Verteidigungspolitik: Bundeswehr soll Kampfdrohnen bekommen
Bewaffnete Drohnen sollen laut einem Medienbericht bald zur Ausrüstung der Bundeswehr gehören. Die Bundesregierung hält dies für "unbedingt erforderlich".
© Massoud Hossaini/AFP/Getty Images

Eine US-Drohne vom Typ Predator
Die Bundeswehr soll einem Medienbericht zufolge rasch mit Kampfdrohnen ausgerüstet werden. An den Auslandseinsätzen der Bundeswehr werde deutlich, dass "bewaffnete Aufklärung als Schutz bei plötzlich auftretenden gravierenden Lageänderungen unbedingt erforderlich ist", heißt es nach Angaben von Spiegel Online in einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion.
Bewaffnete Drohnen könnten im Gegensatz zu unbewaffneten Flugrobotern erkannte Ziele "reaktionsschnell, präzise und skalierbar bekämpfen", heißt es dem Bericht zufolge weiter. "Außerdem werden durch die Fähigkeit gegnerische Kräfte einer ständigen und für sie nicht prognostizierbaren Bedrohung ausgesetzt und in ihrem Handlungsspielraum eingeengt." Die Bewaffnung könne einen Sicherheitsgewinn durch "glaubhafte Abschreckung" bringen.
In der Antwort der Bundesregierung werden dem Bericht nach auch mögliche Modelle von Kampfdrohnen genannt. Erwägt wird die Anschaffung der Predator-Drohne, die vor allem von den USA eingesetzt wird. Bislang setzt die Bundeswehr nur unbewaffnete Drohnen zur Aufklärung ein wie etwa den Typ Heron 1 aus Israel.
UN untersuchen Drohneneinsätze
Kampfdrohnen sind als Waffen umstritten, weil sie zum Beispiel von den USA in Afghanistan, Pakistan und im Jemen zur gezielten Tötung mutmaßlicher Rebellen genutzt werden. Immer wieder werden bei diesen Einsätzen auch unbeteiligte Zivilisten getötet, weshalb der UN-Sonderbeauftragte für den Schutz von Menschenrechten am Donnerstag eine Untersuchung über die Folgen verkündet hat.
Die Bundeswehr fordert seit Längerem die Anschaffung von Kampfdrohnen. Im Juli vergangenen Jahres hatte auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) den Kauf bewaffneter Flugroboter befürwortet, allerdings eine "breite Diskussion" in der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit dieser Waffensysteme verlangt.
Die USA setzen Drohnen unter anderem im Jemen, in Pakistan und in Afghanistan ein. In Afghanistan feuerten die Fluggeräte nach US-Angaben im letzten Jahr 506 Raketen ab. Nach Angaben der britischen Initiative Bureau of Investigative Journalism wurden allein in Pakistan durch den Angriff von US-Drohnen zwischen 475 und 891 Zivilisten getötet.






Die Anschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr ist ein konsequenter, angesichts der diesbezüglichen Rüstungsbeschaffungen unserer Partnerstaaten (USA, Großbritannien, Italien) notwendiger, zudem längst überfälliger technologischer (Fort-)Schritt. Es ist schlicht pseudomoralischer Unsinn, beim Einsatz einer Drohne von "Mord" zu reden, den Einsatz eines bemannten Kampfflugzeuges - wenn schon nicht gutzuheißen - aber letztlich doch in eine höhere moralische Kategorie einzustufen. Es ist völlig gleichgültig, ob eine Rakete vom Piloten eines einsitzigen oder vom Waffensystemoffizier eines zweisitzigen Kampfflugzeuges "vor Ort" abgefeuert wird oder von einem bodengestützen Operator tausende von Kilometern vom Ort des Geschehens entfernt. Auch für den Piloten ist das Zielobjekt ein Punkt auf einem Schirm - er blickt nicht in Gesichter und kann nicht zwischen Freund und Feind akkurat unterscheiden. Wenn man überhaupt die Moral im Zusammenhamng mit dem Einsatz einer Drohne in Anspruch nimmt, dann müsste man ihm sogar einen höheren moralischen Wert attestieren. Daran ändern auch bedauerliche Fehlschüsse nichts. Hätte man zu den gleichen Zwecke bemannte Jets eingesetzt, wären sowohl die materiellen wie die menschlichen Kollateralschäden wesentlich umfangreicher gewesen.
Die ganze typisch deutsche Diskussion mit ihren morallastigen Fragestellungen wie "Wer darf sie bedienen?", "Wann ist der Einsatz gerechtfertigt?" ist eine, an Heuchelei kaum zu überbietende, Scheindebatte.
Sie haben insofern Recht, dass der Einsatz von Drohnen im Ergebnis das Gleiche ist wie der Einsatz von Kampfflugzeugen: der Einsatz von Drohnen ist Mord ebenso wie der Einsatz von Kampfflugzeugen Mord ist.
Sie haben insofern Recht, dass der Einsatz von Drohnen im Ergebnis das Gleiche ist wie der Einsatz von Kampfflugzeugen: der Einsatz von Drohnen ist Mord ebenso wie der Einsatz von Kampfflugzeugen Mord ist.
Sie haben insofern Recht, dass der Einsatz von Drohnen im Ergebnis das Gleiche ist wie der Einsatz von Kampfflugzeugen: der Einsatz von Drohnen ist Mord ebenso wie der Einsatz von Kampfflugzeugen Mord ist.
Bevor Sie so etwas schreiben, sollten Sie sich erst einmal "schlau" machen, wie "Mord" im strafrechtlichen Sinne überhaupt definiert wird. Dann werden Sie feststellen, dass es sich bei Kriegshandlungen in symmetrischen und asymmetrischen Kriegen bei der Bekämpfung von Kombattanten (und als solche gelten auch irreguläre Kräfte) KEINESWEGS um Mord im strafrechtlich zu würdigenden Sinne handelt (in diesem Sinne ging auch der Mordvorwurf gegen Oberst Klein im strafrechtlichen Sinne ins Leere). Kriegsverbrechen, die die Tatmerkmale des Mordes erfüllen, sind z.B. u.a. die willkürliche Tötung von Kombattanten, die sich ergeben haben, die GEZIELTE Tötung von Zivilisten zur Abschreckung oder Terrorisierung (also NICHT HUMANITÄRE KOLLATERALSCHÄDEN etwa beim Waffeneinsatz).
Der Einsatz von Drohnen dient dagegen (auch wenn dies Zivilisten in moralischer Hinsicht anders bewerten) der Eliminierung genuin militärischer oder politisch-militärischer Ziele. Von "Mord" kann also keine Rede sein, ebensowenig wie beim Einsatz bemannter Kampfflugzeuge gegen genuin militärische Ziele.
Vermutlich sind Sie nicht so ignorant, dass Sie den Unterschied zwischen "Mord" und "Tötungen in Folge von Kampfhandlungen" nicht kennen.
In Ihrem Beitrag geht es Ihnen ja auch ersichtlich NICHT um eine vorurteilslos sachliche Betrachtung des Geschehens oder potentiellen Geschehens, sondern um die recht eigentlich unzulässige Verwendung moralischer Wertungen, mit dem alleinigen Ziel, Emotionen zu schüren.
Bevor Sie so etwas schreiben, sollten Sie sich erst einmal "schlau" machen, wie "Mord" im strafrechtlichen Sinne überhaupt definiert wird. Dann werden Sie feststellen, dass es sich bei Kriegshandlungen in symmetrischen und asymmetrischen Kriegen bei der Bekämpfung von Kombattanten (und als solche gelten auch irreguläre Kräfte) KEINESWEGS um Mord im strafrechtlich zu würdigenden Sinne handelt (in diesem Sinne ging auch der Mordvorwurf gegen Oberst Klein im strafrechtlichen Sinne ins Leere). Kriegsverbrechen, die die Tatmerkmale des Mordes erfüllen, sind z.B. u.a. die willkürliche Tötung von Kombattanten, die sich ergeben haben, die GEZIELTE Tötung von Zivilisten zur Abschreckung oder Terrorisierung (also NICHT HUMANITÄRE KOLLATERALSCHÄDEN etwa beim Waffeneinsatz).
Der Einsatz von Drohnen dient dagegen (auch wenn dies Zivilisten in moralischer Hinsicht anders bewerten) der Eliminierung genuin militärischer oder politisch-militärischer Ziele. Von "Mord" kann also keine Rede sein, ebensowenig wie beim Einsatz bemannter Kampfflugzeuge gegen genuin militärische Ziele.
Vermutlich sind Sie nicht so ignorant, dass Sie den Unterschied zwischen "Mord" und "Tötungen in Folge von Kampfhandlungen" nicht kennen.
In Ihrem Beitrag geht es Ihnen ja auch ersichtlich NICHT um eine vorurteilslos sachliche Betrachtung des Geschehens oder potentiellen Geschehens, sondern um die recht eigentlich unzulässige Verwendung moralischer Wertungen, mit dem alleinigen Ziel, Emotionen zu schüren.
und für welchen aktuellen Zweck sollen die Drohnen angeschafft werden?
An "Kriegsspielzeug" kann es dieser Regierung wohl nicht genug sein. Für Drohnen ist also Geld in Hülle und Fülle vorhanden. Bei Investitionen in sozialen Bereichen wird um jeden Euro gefeilscht.
Spätestens jetzt sollten friedliebende Steuerzahler aufwachen und Frau Merkel, samt Kumpanen, in die Bedeutungslosigkeit verabschieden.
Ich jedenfalls werde dieser Bundesregierung ein für allemal die Gefolgschaft verweigern.
Bevor Sie hier den Steuerrebellen spielen, sollten Sie erst einmal nachdenken.
Es ist einfach unredlich (bedauerlicherweise darf ich aufgrund der Forenregeln kein drastischeres, aber angemesseneres Wort verwenden), Rüstungsausgaben für Drohnen und Ausgaben für soziale Maßnahmen gegeneinander aufzurechnen.
Drohnen schafft die Bundeswehr nicht deshalb an, weil Geld "in Hülle und Fülle" vorhanden ist (wie Sie fälschlich behaupten; tatsächlich ist die Bundeswehr seit über 2 Jahrzehnten im Gefolge jener unsinnigen sogenannten "Friedensdividende" nach dem Ende des Kalten Krieges drastisch UNTERFINANZIERT und erst jüngst waren weitere massive Kürzungen im Zuge der angestrebten "Haushaltskonsolidierung" im Gespräch, was die begonnene Reform der Streitkräfte auf das Höchste gefährdete).
Im Gegenteil. Gegenüber bemannten Kampfflugzeugen bedeutet deren Teilersatz (im Gegensatz zu den Ansichten der Drohnenenthusiasten werden bemannte Kampfflugzeuge sich in absehbarer Zeit nicht komplett durch Drohnen ersetzen lassen) eine nicht unbeträchtliche Ersparnis, denn es fallen teure Infastrukturmaßnahmen (große Flugbasen mit langen Start- und Landbahnen) ebenso weitgehend weg wie die teure Ausbildung von Kampfpiloten).
In der Anschaffung sind Drohnen ebenso günstiger als die bemannter Kampfflugzeuge. Die Ausbildung der Operatoren ist demgegenüber billiger und zudem werden keine EIGENEN Menschenleben gefährdet. Dies ist umso bedeutsamer, als es der Bundeswehr bis dato nicht gelungen ist, eine funktionsfähige CSAR (= Combat Search and Rescue = Rettung abgeschossener Piloten aus Feindgebiet) - Organisation aufzubauen.
Einer anderen (absichtlichen?) Fehlinformation möchte ich im Zusammenhang einer Beschaffung von bewaffneten Drohnen durch die Bundeswehr ebenso vehement entgegentreten: vielfach behaupten Foristen, die Bundesregierung wolle damit die gleichen Fähigkeiten wie die US Streitkräfte erwerben, also gezielt einzelne Terrorverdächtige zu töten (zu "ermorden"), anstatt sie festzunehmen und ordentlichen Gerichten zur Aburteilung zu übergeben. Das ist schlicht Unsinn!
Wer die militärisch-politischen Befehlswege und die Einsatzregeln, denen die deutschen Streitkräfte in Auslandseinsätzen unterworfen sind, auch nur oberflächlich kennt (wer sie erfahren will, braucht nur zu "googeln"), weiß, dass sogenannte "kill - missions" (wie sie für US-amerikanische, britische und französische Spezialkräfte selbstverständlich sind) z.B. dem KSK VERBOTEN sind.
Deutsche Spezialkräfte dürfen Terroristenführer nur FESTNEHMEN und an begleitende afghanische Behörden übergeben, was meines Erachtens militärisch oft wenig zweckmäßig ist und darüber hinaus auch noch moralisch zwiespältig: man tötet sie zwar nicht, übergibt sie aber Kräften, deren "Human Rights Record" alles andere als über jeden Zweifel erhaben ist. Warum sollte die Bundesregierung nach der Anschaffung von Drohnen also diese Einsatzgrundsätze über den Haufen werfen, zumal sich an den Befehlsstrukturen nichts ändern wird.
Was sind also die Einsatzoptionen für bewaffnete Drohen der Bundeswehr:
1. Luftnahunterstützung der Bodentruppen beim Auftreffen auf Feindwiderstand
2. Aufspüren und Bekämpfen von Straßen- und Ortshinterhalten
3. Konvoischutz- und Konvoibegleitung
4. Gefechtsfeldabriegelung in konventionelleren Konflikten mit festen Fronten
5. Bewaffnete Aufklärung allgemein.
In den meisten dieser Aufgaben ergänzen/ersetzen Drohnen die VERWUNDBAREREN Kampfhubschrauber und die bemannten Kampfjets, die Punktwiderstandsziele weniger zielgenau (auch aufgrund ihrer höheren Missionsgeschwindiggkeiten) ausschalten können.
Es bleibt also dabei: Auch wenn die Bundeswehr technologisch durch die Anschaffung bewaffneter Drohnen in die Lage versetzt wird, einzelne Terrorverächtige auszuschalten, darf man diese Fähigkeit nicht mit den politischen Absichten gleichsetzen, dies auch zu tun. Hierin wird sie vielfältigen politischen Restriktionen unterworfen bleiben (was ich persönlich bedauere, haben sich doch die Drohneneinsätze der USA trotz bedauerlicher Fehler im Großen und Ganzen als gefürchtetes und probates - auch nachhaltig psychologisches - Mittel erwiesen, entscheidend gegen Mitglieder der höheren bis höchsten Befehlsebene des Terrornetzwerks Al-Quaida vorzugehen, die offensichtlich die Märtyrerrolle, die sie ihrem Fußvolk verordnen, weniger schätzen, betrachtet man sich die Maßnahmen, die sie zu ihrem persönlichen Schutz ergreifen).
Ein anderer Vorwurf, der gegenüber der Beschaffung bewaffneter Drohnen erhoben wird, erscheint mir zu abstrus, als dass ich mich damit ernsthaft auseinandersetzen möchte: die Behauptung, bewaffnete Drohnen würden deshalb beschafft, um es der Bundeswehr zu ermöglichen, große innenpolitische soziale Unruhen zu GEWALTSAM zu BEKÄMPFEN.
Nichts spricht jedoch dagegen, und dies geschieht ja bereits durch Klein- und Kleinstdrohnen der Ordnungskräfte zur KONTROLLE und ÜBERWACHUNG von Großdemonstrationen einzusetzen.
..sie können sich diesen rhetorischen Waffen- und Rüstungstsunami sparen. Letztlich geht es doch darum die Bundeswehr technisch aufzurüsten um zu beweisen dass.....! Diese Hochleistungtechnik ist nicht dafür da um auf Leistungsschauen zu brillieren sondern diese Technik auch zum Einsatz zu bringen. Für Verteidigungszwecke? Nein, es geht um Abschreckung bzw. darum den "Feind" auf möglichst "saubere" Art und Weise zu liquidieren. Diese Milliarden verschlingende Rüstungsindustrie ist der wahre Grund für das Elend in dieser Welt. Und Deutschland, Deutschland macht dabei munter mit.
Bevor Sie hier den Steuerrebellen spielen, sollten Sie erst einmal nachdenken.
Es ist einfach unredlich (bedauerlicherweise darf ich aufgrund der Forenregeln kein drastischeres, aber angemesseneres Wort verwenden), Rüstungsausgaben für Drohnen und Ausgaben für soziale Maßnahmen gegeneinander aufzurechnen.
Drohnen schafft die Bundeswehr nicht deshalb an, weil Geld "in Hülle und Fülle" vorhanden ist (wie Sie fälschlich behaupten; tatsächlich ist die Bundeswehr seit über 2 Jahrzehnten im Gefolge jener unsinnigen sogenannten "Friedensdividende" nach dem Ende des Kalten Krieges drastisch UNTERFINANZIERT und erst jüngst waren weitere massive Kürzungen im Zuge der angestrebten "Haushaltskonsolidierung" im Gespräch, was die begonnene Reform der Streitkräfte auf das Höchste gefährdete).
Im Gegenteil. Gegenüber bemannten Kampfflugzeugen bedeutet deren Teilersatz (im Gegensatz zu den Ansichten der Drohnenenthusiasten werden bemannte Kampfflugzeuge sich in absehbarer Zeit nicht komplett durch Drohnen ersetzen lassen) eine nicht unbeträchtliche Ersparnis, denn es fallen teure Infastrukturmaßnahmen (große Flugbasen mit langen Start- und Landbahnen) ebenso weitgehend weg wie die teure Ausbildung von Kampfpiloten).
In der Anschaffung sind Drohnen ebenso günstiger als die bemannter Kampfflugzeuge. Die Ausbildung der Operatoren ist demgegenüber billiger und zudem werden keine EIGENEN Menschenleben gefährdet. Dies ist umso bedeutsamer, als es der Bundeswehr bis dato nicht gelungen ist, eine funktionsfähige CSAR (= Combat Search and Rescue = Rettung abgeschossener Piloten aus Feindgebiet) - Organisation aufzubauen.
Einer anderen (absichtlichen?) Fehlinformation möchte ich im Zusammenhang einer Beschaffung von bewaffneten Drohnen durch die Bundeswehr ebenso vehement entgegentreten: vielfach behaupten Foristen, die Bundesregierung wolle damit die gleichen Fähigkeiten wie die US Streitkräfte erwerben, also gezielt einzelne Terrorverdächtige zu töten (zu "ermorden"), anstatt sie festzunehmen und ordentlichen Gerichten zur Aburteilung zu übergeben. Das ist schlicht Unsinn!
Wer die militärisch-politischen Befehlswege und die Einsatzregeln, denen die deutschen Streitkräfte in Auslandseinsätzen unterworfen sind, auch nur oberflächlich kennt (wer sie erfahren will, braucht nur zu "googeln"), weiß, dass sogenannte "kill - missions" (wie sie für US-amerikanische, britische und französische Spezialkräfte selbstverständlich sind) z.B. dem KSK VERBOTEN sind.
Deutsche Spezialkräfte dürfen Terroristenführer nur FESTNEHMEN und an begleitende afghanische Behörden übergeben, was meines Erachtens militärisch oft wenig zweckmäßig ist und darüber hinaus auch noch moralisch zwiespältig: man tötet sie zwar nicht, übergibt sie aber Kräften, deren "Human Rights Record" alles andere als über jeden Zweifel erhaben ist. Warum sollte die Bundesregierung nach der Anschaffung von Drohnen also diese Einsatzgrundsätze über den Haufen werfen, zumal sich an den Befehlsstrukturen nichts ändern wird.
Was sind also die Einsatzoptionen für bewaffnete Drohen der Bundeswehr:
1. Luftnahunterstützung der Bodentruppen beim Auftreffen auf Feindwiderstand
2. Aufspüren und Bekämpfen von Straßen- und Ortshinterhalten
3. Konvoischutz- und Konvoibegleitung
4. Gefechtsfeldabriegelung in konventionelleren Konflikten mit festen Fronten
5. Bewaffnete Aufklärung allgemein.
In den meisten dieser Aufgaben ergänzen/ersetzen Drohnen die VERWUNDBAREREN Kampfhubschrauber und die bemannten Kampfjets, die Punktwiderstandsziele weniger zielgenau (auch aufgrund ihrer höheren Missionsgeschwindiggkeiten) ausschalten können.
Es bleibt also dabei: Auch wenn die Bundeswehr technologisch durch die Anschaffung bewaffneter Drohnen in die Lage versetzt wird, einzelne Terrorverächtige auszuschalten, darf man diese Fähigkeit nicht mit den politischen Absichten gleichsetzen, dies auch zu tun. Hierin wird sie vielfältigen politischen Restriktionen unterworfen bleiben (was ich persönlich bedauere, haben sich doch die Drohneneinsätze der USA trotz bedauerlicher Fehler im Großen und Ganzen als gefürchtetes und probates - auch nachhaltig psychologisches - Mittel erwiesen, entscheidend gegen Mitglieder der höheren bis höchsten Befehlsebene des Terrornetzwerks Al-Quaida vorzugehen, die offensichtlich die Märtyrerrolle, die sie ihrem Fußvolk verordnen, weniger schätzen, betrachtet man sich die Maßnahmen, die sie zu ihrem persönlichen Schutz ergreifen).
Ein anderer Vorwurf, der gegenüber der Beschaffung bewaffneter Drohnen erhoben wird, erscheint mir zu abstrus, als dass ich mich damit ernsthaft auseinandersetzen möchte: die Behauptung, bewaffnete Drohnen würden deshalb beschafft, um es der Bundeswehr zu ermöglichen, große innenpolitische soziale Unruhen zu GEWALTSAM zu BEKÄMPFEN.
Nichts spricht jedoch dagegen, und dies geschieht ja bereits durch Klein- und Kleinstdrohnen der Ordnungskräfte zur KONTROLLE und ÜBERWACHUNG von Großdemonstrationen einzusetzen.
..sie können sich diesen rhetorischen Waffen- und Rüstungstsunami sparen. Letztlich geht es doch darum die Bundeswehr technisch aufzurüsten um zu beweisen dass.....! Diese Hochleistungtechnik ist nicht dafür da um auf Leistungsschauen zu brillieren sondern diese Technik auch zum Einsatz zu bringen. Für Verteidigungszwecke? Nein, es geht um Abschreckung bzw. darum den "Feind" auf möglichst "saubere" Art und Weise zu liquidieren. Diese Milliarden verschlingende Rüstungsindustrie ist der wahre Grund für das Elend in dieser Welt. Und Deutschland, Deutschland macht dabei munter mit.
Moin,
gerne würde ich zustimmen, dass wir nicht können. Aber dem ist nicht so. Wir sollten nicht, können können wir sehr wohl, leider.
Der bombardierte Tanklastzug wer erinnert sich daran noch? Wo war das noch mal? Konsequenzen, keine.
Mit den Drohnen wird das nicht anders sein. In ein paar Jahren wird sich der durchschnittliche Deutsche an das ununterbrochene Kriegführen in weit entfernten, fremden aber nicht besonders malerischen Ländern gewöhnt haben.
Wenn jemand ein pralles Dekolleté komplimentiert dann, ja dann, rauscht es im Blätterwald.
Tote Noplies und Notmies scheren Keinen.
CU
"1. seltene Erden in geschätzter Höhe von 1 Billion (europäische) Euro"
Den Wert haben die seltenen Erden erst Jahre nach dem AFG-Krieg bekommen. Zum Beginn war der Preis viel niedriger. Und wieviel von der Billion wurde schon gefördert seit dem?
Seltene Erden pumpt man nicht wie Erdöl aus dem Boden.
Darum ging es also bei Ausbruch des Krieges mit Sicherheit nicht.
"2. Transitland für energien"
Da gibt es billigere und sichere Lösungen als einen Krieg, insbesondere da die Probleme AFG´s auch damals schon bekannt war. Man kannte die Probleme die die Sowjets dort hatten.
"Potential strategisch gegen China Position zu beziehen."
Und für dieses Zipfelchen im äußersten Westen Chinas (nichts als Wüste und Steppe) fängt man einen Krieg an?
Die gleiche Theorie mit Russland ist glaubwürdiger.
"Die Taliban konnten genau so wenig den Krieg verhindern wie Saddam!"
Und? Wenn jemand Krieg führen will dann kann niemand das verhindern.
Vielleicht haben sie Recht, vielleicht auch nicht.
Aber das Entscheidende ist doch der Begriff Terrorist. Wir müssen uns alle verstärkt mit diesem Begriff auseinandersetzen.
Ab wann ist jemand Terrorist und darf somit auch "völkerrechtskonform" getötet werden?
Ich denke wir haben uns seit dem 11.September einen Begriff erschaffen/erweitert, über dessen Folgen wir uns noch nicht richtig Gedanken gemacht haben.
Staaten haben hierdurch ein "neuartiges" Mittel gefunden um wirtschaftliche und geopolitische Ziele umzusetzen. Darüber sollten wir uns im Klaren sein.
Tatsache ist wir leben in einer Demokratie (sollten zumindest). Das heißt die Belange der Mehrheit soll sich durchsetzen. Und da hier in Deutschland, mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit, die meisten gegen Wirtschaftskriege sind, werden wir bei solchen Themen einfach nie gefragt.
Gegenargument ist dann immer, ihr habt euer Kreuzchen aber hier und dort gemacht..
Ich kann nur sagen Leute passt auch wo ihr eure Kreuzchen macht.
Wer gewisse Parteien wählt und sich dann aufregt, dass Kriegsgerät verstärkt exportiert, importiert und auch eingesetzt wird, erscheint mir unglaubwürdig.
Ich bin für Volksentscheide, u.a. bei Themen wie Auslandseinsätze.
Schönes und friedliches Wochenende
höchst interessante BEschäftigung, sich die Definition (soweit verhanden) eine Terroristen einzuverleiben. Das Gelesene wende man dann auf die Handlungden der Parteien an. Man kommt zu erstaunlichen Ergebnissen, die sich vom Sprachgebauch bei Politikern und Journalisten sehr oft und deutlich unterscheiden.
höchst interessante BEschäftigung, sich die Definition (soweit verhanden) eine Terroristen einzuverleiben. Das Gelesene wende man dann auf die Handlungden der Parteien an. Man kommt zu erstaunlichen Ergebnissen, die sich vom Sprachgebauch bei Politikern und Journalisten sehr oft und deutlich unterscheiden.
Was man mit Drohnen alles anstellen kann, sieht man in Pakistan. Leider wenig bekannt, weil weit weg. Man könnte natürlich auch in den nahen Osten gehen. Wenn beispielsweise sogenannte Terroristen, ohne rechtsstaatliches Verfahren zum Tode verurteilt, mit ihren Familien im Auto liquidiert werden.
Will ich aber nicht weiter ausführen, sonst wird mein Beitrag wegen Antisemetismus wohl noch gelöscht.
Fakt ist, dass Kampfdrohnen den Vorteil einer geringen Reaktionszeit bieten. Ziel aufgeklärt - Ziel bekämpft.
Ebenso haben Kampfdrohnen geringere Kollateralschäden als andere Waffen. Weil sie chirugische Eingriffe in Echtzeit erlauben (man verzeihe mir diesen Begriff im Zusammenhang mit militärischer Tötung) und nicht eine größere Bombe, die 30 Minuten später in eine andere Situation fällt.
Kampfdrohnen vermeiden weiterhin eigene Verluste. In einem Gefecht, in das man keine Soldaten schicken muß, kann man auch keine Verluste erleiden.
Kampfdrohnen sind die Cruisemissile des kleinen Mannes und haben militärisch gesehen viele Vorteile.
Die Nachteile sind eher ethisch-moralischer Natur.
So setzen Kampfdrohnen die Schwelle zum Einsatz militärischer Mittel herunter, weil eben keine eigenen Soldatenleben riskiert werden müssen. Auch bieten Kampfdrohnen mehr Anonymität. Wer will in einem multinationalen Einsatz letztlich feststellen, welches Land gefeuert hat? Je mehr ein Krieg die Eigenschaften eines Cyberwars am Bildschirm annimmt, umso mehr wird so ein Krieg einseitig entmenschlicht.
Wieder so ein schönes Thema zum Aufregen, aber ich versuche trotzdem mal sachlich zu überlegen.
Ein Angriff durch bewaffnete Drohnen ist technisch nichts anderes als ein Angriff eines Flugzeugs. Der Drohne stehen Kameras und andere Sensoren zur Verfügung, genau wie einem Kampfpiloten in einem Jet. Der Pilot einer Drohne hat also keine anderen Informationen als ein normaler Pilot der in 8000 m Höhe fliegt. Da Drohnen länger und langsamer über einem Gebiet kreisen können, hat der Drohnenpilot ggf. sogar mehr Zeit für die Beobachtung von Zielen und die Beurteilung einer Situation als ein Kampflugzeug.
Viele fürchten, dass die Hemmschwelle für den Einsatz tödlicher Waffen mit Drohnen gesenkt werden könnte. Diese Frage ist sicher noch nicht allgemeingültig zu beantworten. Ich vermute, sie wird in den meisten Fällen auch nicht niedriger sein als bei herkömmlichen Luftangriffen, zumal die Bundeswehr als Drohnenpiloten nur erfahrene Kampflieger einsetzen will.
Drohnen haben nun einmal viele Vorteile für das Militär, sie sind kosteneffizienter und umwelfreundlicher, da sie sehr viel weniger Sprit verbrauchen als Flugzeuge.
Dies alles wird diejenigen sicher nicht beruhigen, die aus der pazifistischen Ecke kommen und sowieso alles was mit Militär und Krieg zu tun hat, auf Grund ihrer Ideoligie am liebsten verbieten würden.
Ich denke, dass wenn Sie Pazifismus als Ideologie bezeichnen, Sie dann auch Ihre Position, die ich als Bellizismus bezeichne, ebenso als Ideologie bezeichnen.
Danke für diesen sachlichen und unaufgeregten Beitrag.
So stelle ich mir eie Diskussion vor.
Ich denke, dass wenn Sie Pazifismus als Ideologie bezeichnen, Sie dann auch Ihre Position, die ich als Bellizismus bezeichne, ebenso als Ideologie bezeichnen.
Danke für diesen sachlichen und unaufgeregten Beitrag.
So stelle ich mir eie Diskussion vor.
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