Finanzmärkte: FDP lehnt EU-Finanzmarktsteuer ab
Die FDP hat sich gegen die EU-Pläne einer Finanztransaktionssteuer ausgesprochen. Damit legen sich die Liberalen mit der Kanzlerin an, die eine schnelle Einführung will.
In der FDP gibt es Widerstand gegen die geplante Steuer auf Finanzgeschäfte in Deutschland und zehn weiteren Ländern der Europäischen Union. Finanzpolitiker der Liberalen teilten mit, ihre Partei könne das Konzept der EU-Kommission für eine Finanztransaktionssteuer so nicht mittragen. Der Vorschlag der Europäischen Kommission zur Einführung der Finanztransaktionssteuer entspräche nicht den Vorgaben, die die christlich-liberale Koalition zusammen mit SPD und Grünen beschlossen habe, teilten FDP-Fraktionsvize Volker Wissing und Finanzexperte Hermann Otto Solms in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.
Die EU-Kommission spreche davon, Banken, Versicherungen und Investmentfonds mit bis zu 35 Milliarden Euro pro Jahr an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen, tatsächlich wären es aber vor allem Kleinsparer und mittelständische Betriebe, die diese Summe zahlen müssten, zitierte die Süddeutsche Zeitung Wissing weiter. "Das kann ja wohl nicht wahr sein", sagte er dem Blatt.
Mit dem Widerstand der Liberalen zeichnet sich ein offener Konflikt innerhalb der Regierungskoalition ab. Denn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft mit Nachdruck noch für einen raschen Start der Finanztransaktionssteuer ausgesprochen. Die Bundesregierung werde alles daran setzen, "dass die Beratungen zur Einführung dieser Finanztransaktionssteuer zügig ablaufen", teilte die Kanzlerin mit.
Elf Länder wollen Steuer einführen
Mit der Steuer sollen Banken und andere Finanzinstitute ihren Beitrag leisten zu den Kosten der Finanzkrise, die bisher überwiegend vom Steuerzahler getragen wurden. Vor wenigen Tagen legte die EU-Kommission einen Gesetzesentwurf für die Abgabe vor. Die Pläne sehen eine Steuer auf Geschäfte mit Aktien und Anleihen in Höhe von 0,1 Prozent vor, der Satz für den Handel mit komplizierten Finanzprodukten, sogenannten Derivaten, soll bei 0,01 Prozent liegen.
Elf Länder, darunter Deutschland und Frankreich, wollen Finanzgeschäfte von Banken, Versicherungen und Investmentfonds besteuern. Sie erhoffen sich dadurch jährliche Einnahmen von rund 34 Milliarden Euro. Die beteiligten Euro-Länder müssen das Gesetz einstimmig beschließen, damit es wie geplant zum 1. Januar 2014 in Kraft treten kann.








Vielleicht hat die FDP gute Gründe dafür:
http://www.heise.de/tp/ar...
Der von Ihnen verlinkte Artikel bei Telepolis ist m.E. ziemlicher Käse.
Wenn eine Steuer, die nur einmal je Transaktion anfällt und auch nur im Promillebereich liegt, Risikokapitalgeber abschrecken soll, dann kann es mit der Investitionsbereitschaft ja nicht weit her sein.
Und genau darum geht es doch bei der Finanztransaktionssteuer: der moderne Computerhandel, der heutzutage an den Börsen stattfindet, muss ausgebremst werden.
Daytrading und High-Frequency-Trading dienen nämlich nicht der optimalen Allokation von Ressourcen, und in Form von nachhaltiger Investition von Wertschöpfung, sondern im Gegenteil als kurzfristige Spekulation lediglich der Umverteilung bzw. dem Abfluß von Wertschöpfung an eben diese Marktteilnehmer.
Wenn die Dynamik der Billionen von Euro und Dollars, die täglich von Computern autonom durch die Gegend geschubst werden, ganze Volkswirtschaften gefährden kann, dann ist es legitim wie lange überfällig, Maßnahmen zu ergreifen, um die Börse wieder ein bißchen mehr zu dem zu machen, was es mal war: ein Marktplatz für Investoren und Unternehmer, statt Zockerbude und Casino.
für diesen interessanten Link.
MfG
biggerB
Es gibt keinen einzigen Grund "Pro FTS", ausser "Kohle abzocken wollen" und einer erfolgsfeindlichen Gleichmacherideologie zu frönen
Keine einzige der behaupteten und angestrebten Lenkungswirkungen ist sinnvoll und/oder erreichbar
Spekulation, als gesellschaftlich und wirtschaftlich sinnvoll, darf man nicht "dämpfen" und das wird auch nicht erreicht. Märkte mit FTS werden unsicherer und intransparenter d.h. schwerer zu kontrollieren.
Die Realwirtschaft wird massiv geschädigt - Kreditverteuerung - alle Refinanzierungskosten steigen - Gebührenbelastung wird sich erhöhn - Absicherungen werden zu teuer
Gerade die Verschuldung der Halodri-Staaten, die die Schuldenkrise verursacht haben, wird gegenüber den Unternehmensanleihen bevorteilt.
Die Finanzwelt, als Opfer der durch dilettantische Lenkung der Politik (a la FTS) verursachten Krisen, wird zusätzlich geschädigt.
Der Aufbau einer individuellen, staatsunabhängigen Altersversorgung, der gerade in der finanziellen Repression aktives Vermögensmanagement unter erhöhter Einbindung spekulativer Komponenten erfordert, wird zusätzlich erschwert und geschädigt.
Wesentliche Finanzierungsindustrien werden sich verlagern, die Gesamtwirtschaft der 11 verliert weltweit an Bedeutung und wird erhöht vom Ausland abhängig, insbesondere von den USA (FTS = US Wirtschaftsförderung)
Gerade der HF Handel wird sich durch die vielen Alternativstandorte nicht reduzieren und ist schon durch beschlossene Schäuble Gesetze in D ausreichend reguliert
Der von Ihnen verlinkte Artikel bei Telepolis ist m.E. ziemlicher Käse.
Wenn eine Steuer, die nur einmal je Transaktion anfällt und auch nur im Promillebereich liegt, Risikokapitalgeber abschrecken soll, dann kann es mit der Investitionsbereitschaft ja nicht weit her sein.
Und genau darum geht es doch bei der Finanztransaktionssteuer: der moderne Computerhandel, der heutzutage an den Börsen stattfindet, muss ausgebremst werden.
Daytrading und High-Frequency-Trading dienen nämlich nicht der optimalen Allokation von Ressourcen, und in Form von nachhaltiger Investition von Wertschöpfung, sondern im Gegenteil als kurzfristige Spekulation lediglich der Umverteilung bzw. dem Abfluß von Wertschöpfung an eben diese Marktteilnehmer.
Wenn die Dynamik der Billionen von Euro und Dollars, die täglich von Computern autonom durch die Gegend geschubst werden, ganze Volkswirtschaften gefährden kann, dann ist es legitim wie lange überfällig, Maßnahmen zu ergreifen, um die Börse wieder ein bißchen mehr zu dem zu machen, was es mal war: ein Marktplatz für Investoren und Unternehmer, statt Zockerbude und Casino.
für diesen interessanten Link.
MfG
biggerB
Es gibt keinen einzigen Grund "Pro FTS", ausser "Kohle abzocken wollen" und einer erfolgsfeindlichen Gleichmacherideologie zu frönen
Keine einzige der behaupteten und angestrebten Lenkungswirkungen ist sinnvoll und/oder erreichbar
Spekulation, als gesellschaftlich und wirtschaftlich sinnvoll, darf man nicht "dämpfen" und das wird auch nicht erreicht. Märkte mit FTS werden unsicherer und intransparenter d.h. schwerer zu kontrollieren.
Die Realwirtschaft wird massiv geschädigt - Kreditverteuerung - alle Refinanzierungskosten steigen - Gebührenbelastung wird sich erhöhn - Absicherungen werden zu teuer
Gerade die Verschuldung der Halodri-Staaten, die die Schuldenkrise verursacht haben, wird gegenüber den Unternehmensanleihen bevorteilt.
Die Finanzwelt, als Opfer der durch dilettantische Lenkung der Politik (a la FTS) verursachten Krisen, wird zusätzlich geschädigt.
Der Aufbau einer individuellen, staatsunabhängigen Altersversorgung, der gerade in der finanziellen Repression aktives Vermögensmanagement unter erhöhter Einbindung spekulativer Komponenten erfordert, wird zusätzlich erschwert und geschädigt.
Wesentliche Finanzierungsindustrien werden sich verlagern, die Gesamtwirtschaft der 11 verliert weltweit an Bedeutung und wird erhöht vom Ausland abhängig, insbesondere von den USA (FTS = US Wirtschaftsförderung)
Gerade der HF Handel wird sich durch die vielen Alternativstandorte nicht reduzieren und ist schon durch beschlossene Schäuble Gesetze in D ausreichend reguliert
"Die FDP ist nur bereit, diese Steuer mitzutragen, wenn
Mehrbelastungen von Kleinsparern, Rentnern und der Realwirtschaft vermieden oder vollständig ausgeglichen werden.
Diese haben die Finanzkrise nicht verursacht; es gibt deshalb deshalb
auch keinen Grund, sie zusätzlich zu belasten."
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Quelle:
Flugblatt Finanztransaktionssteuer - FDP
Quelle:
www.fdp.de/files/1463/Flu...
Die FDP als Rächer der Witwen und Waisen. LOL
Es geht natürlich überhaupt nicht um die großen Investoren, die keine Finanztransaktionssteuer bezahlen wollen.
Nein, es geht um Opa Friedrich mit seiner kleinen Rente, der groß an der Börse zockt und der sich keine 0,1 % Steuer leisten kann, weil er sich dann kein warmes Mittagessen mehr kaufen kann.
Sehr glaubwürdig.
Ach - und die Pharmaindustrie darf in Deutschland mit Hilfe der FPD auch nur deshalb Höchstpreise verlangen, weil die FDP nicht möchte, dass die Menschen soviele schädliche Medikamente nehmen. LOL
Erstens gibt es ja wohl verhältnismäßig wenig "kleine Leute", die in Aktien investieren.
Zweitens schieben die ihre Anlagen auch nicht ständig hin und her, um nicht zu sagen gar nicht. Da die Steuer von 0,1% auf Transaktionen erhoben werden soll, sind sie also auch sogut wie nicht betroffen. Betroffen sind in meinen Augen doch v.a. Spekulanten, die durch ständige Vermögensverschiebungen Geld sozusagen "aus dem System saugen".
Das sind nicht die Leute, die irgendwelche Neu- oder Kleinunternehmen bei ihrer Gründung unterstützen. Ich sehe also nicht, wieso die irgendwie schützenswert sein sollten.
Wenn ich das falsch verstanden habe, erklär es mir bitte jemand.
Quelle:
www.fdp.de/files/1463/Flu...
Die FDP als Rächer der Witwen und Waisen. LOL
Es geht natürlich überhaupt nicht um die großen Investoren, die keine Finanztransaktionssteuer bezahlen wollen.
Nein, es geht um Opa Friedrich mit seiner kleinen Rente, der groß an der Börse zockt und der sich keine 0,1 % Steuer leisten kann, weil er sich dann kein warmes Mittagessen mehr kaufen kann.
Sehr glaubwürdig.
Ach - und die Pharmaindustrie darf in Deutschland mit Hilfe der FPD auch nur deshalb Höchstpreise verlangen, weil die FDP nicht möchte, dass die Menschen soviele schädliche Medikamente nehmen. LOL
Erstens gibt es ja wohl verhältnismäßig wenig "kleine Leute", die in Aktien investieren.
Zweitens schieben die ihre Anlagen auch nicht ständig hin und her, um nicht zu sagen gar nicht. Da die Steuer von 0,1% auf Transaktionen erhoben werden soll, sind sie also auch sogut wie nicht betroffen. Betroffen sind in meinen Augen doch v.a. Spekulanten, die durch ständige Vermögensverschiebungen Geld sozusagen "aus dem System saugen".
Das sind nicht die Leute, die irgendwelche Neu- oder Kleinunternehmen bei ihrer Gründung unterstützen. Ich sehe also nicht, wieso die irgendwie schützenswert sein sollten.
Wenn ich das falsch verstanden habe, erklär es mir bitte jemand.
Angesichts des bereits im Herbst des Jahres 2005 kurz nach der damaligen Bundestagswahl an den Tag gelegten Fehlverhaltens nicht weniger Stiftungen bürgerlichen Rechts, längst auf dem Tisch liegenden und daher wissenschaftlich nicht mehr widerlegbaren Erkenntnissen die materiell gemäß dem Willen des Souveräns notwendige Förderung zu versagen, ist es nicht falsch zu behaupten, dass gleich welcher Bundesregierung seitdem gleichsam Hopfen und Malz verloren ist. Sich gegenwärtig insbesondere in der Frage einer so genannten Finanztransaktionssteuer zu echauffieren, könnte insofern nicht aufgesetzter sein.
Quelle:
www.fdp.de/files/1463/Flu...
Wer ständig lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht.
Wer ständig lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht.
Die Transaktionssteuer ist der Beginn, die Finazinstitute zu beteiligen und sie kontrollierbarer zu machen. Das der Privatbürger hiervon gross belastet wird bei einem so niedrigen Prozentsatz ist eher Populismus der Finanzwelt.
Das die FDP da nicht mitzieht ist nur bedauerlich!
Ein sehr guter Vortrag von einem des Club of Roms kann man hier sehen:
http://www.oldenburger-im...
"Ein sehr guter Vortrag von einem des Club of Roms..."
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Da machen Sie ja gerade den Bock zum Gärtner
"Ein sehr guter Vortrag von einem des Club of Roms..."
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Da machen Sie ja gerade den Bock zum Gärtner
"Ein sehr guter Vortrag von einem des Club of Roms..."
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Da machen Sie ja gerade den Bock zum Gärtner
Erst einmal anschauen!
Erst einmal anschauen!
Erst einmal anschauen!
Man kann nicht erwarten, dass so eine Steuer gleich weltweit erhoben wird. Wenn die Sache an sich aber richtig ist, müssen einige Länder sich zusammen tun und als Beispiel voran gehen.
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