PiratenparteiWenn Piraten bestrafen
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 "Das wird langsam therapiebedürftig"

Jabbusch hält die Veröffentlichung unbewiesener Vorwürfe gegen Parteimitglieder nicht für einen Einzelfall. "Viel zu oft werden in unserer Partei Leute mit 'aus Versehen' öffentlich gewordenen Ordnungsmaßnahmen oder versuchten Parteiausschlussverfahren gemobbt", schreibt er auf seinem Blog . Sobald die Betroffenen versuchen würden, die Vorwürfe aufzuklären, werde ihnen vorgeworfen, Streit zu schüren.

Das Schiedsgericht hat den Antrag aus unbekannten, formalen Gründen bereits abgelehnt, aber die Vorwürfe nicht inhaltlich geprüft. Genau darauf drängt nun Jabbusch, denn er will nicht, dass die Behauptungen immer noch unaufgeklärt im Raum stehen. Am Freitag wird das Schiedsgericht der Piratenpartei auf seinen Antrag hin entscheiden. Verkehrte Rollen: Der Angeklagte will die Vorwürfe besprechen, der Vorstand unter Anger schweigt.

Schon bei der letzten Schiedsgerichtssitzung im Fall Jabbusch war es am vergangenen Samstag hoch her gegangen. "Das wird langsam therapiebedürftig", sagte ein älterer Pirat zu Jabbusch. Ein anderes Mitglied schrie nach der Sitzung beinahe den Vertreter des Parteivorstands an, dieser solle doch einfach die Forderung von Jabbusch erfüllen. Der Vorstand solle Schluss machen mit dem Streit und das Problem lösen.

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Leserkommentare
    • lxththf
    • 15. November 2012 15:26 Uhr

    der Transparenz

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    • Bashu
    • 15. November 2012 15:57 Uhr

    Die Partei lebt, was sie propagiert, und das kann man nicht von vielen behaupten. Sie ist fehlerbehaftet und wirkt manchmal chaotisch, aber das macht sie doch irgendwie menschlich und sympathisch.

    Schwarze Schafe gibt's auch bei den Piraten zuhauf, aber mit den berüchtigten "shitstorms" und der blanken Öffentlichkeit wird kurzer Prozess mit solchen Leuten gemacht. Das gefällt mir und das wird der politischen Kultur bei den Piraten hoffentlich insofern gut bekommen, dass es den Aufstieg von integren Menschen begünstigt, die sich sonst gegen die harten Karrieristen nicht durchsetzen können.

    So zumindest mein Wunschgedanke, und dann wären die Piraten auch wählbar. Zumindest ein mal probeweise.

  1. Partei wohl der normale Findungsvorgang.

    Wenn diese Partei ein paar Jahre weiterarbeitet und ihre Kernpunkte konzentriert wird sich eine bis dahin etablierte Mannschaft sicherlich als volksvertretende Partei durchsetzen und unsere Parteienlandschaft auffrischen.

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    • Kelhim
    • 15. November 2012 15:55 Uhr

    Wie viele Jahre dürfen es denn sein? Irgendwann ist der Welpenschutz vorbei, und dann muss man einigermaßen professionell auftreten.

    Eine Partei, die sich Transparenz ganz groß auf die Fahnen schreibt und selbst nicht transparent sein will, vernichtet sich selbst.

    Wenn die Vision nicht mit dem eigenen Willen übereinstimmt, also diametral zu den eigenen Werten ist und immer nur auf den anderen zielt,dann tritt hier der Wille zur Macht mit schamloser Arroganz auf.

    Damit lässt sich nur mit Unterstützung der Medien eine halbwegs hochgejubelte Alternative erzeugen, die allerdings der Realität nicht standhalten kann...

    • Floak
    • 15. November 2012 15:29 Uhr

    Meine Damen und Herren, hier können wir live erleben, wie sich ein Haufen von Idealisten in Politiker verwandelt.

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    • lxththf
    • 15. November 2012 15:38 Uhr

    sollen die Piraten Idealisten sein??? Hab ich noch nie verstanden. Als ob es bei den anderen Parteien keine gibt. Dazu genügt in der Regel ein Blick auf die Basis, oder die Teilnahme an Treffen. Das Monopol auf Idealismus haben und hatten die Piraten nun wahrlich noch nie.

    Ich würde anlässlich dieses Falles höchstens sagen: Idealisten fürs Ausleben des eigenen Ego.
    Wer es damit bis in die Spitzen gebracht und diesen oder jenen Shitstorm überwunden oder sich zu Nutze gemacht hat, blockt dann offenbar, sobald er in der neuen Nomenklatura oben Wurzeln schlägt.
    Wieso sonst verurteilt man Jabbusch von oben herab für das Herstellen von Transparenz, für die die Partei angeblich eintritt.

    • lxththf
    • 15. November 2012 15:38 Uhr

    sollen die Piraten Idealisten sein??? Hab ich noch nie verstanden. Als ob es bei den anderen Parteien keine gibt. Dazu genügt in der Regel ein Blick auf die Basis, oder die Teilnahme an Treffen. Das Monopol auf Idealismus haben und hatten die Piraten nun wahrlich noch nie.

    Antwort auf "Live dabei"
  2. ein Haufen von Idealisten in Politiker verwandelt."

    Nicht verwechseln: Die Ideen sind idealistisch. Wie bei allen neuen Parteien sind aber auch bei den Piraten ein paar schräge Gestalten dabei, die mit fragwürdigen Methoden Machtpositionen erreichen und Politik machen möchten.

    Solche Vorgänge brauchen immer auch Medien, die mitspielen oder Spielbereitschaft signalisieren.

  3. Ich würde anlässlich dieses Falles höchstens sagen: Idealisten fürs Ausleben des eigenen Ego.
    Wer es damit bis in die Spitzen gebracht und diesen oder jenen Shitstorm überwunden oder sich zu Nutze gemacht hat, blockt dann offenbar, sobald er in der neuen Nomenklatura oben Wurzeln schlägt.
    Wieso sonst verurteilt man Jabbusch von oben herab für das Herstellen von Transparenz, für die die Partei angeblich eintritt.

    Antwort auf "Live dabei"
    • Kelhim
    • 15. November 2012 15:55 Uhr

    Wie viele Jahre dürfen es denn sein? Irgendwann ist der Welpenschutz vorbei, und dann muss man einigermaßen professionell auftreten.

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    • Slater
    • 15. November 2012 16:04 Uhr

    "Wie viele Jahre dürfen es denn sein? Irgendwann ist der Welpenschutz vorbei, und dann muss man einigermaßen professionell auftreten."

    zwei Drittel der jetzigen Mitglieder sind gerademal seit September 2011 dabei, ein Jahr, 95% seit Mai 2009

    der schnelle Aufstieg scheint so langsam doch geschadet zu haben,
    hoffentlich hält der Kern durch und wählt ab 2017 respektablere Geschäftsführer usw.,
    viele der jetzigen Problemköpfe wie Ponader sind für sich nicht komplett destruktiv, aber einfach schlechtes Bild so weit vorne

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    was ich erstaunlich finde ist hier und auch sonst die so abgeklärte Rolle der Schiedsgerichte, was ist das überhaupt?
    wieso sind gerade die anscheinend so klug besetzt und reagieren gemäßigt während Parteiführung und breite Massen eher hitzköpfig sind,
    können nur die in Satzungen nachschauen und formale Fehler feststellen, die Parteiführung mit ihren Anträgen aber nicht selber?

    wäre anscheinend besser wenn diese Leute die Partei anführten..

    • TDU
    • 15. November 2012 15:56 Uhr

    "Das wird langsam therapiebedürftig", sagte ein älterer Pirat zu Jabbusch.

    Nein, das ist alles rechtlich zweifelhaft. Willkür bleibt Willkür, auch wenn sie offen zu Tage tritt. Das hat mit Transparenz im Piratensinn vermutlich nichts zu tun.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Piratenpartei | Straftat | Vorstand | Wahlcomputer | Blog | Erpressung
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