Wahl in Niedersachsen : CDU will der FDP keine Zweitstimmen schenken
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Entscheidung über Rösler noch im Januar gefordert

Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Birgit Homburger rief die Partei zur Geschlossenheit auf. "Die erste Regel für Erfolg lautet: Schluss mit Selbstbeschäftigung", sagte Homburger. Die Liberalen müssten Teamgeist entwickeln und zeigen, was sie von anderen Parteien unterscheide. Wie beim Fußball stelle sich auch in der Politik Erfolg nur ein, "wenn man als geschlossene Formation aufs gegnerische Tor zielt". 2013 habe das Potenzial, ein gutes Jahr für die FDP zu werden.

Auch FDP-Generalsekretär Patrick Döring forderte ein Ende des Führungsstreits. Die Chancen für ein großartiges Ergebnis bei der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar seien gut. Im Bund müsse die FDP aktuellen Umfragen zufolge nur von vier auf sechs Prozent zulegen, um an der Seite der Union bei der Bundestagswahl an der Macht zu bleiben.

Der rheinland-pfälzische FDP-Chef Volker Wissing sagte, man müsse sich endlich auf Inhalte konzentrieren. Sollten die Personaldebatten nach dem Dreikönigstreffen in Stuttgart am Wochenende nicht beendet sein, müsse ein früherer Parteitag erwogen werden. Das sehen auch manche FDP-Präsidiumsmitglieder so. Nach Bundestagsvizepräsident Hermann Otto Solms plädierte auch der frühere Parteichef Wolfgang Gerhardt dafür, den Parteitag vorzuziehen. So könne die FDP schneller Spitzenpersonal, Programm und Koalitionsaussage für die Bundestagswahl bestimmen. "Der geplante Termin im Mai ist zu spät", sagte Gerhardt. 

Möglicher Sonderparteitag nach Niedersachsen-Wahl

In mehreren FDP-Landesverbänden soll es bereits Überlegungen geben, nach der Niedersachsen-Wahl einen Sonderparteitag einzuberufen, falls Rösler trotz eines unbefriedigenden Wahlausgangs als Parteichef weitermachen wolle. Laut FDP-Satzung muss ein außerordentlicher Parteitag stattfinden, wenn mindestens vier Landesverbände das wollen.

Der hessische FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn fordert eine Entscheidung bis Ende Januar. "Mir ist es vollkommen egal, wie wir es klären, aber wir brauchen eine verbindliche Klärung", sagte er. Es könne nicht sein, dass in der Partei auch in den kommenden Monaten Unklarheit herrsche über Personal und Inhalte. Auch Bayerns FDP-Wirtschaftsminister Martin Zeil sagte, die FDP müsse gleich nach der niedersächsischen Landtagswahl am 20. Januar die Weichen für die Bundestagswahl stellen.

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Kommentare

37 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Bürger - Bürgerinnen - BürgerInnen

Wenn jemand Bürger schreibt, gehe ich automatisch davon aus, dass sowohl Bürger als auch Bürgerinnen gemeint sind. Sie haben aber explizit Bürgerinnen geschrieben und da konnte ich mir einen kleinen Kommentar nicht verkneifen!

"Ein generisches Maskulinum ist ein maskulines Nomen oder Pronomen, das sich auf Personen mit unbekanntem Geschlecht bezieht, bei dem das Geschlecht der Personen nicht relevant ist oder mit dem männliche wie weibliche Personen gemeint sein sollen." [http://de.wikipedia.org/w...