Umfrage: Grünen-Wähler mögen Merkel
Die Hälfte der Grünen-Anhänger findet die Kanzlerin sympathisch, ergab eine Umfrage der Partei. Die Partei-Spitze stellt dies im Wahlkampf vor Herausforderungen.
© Maurizio Gambarini/dpa

Kanzlerin Angela Merkel im Gespräch mit Grünen-Chefin Claudia Roth
"Grün oder Merkel", so lautet verkürzt das Wahlkampfmotto der Grünen. Im ersten internen Entwurf ihres Wahlprogrammes kommt die Regierung der Kanzlerin verständlicherweise nicht gut weg: Sie sei orientierungslos, zeichne sich durch einen Mangel an Werten aus, vertrete eine "neoliberale Ideologie".
Auf potenzielle Grünen-Wähler wirkt Merkel dennoch nicht abschreckend: 47 Prozent von ihnen finden die Kanzlerin sympathisch. Das ergab eine Umfrage, die die Partei zu ihrem Wählerpotenzial in Auftrag gegeben hat und deren Ergebnisse ZEIT ONLINE vorliegen. 81 Prozent der potenziellen Grünen-Wähler halten Merkel außerdem für "sehr kompetent" oder "kompetent".
Das Umfrageinstitut infratest dimap hatte im Auftrag der Partei-Strategen im Dezember 1.500 Wahlberechtigte ab 18 Jahren zu ihren politischen Interessen befragt. Darunter waren rund 700 Menschen, die sich grundsätzlich vorstellen könnten, die Grünen zu wählen.
Jeder Dritte hält Merkels Euro-Politik für alternativlos
Diese möglichen Grünen-Wähler schätzen an Angela Merkel vor allem, dass sie "in der Euro-Krise erfolgreich deutsche Interessen" vertritt. 67 Prozent der Wählergruppe stimmen dieser Aussage zu. 39 Prozent halten die Euro-Politik der Kanzlerin für "alternativlos". Jeder fünfte potenzielle Grünen-Wähler (23 Prozent) bescheinigt Merkel außerdem "Führungsstärke" in der Energiewende. Dabei war der Atomausstieg jahrelang das Alleinstellungsmerkmal der Grünen.
Die Beliebtheits-Daten für Merkel bestätigen, was grüne Spitzenleute schon lange ahnen. In der Partei kursiert bereits ein Witz, wonach sich die Deutschen eigentlich eine rot-grüne Bundesregierung unter einer Kanzlerin Angela Merkel wünschen. Für den Wahlkampf haben sich die Grünen daher vorgenommen, vor allem die Misserfolge der schwarz-gelben Regierung zu thematisieren.
Immerhin, die interne Umfrage brachte auch negative Urteile von Grünen-Anhängern über die Kanzlerin zum Vorschein. 86 Prozent sind der Ansicht, dass Merkel "eher die Interessen der Wirtschaft vertritt, als die Interessen der Menschen". 79 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Merkel "in erster Linie Machtpolitikerin" sei. Wobei dies auch wertschätzend gemeint sein kann.





stammt ein großer Teil grüner Klientel der ersten Stunde doch aus konservativen Elternhaus
ob nun der Trakerpilot aus Gorleben oder die Germanistikstudentin aus dem Schwabenland
an Helmut Kohl hatte man sich noch gerne gerieben und ihn zum Feindbild hochstilisiert
die Kanzlerin bietet zuwenig Angriffsfläche und punktet zu sehr mit Sympathiewerten im Land
Viele deutsche Frauen, vergleichbaren Alters, mit einem Bewusstsein für die Umwelt, und deshalb den Grünen nahestehend, können sich ganz offensichtlich mit der Person Merkel identifizieren: A.M., eine mittelalterliche Frau, keine Schönheit, aber intelligent, mit einem Durchsetzungsvermögen, die sich in einer Männergesellschaft behaupten kann.
Diese WählerInnen-Gruppierung ist vom Einfluss her nicht zu unterschätzen in diesem Land. Überhaupt wäre für mich eine erneute Kanzlerschaft Merkel, nach entsprechendem Wahlerfolg, keine Überraschung.
Ich werde mal in England sehen, wie die Wetten stehen. Vielleicht lässt sich wenigstens auf diesem Weg aus dem zu erwartenden Merkel-Erfolg noch ein Gewinn erzielen.
Eine Kanzlerin, die sich sehr zurück hält mit ihrer Meinung und so lange wie möglich die Stimmung der Bevölkerungsmehrheit mit trägt, verschreckt die Wähler nicht. Wenn sie dann eigenmächtig kurz und heftig ganz anders entscheidet, ist der Schock so schnell vorbei, dass der gutmütige Bürger schnell wieder zum harmonischen Eindruck zurück kehrt.
Es ist ja so angenehm, ihre ruhige Art zu schätzen. Was soll´s, dass sie eigentlich hart und raffiniert beste Leute aus ihrem Umkreis entsorgt hat...Was soll´s, dass sie heute "hüh" und mogen "hott" sagt (Griechenland, Kernkraft)? Der Bürger vergisst so schnell. Viele sind ihr ja sogar dankbar, dass sie die Energie-Wende doch herbei geführt hat. Und vergessen, dass dies nur ihrer Wiederwahl galt! Sie scheut sich nicht, eigenmächtig und rücksichtslos zu entscheiden und damit schlechte Bedingungen zu schaffen. Dabei bin ich ja auch für die Energiewende, aber nicht so!
Ich traue Angela Merkel zu, geschickt ihre Sympathie-Werte zu pflegen, aber nicht mehr als das.
Nein, ich falle auf diesen Nimbus nicht herein.
Eine Kanzlerin, die sich sehr zurück hält mit ihrer Meinung und so lange wie möglich die Stimmung der Bevölkerungsmehrheit mit trägt, verschreckt die Wähler nicht. Wenn sie dann eigenmächtig kurz und heftig ganz anders entscheidet, ist der Schock so schnell vorbei, dass der gutmütige Bürger schnell wieder zum harmonischen Eindruck zurück kehrt.
Es ist ja so angenehm, ihre ruhige Art zu schätzen. Was soll´s, dass sie eigentlich hart und raffiniert beste Leute aus ihrem Umkreis entsorgt hat...Was soll´s, dass sie heute "hüh" und mogen "hott" sagt (Griechenland, Kernkraft)? Der Bürger vergisst so schnell. Viele sind ihr ja sogar dankbar, dass sie die Energie-Wende doch herbei geführt hat. Und vergessen, dass dies nur ihrer Wiederwahl galt! Sie scheut sich nicht, eigenmächtig und rücksichtslos zu entscheiden und damit schlechte Bedingungen zu schaffen. Dabei bin ich ja auch für die Energiewende, aber nicht so!
Ich traue Angela Merkel zu, geschickt ihre Sympathie-Werte zu pflegen, aber nicht mehr als das.
Nein, ich falle auf diesen Nimbus nicht herein.
… 45% sagen nicht „Nein“ dazu. Das ist ausbaufähig und stimmt mich hoffnungsfroh für mein ganz persönliches Wunschergebnis, das Triumvirat „Merkel, Göring-Eckardt und Jürgen Trittin als Hahn im Korb.
Zum Thema Merkel und zu Ihnen, werter Herr Berski („Merkel ist anders“, Nr. 10): All die von Ihnen beschriebenen Eigenschaften sind unabdingbare Voraussetzung, um vom deutschen Bürgertum als politische Führung akzeptiert zu werden. Da darf man auf keinen Fall herausragen oder auch nur andeuten, mehr zu können als andere. Da muß man und frau unbedingt „eine(r) von uns sein“. Niemals darf dort ein politischer Führer auch als solcher auftreten. Mir soll es recht sein.
Im übrigen bin ich, der Leiharbeiter, der Meinung, die SPD müsse aus der politischen Landschaft verschwinden – wegen der Schwere der Schuld und weil sie im Weg steht.
Warum erwarten Sie nicht von Merkel, dass die entsprechenden gesetzlichen Änderungen gemacht werden=? Übrigens die gute Merkel wollte damals noch mit Georg W. Bush in den Irak-Krieg ziehen und war heiße Verfechterin der Kopfpauschale und Abschaffung des Kündigungsschutzes.
Aber von Merkel gibt es ja immer so nette Bilder beim Fußball und auf dem rotem Teppich!!!!
Warum erwarten Sie nicht von Merkel, dass die entsprechenden gesetzlichen Änderungen gemacht werden=? Übrigens die gute Merkel wollte damals noch mit Georg W. Bush in den Irak-Krieg ziehen und war heiße Verfechterin der Kopfpauschale und Abschaffung des Kündigungsschutzes.
Aber von Merkel gibt es ja immer so nette Bilder beim Fußball und auf dem rotem Teppich!!!!
Merkel im Gespräch mit Claudia Roth. Und besprechen sich da nicht schon die Kanzlerin mit ihrer (neuen, ab Herbst) Außenministerin?
Lasst doch die Frauen mal machen.
Joschka Fischer Ziehvater der Grünen und mittlerweile Berater für alles mögliche was Kohle bringt (Verträge mit Energie Versorger) ...
Wahlspot der Partei 1980: das sind noch Menschen wie Du und ich Annegret !
http://www.youtube.com/wa...
Lachkrampf, sehr schön !
diplomatisch aus. Wenn die Grünen Mitglieder nicht mit den Schwarzen wollen, muss der stete mediale Tropfen den Stein erweichen. Jetzt wo die FDP (trotz enormer medialer Überrepresentänz gerade bei den ÖR) schwächelt, müssen die Grünen Merkel an Macht halten. Und nur darum geht es.
sind so gut situiert, dass sie eine Grüne Poltik nicht stören würde.
Zusammenfassend ist es amüant zu sehen, wie stark die Anhängerschaft und der politische Kurs auseinanderdriften.
Der weiter oben angeführte Kommentar von J. Dittfurth ist einfach so treffend, dass man ihn nicht oft genug ins Feld führen kann: verrohende und gehobene Mittelschicht, die sich selbst durch die Wahl Soziales Gewissen erheuchelt, das sie im Kern gar nicht haben will.
Vielmehr sollen die Pfründe der Kinder in der Privatschule gesichert werden und der Aufstieg in die Obershcicht gelingen, wobei das den meisten verwährt bleiben wird ;)
bedachte pragmatische Politik. Kein machohafte Herumgehupe wie "Kavallerie in die Schweiz".
Das ist Frau Merkel und das kommt auch bei der grünen Wählerschaft an - konservativ halt. Die grünen Wähler sind weit konservativer als die Mitglieder dieser Partei. Dies kann auch irgendwann zur Trennung führen.
irgend jemand anders als Merkel hätte die Laufzeit für Atomkraftwerke erst verlängert und dann abgeschaltet - oder
aus "kein Cent für Griechenland" wären diese Rettungsschirme geworden.
Aber die Presse meint es gut mit Merkel!!
irgend jemand anders als Merkel hätte die Laufzeit für Atomkraftwerke erst verlängert und dann abgeschaltet - oder
aus "kein Cent für Griechenland" wären diese Rettungsschirme geworden.
Aber die Presse meint es gut mit Merkel!!
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