UmfrageSPD wieder auf dem Stand von 2009

Laut einer Umfrage liegt die SPD nur noch bei 23 Prozent, Kanzlerkandidat Steinbrück verliert weiter an Ansehen. Die Union erreicht den höchsten Wert unter Angela Merkel.

Im Forsa-Wahltrend für Stern und RTL büßen die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche erneut zwei Prozentpunkte ein und fallen mit 23 Prozent auf ihren niedrigsten Wert seit Juli 2011. Anfang Oktober, direkt nach der Nominierung Steinbrücks, hatte die SPD laut Forsa noch 30 Prozent erzielt. CDU und CSU gewinnen einen Punkt auf 43 Prozent - der beste Wert für die Union unter Kanzlerin Angela Merkel.

Die FDP legt zwar um einen Punkt zu, hätte mit 3 Prozent aber weiterhin keine Chance auf einen Verbleib im Bundestag. Grüne und Linke fallen um je einen Punkt auf 14 beziehungsweise 8 Prozent. Die Piratenpartei wäre mit 4 Prozent (plus eins) nicht im Bundestag vertreten. Mit 43 Prozent wäre die Union derzeit allein 6 Punkte stärker als das rot-grüne Lager (zusammen 37 Prozent).

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Der SPD-Kanzlerkandidat verliert laut Forsa weiter an Ansehen. Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich nur 18 Prozent für Steinbrück entscheiden - vier Punkte weniger als in der Vorwoche. Für Merkel würden 59 Prozent (plus eins) stimmen.

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Leserkommentare
  1. die Dr. Merkel die uns heuchelt, mit Phrasen volldröhnt und trotzalledem eine Marionette der Wirtschaft bleibt. Um Merkel ist es einsam geworden ihre Statisten fallen auch durchs Raster. Herr Steinbrück ist und bleibt eine Figur die eines Kanzlers würdig ist. Die Medien scheinen gut eingestimmt zu sein und wer CDU wählt wählt auch die FDP (und diese haben wirklich nichts geleistet). Dei Meinungsmache besonders unter den Kommentaren hier auf dieser Seite beweisen wie wenig Mut die Menschen haben wirkliche veränderung zu wagen, stattdessen wird geschröpft und geköpft und die radikalen kriegen immer mehr Zulauf. Lieber 23 Prozent für Realität als 43 Prozent Heuchelei und Untätigkeit.

    7 Leserempfehlungen
  2. Ohne darauf einzugehen, dass ich da doch anderer Meinung bin und mir der Zusammenhang zwischen hartem Geschäft und der Unmöglichkeit des Mitreissens der Menschen nicht 100% klar ist (jetzt kann man mir natürlich bodenloses Unverständnis vorwerfen): ich denke nicht, dass der Vorwurf von "bodenloser Naivität" ein Niveau ist, auf dem man sich in Internetforen allgemein und im Forum der Zeit im Speziellen begegnen sollte.

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  3. Das Schicksal der Genossinnen und Genossen ist, im wahrsten Sinne des Wortes, selbst gewählt.

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    >> Das Schicksal der Genossinnen und Genossen ist, im wahrsten Sinne des Wortes, selbst gewählt. <<

    ... es ja gerade nicht. Gewählt wurde bei den Grünen.

    Bei der SPD wurde der Kandidat per Schnick-Schnack-Schnuck oder so ermittelt ;-)

  4. Merkels größtes Plus ist es, dass sie durch Nichtstun glänzt. Genau das möchte zurzeit der Wähler: Er will, dass sich nichts ändert. Die Mehrheit der Deutschen ist nicht libertär, links oder rechts. Die Mehrheit der Deutschen ist schlicht konservativ. Das muss man akzeptieren. Unterschicht und Mittelschicht haben Angst vor einer SPD, die einst für den kleinen Mann eintrat und dann mit der Agenda 2010 um die Ecke kam. Verrat tut besonders weh, wenn er aus dem eigenen Lager kommt. Niemals ist eine Partei ihrer eigenen Klientel so vor den Karren gefahren wie es die Schröder-Clement-Steinmeier-Clique tat. Und die, die von den Schröder-Reformen am meisten profitiert haben, wählen sowieso nicht SPD. Das ist ihr Dilemma. Agenda 2010 ist das Stigma auf der Stirn der Genossen, das sie der Fähigkeit beraubt, ihre potenziellen Wähler zu mobilisieren, egal welcher Kandidat antritt. Auch die inzwischen gutbürgerlichen Grünen werden das erkennen und nach der Wahl zur Union überlaufen, weil 2013 die letzte Chance für die aktuelle Grünen-Führung ist, noch einmal in ein Ministeramt zu kommen und gestalterisch von der Regierungsbank aus tätig zu werden. Es wäre eine konservative Regierung für ein konservatives Volk. Mein Tipp für die Wahlbeteiligung 2013: Nur noch so etwa bei 70 % und ich gehe auch nicht wählen, was mein gutes Recht ist.

    8 Leserempfehlungen
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    Es stimmt, warum ist auch sonst ein Herrn Wowereit in Berlin seit mittlerweile fast 12 Jahren Bürgermeister von Berlin? Er verändert nichts, bewirkt nichts ... und verunsichert somit auch seine Wählerschaft nicht.
    Von ihrem Wahlrecht sollten Sie dennoch auf jeden Fall Gebrauch machen; allein schon, um extremen Parteien entgegenzutreten. Fallen Sie dabei jedoch bitte nicht auf Parolen wie "mehr netto vom brutto" kurz vor der Wahl rein. Dies führt, wie wir alle erleben, nur in die Katastrophe

    • Luleroc
    • 16. Januar 2013 12:48 Uhr

    ist es mir auch noch in Erinnerung.

    Die Agenda 2010 als Faustschlag gegen sozial schwach aufgestellte Bürger; von der Partei, die sich das SOZIALE wie ein Mantra vor den Bauch gebunden hat: konzipiert, auf den Weg gebracht und gesetzlich schier unumstößlich tief verankert. Das kriegt niemand mehr so schnell aus der Welt.

  5. Bei der Berichterstattung der vergangenen Wochen und Monate war dieses Ergebnis doch wohl vorauszusehen. Medienübergreifend von Zeit, SZ, Spiegel bis hin zu Bild war und ist stets der gleiche Grundtenor vertreten, der Herrn Steinbrück als möglichen Kanzler unmöglich macht. Es ist erschreckend zu sehen, wie leicht sich die Leserschaft hiervon "überzeugen" lässt, und dafür gar meist noch Bereitwillig zahlt.
    Für mich zumindest gibt es bislang noch immer keinen faktenbasierten Grund, Herrn Steinbrück nicht zu wählen; von den Medien würde ich mir eine deutlich differenziertere und objektivere Berichterstattung wünschen; sie sind es, die den Kanzler bestimmen

    11 Leserempfehlungen
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    Sie schreiben: "Für mich zumindest gibt es bislang noch immer keinen faktenbasierten Grund, Herrn Steinbrück nicht zu wählen;"

    Eine wachsende Zahl der Wähler hat mittlerweile einige Fakten gesammelt und ist zu einem anderen Schluß gekommen. Rot-Grün wählen könnte eine Verschlechterung im Vergleich zur jetzigen Regierung sein.

    Sehen Sie es mal so: die Kritik an der Kanzlerin verpufft weitgehend, weil nicht stichhaltig. Die Regierung insgesamt ist bestimmt nicht fehlerfrei, aber sie hält das Schiff in der Mitte vom Fluß. Was auf den ersten Blick nicht spektakulär sein mag, ist aber auf lange Sicht vernünftig.

    Warum wollen Sie den Kapitän und die Crew wechseln, wenn diese genau das tut, was ihre Aufgabe ist?

    Vielmehr muss man ja befürchten, dass die neue Crew mit ihrem Kapitän einen ähnlichen Kurs wie Hollande aus Frankreich einschlägt. Etwas gehässig ausgedrückt heißt das: versprochen wurden lauter Plätze auf dem Sonnendeck, gelandet ist man in Mali.

    • lyriost
    • 16. Januar 2013 11:47 Uhr

    Man darf gespannt sein, was sich die Presse, allen voran der FOCUS, noch einfallen lassen wird, um den SPD-Kanzlerkandidaten fertigzumachen. Mit redlicher Berichterstattung und freier Meinungsäußerung hat das schon lange nichts mehr zu tun. Fragt sich, ob die Kampagne eher in den Bereich Journalistenhobby fällt oder von außen mit viel schwarzem Geld gesteuert wird.

    9 Leserempfehlungen
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    Zitat: Fragt sich, ob die Kampagne eher in den Bereich Journalistenhobby fällt oder von außen mit viel schwarzem Geld gesteuert wird.

    Warum wohl berichtet praktisch niemand über die SOZIALEN
    Pläne der Linken ?
    Warum wird diese Partei immer totgeschwiegen und nicht als
    die einzig wahre Opposition im Bundestag, die nicht zu allem
    zustimmend nickt, was Merkel, Schäuble und Konsorten fabrizieren,
    wahrgenommen ?
    Warum hat die Linke praktisch keine Parteispenden aus der
    Wirtschaft, im Gegensatz zu CSU, CDU und den anderen ?
    Und wo schaltet die Wirtschaft wohl teure Werbeanzeigen,
    wenn nicht in Zeitungen, die natürlich davon abhängig sind ?

    Fragen über Fragen ... - die Antwort ist wohl klar.
    Aber es ist natürlich keine Kampagne, wir haben ja die
    freie Presse als Kontroll-Organ der Regierenden, nicht wahr ?!

    • Moika
    • 16. Januar 2013 11:48 Uhr

    Woher wissen Sie, was Frau Merkel wollte? Sie will keine direkte Re-Finanzierung von Staaten und Banken. Das geschieht auch nicht.

    Die Regulierung der Finanzmärkte kann nur insgesamt erfolgen - oder sie macht keinen Sinn. Natürlich kann man deutschen Banken verbieten, sich auf bestimmten Gebieten zu tummeln. Das aber würde die Institute zu Finanzdummies an den Märkten abregulieren - und damit zu billigen Übertnahmekandidaten ausländischer Investoren machen. Und über deren Gesellschaft könnte dann das Geschäft wie gehabt laufen...

    Das ist man alles nicht so simpel, wie es leider zu oft zu hören oder lesen ist.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ein Trauerspiel"
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    • Hoplon
    • 16. Januar 2013 12:13 Uhr

    "Woher wissen Sie, was Frau Merkel wollte? Sie will keine direkte Re-Finanzierung von Staaten und Banken. Das geschieht auch nicht."

    Die EZB kauft den Geschäftsbanken die Schrottanleihen auf dem Sekundärmarkt an damit sich insolvente Staaten wieder günstiger _neu_ verschulden können. Dabei riskiert sie selbst eine "bad bank" zu werden und ein "Erziehungseffekt" für Geschäftsbanken bleibt aus. Wie heißt es so schön? Die Bank gewinnt immer! Bsp. Hypo Real Estate, die nach der ersten Rettung nach der Lehmann Pleite mit 9 Milliarden erneut gerettet wurde, weil sie auf ihren Griechenlandanleihen sitzen geblieben war. Auf diese Art werden die Vermögen gerettet um die es schon die ganze Zeit ging! Die vermögender Anleger und Spekulanten, während gleichzeitig die Volkswirtschaften verschuldeter Staaten schrumpfen. Bei de Realwirtschaft kommt kein Geld an, da zuerst die Forderungen der Gläubiger bedient werden. Selbst bisher vollkommen intakte Unternehmen bekommen von den verunsicherten Geschäftsbanken keine Kredite mehr.

    Da fragt man sich doch ob eine direkte Finanzierung der Staaten nicht doch besser wäre (gerade bei dem Inflationsrisiko das die EZB jetzt schon eingeht), welche über öffentliche Investionen in Infrastruktur, Bildung und Gesundheitssysteme Realexistenzen sichert, ein neues Investitionsklima schafft und so mehr Steuereinnahmen generiert.

    Das wird ohne eine Reform des Geldsystems zum 100% money/ Vollgeld hin aber nicht zu bewerkstelligen sein.

    • ekbül
    • 16. Januar 2013 15:20 Uhr

    Hört, hört!
    Soll wohl heißen zu komplex, für uns arme Wichte nicht zu beurteilen, deshalb wohl auch alternativlos.
    So ist es wohl.

  6. kein rechen Fehler !

    Eher ein Sinnfehler.
    Es sollte nicht Parteien sondern Bündnis heißen.

    Den Fakt ist das wir entweder eine Regierung unter SPD oder CDU bekommen

    alle anderen sind nur Stimmenfüller die für Mehrheiten gebraucht werden.

    Ironie dabei ist das warscheinlich die SPD zum Stimmenfüller werden wird.

    Den sowohl für die CDU mit ihrer Lieblingspartei als auch die SPD mit ihrer Lieblingspartei wird es nichts werden.

    Antwort auf "Das ist Demokratie."
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    • Socke9
    • 16. Januar 2013 13:41 Uhr

    Weil so gewählt wird.
    Wenn Menschen es anders wollten, könnten auch 51 Prozent Die Linke wählen

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, jam
  • Schlagworte Angela Merkel | SPD | CDU | CSU | FDP | Grüne
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