Regierungswechsel : Dreyer ist neue Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Mit allen Stimmen der rot-grünen Mehrheit ist Malu Dreyer zur neuen Ministerpräsidentin gewählt worden. Ihr Vorgänger Kurt Beck verabschiedete sich zuvor selbstkritisch.

Malu Dreyer ist neue Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz. Die bisherige Sozialministerin wurde im Mainzer Landtag zur Nachfolgerin von Kurt Beck, an die Spitze der rot-grünen Landesregierung, gewählt. Für die 51-jährige SPD-Politikerin stimmten 60 der 100 Abgeordneten. Das entspricht exakt der rot-grünen Mehrheit. Im Anschluss an die Wahl wurde die SPD-Politikerin im Amt vereidigt.

Zuvor hatte Deutschlands dienstältester Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) nach 18 Jahren offiziell sein Amt niedergelegt. Beck bedankte sich im Mainzer Landtag bei seinen Wegbegleitern in Landtag, Regierung und Gesellschaft und wurde im Gegenzug mit langem Applaus gewürdigt.

Beck verabschiedet sich selbstkritisch

In seiner Rede räumte Beck selbstkritisch ein: "Wer arbeitet, macht auch Fehler. (...) Mir tut das leid, aber ich glaube, dass wir auch feststellen können, dass die Gesamtsituation unseres Landes eine Bewertung erlaubt, die zeigt, wie sehr wir vorangekommen sind."

Beck hatte im September aus gesundheitlichen Gründen seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Überschattet wurde seine Amtszeit durch den Ausbau des inzwischen insolventen Nürburgrings. Der 63-Jährige war seit Oktober 1994 Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz und stand seit den Landtagswahlen im Jahr 2011 an der Spitze einer rot-grünen Landesregierung. Die 51-jährige Dreyer gehörte seinem Kabinett seit 2002 als Sozialministerin an.

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