Kanzlerkandidat : Steinbrück beklagt "Parallelgesellschaften" der Armut
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Kritik am harten Euro-Sparkurs

Steinbrück äußerte sich auch zu der Position seiner Partei in der Euro-Krise. Es sei richtig, dass die SPD den Rettungsmaßnahmen zugestimmt habe, "weil wir auch in der Opposition Entscheidungen treffen müssen, an die wir in der Regierungsverantwortung nahtlos anknüpfen müssen".

Dennoch unterstütze er nicht den Kurs der Bundesregierung in der Schuldenkrise. Es sei falsch, dass Europa bisher fast ausschließlich auf eine Konsolidierung der Haushalte gesetzt habe. "Die Sparpolitik ist zu hart, sie führt in die Depression."

Einige Länder müssten dieses und nächstes Jahr fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts einsparen. So gingen manche Gesellschaften in die Knie, warnte Steinbrück. "Mit der Konsolidierung ist es wie mit manchen Medikamenten. Die eine Dosis kann Leben retten, die andere ist tödlich."

Steinbrück findet Kanzler-Gehalt zu niedrig

Aus dem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung waren schon am Samstag Zitate vorab veröffentlicht worden, die für Diskussionen sorgten . Steinbrück kritisierte darin das Kanzlergehalt als zu niedrig. "Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin."

Das sorgte für Kritik auch aus eigenen Reihen. So sagte Altkanzler Gerhard Schröder , er halte die Politikergehälter in Deutschland für angemessen. "Ich habe jedenfalls davon immer leben können."

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Kommentare

175 Kommentare Seite 1 von 27 Kommentieren

Ach Peer, du redest heute so

und morgen so - jedem nach dem Mund; man merkt, daß der Wahlkampf schon auf vollen Touren läuft.
Der Wähler läßt sich allerdings nicht mehr ganz so einfach wie früher hinters Licht führen - das wird auch die SPD bemerken. Immerhin hast du dich schon mal für den Posten als Wirtschaftsminister in einer großen Koalition beworben - allerdings weniger mit deinen Aussagen, eher mit deinen Nebentätigkeiten.

Noch neun Monate bis zur Wahl

Die SPD sollte sich schleunigst einen neuen Kandidaten suchen. Das mag zwar ihm ersten Moment peinlich sein, aber es ist immer noch besser einen Fehler einzugestehen und rechtzeitig zu beheben als ihn einfach zu ignorieren.

Steinbrück jedenfalls ist völlig unglaubwürdig. Mit ihm wird die SPD keine Chance haben Frau Merkel abzulösen. Aber wer weiß, vielleicht will man das ja auch gar nicht. Vielleicht hofft man eher auf eine Juniorpartnerschaft mit Frau Merkel. Aber ob nach vier Jahren Großer Koalition in 2017 dann noch ein messbares Ergebnis für die SPD zu erzielen ist, ist nach den Erfahrungen vom letzten mal doch sehr fraglich.

Auf geht's, SPD. Noch sind neun Monate Zeit bis zur Wahl. Noch ist es nicht zu spät mit einem anderen Kandidaten ins Rennen zu gehen.

Er ist nicht lernfähig

Er müsste doch begriffen haben, dass er über Geld, was er oder andere Politiker bekommen oder bekommen müssten, einfach den Mund halten sollte. Er hat doch mit seinen Vortragshonoraren sich genug Beulen geholt. Immer wieder, wenn er das Thema Geld (eventuell für ihn als Kanzler) aufgreift, wirkt das doch wie das Bohren in einer noch nicht verheilten Wunde.
Für mich nicht zu begreifen.

Er verbrennt sich selbst!!!

So langsam wird er Unglaubwürdig. Erst wird der Status des Kanzlers als gering Verdiener angepriesen, dann bringt er Unruhe durch die Parallelgesellschaften. Das Arm und Reich auseinander driften ist bekannt. Wie passt seine Aussage über Reichtum und Armut eigentlich zusammen. Das ist eine Politik wo der sogenannte Adel das Bürgertum anprangert und auf geschicktem Wege Ausbeuten will.

Klarer Punktgewinn für Merkel:

Die Kanzlerin ist mit ihren Bezügen zufrieden!!!

"Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält ihre Bezüge als Regierungschefin nicht für zu niedrig. Nach der Kritik des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück an den Bezügen der Regierungschefs sagte Regierungssprecher Steffen Seibert der „Bild“, es gebe „ein in Jahrzehnten gewachsenes, ausgewogenes und auskömmliches Gehaltssystem im Öffentlichen Dienst und Staatsämtern auf allen föderalen Ebenen“. Dieses habe sich „alles in allem bewährt“..." (Tsp)