Urwahl-Ergebnis: Die Grünen ticken anders
Das Ergebnis der Urwahl erschüttert die Parteiführung. Doch Trittin und Göring-Eckhardt sind als Spitzenduo der Grünen eine weise Wahl, kommentiert L. Caspari.
Die Grünen-Führung erkennt ihre eigene Partei nicht wieder: Ausgerechnet die vermeintliche Außenseiterin unter den Promis wird grüne Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl. Beim parteiinternen Mitgliederentscheid ließ Katrin Göring-Eckardt ihre Mitbewerberinnen Renate Künast und Claudia Roth – immerhin eine Fraktions- und eine Parteichefin – lockerleicht hinter sich zurück. Es ist ein Ergebnis, das die bislang so sicher erscheinenden Machtstrukturen in der Partei durcheinanderwirbelt.
Die Mitglieder haben eine durchaus weise Wahl getroffen: Mit dem "grünen Staatsmann" Jürgen Trittin und der selbst ernannten "Kirchentante" Göring-Eckardt hat die Partei sehr gute Chancen, weitere Wähler im bürgerlichen Spektrum für sich zu gewinnen. Die beiden sind ein Team aus der Mitte der Partei für die Mitte der Gesellschaft. Für Ruhe bei den Funktionären dürfte außerdem sorgen, dass mit der Reala und dem Linken beide Flügel der Partei vertreten sind. Göring-Eckardt und Trittin sind noch dazu basisdemokratisch legitimiert, welche Partei kann das sonst von sich behaupten?
Auch die SPD, erklärter Lieblingskoalitionspartner nach der Wahl im kommenden Jahr, reagierte hocherfreut. Tatsächlich dürfte der realpolitische SPD-Kandidat Peer Steinbrück gut leben können mit Trittin, der ebenfalls schon lange mehr Pragmatiker als Parteilinker ist und Göring-Eckardt, der Frau der Werte. Von den beiden muss Steinbrück keine allzu schrägen und unbezahlbaren linken Ideen fürchten.
Und doch erschüttert das unerwartete Urwahl-Ergebnis die Parteiführung bis ins Mark. Mögliche Nachwirkungen sind am Samstag kaum zu überblicken. Vor allem eines überrascht: Die klare Wahl Göring-Eckardts und das schlechte Ergebnis für das bisherige Maskottchen der Parteilinken, Claudia Roth. Beides lässt nur einen Schluss zu: Die inzwischen knapp 60.000 Grünen-Mitglieder sind viel seriöser und viel weniger links drauf, als es der Parteiführung bisher bewusst war.
In den vergangenen Jahren haben die Grünen viele neue Mitglieder gewonnen, oft war gemunkelt worden, dass es sich hier vor allem um wertkonservative, aber gut situierte Bürger handelt. Das Urwahl-Ergebnis ist ein weiteres Indiz dafür: Die Grünen sind endgültig in der Mitte angekommen.
Das Ergebnis ist auch Ausdruck des Wunsches der Parteibasis nach einem personellen Neuanfang. Die 46 Jahre alte Göring-Eckardt hatte sich als "frisches Gesicht" neben den zehn Jahre älteren "Partei-Oldies" Trittin, Roth und Künast präsentiert. Offenbar konnte sie vergessen machen, dass auch sie bereits lange im Bundestag sitzt und in der rot-grünen Bundesregierung als Fraktionsvorsitzende unter anderem die umstrittenen Hartz-IV-Gesetze auch in ihrer Partei durchfocht.
Heute punktet Göring-Eckardt, wenn sie über fehlende Chancen sozial benachteiligter Kinder spricht. Der Imagewandel sei ihr glaubhaft gelungen, bescheinigt man ihr in der Partei. Sozial, aber eben auch kein weltfremder Gutmensch, diese Devise kommt offensichtlich gut an bei den neuen Grünen.




Bitte verzichten Sie auf die Verbreitung von Verschwörungstheorien und diskutieren Sie das Artikelthema. Danke, die Redaktion/fk.
Wenn einige in ihrem maßlosen Kirchenhass die Fähigkeit zur Differenzierung abgeht, können Sie mir das nicht zur Last legen...
Ich verteidige das christliche Menschenbild, nicht das Handeln jedes Amtsträgers in knapp zweitausend Jahren Kirchengeschichte. Und die Vorstellung von der gleichen Würde jedes Menschen ergibt sich aus der Annahme der Gottebenbildlichkeit. (Die Sie ja nicht teilen müssen...) Und es ist nun mal eine historische Tatsache, dass die Nazis dezidiert diese Vorstellung der jüdisch-christlichen Tradition bekämpft haben. Die andere Partei, die mir - zumindest in Teilen - ein Problem damit zu haben scheint, ist die FDP. Weil Menschenwürde dann nämlich auch unabhängig von der Verwendungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt ist.
Frau Göring-Eckardt schon aufgrund ihres christlichen Bekenntnisses abzulehnen, scheint mir nicht gerade ein Beitrag zur sachlichen Diskussionskultur zu sein.
nur ihre eigene auslegung
nicht das ich wiedersprechen würde
aber es ist die projektion ihres modernen menschenbildes auf die ihnen traditionel überlieferte religion
und nicht umgekehrt
selbst die ikonoklasten liessen die herrschaften, die hierarchie die die himlische wiederspiegelt, an ort und stelle als sie die nichtabbildbarkeit der schöpfung durchsetzten und das zeichen des fischzeitalters durch das kreuz ersetzten.
das die nazis ihren judenhass im geschichtlichen kontext des katholischen antijudaismus legitimiert sahen steht sogar genauso in dem werk des sich selber als guten katholiken betrachtenden schnauzerträgers
allerdings binn ich höflicher als sie
deshalb erdreiste ich mich nicht zu derartigen pauschalisierungen wie sie es gegenüber user besage getan haben, bei dem sie sich wohl nicht mehr entschuldigen werden, aus angst vor gesichtsverlust nehme ich an
giebt es da noch den schrecklichen satz:
"wer nicht arbeitet braucht auch nicht zu essen"
lustig v.a. im zusammenhang mit ihren äusserungen gegen ende
es ist ein zitat das so durch die zeiten wandert
würden sie augustinus ein christliches menschenbild zugestehen?
nun
lassale auf den sich münte berief als er diese unglaublichkeit von sich gab berief sich wiederum auf diesen...wie nennt man das noch?
ach ja
kirchenvater
es geht hier nicht um einzelne amtsträger
sie sollten ihre, mir durchaus genehmen, ansichten über die gleichheit aller nicht in fremde zeiten zurückprojezieren
selbst wenn die nur 2 generationen vergangen sind
war der monarchistische wiederstand gegen einen pöbeldiktator egalitär?
ich glaube nicht
waren die die gewohnt waren dem gnädigen herrn zu folgen demokraten weil ihnen das umschwenken zu einer partei nicht nahelag?
ich glaube nicht
.....
nur ihre eigene auslegung
nicht das ich wiedersprechen würde
aber es ist die projektion ihres modernen menschenbildes auf die ihnen traditionel überlieferte religion
und nicht umgekehrt
selbst die ikonoklasten liessen die herrschaften, die hierarchie die die himlische wiederspiegelt, an ort und stelle als sie die nichtabbildbarkeit der schöpfung durchsetzten und das zeichen des fischzeitalters durch das kreuz ersetzten.
das die nazis ihren judenhass im geschichtlichen kontext des katholischen antijudaismus legitimiert sahen steht sogar genauso in dem werk des sich selber als guten katholiken betrachtenden schnauzerträgers
allerdings binn ich höflicher als sie
deshalb erdreiste ich mich nicht zu derartigen pauschalisierungen wie sie es gegenüber user besage getan haben, bei dem sie sich wohl nicht mehr entschuldigen werden, aus angst vor gesichtsverlust nehme ich an
giebt es da noch den schrecklichen satz:
"wer nicht arbeitet braucht auch nicht zu essen"
lustig v.a. im zusammenhang mit ihren äusserungen gegen ende
es ist ein zitat das so durch die zeiten wandert
würden sie augustinus ein christliches menschenbild zugestehen?
nun
lassale auf den sich münte berief als er diese unglaublichkeit von sich gab berief sich wiederum auf diesen...wie nennt man das noch?
ach ja
kirchenvater
es geht hier nicht um einzelne amtsträger
sie sollten ihre, mir durchaus genehmen, ansichten über die gleichheit aller nicht in fremde zeiten zurückprojezieren
selbst wenn die nur 2 generationen vergangen sind
war der monarchistische wiederstand gegen einen pöbeldiktator egalitär?
ich glaube nicht
waren die die gewohnt waren dem gnädigen herrn zu folgen demokraten weil ihnen das umschwenken zu einer partei nicht nahelag?
ich glaube nicht
.....
Hier einen kleinen Ausschnitt dessen, was ich als respektloses (eine Hand in der Tasche im Bundestag während einer Kurzintervention), hochpopulisitsches Geschwurbel bezeichne.
Zwar bin ich kein politischer Freund von Westerwelle, doch hier ist anzuerkennen, wie er Trittin "die Hose auszog".
Hat sich K.G.-E. wirklich selbst so bezeichnet, wie es der Artikel nahelegt?
Vergessen wir nicht, dass der hochgelobte Helmut Schmidt ein Buch geschrieben hat:"Als Christ in der politischen Entscheidung"!
Vileicht spielt er auf seiner Orgel sogar reliöse Musik, nicht auszudenken...;)
BTW: Der Generalsekretät der CDU ist auch ein "Kirchenonkel".
Und wo sehen Sie da einen logischen Zusammenhang?
Übrigens gab es vor dem Dosenpfand auch weniger Wirbelstürme, dafür aber auch weniger DSL-Anschlüsse.
Man plädierte für wiederverwendbare Getränkebehältnisse!
Man plädierte für wiederverwendbare Getränkebehältnisse!
Man plädierte für wiederverwendbare Getränkebehältnisse!
Es macht eben einen Unterschied, ob man über die eigenen Inhalte und Positionen einen Diskurs führt, oder ob man nach außen hin bestimmte Positionen vorgibt und diese dann massiv über den Haufen wirft, bzw. Positionen mitträgt, die eigentlich mit den eigenen nicht wirklich vereinbar sind/waren.
Die Grünen haben zu Zeiten von Rot-Grün schon massiv enttäuscht, haben all die Kriege und den ALG II Murks mitgetragen und mMn. in den letzten Jahren (z.B. zum Thema Datenschutz, Internet, Transparenz etc.pp.) auch nicht wirklich was gerissen. Erst durch die Piratenpartei sind diese wieder etwas "wacher" geworden und scheinen sich z.T. entsprechend zu positionieren.
In meinen Augen sind die Grünen nichts weiter als eine Öko-FDP, nur eben nicht von irgendwelchen selbstständigen BWLern oder Jura-Apotheker-Mediziner Snobs, sondern eben stärker aus Richtung der im öffentlichen Dienst verorteten Öko-Spießer.
"Sozial" oder "Liberal" ist diese Partei jedenfalls keinesfalls. Bei denen zählt nur das eigene Weltbild und ich glaube auch nicht, dass hier viel substanzieller Diskurs möglich ist. Schauen Sie sich nur die Haltungen vieler Grünen-Wähler zu den Themen Ernährung, Rauchen oder Krieg an und versuchen Sie hier eine andere Meinung zu vertreten - da können Sie auch versuchen den Papst zu überzeugen, das Homosexualität kein Problem ist..... (überspitzt gesagt).
Gründe. Man könnte zum Beispiel die Kriegseinsätze kritisieren, die der pazifistischen Grundhaltung widersprechen. Die HartzReformen widersprechen der grünen Grundposition in wiefern?
Mir fehlen immernoch die Argumente und Beispiele, die die These der Grünen Opportunisten stützen.
Gründe. Man könnte zum Beispiel die Kriegseinsätze kritisieren, die der pazifistischen Grundhaltung widersprechen. Die HartzReformen widersprechen der grünen Grundposition in wiefern?
Mir fehlen immernoch die Argumente und Beispiele, die die These der Grünen Opportunisten stützen.
nur ihre eigene auslegung
nicht das ich wiedersprechen würde
aber es ist die projektion ihres modernen menschenbildes auf die ihnen traditionel überlieferte religion
und nicht umgekehrt
selbst die ikonoklasten liessen die herrschaften, die hierarchie die die himlische wiederspiegelt, an ort und stelle als sie die nichtabbildbarkeit der schöpfung durchsetzten und das zeichen des fischzeitalters durch das kreuz ersetzten.
das die nazis ihren judenhass im geschichtlichen kontext des katholischen antijudaismus legitimiert sahen steht sogar genauso in dem werk des sich selber als guten katholiken betrachtenden schnauzerträgers
allerdings binn ich höflicher als sie
deshalb erdreiste ich mich nicht zu derartigen pauschalisierungen wie sie es gegenüber user besage getan haben, bei dem sie sich wohl nicht mehr entschuldigen werden, aus angst vor gesichtsverlust nehme ich an
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