Rösler-Aussagen: Rassismus-Vorwürfe gegen FDP-Landeschef Hahn
"Rassismus in Reinkultur" wird Jörg-Uwe Hahn vorgeworfen. Der Vorsitzende der Hessen-FDP wehrt sich: Seine Aussagen über das Aussehen Röslers würden falsch interpretiert.
Der hessische FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn wird nach seinen Äußerungen über Parteichef Philipp Rösler heftig kritisiert. In einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse hatte er die Akzeptanz Röslers als Vizekanzler aufgrund dessen vietnamesischer Herkunft hinterfragt: "Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren."
Bernd Riexinger, Bundesvorsitzender der Linken, warf Hahn "Rassismus in Reinkultur" vor und forderte ihn zum Rücktritt auf. Der Grünen-Politiker Omid Nouripour sagte: "Er gibt sich dem Rassismus hin, statt sich ihm entgegenzustellen." Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Aydan Özoguz spricht ebenfalls von "tief rassistischem Gedankengut".
Günter Rudolph, Parlamentsgeschäftsführer der Hessen-SPD, sprach von einer "stillosen Entgleisung", die "offenbar rassistische Tendenzen" erkennen lasse. Der hessische Grünen-Fraktionschef Tarek Al-Wazir sagte, Hahn müsse gerade als Integrationsminister "eine glasklare Sprache sprechen, die keinerlei Raum für Interpretationen lässt".
Die Linken-Fraktionschefin im hessischen Landtag, Janine Wissler, bezeichnete Hahn als "unerträgliche Fehlbesetzung" im Amt. "Hahn greift mit seiner Anspielung auf Philipp Röslers Aussehen in die allerunterste Schublade des politischen Machtkampfs."
Hahn verteidigt sich via Twitter
Hahns Aussage stieß auch innerhalb der FDP auf Widerspruch. Der FDP-Integrationspolitiker Serkan Tören sagte dem Tagesspiegel, Hahns Worte seien "unglücklich" gewählt, sodass es "durchaus zu Missdeutungen kommen" könne. Rassismus wolle er Hahn aber nicht unterstellen, sagte Tören.
Hahn distanzierte sich von der Auslegung, die Aussage sei als Kritik an Rösler zu verstehen. "Ich habe darauf hinweisen wollen, dass es in unserer Gesellschaft einen weit verbreiteten, oft unterschwelligen Rassismus gibt", sagte er.
#Rösler Herkunft:Gesellschaftliche Debatte muss geführt werden.Wer daraus Kritik an #Vizekanzler konstruiert, bewegt sich auf #Stern Niveau.
— Jörg-Uwe Hahn (@joerguwehahn) 7. Februar 2013





"Hahns Aussage stieß auch innerhalb der FDP auf Widerspruch. Der FDP-Integrationspolitiker Serkan Tören sagte dem Tagesspiegel, Hahns Worte seien "unglücklich" gewählt, sodass es "durchaus zu Missdeutungen kommen" könne. Rassismus wolle er Hahn aber nicht unterstellen, sagte Tören."
Wo genau lässt die Aussage von Hernn Hahn auch nur ansatzweise Missdeutungen zu?
Die FDP krebst bei 4% Bundesweit rum und macht alles dafür sich selbst weiter zu zerfleischen. Und dabei ist das Ganze nicht mal witzig, da sie die Regierung mitbildet.
Ich hoffe dieser Spuk ist im September endlich endlich vorrüber.
"Hahn distanzierte sich von der Auslegung, die Aussage sei als Kritik an Rösler zu verstehen. "Ich habe darauf hinweisen wollen, dass es in unserer Gesellschaft einen weit verbreiteten, oft unterschwelligen Rassismus gibt", sagte er."
Folgt man dieser Argumentation, dann gibt es diesen auch bei der FDP und ihren Anhängern, denn sie sind Teil der Gesellschaft. Und es scheint auch ein akutes Problem der FDP zu sein. Leider kann ich keine Quellenangabe machen, doch ich habe entweder gelesen oder gehört bzw. gesehen, dass bei der FDP Briefe eingehen mit sinngemäßen Wortlaut: "Ich bin Unternehmer und habe die FDP stets unterstützt, doch mit Herrn Rössler, einem vietnamesischen Flüchtling an Spitze, ist es nicht mehr meine Partei...."
Vielleicht sollte die FDP entsprechende Briefe und mails nicht nur an ermittelnde Behörden weitergeben, sondern das Thema öffentlich diskutieren und nicht totschweigen.
Bündnistreue der Unionswähler. Die FDP hängt am Tropf und es kann wirklich kommen was will, auch mit Rassismus wird man sie nicht los.
Die Blaupause dafür haben wir bereits in Niedersachsen gesehen. Aber es lässt doch tief blicken, dass zwei auf menschlicher Ebene so katastrophal ausgestattete Parteien so viel Rückhalt in der deutschen Bevölkerung haben.
Das der Vizekanzler asiatische Gesichtszüge hat
ist für die große Mehrheit in Deutschland wirklich kein Problem.
Das problem ist dass er von der FDP ist !
...schafft es die Splitterpartei FDP mit Aktionen wie dieser doch immer wieder, sich in den Schlagzeilen zu halten!
Ganz im Ernst: Vielleicht ist das alles glatte Absicht, diesen Sturm im Wasserglas loszutreten, damit der FDP mehr Aufmerksamkeit zuteil wird als ihr eigentlich dem Stimmenanteil nach zusteht.
"Hahn distanzierte sich von der Auslegung, die Aussage sei als Kritik an Rösler zu verstehen. "Ich habe darauf hinweisen wollen, dass es in unserer Gesellschaft einen weit verbreiteten, oft unterschwelligen Rassismus gibt", sagte er."
Folgt man dieser Argumentation, dann gibt es diesen auch bei der FDP und ihren Anhängern, denn sie sind Teil der Gesellschaft. Und es scheint auch ein akutes Problem der FDP zu sein. Leider kann ich keine Quellenangabe machen, doch ich habe entweder gelesen oder gehört bzw. gesehen, dass bei der FDP Briefe eingehen mit sinngemäßen Wortlaut: "Ich bin Unternehmer und habe die FDP stets unterstützt, doch mit Herrn Rössler, einem vietnamesischen Flüchtling an Spitze, ist es nicht mehr meine Partei...."
Vielleicht sollte die FDP entsprechende Briefe und mails nicht nur an ermittelnde Behörden weitergeben, sondern das Thema öffentlich diskutieren und nicht totschweigen.
Bündnistreue der Unionswähler. Die FDP hängt am Tropf und es kann wirklich kommen was will, auch mit Rassismus wird man sie nicht los.
Die Blaupause dafür haben wir bereits in Niedersachsen gesehen. Aber es lässt doch tief blicken, dass zwei auf menschlicher Ebene so katastrophal ausgestattete Parteien so viel Rückhalt in der deutschen Bevölkerung haben.
Das der Vizekanzler asiatische Gesichtszüge hat
ist für die große Mehrheit in Deutschland wirklich kein Problem.
Das problem ist dass er von der FDP ist !
...schafft es die Splitterpartei FDP mit Aktionen wie dieser doch immer wieder, sich in den Schlagzeilen zu halten!
Ganz im Ernst: Vielleicht ist das alles glatte Absicht, diesen Sturm im Wasserglas loszutreten, damit der FDP mehr Aufmerksamkeit zuteil wird als ihr eigentlich dem Stimmenanteil nach zusteht.
Auch wenn Hahns Äußerungen als übertrieben oder ungeschickt schöngeredet werden - mit dem öffentlichen Aussprechen rassistischer Ressentiments - darin bestehend, dass die Herkunft eines Menschen überhaupt eine Rolle für Fähigkeiten oder Akzeptanz spielt - wertet er Herrn Rösler automatisch ab.
Noch übler ist es, dass mit solchen Äußerungen alle subtil in der Bevölkerung vorhandenen rassistischen Vorbehalte bestätigt und salonfähig gemacht werden.
Rassismus beginnt eben schon viel früher, als sich das der eine oder andere vorstellen kann - und längst nicht erst beim tumben Nazi-Schläger...
Eine Frau als Kanzlerin, ein schwuler Außenminister, ein Rollstuhlfahrer als Finanzminister, ein gebürtiger Vietnamese als Vizekanzler.
All diese Vielfalt des realen Lebens kann nur für einen ein Problem sein: für den weißen Mann, der sich für das Maß aller Dinge hält und niemandem auf Augenhöhe begegnen kann, der anders ist als er selbst.
Wäre hätte das früher gedacht, dass gerade die CDU mal so eine "bunte Truppe" anführt.
Auf der anderen Seite ist die Bilanz dieser Truppe katastrophal. Ein reiner Karnevalsverein. So schlecht war noch nicht einmal das letzte Aufgebot vom "Dicken". (Hierbei sind ja sogar noch einige Dinosaurier der Kohl-Zeit in Amt und Würden.)
Ich blicke schon manchmal wehmütig auf die alte Zeit, als weiße Männer wenigstens noch richtige Politik gemacht haben. Da könnte man glatt zum Rassisten werden.
aber ungefähr bin ich Ihrer Meinung. Es ist das Ende des alten Männerbildes, das Ende des Alpha-Männchens, wenn man so will. Gott-sei-Dank. Das Ende des Local Hero aus der Dorf-Disko. Ich werde sie nicht vermissen, ob sie F-J Strauss heissen oder Helmut Schmidt.
Wäre hätte das früher gedacht, dass gerade die CDU mal so eine "bunte Truppe" anführt.
Auf der anderen Seite ist die Bilanz dieser Truppe katastrophal. Ein reiner Karnevalsverein. So schlecht war noch nicht einmal das letzte Aufgebot vom "Dicken". (Hierbei sind ja sogar noch einige Dinosaurier der Kohl-Zeit in Amt und Würden.)
Ich blicke schon manchmal wehmütig auf die alte Zeit, als weiße Männer wenigstens noch richtige Politik gemacht haben. Da könnte man glatt zum Rassisten werden.
aber ungefähr bin ich Ihrer Meinung. Es ist das Ende des alten Männerbildes, das Ende des Alpha-Männchens, wenn man so will. Gott-sei-Dank. Das Ende des Local Hero aus der Dorf-Disko. Ich werde sie nicht vermissen, ob sie F-J Strauss heissen oder Helmut Schmidt.
Welchen Inhalt hat diese Aussage denn sonst? Auf alle Fälle ist unsere Gesellschaft schon so weit, solche Aussagen nicht fehl zu interpretieren.
cheers
...geht einem dieser ganze Political-Correctness-Spuk ziemlich auf die Nerven - und ich glaube, ich stehe damit nicht alleine. Die Frage, ob Deutschland für einen Kanzler mit asiatischem Aussehen bereit ist, hat doch wohl Relevanz. Die im Prinzip gleiche Frage stellte sich anfänglich bei der Kanzlerschaft Angela Merkels (Frau), dem Finanzministerposten Schäubles (behindert) und dem Außenministerposten von Guido Westerwelle (homosexuell) ebenso. Natürlich ist das ein Thema bei den Wählern, wenn die Person, die einen hohen politischen Posten besetzt, persönlich etwas mitbringt, was es bis dahin noch nicht gab.
Um Deutschlands Debattenkultur ist es ziemlich traurig bestellt.
...denn genau die Frage, "ob Deutschland für eine(n) asiatischen, türkischen, schwulen, behinderten, etc. Vizekanzler(in) bereit ist" darf in einem fortschrittlichen Land wie Deutschland weder Relevanz haben noch sollte sie überhaupt gestellt werden, damit die Ewiggestrigen sich in ihrer Engstirnigkeit nicht erst recht bestätigt fühlen...
Das ist doch der Punkt. Wir haben ja seit ein paar Jahren einen asiatisch aussehenden Vizekanzler. Was muss denn da noch debattiert werden?
Hahn will Rösler demontieren, und dafür setzt er auf rassistische Ressentiments und bringt das Thema auf.
Ich wei8, Sie werden dies kaum nachvollziehen können, aber ich schäme mich für Ihren Beitrag und die 14 (!) Leserempfehlungen.
Sie arbeiten fleißig daran, den Begriff "political correctness" zum neuen Modewort nach "Gutmensch" für nationalkonservative und rechtsextreme Kreise zu machen. So etwas nennt man perfide!
"Die im Prinzip gleiche Frage stellte sich anfänglich bei der Kanzlerschaft Angela Merkels (Frau), dem Finanzministerposten Schäubles (behindert) und dem Außenministerposten von Guido Westerwelle (homosexuell) ebenso. Natürlich ist das ein Thema bei den Wählern, wenn die Person, die einen hohen politischen Posten besetzt, persönlich etwas mitbringt, was es bis dahin noch nicht gab."
Rassistische,homophobe und frauenfeindliche Ressentiments mögen bedauernswerterweise "ein Thema" bei vielen Wählern (bei Ihnen,werter Forist?)sein.Nur ein Integrationsminister (!)sollte sich mit solchen rassistischen Äußerungen tunlichst zurückhalten.
...denn genau die Frage, "ob Deutschland für eine(n) asiatischen, türkischen, schwulen, behinderten, etc. Vizekanzler(in) bereit ist" darf in einem fortschrittlichen Land wie Deutschland weder Relevanz haben noch sollte sie überhaupt gestellt werden, damit die Ewiggestrigen sich in ihrer Engstirnigkeit nicht erst recht bestätigt fühlen...
Das ist doch der Punkt. Wir haben ja seit ein paar Jahren einen asiatisch aussehenden Vizekanzler. Was muss denn da noch debattiert werden?
Hahn will Rösler demontieren, und dafür setzt er auf rassistische Ressentiments und bringt das Thema auf.
Ich wei8, Sie werden dies kaum nachvollziehen können, aber ich schäme mich für Ihren Beitrag und die 14 (!) Leserempfehlungen.
Sie arbeiten fleißig daran, den Begriff "political correctness" zum neuen Modewort nach "Gutmensch" für nationalkonservative und rechtsextreme Kreise zu machen. So etwas nennt man perfide!
"Die im Prinzip gleiche Frage stellte sich anfänglich bei der Kanzlerschaft Angela Merkels (Frau), dem Finanzministerposten Schäubles (behindert) und dem Außenministerposten von Guido Westerwelle (homosexuell) ebenso. Natürlich ist das ein Thema bei den Wählern, wenn die Person, die einen hohen politischen Posten besetzt, persönlich etwas mitbringt, was es bis dahin noch nicht gab."
Rassistische,homophobe und frauenfeindliche Ressentiments mögen bedauernswerterweise "ein Thema" bei vielen Wählern (bei Ihnen,werter Forist?)sein.Nur ein Integrationsminister (!)sollte sich mit solchen rassistischen Äußerungen tunlichst zurückhalten.
Selbst wenn nicht gemeint wie gesagt und gemeint wie relativiert, ist schon die, dann wohl "taktische", Überlegung zur Eignung von Herrn Rösler auf Grund seiner Herkunft im Kern rassistisch. Da kommt Herr Hahn nicht raus.
Eine solche Aussage zeugt von erbärmlicher Engstirnigkeit. die einzig mögliche Konsequenz: Rücktritt.
Und schon wieder eine reflexartige Welle der Empörung. Angetreten zum Shitstorm! Vielleicht sollten sich einige der Anwesenden erst einmal den Schaum vorm Mund wegwischen und den FDP-Beißreflex auf Stand-by stellen. Daran, dass der Satz unglücklich, ja sogar missverständlich formuliert war, besteht kein Zweifel. Man kann ihn aber getrost im Sinne des Urhebers interpretieren. Der spricht damit in meinen Augen einen wunden Punkt an, denn auch ich habe häufig den Eindruck, dass Teile der Bevölkerung Rösler wegen seiner ethnischen Herkunft ablehnen. Sollte man mal drüber nachdenken.
Wie gesagt: Rhetorisch ziemlich ungeschickt, aber wohl nicht rassistisch. Sonst könnte man auch folgende Artikel kritisieren, in denen ähnliche Aussagen getroffen bzw. Fragen aufgeworfen werden:
http://www.focus.de/polit...
http://www.augsburger-all...
http://www.zeit.de/2008/0...
Amerika hat seinen ersten schwarzen Präsidenten wiedergewählt. Rösler ist seit über 1 1/2 Jahren Vizekanzler. Niemand hat sich darüber aufgeregt. Warum also Fragen stellen, die längst beantwortet sind?
Die Frage, inwiefern latenter Rassismus hinter der Ablehnung für Rösler steht ist natürlich eine Frage die man so der Gesellschaft stellen könnte.
Aber mal ehrlich: Tut er das? Hier nochmal das Zitat:
"Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren."
Die Verwendung von unsere Gesellschaft ist Unglücksfall Nummer 1. Hier wird nämlich implizit die weisse Mehrheitsgesellschaft gemeint, People of Colour werden gar nicht erst mitgedacht.
Das eigentlich tragische, was auch in den Kommentaren bereits genannt wurde, ist die Folgerung aus dem Satz. Hier dreht es sich eben nicht um eine Kritik an latentem Rassismus.
Was hier eigentlich gesagt wird ist: Vielleicht ist Philipp Rösler nicht haltbar aufgrund seines Aussehens; schließlich können wir keinen Vizekanzler gebrauchen, den aufgrund seines Aussehens niemand wählt.
Ist das wirklich nur unglücklich formuliert oder versteckt sich hier schon der latente Rassismus?
Weil es das von ihm nicht prüffähige, aber unterstellte öffentliche Ressentiment gegen Rösler gibt, sollte man, mit Blick auf die Wahlen, darüber nachdenken, dem unterstellten öffentlichen Ressentiment nachzugeben und Rösler vom Schirm nehmen. Vorsichtshalber.
Die Gesellschaft ist noch nicht soweit, unterstellt er.
Als ob die Herkunft Röslers, tatsächlich Teil der Kritik an seiner Person in der Funktion des P.V. der FDP wäre.
Nach der Benimm-Debatte um Brüderle, die zweite falsche und dumme Dolchstosslegende in kurzer Zeitabfolge.
Möllemannismus
dass er solche Ressentiments nutzen will. Er macht Macht-Politik mit Rassismus.
Es ist wirklich, als würde man fragen, können wir uns noch einen Finanzminister im Rollstuhl leisten. Natürlich, man macht doch nicht mit den Beinen oder der Hautfarbe Politik.
Das tollste war, bevor Merkel Kanzlerin wurde, kam irgendwo die Frage auf, kann eine Frau ohne Geburtserfahrung Kanzlerin werden? Über diese Frage lache ich eigentlich heute noch.
Wobei ich zugebe, dass ich mich über Obamas Wahl auch deshalb gefreut habe, weil er (relativ...) schwarz ist. Auch das hat natürlich rassistische Elemente.
bin garantiert kein Fan der FDP, aber hier zeigt sich wirklich wieder nur die neurotische Skandal-Hescherei. In meinen Augen, ist es sogar das Gegenteil von Rassismus. Es handelt sich einfach nur um die Frage an die Gesellschaft, inwiefern die Herkunft eines Ministers die persönliche Wahlentscheidung beeinflusst.
Beim näheren Nachdenken über Ihren Kommentar finde ich diesen eher ärgerlich. Es gibt nicht nur einen FDP-Beißreflex, es gibt auch einen Antibeißreflex.
Was denn nun? Hahns Beitrag nur unglücklich formuliert? (Was meiner Meinung nach eine höchst wohlwollende Interpretation ist) Und der Rassismus gegen Rösler ein Problem in der Gesellschaft? Was ist denn dann mit der Bemerkung Brüderles mit der heimischen Eiche? Eigene Reihen!
Diese eigentlich eindeutig rassistisch konotierte Bemerkung wurde an dieser Stelle mitnichten als "rassistisch", sondern nur als "deftig" bezeichnet. http://www.zeit.de/politi... Menschen, die das anders gesehen haben, wurden bedacht mit Äußerungen wie (klingelt es?): Shitstorm, Empörungswelle, FDP-Beißreflex...
Man muss aufpassen, dass man sich mit so etwas nicht im Zirkelschluss eindreht: Kritisieren wegen Rassismus darf man die FDP nicht, weil FDP-Bashing, Kritisieren wegen Rassismuskritik auch nicht aus gleichem Grund.
Rösler kritisieren darf man ab jetzt aus Gefahr von Rassismuskritik nicht - was unterm Strich darauf hinaus läuft, dass man gar nicht mehr FDP kritisieren darf, weil alles als Bashing ausgelegt wird und um dahin zu kommen ein Maßstab auch schnell mal um 180 Grad gedreht wird?
Wenn Hahn das anders gemeint hat und nur saublöd formuliert - akzeptiert. Dann soll er sich bitte erst klar äußern, wie er das beklagte Phänomen in eigenen Reihen bewertet! Bei Brüderle angefangen.
zunächst war ich der Meinung, Sie sprächen mir aus der Seele.
Allerdings fiel mir nach Lesen des gesamten Interviews auf, dass der Verweis auf Röslers Äußeres ohne jede Notwendigkeit erfolgt.
Man sollte davon ausgehen, dass, da es offenbar kein Rundfunkinterview ist, ein Presseinterview noch einmal gegengelesen und autorisiert wird.
Die Formulierung ist nun mal so, dass sie wohl unterschiedlich interpretierbar ist, und das sollte einem Integrationsbeauftragten, der den deutschen Empörungsjournalismus doch kennen müsste, einfach nicht passieren.
"... einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren." - lese ich so, als hätte es bereits Probleme mit seiner Akzeptanz wegen seines Aussehens gegeben. Mir ist darüber jedoch noch nichts zu Ohren gekommen. Haben Sie ggf. Quellen dafür?
Mag sein, dass man sich an so manchem Stammtisch zu vorgerückter Stunde das Maul zerreißt, mag sein, dass er selbst entsprechende Post bekommt. Allerdings ist mir davon bisher nichts durch die Medien bekannt geworden, die doch sonst diesbezüglich ganz sensibel reagieren.
Durchaus verstanden hätte ich, wenn parteiintern Bedenken diskutiert worden wären, ob die Gesellschaft reif genug sei, ihn zu akzeptieren, als Rösler an die Parteispitze drängte.
Aber was soll diese Debatte, nachdem er bereits mehrere Jahre Parteichef und Minister ist?
Ihn so billig anzugehen, macht den Eindruck, als fehlten die Argumente zur Kritik, die man m. E. sehr wohl in der Sache haben kann.
Jaja, darauf, “einen Wunden Punkt ansprechen zu wollen”, redet sich jeder heraus, der versehentlich einfach nur dummes Zeug zum Besten gegeben hat und nun zurückrudern muß. Zu Ihrem “denn auch ich habe häufig den Eindruck, dass Teile der Bevölkerung Rösler wegen seiner ethnischen Herkunft ablehnen”, hätte ich jetzt im Stile der Redaktion gesagt: “Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit seriösen Quellen.” Aber stattdessen gab’s ne Empfehlung (auf die Sie’s vielleicht auch abgesehen hatten?) Mal ernsthaft: Wo hat denn hier irgendjemand ein Problem mit Röslers asiatischem Aussehen? Können Sie diese für die Bevölkerung ehrabschneidende Unterstellung belegen? Dieses geraunte “auch ich habe häufig den Eindruck, daß...” ist mir für einen so schwerwiegenden Vorwurf ein bißchen zu vage!
Der einzige, der mir einfällt, ist Parteifreund Brüderle mit seinem Bambus-vs.-deutsche Eiche-Vergleich, aber selbst da muß man vielleicht nicht gleich “Rassismus” schreien, sondern vielleicht können die Deutschen hier ausnahmsweise mal ihre Verkniffenheit schmunzelnd beiseite schieben und die mißglückte Aussage mit Humor nehmen.
Und was soll das bringen, “darüber nachzudenken”? Daß es am Rand und unter den Ausgegrenzten einer nach zig Millionen zählenden Bevölkerung immer auch Rassisten geben wird, gilt selbst für die US-Gesellschaft und läßt sich wohl nie ganz vermeiden (und schon gar nicht durch “nachdenken”), ohne daß der Mainstrem irgendein Problem damit hätte, daß Obama nicht weiß ist.
Amerika hat seinen ersten schwarzen Präsidenten wiedergewählt. Rösler ist seit über 1 1/2 Jahren Vizekanzler. Niemand hat sich darüber aufgeregt. Warum also Fragen stellen, die längst beantwortet sind?
Die Frage, inwiefern latenter Rassismus hinter der Ablehnung für Rösler steht ist natürlich eine Frage die man so der Gesellschaft stellen könnte.
Aber mal ehrlich: Tut er das? Hier nochmal das Zitat:
"Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren."
Die Verwendung von unsere Gesellschaft ist Unglücksfall Nummer 1. Hier wird nämlich implizit die weisse Mehrheitsgesellschaft gemeint, People of Colour werden gar nicht erst mitgedacht.
Das eigentlich tragische, was auch in den Kommentaren bereits genannt wurde, ist die Folgerung aus dem Satz. Hier dreht es sich eben nicht um eine Kritik an latentem Rassismus.
Was hier eigentlich gesagt wird ist: Vielleicht ist Philipp Rösler nicht haltbar aufgrund seines Aussehens; schließlich können wir keinen Vizekanzler gebrauchen, den aufgrund seines Aussehens niemand wählt.
Ist das wirklich nur unglücklich formuliert oder versteckt sich hier schon der latente Rassismus?
Weil es das von ihm nicht prüffähige, aber unterstellte öffentliche Ressentiment gegen Rösler gibt, sollte man, mit Blick auf die Wahlen, darüber nachdenken, dem unterstellten öffentlichen Ressentiment nachzugeben und Rösler vom Schirm nehmen. Vorsichtshalber.
Die Gesellschaft ist noch nicht soweit, unterstellt er.
Als ob die Herkunft Röslers, tatsächlich Teil der Kritik an seiner Person in der Funktion des P.V. der FDP wäre.
Nach der Benimm-Debatte um Brüderle, die zweite falsche und dumme Dolchstosslegende in kurzer Zeitabfolge.
Möllemannismus
dass er solche Ressentiments nutzen will. Er macht Macht-Politik mit Rassismus.
Es ist wirklich, als würde man fragen, können wir uns noch einen Finanzminister im Rollstuhl leisten. Natürlich, man macht doch nicht mit den Beinen oder der Hautfarbe Politik.
Das tollste war, bevor Merkel Kanzlerin wurde, kam irgendwo die Frage auf, kann eine Frau ohne Geburtserfahrung Kanzlerin werden? Über diese Frage lache ich eigentlich heute noch.
Wobei ich zugebe, dass ich mich über Obamas Wahl auch deshalb gefreut habe, weil er (relativ...) schwarz ist. Auch das hat natürlich rassistische Elemente.
bin garantiert kein Fan der FDP, aber hier zeigt sich wirklich wieder nur die neurotische Skandal-Hescherei. In meinen Augen, ist es sogar das Gegenteil von Rassismus. Es handelt sich einfach nur um die Frage an die Gesellschaft, inwiefern die Herkunft eines Ministers die persönliche Wahlentscheidung beeinflusst.
Beim näheren Nachdenken über Ihren Kommentar finde ich diesen eher ärgerlich. Es gibt nicht nur einen FDP-Beißreflex, es gibt auch einen Antibeißreflex.
Was denn nun? Hahns Beitrag nur unglücklich formuliert? (Was meiner Meinung nach eine höchst wohlwollende Interpretation ist) Und der Rassismus gegen Rösler ein Problem in der Gesellschaft? Was ist denn dann mit der Bemerkung Brüderles mit der heimischen Eiche? Eigene Reihen!
Diese eigentlich eindeutig rassistisch konotierte Bemerkung wurde an dieser Stelle mitnichten als "rassistisch", sondern nur als "deftig" bezeichnet. http://www.zeit.de/politi... Menschen, die das anders gesehen haben, wurden bedacht mit Äußerungen wie (klingelt es?): Shitstorm, Empörungswelle, FDP-Beißreflex...
Man muss aufpassen, dass man sich mit so etwas nicht im Zirkelschluss eindreht: Kritisieren wegen Rassismus darf man die FDP nicht, weil FDP-Bashing, Kritisieren wegen Rassismuskritik auch nicht aus gleichem Grund.
Rösler kritisieren darf man ab jetzt aus Gefahr von Rassismuskritik nicht - was unterm Strich darauf hinaus läuft, dass man gar nicht mehr FDP kritisieren darf, weil alles als Bashing ausgelegt wird und um dahin zu kommen ein Maßstab auch schnell mal um 180 Grad gedreht wird?
Wenn Hahn das anders gemeint hat und nur saublöd formuliert - akzeptiert. Dann soll er sich bitte erst klar äußern, wie er das beklagte Phänomen in eigenen Reihen bewertet! Bei Brüderle angefangen.
zunächst war ich der Meinung, Sie sprächen mir aus der Seele.
Allerdings fiel mir nach Lesen des gesamten Interviews auf, dass der Verweis auf Röslers Äußeres ohne jede Notwendigkeit erfolgt.
Man sollte davon ausgehen, dass, da es offenbar kein Rundfunkinterview ist, ein Presseinterview noch einmal gegengelesen und autorisiert wird.
Die Formulierung ist nun mal so, dass sie wohl unterschiedlich interpretierbar ist, und das sollte einem Integrationsbeauftragten, der den deutschen Empörungsjournalismus doch kennen müsste, einfach nicht passieren.
"... einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren." - lese ich so, als hätte es bereits Probleme mit seiner Akzeptanz wegen seines Aussehens gegeben. Mir ist darüber jedoch noch nichts zu Ohren gekommen. Haben Sie ggf. Quellen dafür?
Mag sein, dass man sich an so manchem Stammtisch zu vorgerückter Stunde das Maul zerreißt, mag sein, dass er selbst entsprechende Post bekommt. Allerdings ist mir davon bisher nichts durch die Medien bekannt geworden, die doch sonst diesbezüglich ganz sensibel reagieren.
Durchaus verstanden hätte ich, wenn parteiintern Bedenken diskutiert worden wären, ob die Gesellschaft reif genug sei, ihn zu akzeptieren, als Rösler an die Parteispitze drängte.
Aber was soll diese Debatte, nachdem er bereits mehrere Jahre Parteichef und Minister ist?
Ihn so billig anzugehen, macht den Eindruck, als fehlten die Argumente zur Kritik, die man m. E. sehr wohl in der Sache haben kann.
Jaja, darauf, “einen Wunden Punkt ansprechen zu wollen”, redet sich jeder heraus, der versehentlich einfach nur dummes Zeug zum Besten gegeben hat und nun zurückrudern muß. Zu Ihrem “denn auch ich habe häufig den Eindruck, dass Teile der Bevölkerung Rösler wegen seiner ethnischen Herkunft ablehnen”, hätte ich jetzt im Stile der Redaktion gesagt: “Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit seriösen Quellen.” Aber stattdessen gab’s ne Empfehlung (auf die Sie’s vielleicht auch abgesehen hatten?) Mal ernsthaft: Wo hat denn hier irgendjemand ein Problem mit Röslers asiatischem Aussehen? Können Sie diese für die Bevölkerung ehrabschneidende Unterstellung belegen? Dieses geraunte “auch ich habe häufig den Eindruck, daß...” ist mir für einen so schwerwiegenden Vorwurf ein bißchen zu vage!
Der einzige, der mir einfällt, ist Parteifreund Brüderle mit seinem Bambus-vs.-deutsche Eiche-Vergleich, aber selbst da muß man vielleicht nicht gleich “Rassismus” schreien, sondern vielleicht können die Deutschen hier ausnahmsweise mal ihre Verkniffenheit schmunzelnd beiseite schieben und die mißglückte Aussage mit Humor nehmen.
Und was soll das bringen, “darüber nachzudenken”? Daß es am Rand und unter den Ausgegrenzten einer nach zig Millionen zählenden Bevölkerung immer auch Rassisten geben wird, gilt selbst für die US-Gesellschaft und läßt sich wohl nie ganz vermeiden (und schon gar nicht durch “nachdenken”), ohne daß der Mainstrem irgendein Problem damit hätte, daß Obama nicht weiß ist.
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