Wahl in Niedersachsen Zehn linke Spitzenpolitiker und keine Strategie

Die Linke hat in Niedersachsen eine krachende Wahlniederlage kassiert. Und die Antwort der Partei? Achselzucken und eine skurrile Personalentscheidung.

Spitzenteam der Linken: Katja Kipping, Nicole Gohlke, Jan van Aken, Karin Lay, Klaus Ernst, der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, Dietmar Bartsch, Sahra Wagenknecht, Diana Golze und Bernd Riexinger

Spitzenteam der Linken: Katja Kipping, Nicole Gohlke, Jan van Aken, Karin Lay, Klaus Ernst, der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, Dietmar Bartsch, Sahra Wagenknecht, Diana Golze und Bernd Riexinger

Dieses Spitzenteam ist zu groß für seine Partei. Als sich die acht Linken-Politiker, die jetzt den Bundestagswahlkampf führen sollen, zusammen mit den beiden Parteivorsitzenden vor der Presse aufstellen, passen sie nicht mehr alle vor die schicke rote Wand mit dem Partei-Schriftzug. Da können sie sich noch so eng drängen, es ist einfach kein Platz für alle.

Andere Parteien nominieren Kanzlerkandidaten, lassen ihre Mitglieder über die Spitzen abstimmen, oder entscheiden sich zumindest auf Delegiertenkonferenzen für ein oder zwei Führungskräfte. Was aber macht die Linke? Sie streitet sich erst monatelang und präsentiert dann, nach der krachenden Wahlniederlage in Niedersachsen, eine Lösung, die keine ist. Acht Politiker bilden nun ein Spitzenteam für die Bundestagswahl. Darunter zwei, die nur professionelle Beobachter kennen, und zwei, die bisher völlig unbekannt waren. Neben Fraktionschef Gregor Gysi, seinen Stellvertretern Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch sowie dem ehemaligen Parteivorsitzenden Klaus Ernst gehören dazu: die einigermaßen profilierten Bundestagsabgeordneten Jan van Aken und Caren Lay, außerdem die Neulinge Diana Golze und Nicole Gohlke.

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"Wir setzen damit ein Zeichen für ein anderes Politikverständnis", lobte sich Katja Kipping selbst, die zusammen mit ihrem Co-Vorsitzenden Bernd Riexinger das Team zusammengestellt hat. "Wir sind Fans von Teamlösungen", assistierte Riexinger.

Was genau eine so große Truppe für den Wahlkampf bringen soll, ist aber unklar. Vielmehr macht schon die Vorstellung deutlich, wie merkwürdig diese Entscheidung eigentlich ist. Denn am Ende war es doch fast nur Gregor Gysi der redete. Er beantwortete die Fragen der Journalisten, und manchmal setzte Parteichef Riexinger noch schnell ein, zwei Sätze nach, damit es weniger nach einer One-Man-Show aussah. Die vier unbekannteren Linken sagten kein Wort, standen nur lächelnd daneben.

Kapitulation vor internen Machtkämpfen

Schon jetzt, wo sie doch selbst das Thema waren, verschwanden sie im Hintergrund. Wie soll das erst im Bundestagswahlkampf werden, in dem sie mit den anderen Parteien um Aufmerksamkeit ringen, durch persönliche Präsenz für ihre Partei werben sollen? Die nach Niedersachsen noch weiter geschrumpfte Partei dürfte in der Öffentlichkeit kaum so viel Beachtung finden, dass sich acht Personen gleichzeitig darin profilieren könnten.

So ist die Team-Entscheidung letzten Endes überhaupt keine Entscheidung. Die Spitzen-Linken sind weiterhin diejenigen, die am lautesten reden und sowieso schon am bekanntesten waren: Gysi, Wagenknecht, dazu höchstens noch die Parteichefs Kipping und Riexinger. Alles beim Alten also. Es ist ein indirektes Eingeständnis der Parteiführung: Die erbitterten Machtkämpfe in der Partei, zwischen Ost und West, zwischen Gewerkschaftlern und Alt-Sozialisten, zwischen Pragmatikern und Umstürzlern, sie sind weiter ungelöst. Deshalb stößt die personelle Nicht-Entscheidung selbst innerhalb der Partei bei einigen auf eine Mischung aus Frust und Spott.

Leser-Kommentare
    • M_P
    • 21.01.2013 um 19:40 Uhr

    Die Linke erleidet eine Wahlschlappe, und da ist es der lieben Zeit wert, gleich einen Artikel zu schreiben, der sich auf der ersten Seite lediglich darüber auslässt, wie sich die Kandidaten auf einem Bild positionieren wollen und nicht können. Schade um meine Zeit, die mich das Lesen gekostet hat.

    Wie wäre es mal mit Artikeln darüber, dass die Linke im Bundestag gefühlt die einzige Partei ist, die sinnvolle große und kleine Anfragen eingibt, die die Regierung kritisiert und dann auch so abstimmt (!) und dass die Partei überhaupt die einzig verbliebene Sozialdemokratische in Deutschland ist?!

    Und das die Linke nicht aus der Krise profitiert liegt vielleicht auch daran, dass die Linke, wie letztens in einer Studie gezeigt wurde,

    http://www.metronaut.de/2...

    im Vergleich zu den anderen Parteien im BT deutlich unterrepräsentiert ist.

    Warum nicht mal ein sinnvoller Artikel über dieses für die deutsche Medienlandschaft traurige Ergebnis!

    Es ist zum Haare raufen, besonders bei solchen Meinungsäußerungen! Wenn sie die Strategie bei der Linken finden wollen, setzen sie sich doch in einem Artikel mal mit deren Wahlprogramm auseinander. Stattdessen ständig Artikel über den Kanzlerkandidat von Schmidts Gnaden...

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    Sehr geehrter Herr M_P,

    ich sehe Politik als etwas unheimlich wichtiges. Die Pluralität der Meinungen ist essentiell. Was ich nicht verstehen kann, ist diese "Anspruchsdenken" (leider muss man es so sagen - vom linken bis sehr linken Lager), dass die Menschen eigentlich zu blöd sind die richtige Partei zu wählen. Ihrer und ettlichce andere Beiträge von Anhängern der Linken ließt sich so:

    "Wir haben die einzig wahre Lösung, wir sind die einzig Wahren, welche für den kleinen Mann und die Probleme Deutschlands einstehen. Würden wir an die Macht kommen, würden wir im "sozialen" Paradis leben. Leider ist die böse Presse schuld und schreibt immer nur schlechtes und nicht unser Programm. Leider ist der Deutsche zu doof um zu verstehen was wir wollen."

    --- Das ist übrigens keine Polemik, sondern eine Übersetzung dessen was man häufig zwischen den Zeilen ließt. ---

    Ich möchte Ihnen folgendes sagen: Die gesamte Presse beschäftigt sich zu wenig mit Inhalten und zu viel mit Personen, was wohl damit zusammenhängt das sich eine boulevardisierte Politik besser verkaufen lässt. Die Linke ist nicht der einzige Teilnehmer im alltäglichen Pressedeutschen Politik-Dallas. Was mich bei der Linken sehr häufig abstößt (ungeachtet von Themen) ist, wie bereits erwähnt, diese Hybris, man spräche für eine riesige schweigende Mehrheit, was einfach so nicht stimmt.

    Also wenn ich mich recht erinnere war das die Dritte in Folge. S-H, NRW und jetzt NS. Die Partei spricht halt in den westlichen Bundesländer fast keine Wähler an und wird es mit diesen Politiker wohl auch nicht schaffen. Wie schon jemand vorher geschrieben hatte, in den BT kommen sie wohl wieder da sie im Osten gewählt werden.

    Sehr geehrter Herr M_P,

    ich sehe Politik als etwas unheimlich wichtiges. Die Pluralität der Meinungen ist essentiell. Was ich nicht verstehen kann, ist diese "Anspruchsdenken" (leider muss man es so sagen - vom linken bis sehr linken Lager), dass die Menschen eigentlich zu blöd sind die richtige Partei zu wählen. Ihrer und ettlichce andere Beiträge von Anhängern der Linken ließt sich so:

    "Wir haben die einzig wahre Lösung, wir sind die einzig Wahren, welche für den kleinen Mann und die Probleme Deutschlands einstehen. Würden wir an die Macht kommen, würden wir im "sozialen" Paradis leben. Leider ist die böse Presse schuld und schreibt immer nur schlechtes und nicht unser Programm. Leider ist der Deutsche zu doof um zu verstehen was wir wollen."

    --- Das ist übrigens keine Polemik, sondern eine Übersetzung dessen was man häufig zwischen den Zeilen ließt. ---

    Ich möchte Ihnen folgendes sagen: Die gesamte Presse beschäftigt sich zu wenig mit Inhalten und zu viel mit Personen, was wohl damit zusammenhängt das sich eine boulevardisierte Politik besser verkaufen lässt. Die Linke ist nicht der einzige Teilnehmer im alltäglichen Pressedeutschen Politik-Dallas. Was mich bei der Linken sehr häufig abstößt (ungeachtet von Themen) ist, wie bereits erwähnt, diese Hybris, man spräche für eine riesige schweigende Mehrheit, was einfach so nicht stimmt.

    Also wenn ich mich recht erinnere war das die Dritte in Folge. S-H, NRW und jetzt NS. Die Partei spricht halt in den westlichen Bundesländer fast keine Wähler an und wird es mit diesen Politiker wohl auch nicht schaffen. Wie schon jemand vorher geschrieben hatte, in den BT kommen sie wohl wieder da sie im Osten gewählt werden.

  1. die Medien und Demoskopen?"

    Nein.
    Die Linke hat natürlich auch eine Mitschuld an der Wahlniederlage in Niedersachsen.
    Die genannten Punkte sind durchaus Nachvollziehhar, wenn auch die angeblichen Streitererein überzogen werden in den Medien.

    Die Linke braucht mehr gute Politiker, dass ist Fakt.
    Aber die CDU ist mittlerweile ja auch nur die One-Women Show Merkel.
    Selbst der kleine Prinz Allister wurde nun gestürzt. Wer bleibt da außer ihr? Da ist viel Luft.

    Zu den Medien kann man aber folgendes Sagen:
    Die Medien berichten nun mal sehr tendenziös, was die Linke angeht.

    Wie kommt es sonst, dass man nie was von den Progammen und Inhalten wirklich bemerkenswerter Konzepte hört?
    So schlecht können sie ja nicht sein, wenn sie oft eins zu eins von der SPD kopiert werden, wie , wie die Obergrenze bei Mieten etc.
    Gysi hatte alles was die SPD diesbezüglich verkündigt hat keine zwei Wochen zuvor als Konzept der Linken vorgestellt.

    Nur das die SPD diese Konzepte niemals umsetzen wird.
    Mit wem denn auch, wenn man sich gegen die Linke sperrt.
    Mit den Grünen? Das wird bei der Bundestagswahl keine Mehrheit.

    Lieber acht Politiker mit einem vernünftigen Progamm, als vier Parteien die sich nur in der Farbe unterscheiden.

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    • M_P
    • 21.01.2013 um 19:52 Uhr

    "Wie kommt es sonst, dass man nie was von den Progammen und Inhalten wirklich bemerkenswerter Konzepte hört?"

    Herr Jacobsen, übernehmen sie!

    • M_P
    • 21.01.2013 um 19:52 Uhr

    "Wie kommt es sonst, dass man nie was von den Progammen und Inhalten wirklich bemerkenswerter Konzepte hört?"

    Herr Jacobsen, übernehmen sie!

  2. Ich wette Sie haben noch nicht ein einziges Programm der Linken gelesen, oder?

    Oder mal nachvollzogen wie und warum sich die Linke vom Kommunismus distanziert.

    Die Linke ist genauso Kommunistisch wie die FDP Liberal, um es mal überspitzt zu sagen.

    31 Leser-Empfehlungen
    • M_P
    • 21.01.2013 um 20:08 Uhr

    Wenn ich dann aber immer Leute irgendwo reden höre, heißt es, Mindestlöhne finden wir gut, jeder soll von seiner Arbeit leben können, Leiharbeit nicht an sich, aber unterschiedliche Löhne für gleiche Arbeit ist ungerecht, Banken gehören ordentlich reguliert, angemessene Steuern auf leistungsloses Einkommen gehören sich einfach, Krieg in Afghanistan will ich nicht usw. und dann diese Wahlergebnisse.
    Und wenn man davon ausgeht, dass der Durchschnittsdeutsche aus verständlichen Gründen am Tag nicht 8 Stunden dem Konsum von Nachrichten (geschrieben oder gesprochen) verbringen kann, sondern (geraten) vielleicht 1-2, und sich dann eben den Mainstreammedien widmet, dann schreibe ich diesen natürlich eine Verantwortung auf Grund der vorher erwähnten Unterrepräsentation der Linken zu, denn dann werden Informationen schlicht vorentahlten.

    24 Leser-Empfehlungen
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    Es ist halt einfach so, dass die Linke zu Intellektuell sind für das Klientel, dass sie gerne vertreten würde. Auch scheint es mir, dass die Linke etliche Menschen in prekären sozialen Lagen nicht mehr erreicht, weil diese Menschen sich entweder ohnehin abgeschrieben haben und nicht mehr ans ich glauben, oder doch noch verhältnismässig gut leben. Die Schicht, welche zwischen Unter- und Mittelschicht steht zählt sich schon aus psychologischen Gründen lieber zur Mittelschicht bzw. hat es satt ständig zu hören wie schlecht es ihr eigentlich geht. Weitere Gründe könnten sein, dass eine gewisses Gespür den Menschen inne wohnt, welche dafür sorgt den Linken grundsätzlich zu Misstrauen. Wenn jemand eine einfache Anlerntätigkeit hat und dafür knappes Geld verdient, könnt dieser Mensch sich nun denken "Super wenn der Mindestlohn kommt, dann habe ich endlich mehr in der Tasche." Selbiger Mensch könnte aber auch denken, "Hmm, gar nicht so gut, wenn tatsächlich ein Mindestlohn kommt, könnt mein Chef den Kosten-Nutzenfaktor meiner Stelle neu bewerten und feststellen, dass der bei neuer Lohnkostensituation mein Arbeitsplatz nicht mehr rentabel ist." Ich persönlich bin kein Anhänger der Linken, kenne aber jedes Parteiprogramm der prominenteren und teils auch weniger prominenten Parteien. Wäre ich ein typischer enttäuschter SPD-Wähler würde mich einiges im Linken-Programm ansprechen und etliches abstoßen.

    Es ist halt einfach so, dass die Linke zu Intellektuell sind für das Klientel, dass sie gerne vertreten würde. Auch scheint es mir, dass die Linke etliche Menschen in prekären sozialen Lagen nicht mehr erreicht, weil diese Menschen sich entweder ohnehin abgeschrieben haben und nicht mehr ans ich glauben, oder doch noch verhältnismässig gut leben. Die Schicht, welche zwischen Unter- und Mittelschicht steht zählt sich schon aus psychologischen Gründen lieber zur Mittelschicht bzw. hat es satt ständig zu hören wie schlecht es ihr eigentlich geht. Weitere Gründe könnten sein, dass eine gewisses Gespür den Menschen inne wohnt, welche dafür sorgt den Linken grundsätzlich zu Misstrauen. Wenn jemand eine einfache Anlerntätigkeit hat und dafür knappes Geld verdient, könnt dieser Mensch sich nun denken "Super wenn der Mindestlohn kommt, dann habe ich endlich mehr in der Tasche." Selbiger Mensch könnte aber auch denken, "Hmm, gar nicht so gut, wenn tatsächlich ein Mindestlohn kommt, könnt mein Chef den Kosten-Nutzenfaktor meiner Stelle neu bewerten und feststellen, dass der bei neuer Lohnkostensituation mein Arbeitsplatz nicht mehr rentabel ist." Ich persönlich bin kein Anhänger der Linken, kenne aber jedes Parteiprogramm der prominenteren und teils auch weniger prominenten Parteien. Wäre ich ein typischer enttäuschter SPD-Wähler würde mich einiges im Linken-Programm ansprechen und etliches abstoßen.

    • gooder
    • 21.01.2013 um 20:10 Uhr

    Ja woran denken sie denn da? Was ist an der Europa und Außenpolitik der Linkspartei so verwerflich?
    Passt es ihnen nicht,dass die Partei der EU-Politik,also den grenzenlosen Wirtschaftsfreiheiten,des ungezügelten freien Wettbewerbs, der unkontrollierten Finanzströme, der Liberalisierung,Deregulierung und Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen kritisch gegenübersteht?
    Passt es ihnen nicht, dass die Linkspartei Militarisierung ,Aufrüstung und die Teilnahme an militärischen Operationen und Kriegen ablehnt? Halten sie die These, dass erst mit der Überwindung der Diskrepanz zwischen Finanz- und Sozialpolitik ,ein soziales, ökologisch nachhaltiges, demokratisches und friedliches Europa möglich wird,für falsch?

    21 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf ""Tolles Team"..."
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    • gooder
    • 21.01.2013 um 20:52 Uhr

    Seit wann gibt es diesen Fundamentalismus? Nachdem die westliche "Wertegemeinschaft" festgestellt hat, dass mit dem Zusammenbruch des Ostblocks ein wichtiges Feindbild zusammengebrochen ist, ein Feindbild muss aber offensichtlich existieren. Die Politik hat sich in der Vergangenheit auch nur dann um die Belange von Menschen in Krisenregionen interessiert,wenn es um die Sicherung und Wahrung eigener Interessen ging.Die NATO hat Fundamentalisten in Libyen nach oben gebombt und unterstützt jene ebenfalls in Syrien. Die Kriegpolitik unter dem Deckmantel der freiheitsstiftenden Demokratisierung, hat den Menschen in den betroffenen Regionen in den letzten Jahrzehnten weder, das eine, noch das andere gebracht.

    soll man sich dann allen ersntes hinstellen, wenn die demokratisch gewählte Regierung in Mali händeringend um militärische Hilfe bittet, weil eine (islamistische) Terrorbande brandschatzend und mordend durchs Land zieht und immer größere Teile des Landes brutal unterdrückt und sagen...

    NEIN keine Gewalt verhandelt mit den Terroristen oder werft mit Friedenstauben, das wird Sie sicher überzeugen, von Ihrer brutalen Strategie abzulassen...

    Damit das klar ist, Krieg / Militäreinsätrze sind immer die schlechteste, aller letzten Möglichkeiten um Konflikte zu lösen.

    Aber lässt man derartige Mörderbanden unbehelligt weiterziehen bzw. Ihre Terrornetze weiter ausbauen ist das der Anfang vom Ende einer demokratischen Entwicklung gerde im gebeutelten Afrika.

    Wenn die Linke bei diesem Dogma bleibt, alle möglichen Konflike IMMER ohne Waffen lösen zu wollen ist das einfach nur weltfremd und zynisch gegenüber der Bevölkerung, die derartigen Mörderbanden dann weitgehend schutzlos ausgeliefert ist.

    Der schnelle Einsatz Frankreichs hat in diesem Fall schon jetzt den Vormarsch der Terroristen gestoppt, bzw. es sind bereits wohl schon wieder Landesteile zurückerobert worden.

    Deutschland schickt zur Unterstützung bisher 2 Transallmaschinen um Frankreich logistisch zu unterstützen, sind Sie / die Linke ernsthaft dagegen ?!
    Und wenn ja wo ist dann Ihr konkreter Lösungsansatz für einen Fall wie Mali ?!

    • gooder
    • 21.01.2013 um 20:52 Uhr

    Seit wann gibt es diesen Fundamentalismus? Nachdem die westliche "Wertegemeinschaft" festgestellt hat, dass mit dem Zusammenbruch des Ostblocks ein wichtiges Feindbild zusammengebrochen ist, ein Feindbild muss aber offensichtlich existieren. Die Politik hat sich in der Vergangenheit auch nur dann um die Belange von Menschen in Krisenregionen interessiert,wenn es um die Sicherung und Wahrung eigener Interessen ging.Die NATO hat Fundamentalisten in Libyen nach oben gebombt und unterstützt jene ebenfalls in Syrien. Die Kriegpolitik unter dem Deckmantel der freiheitsstiftenden Demokratisierung, hat den Menschen in den betroffenen Regionen in den letzten Jahrzehnten weder, das eine, noch das andere gebracht.

    soll man sich dann allen ersntes hinstellen, wenn die demokratisch gewählte Regierung in Mali händeringend um militärische Hilfe bittet, weil eine (islamistische) Terrorbande brandschatzend und mordend durchs Land zieht und immer größere Teile des Landes brutal unterdrückt und sagen...

    NEIN keine Gewalt verhandelt mit den Terroristen oder werft mit Friedenstauben, das wird Sie sicher überzeugen, von Ihrer brutalen Strategie abzulassen...

    Damit das klar ist, Krieg / Militäreinsätrze sind immer die schlechteste, aller letzten Möglichkeiten um Konflikte zu lösen.

    Aber lässt man derartige Mörderbanden unbehelligt weiterziehen bzw. Ihre Terrornetze weiter ausbauen ist das der Anfang vom Ende einer demokratischen Entwicklung gerde im gebeutelten Afrika.

    Wenn die Linke bei diesem Dogma bleibt, alle möglichen Konflike IMMER ohne Waffen lösen zu wollen ist das einfach nur weltfremd und zynisch gegenüber der Bevölkerung, die derartigen Mörderbanden dann weitgehend schutzlos ausgeliefert ist.

    Der schnelle Einsatz Frankreichs hat in diesem Fall schon jetzt den Vormarsch der Terroristen gestoppt, bzw. es sind bereits wohl schon wieder Landesteile zurückerobert worden.

    Deutschland schickt zur Unterstützung bisher 2 Transallmaschinen um Frankreich logistisch zu unterstützen, sind Sie / die Linke ernsthaft dagegen ?!
    Und wenn ja wo ist dann Ihr konkreter Lösungsansatz für einen Fall wie Mali ?!

  3. Also bitte, ein wenig mehr sollten Sie sich schon anstrengen. Mindestens irgendwas mit Mauertoten, Stasi oder Bananen, Neid ist auch ganz gut. Achja Freiheit!

    19 Leser-Empfehlungen
  4. Oh Mann...

    In der Politik scheint es nur noch eine Kompetenz zu geben: Medientauglichkeit!!

    Ich kann nichts verwerfliches an solch einem Team finden. Manchmal ist es auch wichtig Positionen zu bearbeiten, Themen zu durchdringen, zu diskutieren, sich auszutauschen. Darin liegt womöglich die Fähigkeit der einzlnen nicht so bekannten Personen. Vielleicht wäre es ja interessant deren Einstellungen und Fähigkeiten zu erfahren. Manchmal bedarf es auch dem Sammeln von Erfahrungen. Das ist innerhalb Parteien, die in Regierungsverantwortung stehen mitunter einfacher.
    Politik besteht nicht nur aus Elefantenrunden und Talkshows. Die findet auch in den Landesverbänden statt, in Städten und Kreisen. Die Ideen der Basis müssen gebündelt werden. Da macht solch ein Team schon Sinn. Klar, die Medien müssten sich dann mit Inhalten auseinandersetzen, und könnten sich nicht nur darauf beschränken Personen rauf- und runterzuschreiben, wie es grad bei der FDP oder der SPD populär ist.

    Von daher sollte man diese strukturelle Neuausrichtung erstmal neutral werten, und schauen, was dabei raus kommt.

    18 Leser-Empfehlungen
    • Vanita
    • 21.01.2013 um 20:13 Uhr

    ... ich bin ja nun wirklich kein Freund der Partei Die Linke, auch wenn Wagenknecht fulminante Reden hält, aber wie hier die FDP zum Parasiten und Die Linke zum merkwürdigen Konstrukt geschrieben wird, während gleichzeitig eine Lobhudelei auf die Grünen getan wird...

    ... das widerspricht meiner Vorstellung von unabhängigem Journalismus. Oder bin ich da schon altmodisch?

    18 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Tja willkommen im Club. Auch ich stelle fest, dass die Grünen in den meisten vormals eher linken bzw. klassische ehemals SPD-nahen Blätter sehr gut weg kommen und behutsam angefasst werden. Nehmen wir "Die Welt" oder "FAZ" mal aus, dann beschleicht mich seit einigen Jahren das Gefühl, dass viele Journalisten den Grünen gedanklich sehr nahe stehen. Dieser Verdacht bestätigt sich auch zumeist, wenn ich mit Vertretern der Presse zu tun habe, was in meinem Beruf relativ häufig vorkommt. Interessant dabei ist, dass diese Menschen keine typischen Grünen sind sondern Konservativ-Grüne, nennen wir sie Neogrüne. Neogrüne sehen sich Links, weil alles andere ohnehin "böse" ist und sie sehen es als ihre oberste Pflicht die Umwelt zu retten, was sie dadurch bewerkstelligen, dass sie nur Fair-Trade und Bio kaufen und in allen Bereichen eine Meinung haben, auch in jenen in welchen sie sich gar nicht auskennen und besser nichts sagen sollten (so geschehen bei einer netten Diskussion zwischen einem guten Bekannte, Journalist aus der Stadt und dem Vater eines Bekannten, Landwirt in xter Generation mit 40 Jahren Berufserfahrung).

    jetzt wirklich wie würde der Bundestag aussehen wenn nur Journalisten wählen dürften??

    http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus.html?&news[action]=detail&news[id]=4030

    "Interessanterweise gaben von den berufsmäßig mit Politik befassten Journalisten nur 63 Prozent ihre politische Überzeugung preis", schreibt Stock. "43 Prozent von diesen wählen Bündnis 90/Die Grünen (SPD: 25, CDU: 14, FDP: 12, Linke: 7)." Wenn die grüne Partei unter deutschen Journalisten die mit Abstand stärkste Attraktivität und eine "rot-grüne" Anti-Atom-Haltung eine Zweidrittel-Mehrheit in deutschen Redaktionen besitze, dann sei die im internationalen Vergleich erstaunliche Betriebsamkeit der deutschen Redaktionen beim Thema "Kernenergie" keine Überraschung."

    Tja willkommen im Club. Auch ich stelle fest, dass die Grünen in den meisten vormals eher linken bzw. klassische ehemals SPD-nahen Blätter sehr gut weg kommen und behutsam angefasst werden. Nehmen wir "Die Welt" oder "FAZ" mal aus, dann beschleicht mich seit einigen Jahren das Gefühl, dass viele Journalisten den Grünen gedanklich sehr nahe stehen. Dieser Verdacht bestätigt sich auch zumeist, wenn ich mit Vertretern der Presse zu tun habe, was in meinem Beruf relativ häufig vorkommt. Interessant dabei ist, dass diese Menschen keine typischen Grünen sind sondern Konservativ-Grüne, nennen wir sie Neogrüne. Neogrüne sehen sich Links, weil alles andere ohnehin "böse" ist und sie sehen es als ihre oberste Pflicht die Umwelt zu retten, was sie dadurch bewerkstelligen, dass sie nur Fair-Trade und Bio kaufen und in allen Bereichen eine Meinung haben, auch in jenen in welchen sie sich gar nicht auskennen und besser nichts sagen sollten (so geschehen bei einer netten Diskussion zwischen einem guten Bekannte, Journalist aus der Stadt und dem Vater eines Bekannten, Landwirt in xter Generation mit 40 Jahren Berufserfahrung).

    jetzt wirklich wie würde der Bundestag aussehen wenn nur Journalisten wählen dürften??

    http://www.pro-medienmagazin.de/journalismus.html?&news[action]=detail&news[id]=4030

    "Interessanterweise gaben von den berufsmäßig mit Politik befassten Journalisten nur 63 Prozent ihre politische Überzeugung preis", schreibt Stock. "43 Prozent von diesen wählen Bündnis 90/Die Grünen (SPD: 25, CDU: 14, FDP: 12, Linke: 7)." Wenn die grüne Partei unter deutschen Journalisten die mit Abstand stärkste Attraktivität und eine "rot-grüne" Anti-Atom-Haltung eine Zweidrittel-Mehrheit in deutschen Redaktionen besitze, dann sei die im internationalen Vergleich erstaunliche Betriebsamkeit der deutschen Redaktionen beim Thema "Kernenergie" keine Überraschung."

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