Die FDP erinnert sich im Vorfeld des Bundestagswahlkampfes alter Positionen und distanziert sich vom Betreuungsgeld. Die Leistung müsse "auf den Prüfstand", heißt es in einem Entwurf für das Wahlprogramm der Liberalen. Die Autoren schreiben, die FDP wolle die familienpolitischen Leistungen insgesamt neu ordnen und sich dabei "vor allem am Kindeswohl orientieren".

Nach monatelangen Diskussionen hatte die Regierungskoalition aus Union und FDP im November letzten Jahres das Betreuungsgeld beschlossen. Es soll ab August an Eltern gezahlt werden, die ihre Kinder nicht in eine Kita geben. Vorgesehen ist eine Zahlung von zunächst 100 Euro, später 150 Euro im Monat. Ab August 2013 gilt auch der Rechtsanspruch von Eltern auf einen Kita-Platz.

Die FDP stimmte dem Beschluss nur widerwillig zu und setzte als Gegenleistung für ihre Zustimmung die mittlerweile vollzogene Abschaffung der Praxisgebühr durch.