BerlinWowereits Umfragewerte immer tiefer im Keller

Das Flughafen-Debakel schwächt die einstige Beliebtheit von Klaus Wowereit weiter: Laut einer aktuellen Umfrage hält ihn nur ein Drittel der Berliner für glaubwürdig.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) stürzt wegen des Flughafen-Debakels in der Wählergunst immer weiter ab. Er rutschte in der Beliebtheit laut einer aktuellen Forsa-Umfrage um 0,3 Punkte auf einen Wert von minus 0,4. Das bedeutet den drittletzten Platz unter den abgefragten Berliner Landespolitikern.

Vor allem bei der Glaubwürdigkeit büßte der SPD-Regierungschef dramatische 27 Punkte im Vergleich zum April 2011 ein; nur noch 32 Prozent der 1007 befragten Berliner halten Wowereit für glaubwürdig.

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Als Nachfolger von Wowereit wünschte sich fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos), der mit plus 1,0 die Beliebtheitsskala anführt. Er ist aber nicht Mitglied der SPD.

Am 12. Januar hatte die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus einen Misstrauensantrag gegen Wowereit gestellt; die rot-schwarze Koalition sprach ihm allerdings das Vertrauen aus.

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Leserkommentare
  1. War er schon immer so oder ist er so geworden? Im ersten Fall wäre die Frage peinlich für die Wähler, im zweiten für ihn.

    • docere
    • 04. Februar 2013 13:34 Uhr
    10. Gab es,

    denn schon einmal den Fall, dass ein Politiker wegen schlechter Umfragewerte sein Amt aufgab?
    Wohl kaum. So wird auch diese Sache dem Regierenden Bürgermeister keine schlaflosen Nächte bereiten.
    Nun gut, wir sind im Wahljahr, da jagen sich ja nur so die Umfragen und Meinungen.

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    • Suryo
    • 04. Februar 2013 13:44 Uhr

    Ich glaube nicht, daß es die Berliner viel stört. Tatsächlich ist z.B. das ganze BER-Desaster kaum Gegenstand erregter Bürgergespräche. Der normale Bürger fliegt höchstens einmal im Jahr, und dann ist Tegel deutlich bequemer als Schönefeld. Der Leidensdruck aufgrund des noch nicht fertiggestellten Flughafens dort ist also keineswegs hoch. Und dann kann man natürlich auch fragen, wie "beliebt" Bouffier oder Kramp-Karrenbauer eigentlich sind und weshalb kein Journalist diese Frage stellen und kein Leser sich für diese Antwort interessieren würde. Aber wenn's "die Hauptstadt" (ehrfürchtig raunt es im Blätterwald) betrifft, wird's irgendwie wichtig...

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  2. Die nicht nur stille Hoffnung, eines Tages als Kanzler aufzuwachen, hat sich erledigt.
    Das ist für mich das Positive am Debakel um den Airport.

  3. DAS ist es was mich erstaunt und nicht nur wegen BER.

  4. Berlin kann sich seine Verwaltung ohnehin nicht mehr leisten, ein OB in Berlin ist ein einziges Verlustgeschäft.

    Warum spart man diese unnütze Verschwendung nicht ein und gibt Berlin in die Verwaltung der Bundesländer, die Berlin ohnehin schon finanzieren? Die Bewohner der bayerischen Zone könnten sich dann gleich direkt an der bayerischen Landtagswahl beteiligen und bräuchten sich nicht mehr extra zu einer Berliner Wahl zu bemühen, die ohnehin nur eine Zwischen- und Transferinstanz ohne eigene Mittel konstituieren würde.

    Außerdem wäre es interessant, was aus Bayern mit mehr linken Stimmen würde. Vielleicht auch ein Nehmerland?

    Dann hätten sich ja die Klagen gegen den Finanzausgleich erledigt, wenn alle nur noch Nehmer sind.

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    sich mit Brandenburg zusammenzuschließen, was Brandenburg, auch wegen der die durch die CDU verursachte Schuldenlast (Berliner Bankenskandal), abgelehnt hat und zweitens sind ihre Kentnisse vom Länderfinanzausgleich einfach nur mangelhaft.

    Falls ihr Kommentar ironisch sein soll, dann entschuldige ich mich das ich dies nicht verstanden habe.

    Was Wowereit angeht, halte ich es wie die Kommentare 10+11.

  5. Unglaubwürdigkeit...ist doch eher etwas subjektives....
    wenn es eine objektive Bewertung geben würde, dann aber bitte auch den Vergleich mit den anderen Politikern...

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  6. sich mit Brandenburg zusammenzuschließen, was Brandenburg, auch wegen der die durch die CDU verursachte Schuldenlast (Berliner Bankenskandal), abgelehnt hat und zweitens sind ihre Kentnisse vom Länderfinanzausgleich einfach nur mangelhaft.

    Falls ihr Kommentar ironisch sein soll, dann entschuldige ich mich das ich dies nicht verstanden habe.

    Was Wowereit angeht, halte ich es wie die Kommentare 10+11.

    Antwort auf "Vorschlag"
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    der BBB bankenskandal ist bis heute Berlins hauptproblem. eingefädelt unter der CDU "regierung" Diepgen, aber schon damals saß die SPD speziell mit Herrn Wowereit in den "verantwortlichen" kontrollgremien (finanzausschuß): Die BBB pleite brachte Herrn W. ins amt, als erstes stellte er den antrag, dass die stadt Berlin die BBB schulden übernimmt. Gysis PDS hob auch sofort alle händchen. damit waren diese "rundumsorglosfonds" für unsere westdeutsche B-prominenz (nur an priviligierte) gesichert, gezahlt wird bis heute. ein volksbegehren wurde verhindert, wg. nichtstatthaftigkeit von wirtschafts/haushaltsfragen. ab da waren BBB fragen auf Wowereit presskonferenzen nicht mehr zugelassen.
    die Berliner schulden verdoppelten sich von 30 auf 60 milliarden €, inzwischen haben wir knapp 70 Milliarden €, bei 80 wird wohl schluss sein, aber das geschieht NACH amtsperiode Wowereit.
    unter diesen umständen kam eine "vereinigung" mit Brandenburg nicht mehr in frage.
    die gerichtsverfahren sind alle im sande verlaufen, ein manager ließ sich per psych. gutachten für "verhandlungsunfähig" erklären, läuft aber sonst ganz gerne beim Berlin Marathon mit.
    dieser Länderfinanzausgleich deckt ungefähr die jährlich fälligen zinzen für Berlins schulden.
    die lage ist schlechter als in Griechenland, denn an einen "schuldenschnitt" ist hier nicht zu denken

    finden Sie unter Nr. 22.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, sc
  • Schlagworte Klaus Wowereit | SPD | Opposition | Ulrich Nußbaum
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