WahlkampfSteinbrück will Grundsatzreden halten

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erweitert seine Wahlkampfpläne. Unter anderem will er Vorträge zur Deutschen Einheit, zur Integration und zur Außen- und Sicherheitspolitik halten.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (Archivbild)

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (Archivbild)  |  © Carsten Koall/Getty Images

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück plant mit mehreren Grundsatzreden sein Profil zu erweitern. In den kommenden Monaten seien unter anderem Vorträge zur Deutschen Einheit, zur Integration sowie zur Außen- und Sicherheitspolitik vorgesehen, berichtet Spiegel Online.

Mit den Grundsatzreden wolle sich Steinbrück inhaltlich breiter aufstellen und dafür sorgen, dass er stärker als Kandidat für alle Deutschen und alle Themen wahrgenommen werde, hieße es aus der SPD. Von weiten Teilen der Bevölkerung wird Steinbrück Umfragen zufolge bislang vor allem als Finanzfachmann und Krisenmanager gesehen.

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Derzeit würden für die Auftritte geeignete Anlässe gesucht. Die Rede zur Deutschen Einheit beispielsweise solle rund um den 17. Juni stattfinden, dem 60. Jahrestag des Arbeiteraufstands in der DDR.

Im Wahlkampf des Sozialdemokraten hatte zuletzt das umstrittene und mittlerweile eingestellte Peerblog für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Autoren wollten für Steinbrück nach Vorbild der USA im Wahlkampf bloggen.

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Leserkommentare
    • ZPH
    • 12. Februar 2013 8:23 Uhr

    "Deutschen Einheit, zur Integration sowie zur Außen- und Sicherheitspolitik"

    Soll er reden woüber er will, ich werde ihn allerdings wegen seiner Europapolitik nicht wählen, die noch mehr auf zitternden Pathos und noch weniger auf Ratio gründet als die der Regierung und daher noch viel gefährlicher für D-Land ist.

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    • JWS-HH
    • 12. Februar 2013 9:31 Uhr

    Merkel oder Steinbrück als Kanzler; das ist die Alternative
    die die Deutschen bei der Bundestagswahl haben werden.
    Die Wahl zwischen einer Programm-Partei (SPD) oder einem Kanzler(in))- Wahlverein.
    Inwieweit die SPD ihr Programm durchsetzen kann hängt vom Wahlergebnis und ihrer Stärke in einer daraus resultierenden Koaliton ab. Rot-Grün hätte den Vorteil einer
    Bundesratsmehrheit in den nächsten zwei Jahren, um Reformen
    durchzusetzen und notwendige Änderungen der Agenda 2010 durchzuführen.
    Merkels Aussagen vor den letzten 2 BT-Wahlen hat sie selber
    ad absurum geführt. Wäre sie eine SPD Kanzlerin, würde man ihr längst gebrochene Wahlversprechen vorwerfen.
    Aber CDU-Wähler sind da nicht so pingelig ("Hauptsache, WIR sind an der Macht, auch wenn wir das Gegenteil von dem machen, was wir eigentlich wollten")
    Die negative "Erfolgsbilanz" der Merkel-Regierung wird von der Euro-Banken-Schulden-Krise überdeckt.
    Merkel ist, um mit ihren Worten zu sprechen: Nicht ALTERNATIVLOS ! In den Medien sollte man sich jetzt mit
    den politischen Aussagen von Steinbrück sachlich auseinandersetzen
    und die Diffamierungskampagne beenden.

    • SonDing
    • 12. Februar 2013 8:29 Uhr

    Auch die SPD hat hat seit langem ihre sozialen und demokratischen Traditionen verlassen und bastelt ungeniert weiter, an der neoliberalen Katastrophe.

    Steinbrück zeigt fast täglich, dass er nicht Volksvertreter,sondern Erfüllungsgehilfe eines aufgeblasenen und undemokratischen europäischen Undings sein möchte.

    Was also "Grundsatzreden" halten, wenn bis jetzt nicht ein Funken Einsicht aufgeblitzt ist? Der Mann ist für mich eine Volksgefährdung!

    14 Leserempfehlungen
    • H.v.T.
    • 12. Februar 2013 8:40 Uhr

    "Die Rede zur Deutschen Einheit beispielsweise solle rund um den 17. Juni stattfinden, dem 60. Jahrestag des Arbeiteraufstands in der DDR."
    ---

    Tatsächlich dürfte es sich um die erste Massenerhebung innerhalb des Machtbereichs der UDSSR gehandelt haben; größtenteils dürfte es sich naturgemäß in der sowjetischen Besatzungszone um ´Arbeiter´ gehandelt haben, aber es war sicherlich mehr, als ein "Arbeiteraufstand".

    5 Leserempfehlungen
    • Chali
    • 12. Februar 2013 8:47 Uhr

    doch in dieser Zeitung dargelegt?

    Da hat er dargelegt, um welche Deutschen er sich kümmern will - also auch, um welche nicht. Und ab wann nicht mehr.

    Mal sehen, ob ich den Namensartikel noch finde.

    4 Leserempfehlungen
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    • Chali
    • 12. Februar 2013 9:01 Uhr

    ... was täte ich - wir - Deutschland! . ohne sie ...

    http://www.zeit.de/2003/47/Steinbr_9fck

    Wie beendete der Herr seinen Artikel, als er noch keinen Wahlkmpf führte?
    "Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitsplätze schaffen, kurzum, die Leistung für sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die – und nur um sie – muss sich Politik kümmern."

    Wer also alt wird, oder wessen Kinder aus dem Haus sind, der entlassen wird und wurde ... all die, die so glücklich gestellt sidn im Leben, sollten sich besser warm anziehen.

  1. Bisher stand noch jeder Spitzenkandidat aktiv im politischen Leben. Entweder als Ministerpräseident oder als Fraktionsführer. Steinbrück ist Hobby-Parlamentarier. Was arbeitet der Mann eigentlich?

    Und maßt sich dann aber an, eine Art Parallelkanzler und -Aussenminister zu sein und fällt der aktuellen Regierung im Ausland in der Rücken. Das ist extrem illoyal und widerspricht allen Gepflogenheiten.

    Dass er sich schon mit seinen Vorträgen die Taschen voll gemacht hat und wieder für eine Spitzenamt plädiert ist ein weiteres Zeichen für seine Arroganz.

    6 Leserempfehlungen
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    • deDude
    • 12. Februar 2013 9:48 Uhr

    "Und maßt sich dann aber an, eine Art Parallelkanzler und -Aussenminister zu sein und fällt der aktuellen Regierung im Ausland in der Rücken. Das ist extrem illoyal und widerspricht allen Gepflogenheiten."

    Könnten Sie das näher ausführen? Parallelkanzler kenne ich bisher nur aus Bayern? Und worauf wollen Sie hinaus mit dem "in den Rücken fallen"?

    Einen Außenminister könnten wir übrigens gut gebrauchen, ich glaube wir haben aktuell gar keinen, oder? Soweit mir bekannt ist füllt Merkel diese Funktion eigentlich nebst ihrem Kanzleramt aus. Ein Sachverhalt übrigens, der in der deutschen Geschichte einmalig ist. Eine Bundeskanzler die den Außenminister wie eine unwichtige lästige Randfigur aussehen lässt.

  2. Wie hoch ist denn sein Redehonorar? :-)

    8 Leserempfehlungen
    • H.v.T.
    • 12. Februar 2013 8:54 Uhr

    ESM & Fiskalpakt sollte man den Bundestag auflösen, die verbliebenen Rechte und Aufgaben an den Bundesrat delegieren, und dort dann eine deutsche Regierung mit einem "Hohen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland" wählen, der dann in Brüssel vorstellig wird.

    Das wäre ehrlicher, und würde dem künftigen Bewerber um das Amt die Peinlichkeit der Illusionsverbreitung ersparen.

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    "Der Euro als frivoles Experiment _ WOZ Die Wochenzeitung"

    unter WOZ.ch zufinden

    • Chali
    • 12. Februar 2013 9:01 Uhr

    ... was täte ich - wir - Deutschland! . ohne sie ...

    http://www.zeit.de/2003/47/Steinbr_9fck

    Wie beendete der Herr seinen Artikel, als er noch keinen Wahlkmpf führte?
    "Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitsplätze schaffen, kurzum, die Leistung für sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die – und nur um sie – muss sich Politik kümmern."

    Wer also alt wird, oder wessen Kinder aus dem Haus sind, der entlassen wird und wurde ... all die, die so glücklich gestellt sidn im Leben, sollten sich besser warm anziehen.

    14 Leserempfehlungen
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    Indem sie einen Satz eines wirklich guten Artikels aus dem Zusammenhang reißen und er damit missverständlich wird. Steinbrück beschrieb schon 2003 Problematiken, die uns heute internationale Sozialstudien vorwerfen. Kaum Chancen aufzusteigen, unwirksame Familienpolitik usw. und zeigt entsprechende Lösungsmöglichkeiten auf ( die ich zwar auch nicht immer 100% unterstütze, aber immerhin....). Heute, 10 jahre später, bekämpfen wir statt der Ursachen immer noch die Symptome. Danke für diesen Artikel, denn für mich wird nun immer klarer, dass ich diesen weitsichtigen klugen Mann als Kanzler möchte.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Peer Steinbrück | SPD | Bevölkerung | Autor | DDR | Integration
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