Bayerns Staatsregierung hat die Landtagswahl auf den 15. September gelegt. CSU und FDP einigten sich bei einer Sitzung des Koalitionsausschusses in München. Dies wäre nur eine Woche vor der wahrscheinlich am 22. September stattfindenden Bundestagswahl.

Bayern wolle einen eigenen Wahltermin unabhängig vom Bund, erklärten die Fraktionschefs Georg Schmid (CSU) und Thomas Hacker (FDP). Der bayerische Wahltermin ist seit Monaten umstritten. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte frühzeitig den 15. September als seinen Wunschtermin benannt und zugleich gefordert, bis zur Bundestagswahl sollte es zwei Wochen Abstand geben.

Weil am 29. September aber in den von der SPD regierten Bundesländern Hamburg, Berlin und Brandenburg die Herbstferien beginnen, lehnte die SPD dies ab und forderte den 22. September als Bundestagswahltermin. Der Koalitionsausschuss in Berlin wird sich am kommenden Donnerstag damit befassen.

Die hessische Landtagswahl soll am Tag der Bundestagswahl stattfinden. Die hessische Regierung geht davon aus, dass die Wahlbeteiligung aufgrund der Zusammenlegung der Termine höher ist. Die CSU dagegen ist der Meinung, dass die Trennung der Wahltermine die Bayern-Wahl aufwertet. Landespolitische Themen würden so nicht an den Rand gedrängt.