmelden, einfach eine zeitlang verschwinden.

    2 Leserempfehlungen

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP
  • Schlagworte Hans-Georg Maaßen | Demonstration | Mord | Post | Religion | Bonn
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