Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist nach wie vor beliebt: Laut ZDF-Politbarometer hat die Kanzlerin den Vorsprung vor ihrem SPD-Herausforderer Peer Steinbrück um vier Prozentpunkte ausbauen können. Demnach wünschten sich 54 Prozent der Wähler Merkel als Regierungschefin. Trotz der großen Aufmerksamkeit durch den Nominierungsparteitag stimmten nur 36 Prozent für Peer Steinbrück.

Wenn am Sonntag Bundestagwahl wäre, würde die CDU / CSU 40 Prozent der Stimmen erreichen (plus zwei Prozent). Die SPD würden nur 30 Prozent wählen, ein Plus um einen Punkt. Die Grünen geben einen Punkt ab und kommen auf 13 Prozent. Auch im stern -RTL-Wahltrend , lag die Union deutlich vor der SPD.

Trotz des großen Vorsprungs der Union würde es für eine schwarz-gelbe Regierung nicht reichen, denn die FDP verpasst der Erhebung zufolge abermals mit vier Prozent den Einzug in den Bundestag. Noch deutlicher scheitert die Piratenpartei an der Fünf-Prozent-Hürde: Sie stürzt von einstmals zweistelligen Umfrageergebnissen auf jetzt drei Prozent ab. Die Linkspartei liegt stabil bei sieben Prozent. Damit wären neben einer großen Koalition nur ein schwarz-grünes Bündnis oder aber eine Koalition aus SPD, Linke und Grünen mehrheitsfähig.

Mit Rot-Grün nicht unbedingt sozial gerechter

Im Wahlkampf will die SPD mit der sozialen Frage punkten, wie Steinbrück in seiner Nominierungsrede gesagt hatte. Hier müssen die Sozialdemokraten noch zulegen. Nur 27 Prozent der Befragten glauben, mit Rot-Grün würde es sozial gerechter zugehen. 55 erwarten dagegen, dass sich bei einem Regierungswechsel nichts Wesentliches ändern würde. Zwölf Prozent rechnen gar mit einer Verschlechterung.

Jeder dritte Wähler glaubt, dass es in Deutschland seit Bildung der schwarz-gelben Regierung weniger sozial gerecht zugeht. Die Mehrheit mit 55 Prozent nimmt auch hier keine Veränderungen im Vergleich zu früheren Zuständen wahr. Nur acht Prozent meinen, seitdem Merkel die SPD gegen die FDP als Koalitionspartner ausgetauscht hat, gehe es sozial gerechter zu.

Für das Politbarometer hatte die Forschungsgruppe Wahlen vom 11. bis zum 13. Dezember 1.280 Wahlberechtigte repräsentativ befragt.