Nach dem Sieg bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart sind die Grünen bundesweit im Aufwind. Im Wahltrend von Stern und RTL stieg die Partei im Vergleich zur Vorwoche um drei Punkte und landet damit bei 15 Prozent. Das ist ihr bester Wert seit acht Monaten.

Die SPD fiel in der Wählergunst um einen Punkt auf 26 Prozent. Sie liegt damit wieder auf dem Niveau, das sie vor der Nominierung von Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten hatte. Auch die Linke verlor einen Punkt, sie rutschte auf acht Prozent.

Die Werte der übrigen Parteien blieben stabil. Der Union wollen unverändert 38 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, der FDP drei Prozent , den Piraten fünf Prozent. Mit jeweils zusammen 41 Prozent lagen Union und FDP sowie SPD und Grüne in der Wählergunst gleichauf.

Unter dem Erstarken der Grünen hat nach Ansicht vom Chef des Umfrageinstitutes Forsa, Manfred Güllner , vor allem die SPD zu leiden. "In Stuttgart ist sie schon fast nicht mehr existent", sagte Güllner. Auch bundesweit müsse die SPD aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr mit den Grünen "verbrüdert und verschwestert". Sonst wählten viele lieber gleich das Original. Unionswähler würden dagegen nicht zu den Grünen überlaufen.