Jabbusch hält die Veröffentlichung unbewiesener Vorwürfe gegen Parteimitglieder nicht für einen Einzelfall. "Viel zu oft werden in unserer Partei Leute mit 'aus Versehen' öffentlich gewordenen Ordnungsmaßnahmen oder versuchten Parteiausschlussverfahren gemobbt", schreibt er auf seinem Blog . Sobald die Betroffenen versuchen würden, die Vorwürfe aufzuklären, werde ihnen vorgeworfen, Streit zu schüren.

Das Schiedsgericht hat den Antrag aus unbekannten, formalen Gründen bereits abgelehnt, aber die Vorwürfe nicht inhaltlich geprüft. Genau darauf drängt nun Jabbusch, denn er will nicht, dass die Behauptungen immer noch unaufgeklärt im Raum stehen. Am Freitag wird das Schiedsgericht der Piratenpartei auf seinen Antrag hin entscheiden. Verkehrte Rollen: Der Angeklagte will die Vorwürfe besprechen, der Vorstand unter Anger schweigt.

Schon bei der letzten Schiedsgerichtssitzung im Fall Jabbusch war es am vergangenen Samstag hoch her gegangen. "Das wird langsam therapiebedürftig", sagte ein älterer Pirat zu Jabbusch. Ein anderes Mitglied schrie nach der Sitzung beinahe den Vertreter des Parteivorstands an, dieser solle doch einfach die Forderung von Jabbusch erfüllen. Der Vorstand solle Schluss machen mit dem Streit und das Problem lösen.