ExbundespräsidentMerkel hält Kontakt zu Wulff

Die Kanzlerin schließt ein Comeback von Exbundespräsident Wulff nicht aus. Er werde seine Aufgabe finden, sagt Merkel, und: "Wir haben eigentlich regelmäßig Kontakt."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält nach wie vor Kontakt mit dem früheren Bundespräsidenten Christian Wulff. Sie tausche sich regelmäßig mit dem vor einem Jahr zurückgetretenen Wulff aus: "Wir haben eigentlich regelmäßig Kontakt", sagte Merkel dem niedersächsischen Radiosender ffn. "Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Aber selbstverständlich."

Auf die Frage, ob ihr der CDU-Politiker nach dem Rücktritt und der Scheidung von seiner Frau leidtue, sagte die Kanzlerin: "Das ist nicht die Kategorie. Ich glaube, er wird seine Betätigung finden und das ist dann auch gut und dann freue ich mich."

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Merkel kann sich dabei auch eine Rückkehr auf die öffentliche Bühne vorstellen. "Er wird seine Aufgabenbereiche finden", sagte sie. "Es gab ja auch Themen, die ihm als Bundespräsidenten auch am Herzen gelegen haben, gerade das ganze Thema Integration", sagte sie. "Da mache ich mir eigentlich keine Sorgen."

Wulff war vor einem knappen Jahr nach Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens zurückgetreten, das am Ende von zahlreichen anderen Vorwürfen stand, bei denen es unter anderem um eine Falschaussage vor dem niedersächsischen Landtag ging. Zudem wurde Wullf wegen versuchter Einflussnahme bei Medien kritisiert.

Im Ermittlungsverfahren ging es um seine Kontakte zu dem Filmproduzenten David Groenewold zu seiner Zeit als Ministerpräsident von Niedersachsen. Groenewold soll Hotelrechnungen Wulffs bezahlt haben, um im Gegenzug Unterstützung für seine Filmprojekte zu bekommen. Die Staatsanwaltschaft wird auf eine Anklage wohl verzichten

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Leserkommentare
  1. keinen Kontakt zu Wulff haben? Sie hat ja schließlich einen Bundespräsidenten installiert - von moralischen und ethischen Kategorien war dabei nie die Rede; sie hatte auch einen Verteidigungsminister installiert und keinen Wissenschaftler oder wissenschaftlichen Assistenten.

    20 Leserempfehlungen
    • footek
    • 14. Januar 2013 20:07 Uhr

    Frau Merkel, da machen Sie sich keine Sorgen, Positionen werden bei Ihnen ja auch nicht nach Qualifikation und Eignung vergeben, dass wissen Sie ja nur zu gut aus eigener Erfahrung. Wenn man von dem Volke soweit entrückt ist wie Sie, kommt es einem wohl gar nicht mehr in den Sinn darüber nachzudenken was sich das Volk für Sorgen macht, was Ihre Sache ja ohnehin nie war.

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  2. Ich hoffe, dass er zurückkommt, und Frau Mekel dadurch viele Stimmen kostet.

    11 Leserempfehlungen
  3. Das hat das Spiel um Wulff ja eindrucksvoll gezeigt.

    Und wenn man so auf die Atlantik-Brücke blickt, die Namen, die "Young Leaders" (nicht mehr alle mit Dr.-Titel, komisch) und die Verbindungen, dann wird einem warm ums Herz.

    Machen Sie sich keine Sorgen, Wulff, genau wie Guttenberg, macht nur Pause.

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    • Bashu
    • 14. Januar 2013 20:35 Uhr

    einem Ehrensold (auch wenn man meiner Meinung nach den Begriff "Ehre" streichen sollte im gegebenen Fall) muss man eigentlich auch gar nicht mehr wulffen, um über die Runden zu kommen.

    Also keine Sorgen um dem Mann, der bekommt doppelt so viel geschenkt wie der Durchschnittsdeutsche jährlich bei 40h/Woche verdient.

  4. Hat Sie sich die Nibelungentreue bei einer ihrer Wagner-Oper Besuche abgeguckt?

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    Als ob Wagner was mit Nibelungentreue und Wulff/Merkel zu tuen hat...

  5. 1."Einen Ermittlungsbericht des Landeskriminalamtes, in dem eine Einstellung des Verfahrens empfohlen wird, gibt es nicht", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover am Montag auf dapd-Anfrage.(RP)

    2.zu den Rechnungen:die Mutter von Bettina Wulff erklärte ,ihrer Tochter zu deren 34. Geburtstag am 25. Oktober 2007 in bar 1000 Euro geschenkt zu haben. Sechs Tage später checkten Wulff und seine damalige Lebensgefährtin im Sylter "Hotel Stadt Hamburg" ein. Den dreitägigen Aufenthalt verbrachten sie mit Groenewold, der die Reise gebucht und mit seiner Kreditkarte vorfinanziert haben will. Anschließend habe der Politiker die Kosten von 774 Euro in bar erstattet, argumentieren Wulff und Groenewold.Nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft korreliere die Rückerstattung nicht mit Bargeldabhebungen von den Konten Wulffs, heißt es im "Spiegel". Dies erkläre Wulff nun mit dem Geburtstagspräsent. Ein weiteres Geldgeschenk über 2500 Euro in bar soll seine spätere Frau von ihrer Mutter laut deren schriftlicher Erklärung Weihnachten 2007 erhalten haben. Die Scheine habe sie bis zu einem weiteren Sylt-Urlaub im August 2008 aufbewahrt, den ebenfalls Groenewold buchte und vorfinanziert haben soll. Auch in diesem Fall will Wulff die Kosten von 1540 Euro bar erstattet haben.(SPON)

    Bargeld horten,bar bezahlen..sehr glaubwürdig,wenns die Schwiegermama behauptet.

    8 Leserempfehlungen
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    Dazu die Schlagzeile aus dem Springerverlag und die sollten das doch wissen:
    "Die verzweifelte Suche nach Beweisen gegen Wulff

    Offenbar fehlen Beweise gegen Christian Wulff in der Affäre um ein fremdfinanziertes Hotelzimmer. Die Staatsanwaltschaft Hannover fürchtet um ihren Ruf. Ein ominöser Zeuge aus dem Ausland soll helfen."(Die Welt)

  6. Der hat wohl den selben PR-Berate, wie Guido Westerwelle.

    So vergeßlich sind die Bürger nun auch wieder nicht.

    3 Leserempfehlungen
  7. Schön, dass wenigstens Merkel noch Kontakt hält zu Wulff.
    Es ist geradezu peinlich, dass sich etwa Herr Gauck derart zuückhält in einem Fall, bei dem das Grundgesetz derart mißachtet wird nd sein Vorgänger aus dem Amt gemobbt wurde. BILD & SPIEGEL haben sich schlicht über unsere Verfassung gestellt und keiner hebt den Finger.
    BILD hat an Wulff ein Exempel statuiert und schon macht keiner hat mehr den Mund auf!

    6 Leserempfehlungen
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    Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mo.

    ...ist nicht mehr das beste. Drum helfen Sie mir doch bitte nochmal auf die Sprünge, Sie scheinen ja ein Insider zu sein.

    >> BILD hat an Wulff ein Exempel statuiert

    Ich weiß es nicht mehr genau: Wer hat jetzt wem nochmal in einem Wutanruf auf den AB gesprochen und damit versucht, grundgesetzwidrig Einfluss zu nehmen?

    Es handelt sich um den übelsten Medienskandal, den die Bundesrepublik je gesehen hat. Die vierte Gewalt hat den Bundespräsidenten aus dem Amt gemobbt. Rechtsstaat und Demokratie wurde dadurch schwer beschädigt, und keiner regt sich darüber auf.

    Ich hoffe, dass der Gesetzgeber daraus die Konsequenz zieht und ein Recht schafft, wie es auch in Frankreich üblich ist. Dort kann der Staatspräsident wegen nachrangiger Affären aus der Zeit seines Vorlebens nur nach Beendigung seiner Amtszeit zur Rechenschaft gezogen werden. In Deutschland hingegen kann das offenbar noch während der Amtszeit jeder Provinzstaatsanwalt veranlassen. Darüber hat sich übrigens auch der Alt-Bundespräsident Herzog - immerhin einer der bedeutenderen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts - bereits öffentlich gewundert.

    • Mopps
    • 15. Januar 2013 20:36 Uhr

    Frage!
    Resultiert Ihre Wortwahl und Ihr befremdliches Deutsch nur
    aus dem regelmäßigen Konsum der genannten medialen Machwerke?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, tis
  • Schlagworte Angela Merkel | Christian Wulff | CDU | David Groenewold | Medien | Bundeskanzler
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