Waffengeschäfte: Bundesregierung genehmigt mehr Rüstungsexporte
Die Bundesregierung hat den Konzernen 2011 deutlich mehr Rüstungsexporte gestattet als zuvor. Die Ausfuhr von Kriegswaffen entwickelte sich aber gegenläufig.
Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr Exporte von Rüstungsgütern im Wert von 5,4 Milliarden Euro gestattet. Das waren laut ihrem noch unveröffentlichten Rüstungsexportbericht 14 Prozent mehr als 2010, als sie den Herstellern 4,8 Milliarden Euro Export bewilligte.
Nur ein Teil davon sind Genehmigungen für Waffengeschäfte. Der Export von Kriegswaffen – die also tatsächlich zum Kriegführen nutzbar sind – ging 2011 sogar deutlich zurück: Im vergangenen Jahr wurde Kriegsgerät für 1,3 Milliarden Euro exportiert. 2010 waren es noch 2,1 Milliarden Euro gewesen – etwa 834 Millionen Euro mehr.
Unter Kriegswaffen versteht das deutsche Kriegswaffenkontrollgesetz jene Waffen, die tatsächlich zur Kriegsführung eingesetzt werden. Der Begriff Rüstungsgüter ist weiter gefasst: Er bezeichnet Produkte, die für militärische Zwecke hergestellt werden, worunter beispielsweise auch Lkw mit Tarnanstrich fallen.
"Jede Hemmung verloren"
Das Bundeskabinett will den Rüstungsexportbericht am Mittwoch im Kabinett behandeln und verabschieden.
Der Linkspartei-Politiker Jan van Aken kritisierte, dass sich der Anteil der Exporte in Staaten außerhalb des Nato-Gebiets von 29 auf 42 Prozent erhöhte. Indem sie Kriegs- und Krisengebiete aufrüste, verliere die Bundesregierung "offenbar jegliche Hemmung und jedes Augenmaß", sagte der Außenpolitiker.






"2011 seien 58 Prozent aller Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter in die Länder der Nato, der EU oder der Nato gleichgestellte Länder gegangen, hieß es in den Kreisen. 42 Prozent der Ausfuhrgenehmigungen wurden dagegen für Exporte in Drittländer mit dem höheren Krisenpotenzial erteilt."
42% in Länder mit höherem Krisenpotential!
Ich würde mich freuen wenn ich nach der veröffentlichung des Berichtes hier nachlesen könnte welche Länder das waren! Nur damit ich mal einschätzen kann was unser Kabinett als "höheres Krisenpotential" definiert!
LG
Klaus
Hallo Klaus Schw., um zu erfahren, in welche Nicht-Nato-Länder exportiert wurde, müssen wir den Bericht in allen Details abwarten. Er wird voraussichtlich am Mittwoch veröffentlicht. Möglicherweise ist er dann auch auf der Seite des Wirtschaftsministeriums nachzulesen.
Viele Grüße, Tilman Steffen, Nachrichtenredaktion
Hallo Klaus Schw., um zu erfahren, in welche Nicht-Nato-Länder exportiert wurde, müssen wir den Bericht in allen Details abwarten. Er wird voraussichtlich am Mittwoch veröffentlicht. Möglicherweise ist er dann auch auf der Seite des Wirtschaftsministeriums nachzulesen.
Viele Grüße, Tilman Steffen, Nachrichtenredaktion
Hallo Klaus Schw., um zu erfahren, in welche Nicht-Nato-Länder exportiert wurde, müssen wir den Bericht in allen Details abwarten. Er wird voraussichtlich am Mittwoch veröffentlicht. Möglicherweise ist er dann auch auf der Seite des Wirtschaftsministeriums nachzulesen.
Viele Grüße, Tilman Steffen, Nachrichtenredaktion
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