Rückerstattung von ParteienfinanzierungBundestag stoppt Zahlungen an NPD

Der Bundestag hat Zahlungen an die rechtsextreme NPD eingestellt. Grund ist eine Millionenstrafe, welche die Partei noch nicht beglichen hat.

NPD-Anhänger auf einer Demonstration am 1. Mai 2012 in Berlin

NPD-Anhänger auf einer Demonstration am 1. Mai 2012 in Berlin

Der Bundestag hat die Rückerstattung von Wahlkampfkosten an die rechtsextreme NPD gestoppt. Eine Sprecherin sagte dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), es gehe um rund 113.000 Euro, die derzeit vom Bund nicht ausgezahlt würden und der Partei eigentlich aus dem Vorjahr noch zustehen.

Da von der NPD noch eine Strafzahlung wegen eines fehlerhaften Rechenschaftsberichts ausstehe, verrechne der Bundestag diese mit der Rückerstattung, sagte die Sprecherin. Nach MDR-Informationen sind die Landesparlamente aufgefordert, ihre Rückerstattungen von Wahlkampfkosten ebenfalls auf Eis zu legen.

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Im Dezember 2012 hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass die NPD wegen Fehlern im Rechenschaftsbericht für 2007 eine Strafzahlung von 1,27 Millionen Euro leisten muss. Die Richter sahen es damals als erwiesen an, dass die rechtsextreme Partei in ihrem Jahresbericht 2007 die Zuwendungen aus der staatlichen Parteienfinanzierung nicht vollständig ausgewiesen hatte.

Wie eine Sprecherin des Bundestags Spiegel Online sagte, erhält die NPD außerdem keine Abschlagszahlungen für das laufende Jahr. Wie hoch genau diese sind, konnte die Sprecherin dem Bericht zufolge nicht sagen. Die Abschlagszahlungen sind quartalsweise ausbezahlte Zuwendungen, die jede Partei für erhaltene Stimmen bei Wahlen erhält.

NPD-Sprecher Frank Franz sagte Spiegel Online, die Zahlungseinstellung sei keine große Überraschung. Die Partei sehe darin auch den "gezielten Versuch", sie im wichtigen Wahlkampfjahr 2013 zu behindern. Die Partei prüfe rechtliche Schritte.

 
Leser-Kommentare
  1. Wenn ich schon mein hart verdientes Geld an solches Pack abtreten muss, sollen die doch bitte erstmal ihren Teil tun und dem Staat die ihm zustehende >Million bezahlen.

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    Eine Leser-Empfehlung
  2. Endlich mal eine gute Nachricht aus Berlin.

  3. 19. Warum??

    Es ist unertraeglich dass Nazis mit deutschen Steuergeldern gefoerdert werden. Wieviele Menschen wurden im 3.Reich von Deutschen vergast? Schon vergessen?

  4. ???

    Eben! Alles nur Theaterdonner!

    Gibt es kein Geld aus der Parteienfinanzierung, dann eben als Aufwandsentschädigung aus anderen Quellen...

  5. sie in ihrer Situation auch sonst tun?

    Vermutlich ist der Weg, ihr die aus Steuermitteln zu erstattenden Wahlkampfkosten auf Basis des BVerwG-Urteils nicht auszuzahlen, der beste Weg, die Partei Geschichte werden zu lassen.

    • EPIKIE
    • 24.02.2013 um 9:23 Uhr

    Sie haben ja einen schrägen Humor --- oder sollte das alles ernst gemeint sein, was Sie da so von sich geben?
    >...deren einziger Verdienst darin besteht, die nicht mehr vorhandene Grenze übertreten zu haben.<
    Man muss es sich folglich ‚verdienen’, in Italien, Lettland, Deutschland, Schweden oder Portugal wohnen und arbeiten zu können - womit denn?
    >...weil niemand seine Steuern "Neubürgern" geben will,...<
    Mit ‚niemand’ sind wohl ‚die Deutschen’ gemeint? Wie kommen Sie dazu, für alle diese zu sprechen?
    >Zweifelsohne ist der Geburtsort mitunter ungerecht,...<
    Kein Geburtsort der Welt kann ‚ungerecht’ sein. Ungerecht sind allenfalls die Zustände, die man vorfindet - und die sind Menschen-Gemacht.
    >Es gibt aus gutem Grund kein Menschenrecht auf Freizügigkeit,...<
    Selbst, wenn Freizügigkeit nirgends festgeschrieben sein sollte: man durchdenke das doch bitte einmal: was bliebe von den Menschenrechten übrig - OHNE Freizügigkeit...?
    Bisschen Grips schadet nicht!

  6. ... bei ihrer aussage, das wir weder "rechts" noch einen "rechten rand" für ein freies & buntes europa benötigen (um es mit ihren worten zu beschreiben). beim thema grenzen und einer evtl. flotte die für die grenzsicherung eingesetzt wird bin ich mir jedoch nicht so ganz sicher ob ich ihre meinung teile - ich glaube darauf können wir nicht verzichten. einwanderung ja - dem ist absolut nichts entgegenzusetzen - aber dann bitte auch mit den notwendigen anforderungen die erfüllt sein müssen. die europäische zuwanderungspolitik treibt zum teil doch recht seltsame blüten, da ist es dann nicht verwunderlich das aufgrund fehlgeleiteter informationen und einseitiger berichterstattung diverser medien ein verzerrtes bild aufkommt.

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