ParteivorsitzFDP-Führungsmitglieder verlangen Entscheidung über Rösler

Die Liberalen geraten zunehmend in Panik: Nun fordert Präsidiumsmitglied Hermann Otto Solms einen vorgezogenen Parteitag, der die Führungsfrage endgültig klären soll.

In der FDP hält die Diskussion über Parteichef Philipp Rösler an. Präsidiumsmitglied Hermann Otto Solms sagte dem Handelsblatt, der im Mai anstehende Parteitag solle vorgezogen werden, um eine "abschließende Entscheidung" zu treffen.

Die FDP dürfe keine Zeit mehr mit schädlichen Personaldebatten vertun, sagte Solms. Kurz vor dem Dreikönigstreffen der Liberalen an diesem Wochenende und gut zwei Wochen vor der Niedersachsenwahl geht der Vizepräsident des Bundestags auf Distanz zu Rösler.

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"Es muss eine Frau oder ein Mann an der Spitze stehen, die oder der unsere liberalen Werte glaubhaft vermitteln und dann auch umsetzen kann", sagte Solms. Die Basis wisse "sehr genau, wer die besten Chancen in einem Wahlkampf hat".

Westerwelle unterstützt Rösler

Zuletzt hatte sich in einer Umfrage die Mehrheit der FDP-Wähler für Fraktionschef Rainer Brüderle als Parteichef ausgesprochen. Der hessische FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn regte eine Sondersitzung des Bundesvorstandes und Präsidiums Ende Januar an, um "unumkehrbare Klarheit über die Frage des Spitzenkandidaten" zu schaffen.

Vor einer Fortsetzung ihres Führungsstreits warnte hingegen der frühere Parteichef und jetzige Außenminister Guido Westerwelle die Liberalen. "In Wahlkämpfen geht es zuallererst um politische Inhalte und nicht um innerparteiliche Selbstbeschäftigung", sagte Westerwelle.

Ausdrücklich sprach er seine Unterstützung für den amtierenden Vorsitzenden Rösler aus. Aus seiner Zeit als Parteivorsitzender wisse er, "wie verantwortungsvoll und manchmal schwer das Amt des FDP-Vorsitzenden" sei. An Spekulationen über Röslers Zukunft beteilige er sich deshalb nicht, sondern unterstütze stattdessen die "Partei und die Führung", sagte Westerwelle.

Rösler selbst sagte zu der Diskussion um seine Führungskompetenz, dass er auch bei einem Wahlergebnis "von 5,1 Prozent" in Niedersachsen sein Amt nicht aufgeben werde. Dies berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf enge Vertraute des FDP-Chefs. Er werde sich nicht aus der Verantwortung stehlen und bis zum Wahltag alles für einen Erfolg in Niedersachsen tun, kündigte Rösler demnach an. Angebliche Gedankenspiele über eine Teamlösung seien frei erfunden.

Leserkommentare
  1. Man sollte die FDP nicht zu früh abschreiben.

    Die FDP hat nur eine einzige Aufgabe in diesem Staat: Der CDU zu Macht zu verhelfen. Weil kein anderer Koalitionspartner.

    Bei der NRW-Wahl dachte ich schon an den Tod der FDP. Aber dann blinkten auf einmal absolut unglaubliche, sagenhafte 8,5% auf.
    Scheinbar gibt es ein Potenzial von CDU-Wählern, die man abkommandieren kann, um die FDP wählen.

    2 Leserempfehlungen
  2. Zeit online schreibt einen Artikel.
    Dann vielleicht 5 Kommentare.
    Und dann kann jeder anklicken war er will.
    Das ist einfcher als immer diese Zensuren.

    Ich bin mir nicht merh sicher, was ich genau geschrieben habe. Aber ich bin mir keiner Schuld bewußt, etwas falsches geschrieben zu haben.
    Soviel mal wieder zu Freiheit seine Meinung zu äußern.

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    2 Leserempfehlungen
  3. In diese richtung habe ich auch schon gedacht.
    Die Fdp eignet sich abe auch wirklich optimal, die ganze Schuld zu tragen.

    4 Jahre SPD-Schröder mit Grüne-Fischer, 4 Jahre Große Koalition (3% Umsatzsteuererhöhung als Sofortmaßnahme, die natürlich wieder genau die traf, die alles was sie an Almosen (Niedriglohn, Haartz4) bekommen konsumieren müssen) dann die CDU/CSU-Politik mit de FDP in den letzen 3 jahren - alles wird vegessen gemacht.

    "Die FDP wars!" Haltet den Dieb, "die wars".

    Antwort auf "Falsche Loyalität"
  4. Ich glaube, viele Menschen sind sich der Bedeutung der FDP und der geleisteten Taten in der aktuellen Legislaturperiode nicht bewusst. Wem haben wir es denn zu verdanken, dass die Euro-Krise so spurlos an Deutschland vorbei ging? Wer hat die deutsche Wirtschaft gestärkt und durch kluges Handeln die Zahlen der Erwerbslosen auf ein Rekordniveau gesenkt? Deutschland und sienen Bürgerinnen und Bürgern geht es so gut wie nie zuvor, haben einige doch mittlerweile mehr als einen Job.

    Auch die Kanzlerin verlässt sich in allen wichtigen Fragen auf die Kompetenz des liberalen Partners. Deutsche Kompetenz hat einen Namen: FDP! Europa beneidet uns um unserer liberalen Politiker. Wie froh wären doch Italiener oder Franzosen, über solche fähiges und seriöses Personal zu verfügen.

    Die Diskussionen büer den Vorsitzenden Rösler sind natürlich unpassend. Zumal es einfach noch Menschen gibt, die ihn nicht richtig einzuschätzen vermögen. Rösler ist ein Taktiker, ein Stratege, der seinen politischen Gegnern immer mehrere Schritte voraus ist. Selbst die Kanzlerin musste dich dem Strategen Rösler bei der Frage des neuen Bundespräsidenten geschlagen geben.

    Das Streben nach Freiheit und die deutsche FDP sind eben unsterblich. Und wenn die Liberalen den Kampf aus dem Untergrund fortführen müssen, es wird sie niemand stoppen.

    "Darum das Pulver trocken, das Schwert geschliffen, das Ziel erkannt, die Kräfte gebannt und die Sozialisten verbannt."

    4 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Würde man den Mindestlohn auf 3 € senken und dann von Staats wegen auf 8 € aufstocken - dann hätten wir gar keine Arbeitslosen mehr. Mit dieser Strategie sollte die FDP in den Wahlkmapf ziehen. Manche denken doch tatsächlich, das wäre immer gut, keine Arbeitslosen mehr zu haben.
    Wieviele Milliarden hat der Staat den Aufstockern zahlen müssen (damit diese aus der Statistik fallen)? Wievielen Arbeitslosen entspräche das?
    Mr reicht das schon wieder hier.

    Entschuldigung !!
    Habe eben Ihren Kommentar fertig gelesen und die Ironie zu spät erkannt. Bitte überlesen Sie meine Anfeindung.

    um Ihren staubtrockenen Humor - oder sollte da ich etwas falsch verstanden haben?

    Finde Ihre Ironie wunderbar,
    you made my day.

  5. Noch eine Mutmaßung:

    Viele zweifeln ja daran, daß der Schröder damals tatsächlich ein Sozi war. Hier und da hörte ch, daß die FDP ihn eingeschleußt hätte. Nachdem was er 4 Jahre lang als Kanzler gemacht hat, könnte man das durchaus glauben. Auch seine Karriere danch fzeigt ja, wo sein Herz schlägt (Links, da wo die Brieftasche ist).

    Vielleicht ist der Herr Rösler ja ein Sozi und die wirklchen Sozialdemokraten haben ihn in die FDP eingeschleusst. Ziel: FDP uner 5% führen.
    Nun gut, der Herr Westerwelle war meiner Meinung nach "besser" als Rösler in der Rolle des FDP Madischmachers. Aber daß er ein eingeschleusster Linker sein soll - das kann ich mir nun wirklcih nicht vorstellen.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "@ Ironpolem"
  6. Würde man den Mindestlohn auf 3 € senken und dann von Staats wegen auf 8 € aufstocken - dann hätten wir gar keine Arbeitslosen mehr. Mit dieser Strategie sollte die FDP in den Wahlkmapf ziehen. Manche denken doch tatsächlich, das wäre immer gut, keine Arbeitslosen mehr zu haben.
    Wieviele Milliarden hat der Staat den Aufstockern zahlen müssen (damit diese aus der Statistik fallen)? Wievielen Arbeitslosen entspräche das?
    Mr reicht das schon wieder hier.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Kompetenz"
  7. Entschuldigung !!
    Habe eben Ihren Kommentar fertig gelesen und die Ironie zu spät erkannt. Bitte überlesen Sie meine Anfeindung.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Kompetenz"
  8. tun diesem Staat gut Wer möchte ernsthaft dagegen sein? Man hat hier international etwas aufzuholen. Nun denn.

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