Exbundespräsident : Merkel hält Kontakt zu Wulff

Die Kanzlerin schließt ein Comeback von Exbundespräsident Wulff nicht aus. Er werde seine Aufgabe finden, sagt Merkel, und: "Wir haben eigentlich regelmäßig Kontakt."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält nach wie vor Kontakt mit dem früheren Bundespräsidenten Christian Wulff. Sie tausche sich regelmäßig mit dem vor einem Jahr zurückgetretenen Wulff aus: "Wir haben eigentlich regelmäßig Kontakt", sagte Merkel dem niedersächsischen Radiosender ffn. "Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Aber selbstverständlich."

Auf die Frage, ob ihr der CDU-Politiker nach dem Rücktritt und der Scheidung von seiner Frau leidtue, sagte die Kanzlerin: "Das ist nicht die Kategorie. Ich glaube, er wird seine Betätigung finden und das ist dann auch gut und dann freue ich mich."

Merkel kann sich dabei auch eine Rückkehr auf die öffentliche Bühne vorstellen. "Er wird seine Aufgabenbereiche finden", sagte sie. "Es gab ja auch Themen, die ihm als Bundespräsidenten auch am Herzen gelegen haben, gerade das ganze Thema Integration", sagte sie. "Da mache ich mir eigentlich keine Sorgen."

Wulff war vor einem knappen Jahr nach Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens zurückgetreten, das am Ende von zahlreichen anderen Vorwürfen stand, bei denen es unter anderem um eine Falschaussage vor dem niedersächsischen Landtag ging. Zudem wurde Wullf wegen versuchter Einflussnahme bei Medien kritisiert.

Im Ermittlungsverfahren ging es um seine Kontakte zu dem Filmproduzenten David Groenewold zu seiner Zeit als Ministerpräsident von Niedersachsen. Groenewold soll Hotelrechnungen Wulffs bezahlt haben, um im Gegenzug Unterstützung für seine Filmprojekte zu bekommen. Die Staatsanwaltschaft wird auf eine Anklage wohl verzichten

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