CDU nach der WahlMcAllister verzichtet auf die Oppositionsbank

Die Kanzlerin lobt David McAllister als einen der "besten Köpfe" der CDU. Landesvorsitzender will er bleiben, die Führung der Opposition überlässt er aber anderen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU).   |  © Wolfgang Rattay/Reuters

Die Landtagswahl in Niedersachsen ist das Ende für die schwarz-gelbe Koalition von David McAllister – und zieht einen politischen Neuanfang für den bisherigen Ministerpräsidenten nach sich. Auf der Oppositionsbank will er den aber nicht erleben.

McAllister sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit CDU-Chefin Angela Merkel, dass er die Opposition im niedersächsischen Landtag nicht führen werde. Trotzdem will er Landesvorsitzender der CDU bleiben, wie ein Parteisprecher mitteilte. Für alle weiteren Entscheidungen habe sich McAllister demnach eine 14-tägige Bedenkfrist ausgebeten. Auf die Frage, ob er einen Wechsel in die Bundespolitik plane, ging er nicht ein.

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Merkel wiederum machte deutlich, dass sie trotz der Wahlschlappe große Stücke auf McAllister hält. "Er gehört zu den besten, fähigsten Köpfen in der Union."

Die Rolle des Oppositionsführers in Niedersachsen billigt McAllister dem amtierenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Björn Thümler zu. Er gehe davon aus, dass dieser wiedergewählt werde, sagte der CDU-Politiker. Er selbst werde "seine Pflicht" bis zum 19. Februar erfüllen, also dem Ende der Legislaturperiode.

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl. Danke, die Redaktion/jk

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  2. ... auf Landesebene geht für die CDU offenbar weiter.
    Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht wohin diese Personalstrategie führen soll.

    • lcamino
    • 21. Januar 2013 15:21 Uhr

    der nächste nicht gewählte aber abgewählte Ministerpräsident der mal ordentlich Pension von uns bekommt - Leistungsloser Wohlstand? Da kann man ja froh sein, dass die FDP nirgens einen MP stellt sonst würd die Dekadenzkeule vom WW wieder passen!

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  3. Der Wähler hat McAllister durch Abwahl das Mißtrauen ausgesprochen. Damit ist er landespolitisch weitgehend verbrannt. Und im Endeffekt ist es Bannane wer Oppositionsführer ist, geht eigentlich nur darum jemanden für die nächste Wahl aufzubauen.

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    Trotz des "Misstrauensvotums" versuchte er gestern noch, eine große Koalition in Gang zu setzen. Für diese Variante fühlte er sich nicht zu verbrannt. Auch wenn das Ansinnen - kleines Wortspiel - etwas hirnverbrannt wirkte.

    • meander
    • 21. Januar 2013 15:37 Uhr

    Die Art und Weise der Entscheidung spricht nicht gerade für das demokratische Selbstverständnis von McAllister. Er hat den Stab ungewählt vom Wahlvolk von Wulff übernommen und trotz kluger Taktik die Wahl verloren.

    Seinen Wunsch haben ihn die Wähler erfüllt, der Ausgang war sehr knapp, da würde ich doch als Wähler mehr Rückrat erwarten.

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    >> Seinen Wunsch haben ihn die Wähler erfüllt, der Ausgang war sehr knapp, da würde ich doch als Wähler mehr Rückrat erwarten. <<

    ... lautet: Würden Wähler, die Rückgrat erwarten, überhaupt CDU wählen? Müsste man mal demoskopisch klären ;-)

  4. 6. [...]

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  5. Trotz des "Misstrauensvotums" versuchte er gestern noch, eine große Koalition in Gang zu setzen. Für diese Variante fühlte er sich nicht zu verbrannt. Auch wenn das Ansinnen - kleines Wortspiel - etwas hirnverbrannt wirkte.

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  6. 8. [...]

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, kg
  • Schlagworte Angela Merkel | David McAllister | CDU | Landtag | Landtagswahl | Ministerpräsident
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