Nach den internen Querelen in der Partei hat der Linken-Abgeordnete Wolfgang Nešković mit sofortiger Wirkung die Fraktion verlassen.

"Ich will zur Bundestagswahl 2013 erneut für den Deutschen Bundestag kandidieren, um mein 2009 gewonnenes Direktmandat zu verteidigen. Diesmal jedoch als unabhängiger Kandidat und nicht als Kandidat der Partei Die Linke ", sagte Nešković.

Die Kandidatur als Unabhängiger sei unvereinbar mit einer gleichzeitigen Mitgliedschaft in der Linken-Fraktion. Er habe daher Fraktionschef Gregor Gysi seinen Austritt aus der Fraktion erklärt. Die Linke-Fraktion kam am Mittag zu einer Sondersitzung zusammen.

In einem offenen Brief erklärte Nešković seinen Schritt : Der Grund für seine Entscheidung seien nicht die politischen Inhalte der Linken. Doch er habe sich seit den Wahlen des Jahres 2009 "viel Ärger eingehandelt", weil er die Politik der rot-roten Landesregierung konsequent intern und öffentlich kritisiert habe.

"Ich habe die Partei Die Linke an ihre inhaltlich richtigen Wahlversprechen erinnert. Dafür hat man mich mit unredlichen Mitteln bekämpft. Ich habe mich dagegen gewehrt. Ich will meine Kräfte nunmehr nicht länger auf solche Abwehrkämpfe sowie auf Parteidisziplin und Hierarchien verschwenden", sagte Nešković.

Gysi bedauerte den Schritt: "Ich hätte sehr gehofft, dass sich die Widersprüche zwischen ihm und den verantwortlichen Genossinnen und Genossen im Landesverband unserer Partei in Brandenburg und im Kreisverband Lausitz auf andere Art und Weise lösen lassen."