Die Landtagswahl in Niedersachsen ist das Ende für die schwarz-gelbe Koalition von David McAllister – und zieht einen politischen Neuanfang für den bisherigen Ministerpräsidenten nach sich. Auf der Oppositionsbank will er den aber nicht erleben.

McAllister sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit CDU-Chefin Angela Merkel, dass er die Opposition im niedersächsischen Landtag nicht führen werde. Trotzdem will er Landesvorsitzender der CDU bleiben, wie ein Parteisprecher mitteilte. Für alle weiteren Entscheidungen habe sich McAllister demnach eine 14-tägige Bedenkfrist ausgebeten. Auf die Frage, ob er einen Wechsel in die Bundespolitik plane, ging er nicht ein.

Merkel wiederum machte deutlich, dass sie trotz der Wahlschlappe große Stücke auf McAllister hält. "Er gehört zu den besten, fähigsten Köpfen in der Union."

Die Rolle des Oppositionsführers in Niedersachsen billigt McAllister dem amtierenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Björn Thümler zu. Er gehe davon aus, dass dieser wiedergewählt werde, sagte der CDU-Politiker. Er selbst werde "seine Pflicht" bis zum 19. Februar erfüllen, also dem Ende der Legislaturperiode.