StaatshaushaltDeutschland verschuldet sich weniger als erwartet

Finanzminister Schäuble kann seine Schuldenbilanz erneut nach unten korrigieren: Entgegen den Erwartungen kommt der Bund 2012 mit Krediten unter 25 Milliarden aus. von dpa

Finanzminister Wolfgang Schäuble (Archiv)

Finanzminister Wolfgang Schäuble (Archiv)  |  © Francois Lenoir/Reuters

Obwohl die Steuereinnahmen im November zurückgegangen sind, muss der Bund weniger neue Schulden aufnehmen, als bisher erwartet. Nach den Berechnungen des aktuellen Monatsberichts von Finanzminister Wolfgang Schäuble ( CDU ) wird die Nettokreditaufnahme für das Jahr 2012 unter 25 Milliarden Euro liegen.

Zuletzt hatte es aus dem Finanzministerium geheißen, das Finanzierungsdefizit des Bundes für das auslaufende Jahr könne "bei 25 Milliarden Euro" liegen. Nun schrieb der Minister: "Aufgrund der bisherigen Entwicklung und unter Berücksichtigung des erfahrungsgemäß aufkommensstarken Dezember-Ergebnisses ist zu erwarten, dass die Nettokreditaufnahme 25 Milliarden Euro unterschreiten wird." Im Vergleich zu den Veranschlagungen im zweiten Nachtragsetat wären das sogar etwa drei Milliarden weniger.

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Zwar sind die Steuereinnahmen von Bund und Ländern wegen der Konjunkturabkühlung im November nur noch gering gewachsen, und zwar um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Für den Dezember rechnet das Finanzministerium aber wieder mit einem kräftigeren Plus, weil es sich traditionell um einen der einnahmestärksten Monate handelt. Zum Jahresende sind damit wieder Rekordeinnahmen möglich.

Schlechter Start ins Schlussquartal

Auch die Konjunkturabkühlung wird aus Sicht des Ministeriums nur vorübergehend sein, das Wachstum im kommenden Jahr aber trotzdem dämpfen. Dafür, dass es sich nur um eine temporäre Schwächephase handelt, spricht nach Ansicht des Finanzministers, dass sich die ifo-Geschäftserwartungen für das Verarbeitende Gewerbe zum dritten Mal in Folge verbessert haben. Auch die Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) seien überraschend kräftig gestiegen: "Damit bestehen gute Chancen, dass nach der "Konjunkturdelle" im Winterhalbjahr die wirtschaftlichen Auftriebskräfte wieder stärker werden ."

Die aktuellen Daten signalisierten aber einen ungünstigen Einstieg der deutschen Wirtschaft in das Schlussquartal 2012. Eine Abkühlung im Winterhalbjahr werde das 2013 zu erwartende Wachstum dämpfen.

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Leserkommentare
  1. Nicht wirklich. Das passiert leider permanent.

    Nur weil ich mir eine noch höhere Zahl für die neuen (=zusätzlichen) Schulden ausdenken kann, spare ich nicht/nichts, wenn ich eine knapp kleinere Zahl wähle für die neue (=zusätzliche) Schulden.

    Die Wirtschaft brummt, Steuern fliessen, da könnte man die Idee bekommen neue Schulden müssten nicht sein.

    Wenn es diese Regierung nicht hinbekommt, wie denn dann die Nächste?

    Dannke, Regierung.

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    Null Zinsen für neue Schulden gezahlt oder besser noch für neue Schulden Geld oben drauf bekommen.

  2. 2. [...]

    Aufgrund eines Doppelpostings entfernt. Die Redaktion/au

  3. auch mit diesen Ihren Zahlen können Sie die verlorene Glaubwürdigkeit nicht zurückgewinnen.

  4. Eine Abkühlung im Winterhalbjahr werde das 2013 zu erwartende Wachstum dämpfen.

    Das klingt doch gut. Dämpfen ist in diesem Zusammenhang doch ein wunderbarer Begriff.

  5. Null Zinsen für neue Schulden gezahlt oder besser noch für neue Schulden Geld oben drauf bekommen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Null Zinsen für neue Schulden gezahlt oder besser noch für neue Schulden Geld oben drauf bekommen.

  6. Null Zinsen für neue Schulden gezahlt oder besser noch für neue Schulden Geld oben drauf bekommen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Wirtschaftslehre
    Ein Mann sah seinen Bus so langsam vorankommen, daß er beschloß zu Fuß nach Hause zu gehen.
    Unterwegs traf er einen anderen Mann - einen Bürger aus dem Land der Narren.
    < Ah, Narrenländer!> rief er.
    < Du bist ein verschwenderischer Dummkopf>, erwiderte der andere sogleich.

    < Nachdem du eine so wichtige Sparmöglichkeit herausgefunden hast, hättest du hinter einem
    Taxi herlaufen und zehnmal mehr sparen können.>

  7. Billiger Fahrradhöcker Trick.
    Preis initial anheben,
    runterhandeln lassen
    und schon freuen sich die doofen Kunden :-D

  8. 500 Mrd. gekostet.
    Wieviel wird die nächste Kriese kosten?
    Man sei ja kein Kommunist, und würde keine Bank verstaatlichen. Am Ende mussten Sie es aber doch.
    Aus den Fehlern nichts gelernt, geht es weiter, wie bisher.

    Die ganzen geleisteten Bürgschaften an Kriesenländer werden nie zurückkommen. Schuss ins Feuer.
    Nur damit Hedgefonds und Spekulanten weiter sich Bedienen können.
    Von den ganzen Garantien abgesegen, die BRD zahlen müsste, beim EURO Ausfall.
    Das sind auch stolze Beträge im Billionen Bereich.

    Aber man feiert sich mal wieder und Schäuble, für etwas, was ich absolut nicht verstehen kann.

    Verbrennt mal weiter das Geld der Steuerzahler, bis das Armut auch die Mehrheit der Mittelschicht erreicht.

    via ZEIT ONLINE plus App

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Wolfgang Schäuble | CDU | Finanzministerium | Euro | Finanzminister | Minister
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