Patriot-AbwehrraketenBundestag beschließt Bundeswehr-Einsatz in der Türkei

Mit großer Mehrheit hat der Bundestag dem Einsatz von Soldaten in der Türkei zugestimmt. Der Einsatz soll Anfang kommenden Jahres beginnen. von afp und dpa

Die Bundeswehr wird zu einem neuen Auslandseinsatz in die Türkei geschickt. Der Bundestag hat mit großer Mehrheit die Entsendung von zwei deutschen Patriot-Raketenabwehrstaffeln mit insgesamt bis zu 400 Soldaten beschlossen.

Die Türkei hatte die Nato im November offiziell um Beistand im Konflikt mit dem Nachbarland Syrien gebeten. Die Bundeswehr soll dabei helfen, den Nato-Partner Türkei vor Angriffen aus dem Bürgerkriegsland zu schützen. Außer Deutschland sind an dem Einsatz auch die USA und die Niederlande beteiligt.

Anzeige

Im Bundestag stimmten 461 von 555 Abgeordneten für die neue Mission. Es gab 86 Nein-Stimmen und acht Enthaltungen. Nur die Linkspartei hatte geschlossen Ablehnung angekündigt.

Außenminister Guido Westerwelle ( FDP ) sagte, bei dem Einsatz handele es sich um eine "rein defensive Maßnahme". "Für uns ist selbstverständlich, dass wir unserem Partner und Verbündeten Türkei im Nato-Rahmen helfen, sich gegen eine äußere Bedrohung zu schützen."

Einsatz startet Anfang 2013

Der Einsatz soll Anfang kommenden Jahres beginnen. Die beiden deutschen Staffeln werden aller Voraussicht nach in der Nähe der Großstadt Kahramanmaras im Süden der Türkei stationiert, etwa hundert Kilometer von der Grenze entfernt.

Das Mandat umfasst auch den Einsatz von deutschen Soldaten, die bei der Überwachung des türkischen Luftraums mit Awacs-Aufklärungsflugzeugen helfen.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Wohin führt der Weg denn sonst noch?

    Antwort auf "Gerechtfertigt!"
  2. Das die Patriots in die Türkei gebracht werden ist vollkommen richtig.Zunächst möchte ich ein weiters mal betonen, dass es sich dabei um Raketenabwehr(!) handelt und nicht um Waffen für einen Angriff.Ledeglich die Bevölkerung der Türkei soll dadurch geschützt werden und das vor einem Konflikt, der im inneren von Syrien stattfindet.Deswegen finde ich es nicht angmessen,diese Aktion mit Afghanistan zu vergleichen.Des Weiteren tretten wir als die BRD als eine Großmacht auf und aus dieser Machtposition ist es bzw. sollte es klar sein, dass man eine große Verantwortung trägt, vor allem auf die Außenpolitik bezogen. Rund um die Türkei und Syrien herrscht großes Konfliktpotential, welches möglichst friedlich eingedämmt werden sollte uns das Retten von Menschenleben sollte weierhin oberste Priorität haben.
    Außerdem sind wir vetraglich dazu verpflichtet der Türkei zu helfen, denn im Umkehrschluss steht diese Hilfe der BRD ebenfalls zu, falls wir auch in eine solche Situation geraten.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au

  3. 35. [...]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au

    Antwort auf "Richtig so !"
  4. Das Problem habe ich im nächsten Jahr - die von mir bisher gewählten Parteien haben mehrheitlich zugestimmt und sind damit nicht mehr wählbar für mich.

    Ich hoffe, daß das ein paar anderen ebenso geht - aber was machen wir, wenn die Linke plötzlich die Wahl gewonnen hat???

  5. Ich krieg mich vor Lachen nicht mehr ein...

    Recherchieren Sie einmal bitte, was mit Kritikern von Syriens Regierung in der Vergangenheit passiert ist. Sie werden aber keinen von denen je personlich ins Gesicht bekommen, raten Sie mal warum. Der syrische Geheimdienst verfolgt diese sogar in Deutschland.

    Und Sie, Sie sprechen von einem souveränen Staat? Ich bitte Sie.

    Antwort auf "Interessant"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    bei einem halbwegs vernünftigen Nachschlagewerk nach, was "souverän" eigentlich bedeutet, whiteFlower.

    Wiki will do...

    Und dann unterhalten wir uns weiter, ja?

    • Centime
    • 15. Dezember 2012 19:42 Uhr

    Hat Syrien der Tuerkei den Krieg erklaert? Was passiert wenn eine syrische Rakete in Grenzbereich einschlaegt? (Irrtuemer passieren, nicht wahr Herr Obama, wenn Familien getoetet werden von Drohnen?)

    Die schon sabbernde Kriegstreiberei aus unserem Land (France) und in Europa macht mir jetzt voellig Angst.
    Die deutsche Linke hat wohl noch als einzige Partei den Verstand noch nicht ganz verloren.

    • Centime
    • 15. Dezember 2012 19:53 Uhr

    Ihren Beitrag unterschreibe ich. Denn, Frieden in die Welt zu senden heisst nicht nur, den Eurofrieden zu erhalten.
    Nun denke ich, wir haben nicht gelernt.

    Hat die Tuerkei keine Armee um sie als Schutz an der Grenze aufzustellen? Syrien hat der Tuerkei nicht den Krieg erklaert.
    Syrien hatte sich entschuldigt fuer einen Fehlangriff.

    Keiner fragt, wem nutzt diese Verteidigungsaufstellung.Wartet man auf hinterlistiges um in syrien einzugreifen? Dann waere der Weg auch schneller frei in den Iran.Die bringen uns alle noch einen dritten Weltkrieg.

    Antwort auf "Kriegslust!"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Zitat
    Keiner fragt, wem nutzt diese Verteidigungsaufstellung.Wartet man auf hinterlistiges um in syrien einzugreifen? Dann waere der Weg auch schneller frei in den Iran.Die bringen uns alle noch einen dritten Weltkrieg.
    Zitat Ende

    Ihrem Nick und anderen Beiträgen entnehme ich dass Sie Franzose sind!

    Es freut mich ganz besonders, dass sich dann offensichtlich die Bürger unserer Länder in vielen Dingen einig sind. Sogar g e g e n die jeweils führenden Politiker! Das ist das eigentliche und preiswürdige an der Einigung Europas, nicht die Politclowns die den Preis jetzt entgegengenommen haben

    Sorry ist jetzt off Topic, war mir aber ein Bedürfnis

    • Centime
    • 15. Dezember 2012 20:48 Uhr

    "Lord Ismail von 1949 über die Ziele der Organisation: "to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down in Europe"

    Dieser Satz wurde ausgesprochen, dieser Satz war zur damaligen Zeit ernst gemeint.

    Auch wenn oft das gegenteil geschrieben oder gedacht wird, wir sind heute ein Europa.Und ich lege meine Hand in ein Feuer, heute haelt France zu Deutschland.

    Ich hatte ein schoenes Gespraech mit Jaques Délors verfolgen koennen am Tag der Friedensnobelpreisuebergabe. Er wurde gefragt, warum er nicht dort waere und er meinte, sein Platz ist hier, mit dem europaeischen Volk.Er prangert an, Europa hat keine guten Politiker und er warnt Europa vor einer sozialen Revolution.Frankreich sieht in Deutschland keinen Feind. Ich moechte es gern immer wieder widerholen.Ich lese in deutsch und kenne die Aengste der Deutschen, France wuerde Deutschland auspressen.

    Ich entschuldige mich bei der Redaktion, da etwas am Thema vorbei.

    Antwort auf "Schlimmer"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa , sk
  • Schlagworte FDP | Guido Westerwelle | Die Linke | Nato | Türkei | Auslandseinsatz
Service