CDU-ParteitagMerkel empfiehlt Schwarz-Gelb für schwere Zeiten
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Streit über die Homo-Ehe

Die von der rot-grünen Koalition Anfang des Jahrtausends auf den Weg gebrachte Agenda 2010 bezeichnete die Kanzlerin aber als richtig. Sie hob dabei auch den Anteil der Christdemokraten hervor, ohne die die Reform im Bundesrat nicht durchgekommen wäre.

Merkel bekannte sich zum von Bundespräsident Joachim Gauck vertretenen Prinzip "Freiheit in Verantwortung". Die CDU stehe für eine soziale Marktwirtschaft, in der jeder seine Chance habe, sagte sie dazu. Entsprechend ist auch der 25. Parteitag der CDU benannt, ebenso der Leitantrag, den die Delegierten noch beschließen sollen: "Starkes Deutschland – Chancen für alle".

Signal für Niedersachsen

Die Delegierten dankten Merkel ihren Auftritt mit reichlich sieben Minuten Applaus. Am Nachmittag stellen sich die Parteichefin und die Parteiführung der Wiederwahl. Merkels Bestätigung mit einem guten Ergebnis gilt als sicher.

Neben der Wiederwahl der Vorsitzenden und der Parteiführung stehen eine Reihe von Themen zur Diskussion in Hannover: Streit könnte es über die steuerliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften geben, Beobachter erwarten eine intensive Debatte zu dem Thema. Konservative Christdemokraten befürchten, durch eine Gleichstellung homosexueller Beziehungen werde die Ehe zwischen Mann und Frau abgewertet.

Dass der Parteitag in Hannover stattfindet, soll auch ein Signal der Unterstützung für den niedersächsischen CDU-Ministerpräsidenten David McAllister sein. Niedersachsen wählt im Januar einen neuen Landtag. Nach derzeitigen Umfragewerten ist neben der Großen Koalition aus CDU und SPD ein Bündnis der CDU mit den Grünen denkbar, die FDP steht unter der Fünfprozenthürde.

ZEIT-ONLINE-Reporterin Lisa Caspari twittert livevom Bundesparteitagder CDU unter@zeitonline_politik

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Leserkommentare
  1. ...wenn man schwere Zeiten haben möchte!

    Nothing more to say about Ms. Merkel...

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    Sie sind mir zuvor gekommen. Ich hoffte schon, ich sei der erste, der das schreibt.

    Wenn wir bisher keine schweren Zeiten hatten, wie schwer sollen sie dann unter Schwarz/Gelb noch werden? Ich dachte eigentlich: Schlimmer geht´s nimmer.

  2. Dass ausgerechnet Frau Merkel die Homoehe "diskutiert" kann eigentlich nur als Ablenkungsmanöver von anderen Baustellen der Koalition gesehen werden, denn so wichtig dürfte Ihr und den meisten in der CDU/CSU dieses Thema wohl kaum sein....

    13 Leserempfehlungen
  3. der man nicht unbedingt folgen muß...
    und wohl auch nicht wird :)

    4 Leserempfehlungen
  4. Noch nie war die Diskreptanz zwischen Worten und Taten so groß wie Heute.

    "Starkes Deutschland - Chancen für alle"
    "sicher mit klarem Kompass"
    "Arbeit ist eine Frage der Würde"

    Ich erspare mir hier die Verlinkungen der Tatsachen, da kann jeder schnell selber fündig werden.

    Und das Schlimme dabei, viele nehmen die Worte unreflektiert auf und glauben daran. Da kann man schon fast von Gehirnwäsche sprechen.

    Und bevor hier einer erzählt, dass in Timbuktu alles viel schlechter ist... bitte woanders trollen.

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    • ageare
    • 04. Dezember 2012 12:56 Uhr

    die angeblich nicht gesunkenen Reallöhne.

    Im Durchschnitt, und ohne Inflation, ist die Aussage korrekt.

    Ansonsten muss man feststellen, dass der Reallohn für ca 90% der Bevölkerung gesunken ist.

    • ageare
    • 04. Dezember 2012 12:56 Uhr

    die angeblich nicht gesunkenen Reallöhne.

    Im Durchschnitt, und ohne Inflation, ist die Aussage korrekt.

    Ansonsten muss man feststellen, dass der Reallohn für ca 90% der Bevölkerung gesunken ist.

    11 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Wort und Taten"
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    "Oder auch die angeblich nicht gesunkenen Reallöhne."
    ------------------
    Warum "angeblich"? Wer behauptet das denn?

  5. Seit wann ist die Pfarrerstochter so ehrlich?

    4 Leserempfehlungen
    • AndreD
    • 04. Dezember 2012 13:06 Uhr

    mal mit St. Just verglichen.

    Ehrlich gesagt erinnern mich Merkel und das deutsche Volk immer mehr an Shakespeares Edward III und Anne.

    KING EDWARD.
    Pardon me, countess, I will come no near;
    I dreamed to night of treason, and I fear.

    COUNTESS.
    Far from this place let ugly treason lie!

    3 Leserempfehlungen
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    • AndreD
    • 04. Dezember 2012 13:41 Uhr

    Der Kontext des Zitats scheint hier kaum jemand ein Begriff zu sein...

    Mit Beidem.

    Da würde ein etwas abgewandelter Zitat von Heinrich der 2 besser passen. “Will no one rid me of this turbulent priest daughter?".

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  • Quelle ZEIT ONLINE, tst
  • Schlagworte Angela Merkel | CDU | FDP | SPD | Bundesregierung | Bundesrat
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