SPD-PolitikerUnbekannte verüben Anschlag auf Parteibüro Edathys

Im Briefkasten des SPD-Politikers Sebastian Edathy ist ein Sprengsatz detoniert. Ob es einen politischen Hintergrund gibt, ist unklar. Dennoch ermittelt der Staatsschutz. von afp und dpa

Auf das Büro des Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD) ist ein Anschlag verübt worden. Der Briefkasten im Wahlkreisbüro in Niedersachsen ist in der Nacht zum Freitag durch eine Explosion zerstört worden.

Edathy selbst schrieb auf seiner Facebook-Seite , die Polizei gehe von einem Sprengsatz aus. Einen Sprengstoffanschlag konnte die Polizei jedoch nicht bestätigen.

Anzeige

Edathy leitet den Untersuchungsausschuss, der sich mit dem Versagen der Sicherheitsbehörden auf der Suche nach den Mördern der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) beschäftigt. Der Anschlag ereignete sich wenige Stunden nach der Einigung der Innenminister der Länder auf ein neues Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme NPD .

Die Polizei hätte keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund, sagte ein Sprecher. Weil dieser jedoch nicht auszuschließen sei, habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen. Danke. Die Redaktion/kvk

    10 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Kommentar auf den Sie sich kritisch beziehen wurde inzwischen entfernt. Danke. Die Redaktion/kvk

    • H.v.T.
    • 06. Dezember 2012 17:18 Uhr

    paar Jugendliche in den Briefkasten warfen ?

    Soll jetzt kein Witz sein, denn solchen Schabernack gab es früher schon; beliebt waren oftmals auch Postbriefkästen.

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sylvester zum St. Nikolaustag gab's auch früher nicht.

    • FZ
    • 08. Dezember 2012 12:57 Uhr

    " beliebt waren oftmals auch Postbriefkästen."

    ... meistens ordentlich knallten und dann mit Qualmen anfingen; wenn überhaupt kam es zu Brandschaden. Hatte auch schon das Vergnügen, irgendwelche Flachköpfe dabei zu beobachten (ich meine, ist ja nur anderer Leute Post, nicht wahr?)

    In diesem Falle scheint der Schaden aber durch die Detonation entstanden zu sein (so habe ich den Text verstanden). Und, nun ja, polnische Böller sind berüchtigt - aber SO?

    Nee, wenn ich wetten wollte, ich würde auf "poltisch motiviert" tippen...

    den Rückständen schnell feststellbar sein.

    daß ein paar Jugendliche oder Kinder Silvesterböller in den Briefkasten geworfen haben, kam mir auch als allererstes; ich hoffe ja, wir werden weiter darüber informiert, was genau nun passiert ist - und welche Konsequenzen gezogen werden müssen.

    • deDude
    • 06. Dezember 2012 17:23 Uhr

    ... der Verfassungsschutz hätte schon neue V-Leute aus der "Briefkastenbomberszene" angeheuert um die Spur der Täter aufzunehmen.

    9 Leserempfehlungen
  2. Zahn Jahre haben die Ermittlungsbehördenbei den NSU-Verbrechen den Kopf in den Sand gesteckt und überall sonst ermittelt aber nicht im braunen Sumpf.

    Und nun sollen sie in derselben Weise fortfahren und einfach Schabernack unterstellen?

    Na klar, heute ist Nikolausi; da wirds wohl einen Zusammenhang geben ...

    6 Leserempfehlungen
  3. 5. [...]

    Der Kommentar auf den Sie sich kritisch beziehen wurde inzwischen entfernt. Danke. Die Redaktion/kvk

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • ageare
    • 06. Dezember 2012 17:55 Uhr

    In diesem Zusammenhang von einem Vorurteil zu sprechen finde ich doch leicht gewagt.

    Ich würde es eher als ein Vorurteil bezeichnen, wenn einer sagt, dass es keinen politischen Zusammenhang gibt :)

    Oder woher will man so etwas so schnell wissen?

    In meinen Augen klingt der politische Hintergrund als Motiv, grad nach dem was in den letzten Wochen und Monaten so ans Licht kam (Spitze des Eisbergs?) doch realistischer, als der "Zufall".

    war das bis zum Exzeß getriebene Vorurteil der Schutzbehörden über zwölf Jahre (!); bezahlt haben es die Ermordeten und ihre Hinterbliebenen. - Jetzt an Rechtsextreme zu denken bei dem Sprengsatz im Briefkasten von Sebastian Edathy ist gesund und sehr normal, da begründet. Der Staatsschutz hat übernommen. - Was das Ergebnis sein wird, werden wir sehen. -

  4. Sylvester zum St. Nikolaustag gab's auch früher nicht.

    5 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • H.v.T.
    • 06. Dezember 2012 18:01 Uhr

    Aber Silvester-Knaller, wenn auch eigentlich untersagt, gibt es schon lange vor dem offiziellen Verkaufsdatum.

    • ageare
    • 06. Dezember 2012 17:55 Uhr

    In diesem Zusammenhang von einem Vorurteil zu sprechen finde ich doch leicht gewagt.

    Ich würde es eher als ein Vorurteil bezeichnen, wenn einer sagt, dass es keinen politischen Zusammenhang gibt :)

    Oder woher will man so etwas so schnell wissen?

    In meinen Augen klingt der politische Hintergrund als Motiv, grad nach dem was in den letzten Wochen und Monaten so ans Licht kam (Spitze des Eisbergs?) doch realistischer, als der "Zufall".

    10 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Ich würde es eher als ein Vorurteil bezeichnen, wenn einer sagt, dass es keinen politischen Zusammenhang gibt :)"
    -----------------
    Mag sein, aber ich berufe mich dabei auf den Artikel, Sie "vermuten" nur. Nicht alles, was irgendwie logisch erscheint ist evident.

  5. war das bis zum Exzeß getriebene Vorurteil der Schutzbehörden über zwölf Jahre (!); bezahlt haben es die Ermordeten und ihre Hinterbliebenen. - Jetzt an Rechtsextreme zu denken bei dem Sprengsatz im Briefkasten von Sebastian Edathy ist gesund und sehr normal, da begründet. Der Staatsschutz hat übernommen. - Was das Ergebnis sein wird, werden wir sehen. -

    8 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, jam
  • Schlagworte Sebastian Edathy | NPD | SPD | Anschlag | Ermittlung | Innenminister
Service