BundestagswahlNiebel fordert FDP-Spitzenkandidaten neben Rösler

Vorbild SPD: Der Parteichef müsse nicht Spitzenkandidat für die Bundestagswahl sein, sagt Entwicklungsminister Dirk Niebel. Er bevorzugt eine Doppelspitze für die FDP. von dpa und

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel ( FDP ) hat für den Bundestagswahlkampf der Liberalen eine Doppelspitze aus Parteichef und Spitzenkandidat vorgeschlagen. "Sie sehen auch bei der SPD , dass ein Spitzenkandidat nicht zwingend Parteichef sein muss", sagte Niebel der Rheinischen Post . Damit sprach er sich indirekt gegen die Kandidatur von FDP-Chef Philipp Rösler aus.

"Gewöhnlich gilt […] ein Vorsitzender als potenzieller Spitzenkandidat, es sei denn, es gibt gute Gründe, das anders zu entscheiden", sagte der FDP-Politiker. Niebel sprach sich grundsätzlich für ein Wahlkampfteam der Liberalen aus. Fraktionschef, Parteichef und "alle anderen Mitglieder des Präsidiums müssen im Team die Bundestagswahl meistern", sagte er.

Anzeige

Gefragt nach möglichen Koalitionsoptionen, erteilte Niebel einem Bündnis mit SPD und Grünen eine Absage. Er sprach sich für eine Fortsetzung der "erfolgreichen" Koalition mit der Union aus.

Wegen der schlechten Umfragewerte der FDP wird immer wieder über Parteichef Rösler und seine mögliche Ablösung spekuliert. Fraktionschef Rainer Brüderle gilt als möglicher Interimsnachfolger oder Spitzenkandidat für die Bundestagswahl. Entscheidend für Rösler dürfte dabei das Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl in Niedersachsen sein.
 

Zur Startseite
 
Leserkommentare

Wegen des Relaunches steht die Kommentarfunktion gegenwärtig einigen Nutzern nicht zur Verfügung.

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tis
  • Schlagworte Dirk Niebel | FDP | Philipp Rösler | SPD | Grüne | Rainer Brüderle
  • Neu auf ZEIT ONLINE
    1. Neu im Ressort
      1. Anzeige
      2. Anzeige
      3. Anzeige
      4. ARTIKEL ZUM THEMA Deutschland IM RÜCKBLICK
        September | August | Juli | Juni | Mai
      Service