BundestagswahlNiebel fordert FDP-Spitzenkandidaten neben Rösler

Vorbild SPD: Der Parteichef müsse nicht Spitzenkandidat für die Bundestagswahl sein, sagt Entwicklungsminister Dirk Niebel. Er bevorzugt eine Doppelspitze für die FDP. von dpa und

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel ( FDP ) hat für den Bundestagswahlkampf der Liberalen eine Doppelspitze aus Parteichef und Spitzenkandidat vorgeschlagen. "Sie sehen auch bei der SPD , dass ein Spitzenkandidat nicht zwingend Parteichef sein muss", sagte Niebel der Rheinischen Post . Damit sprach er sich indirekt gegen die Kandidatur von FDP-Chef Philipp Rösler aus.

"Gewöhnlich gilt […] ein Vorsitzender als potenzieller Spitzenkandidat, es sei denn, es gibt gute Gründe, das anders zu entscheiden", sagte der FDP-Politiker. Niebel sprach sich grundsätzlich für ein Wahlkampfteam der Liberalen aus. Fraktionschef, Parteichef und "alle anderen Mitglieder des Präsidiums müssen im Team die Bundestagswahl meistern", sagte er.

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Gefragt nach möglichen Koalitionsoptionen, erteilte Niebel einem Bündnis mit SPD und Grünen eine Absage. Er sprach sich für eine Fortsetzung der "erfolgreichen" Koalition mit der Union aus.

Wegen der schlechten Umfragewerte der FDP wird immer wieder über Parteichef Rösler und seine mögliche Ablösung spekuliert. Fraktionschef Rainer Brüderle gilt als möglicher Interimsnachfolger oder Spitzenkandidat für die Bundestagswahl. Entscheidend für Rösler dürfte dabei das Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl in Niedersachsen sein.
 

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Leserkommentare
  1. Ich bin sogar für eine Dreizackspitze bei der FDP:

    Rössler - Westerwelle - Niebel.

    Ich möchte nämlich ganz sicher gehen, dass das Wahlergebnis für die FDP so ausgeht, wie ich es mir wünsche.

    6 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... ganz vorzügliche Idee, die ich aus vollem Herzen unterstütze.
    Wenn die FDP dann noch Frau Homburger zur Wahlkampfmanagerin kürt, ist die Sache mit dem Wunschergebnis so gut wie geritzt.

  2. wird ein Ergebnis erzielen, was an dem von 2009 anknüpfen wird (oder der Sprung über die 5-Prozent-Hürde).
    Dazu haben die sogenannten "Liberalen" einfach nichts stichhaltiges geliefert.
    Dazu bräuchte es Köpfe, die die Partei nur bedingt hat. Die Partei als solches eignet sich offenbar nur noch als Basis für Witze für die Schreiben der Heute-Show.

    3 Leserempfehlungen
  3. ... ganz vorzügliche Idee, die ich aus vollem Herzen unterstütze.
    Wenn die FDP dann noch Frau Homburger zur Wahlkampfmanagerin kürt, ist die Sache mit dem Wunschergebnis so gut wie geritzt.

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  4. Job umtun!

    Spätesten für die Zeit, da er nicht mehr Wirtschaftsminister und Parteichef ist, also für die Zeit nach der nächsten Bundestagswahl!

    Er könnte ja wieder als Augenarzt praktizieren?

    Doch, einem Spezialisten für's Auge, bei dem es so eklatant an Einsicht, klarem Blick für das Wesentliche, Weitsicht und Durchblick hapert, dem möchte ich jedenfalls meine Gesundheit, respektive die meiner Augen, keinesfalls anvertrauen wollen.

    Mein nächster Gedanke: Coiffeur!

    Was läge schließlich näher, als wenn der vielseitige Herr Rösler seinen offenkundigen, erst just wieder unter Beweis gestellten, Hang zum Frisieren von Statistiken, in einen ehrbaren Beruf ummünzen würde?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tis
  • Schlagworte Dirk Niebel | FDP | Philipp Rösler | SPD | Grüne | Rainer Brüderle
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